Silvesterkonzert der Staatskapelle Dresden

Christian Thielemann Dirigent
Angela Denoke Sopran
Elisabeth Kulman Mezzosopran
Daniel Behle Tenor

Klänge zum Übergang

Mit einem »Guten Rutsch ins neue Jahr!« verabschieden sich die Staatskapelle Dresden und ihr Chefdirigent Christian Thielemann vom Jahr 2017 und laden Sie ein, den Silvesterabend in anregender Gesellschaft zu verbringen. Während auf Dresdens Straßen die Vorbereitungen für Raketenknaller, Böller und Glockengeläut laufen, kommt es in der Semperoper zu einem Feuerwerk der Töne und Klänge. Mit dabei natürlich eine bestens aufgelegte Staatskapelle, die viele musikalische Überraschungen bereithält.

Beide Konzerte werden für Fernsehen und DVD aufgenommen.

Date of broadcast: 31. Dezember 2017, ab 17.30 live im ZDF
  • 30.12.2017
    20:00 Uhr
    Semperoper
    Tickets
    Ticket price:
    100.00 – 200.00 €
  • 31.12.2017
    17:15 Uhr
    Semperoper
    Tickets
    Ticket price:
    120.00 – 250.00 €

Christian Thielemann

Chefdirigent

Die Saison 2016/2017 ist Christian Thielemanns fünfte Spielzeit als Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle. Er begann seine Karriere 1978 als Korrepetitor an der Deutschen Oper Berlin, Engagements in Gelsenkirchen, Karlsruhe und Hannover schlossen sich an. 1985 wurde er Erster Kapellmeister in Düsseldorf, 1988 Generalmusikdirektor in Nürnberg. Später kehrte der gebürtige Berliner in seine Heimatstadt als Generalmusikdirektor der Deutschen Oper Berlin zurück (1997-2004), ehe er das gleiche Amt bei den Münchner Philharmonikern bekleidete (2004-2011). Neben seiner Dresdner Chefposition ist er seit 2013 Künstlerischer Leiter der Osterfestspiele Salzburg, deren Residenzorchester seither die Staatskapelle ist.

Den Komponistenjubilaren Richard Wagner und Richard Strauss widmete sich Christian Thielemann am Kapellpult in zahlreichen Konzerten in der Semperoper und auf Tournee. Aber auch Werke von Bach bis hin zu Henze und Gubaidulina standen auf seinen Programmen. Dazu leitete er Neuproduktionen von »Manon Lescaut«, »Simon Boccanegra« und »Elektra« in Dresden sowie von »Parsifal«, »Arabella« und »Cavalleria rusticana / Pagliacci« in Salzburg. Für seine Interpretation der »Frau ohne Schatten« bei den Salzburger Festspielen 2011 hatte ihn das Fachmagazin »Opernwelt« zum »Dirigenten des Jahres« gewählt.

Eine enge Zusammenarbeit verbindet Christian Thielemann mit den Berliner und Wiener Philharmonikern sowie mit den Bayreuther Festspielen, die er seit seinem Debüt im Sommer 2000 alljährlich durch maßstabsetzende Interpretationen prägt; von 2010 an war er musikalischer Berater auf dem »Grünen Hügel«, im Juni 2015 wurde er zum Musikdirektor der Festspiele ernannt. Im Zuge seiner vielfältigen Konzerttätigkeit folgte er Einladungen der großen Orchester in Amsterdam, London, New York, Chicago und Philadelphia, ebenso gastierte er in Israel, Japan und China.

Christian Thielemanns Diskografie als Exklusivkünstler der UNITEL ist umfangreich. Neben den Silvesterkonzerten der Jahre 2010 bis 2013 hat er mit der Staatskapelle bereits etliche symphonische Werke von Beethoven, Liszt, Bruckner, Reger, Pfitzner und Busoni sowie »Arabella«, »Ariadne auf Naxos« und »Elektra« von Richard Strauss, Webers »Freischütz« und Wagners »Parsifal« für CD und DVD aufgenommen. Zu den jüngeren Veröffentlichungen zählt auch die Gesamtaufnahme der Symphonien von Johannes Brahms. Mit den Wiener Philharmonikern spielte er sämtliche Beethoven-Symphonien ein.

Christian Thielemann ist Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London sowie Ehrendoktor der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar und der Katholischen Universität Leuven (Belgien). Im Mai 2015 wurde ihm der Richard-Wagner-Preis der Richard-Wagner-Gesellschaft der Stadt Leipzig verliehen, im Oktober 2016 wurde er mit dem Preis der Stiftung zur Förderung der Semperoper ausgezeichnet.

Angela Denoke

Für die großen Frauenrollen von Strauss und Wagner ist Angela Denoke eine weltweit gefragte Sängerin. Doch schon seit Kindheitstagen hat sie ein großes Faible für die Operette. Geboren in Stade studierte Angela Denoke im nahen Hamburg an der Hochschule für Musik und Theater. Sie begann ihre Karriere als Ensemblemitglied in Ulm und Stuttgart. 1997 war sie als Marie in Alban Bergs Oper »Wozzeck« erstmals bei den Salzburger Festspielen zu Gast und debütierte an der Wiener Staatsoper im »Rosenkavalier« von Richard Strauss als Marschallin. Mit dieser Partie trat sie 2000 auch in der Dresdner Semperoper sowie 2005 in der Metropolitan Opera in New York auf. Neben der Marschallin gehört Emilia Marty aus »Die Sache Makropulos« von Leoš Janáček zu ihren Paraderollen. 2009 debütierte Angela Denoke damit an der Mailänder Scala, ein Auftritt, der dort ebenso umjubelt wurde, wie in diesem Jahr in Salzburg. 1999 wurde sie von der Zeitschrift »Opernwelt« zur Sängerin des Jahres gewählt, 2007 gewann sie den Deutschen Theaterpreis »Der Faust« für ihre Interpretation der »Salome« von Richard Strauss. 2009 wurde sie zur Österreichischen Kammersängerin ernannt.

Angela Denoke hat zahlreiche CDs aufgenommen, darunter Richard Wagners »Die Walküre« und »Fidelio« von Ludwig van Beethoven. Angela Denoke widmet sich aber nicht nur klassischem Repertoire. Mit ihrem Jazz- und Liedprogramm »Von Babelsberg bis Beverly Hills«, in dem sie die Ära von Marlene Dietrich und Zarah Leander feiert, machte sie unter anderem an den Opernhäusern von München, Berlin, Barcelona, Paris und Mailand Station. Ihr Kurt-Weill-Abend »Two Lives to Live« hatte bei den Salzburger Festspielen 2011 Premiere. 

Elisabeth Kulman

Elisabeth Kulman gilt als eine der führenden Mezzosopranistinnen und Altistinnen ihrer Generation. Sie überzeugt Publikum und Kritik gleichermaßen durch ihr kostbares, farbintensives Timbre sowie ihre charismatische Bühnenpersönlichkeit und musikalische Vielseitigkeit.

Zu ihren wichtigsten Partien, die die Österreicherin auf den internationalen Opernbühnen verkörpert, zählen unter anderen Carmen, Fricka (»Walküre«), Waltraute (»Götterdämmerung«), und Brangäne (»Tristan und Isolde«). Besondere Aufmerksamkeit erregte sie auch als Gora in der Welturaufführung von Aribert Reimanns »Medea« an der Wiener Staatsoper.

Als international hoch geschätzte Solistin arbeitet sie regelmäßig auch konzertant mit Orchestern wie den Wiener Philharmonikern, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Cleveland Orchestra, der Staatskapelle Dresden und Dirigenten wie Nikolaus Harnoncourt, Zubin Mehta, Christian Thielemann, Marek Janowski und Franz Welser-Möst zusammen. Außerdem widmet sich Elisabeth Kulman mit besonderer Hingabe dem Liedgesang.

Daniel Behle

Daniel Behle ist einer der vielseitigsten deutschen Tenöre und in Konzert, Lied und Oper gleichermaßen erfolgreich. Sein breit gefächertes Repertoire reicht von barocken Meisterwerken über klassisches und romantisches Repertoire bis hin zu Kompositionen des 20. und 21. Jahrhunderts.Im April 2014 gab der gebürtige Hamburger bei den Salzburger Osterfestspielen unter der Leitung von Christian Thielemann sein umjubeltes Rollendebüt als Matteo in Strauss‘ »Arabella.

Konzerte singt Daniel Behle u.a. mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, der Tschechischen Philharmonie, der Wiener Akademie, den Hamburger Symphonikern und der Bachakademie Stuttgart.

Er arbeitet dabei mit Dirigenten wie Christian Thielemann, Marek Janowski, Jiří Bělohlávek, Martin Haselböck, Jeffrey Tate und Kent Nagano.

Für die Darstellung des Bösewichts Artabano in der Einspielung von Vincis »Artaserse« erhielt Daniel Behle 2014 eine Grammy Nominierung. Seine Lied Einspielungen und Solo CDs u.a. »Die schöne Müllerin«, »Dichterliebe«, Strauss Lieder und Bach finden hervorragendes Echo in der Fachpresse.