Osterfestspiele: »Die Walküre«

Christian Thielemann Dirigent
Peter Seiffert Siegmund
Georg Zeppenfeld Hunding
Anja Harteros Sieglinde
Anja Kampe Brünnhilde
Christa Mayer Fricka
Johanna Winkel Gerhilde
Brit-Tone Müllertz Ortlinde
Alexandra Petersamer Helmwige
Christina Bock Waltraute
Katharina Magiera Schwertleite
Stepanka Pucalkova Siegrune
Kathrin Wundsam Grimgerde
Simone Schröder Roßweiße

    Richard Wagner

    • »Die Walküre«
    Date of broadcast: 8. April 2017, ab 17 Uhr live auf Ö1; 15. April 2017, ab 20.15 Uhr auf 3sat
    • 08.04.2017
      17:00 Uhr
      Grosses Festspielhaus
      Tickets
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    • 17.04.2017
      17:00 Uhr
      Grosses Festspielhaus
      Tickets
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    Christian Thielemann

    Chefdirigent

    Die Saison 2016/2017 ist Christian Thielemanns fünfte Spielzeit als Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle. Er begann seine Karriere 1978 als Korrepetitor an der Deutschen Oper Berlin, Engagements in Gelsenkirchen, Karlsruhe und Hannover schlossen sich an. 1985 wurde er Erster Kapellmeister in Düsseldorf, 1988 Generalmusikdirektor in Nürnberg. Später kehrte der gebürtige Berliner in seine Heimatstadt als Generalmusikdirektor der Deutschen Oper Berlin zurück (1997-2004), ehe er das gleiche Amt bei den Münchner Philharmonikern bekleidete (2004-2011). Neben seiner Dresdner Chefposition ist er seit 2013 Künstlerischer Leiter der Osterfestspiele Salzburg, deren Residenzorchester seither die Staatskapelle ist.

    Den Komponistenjubilaren Richard Wagner und Richard Strauss widmete sich Christian Thielemann am Kapellpult in zahlreichen Konzerten in der Semperoper und auf Tournee. Aber auch Werke von Bach bis hin zu Henze und Gubaidulina standen auf seinen Programmen. Dazu leitete er Neuproduktionen von »Manon Lescaut«, »Simon Boccanegra« und »Elektra« in Dresden sowie von »Parsifal«, »Arabella« und »Cavalleria rusticana / Pagliacci« in Salzburg. Für seine Interpretation der »Frau ohne Schatten« bei den Salzburger Festspielen 2011 hatte ihn das Fachmagazin »Opernwelt« zum »Dirigenten des Jahres« gewählt.

    Eine enge Zusammenarbeit verbindet Christian Thielemann mit den Berliner und Wiener Philharmonikern sowie mit den Bayreuther Festspielen, die er seit seinem Debüt im Sommer 2000 alljährlich durch maßstabsetzende Interpretationen prägt; von 2010 an war er musikalischer Berater auf dem »Grünen Hügel«, im Juni 2015 wurde er zum Musikdirektor der Festspiele ernannt. Im Zuge seiner vielfältigen Konzerttätigkeit folgte er Einladungen der großen Orchester in Amsterdam, London, New York, Chicago und Philadelphia, ebenso gastierte er in Israel, Japan und China.

    Christian Thielemanns Diskografie als Exklusivkünstler der UNITEL ist umfangreich. Neben den Silvesterkonzerten der Jahre 2010 bis 2013 hat er mit der Staatskapelle bereits etliche symphonische Werke von Beethoven, Liszt, Bruckner, Reger, Pfitzner und Busoni sowie »Arabella«, »Ariadne auf Naxos« und »Elektra« von Richard Strauss, Webers »Freischütz« und Wagners »Parsifal« für CD und DVD aufgenommen. Zu den jüngeren Veröffentlichungen zählt auch die Gesamtaufnahme der Symphonien von Johannes Brahms. Mit den Wiener Philharmonikern spielte er sämtliche Beethoven-Symphonien ein.

    Christian Thielemann ist Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London sowie Ehrendoktor der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar und der Katholischen Universität Leuven (Belgien). Im Mai 2015 wurde ihm der Richard-Wagner-Preis der Richard-Wagner-Gesellschaft der Stadt Leipzig verliehen, im Oktober 2016 wurde er mit dem Preis der Stiftung zur Förderung der Semperoper ausgezeichnet.

    Peter Seiffert

    Peter Seiffert studierte an der Musikhochschule Düsseldorf und erhielt sein erstes Engagement an der Deutschen Oper am Rhein. Als Preisträger des Wettbewerbs des Deutschen Musikrates folgten Engagements in ganz Europa und einige Fernsehauftritte. Sein Engagement an der Deutschen Oper Berlin, wo er als Lohengrin zu hören war, war der Beginn seiner heutigen Weltkarriere. Seither ist er ständiger Gast der Staatsoper München, wo er alle Partien seines Repertoires aufbot. Hier wurde er 1992 zum Bayerischen Kammersänger ernannt. Seine Konzert- und Opernaktivitäten brachten ihn in alle wichtigen Musikzentren der Welt wie Wien, London, Paris, die Mailänder Scala, die Salzburger Festspiele, Barcelona, Madrid, Japan, New York, San Francisco und Los Angeles.

    1996 debütierte er bei den Bayreuther Festspielen als Stolzing (»Die Meistersinger von Nürnberg«), es folgte Lohengrin 2001, 2002, 2003 und 2005. Mit den Partien seines Faches wie Parsifal, Florestan (»Fidelio«), Tannhäuser, Tristan, Otello, Siegmund (»Die Walküre«) und Lohengrin gastierte er an allen wichtigen Opernhäusern der Welt.

    Weitere Engagements des Tenors waren, »Tristan und Isolde« in Wien, »Otello« in Zürich, »Ariadne auf Naxos« in Hamburg, »Fidelio« in Wien, »Die Walküre« an der Deutschen Oper Berlin sowie in »Tannhäuser« an der Staatsoper im Schiller Theater Berlin. 

    Zahlreiche Aufnahmen mit den wichtigsten Dirigenten unserer Zeit und Auszeichnungen wie Echo-Klassik »Sänger des Jahres 1996«, Grand Prix du Disque – Grammy Award für eine »Tannhäuser«-Einspielung unter Daniel Barenboim dokumentieren seine außergewöhnlichen Leistungen. Eine CD mit Liedern und Duetten von Robert und Clara Schumann ist bei Orfeo erschienen. Seine neuesten Aufnahmen umfassen »Der fliegende Holländer« und »Die Walküre«.

    Peter Seiffert gehört heute zu den gefragtesten Tenören und wird von Presse und Publikum enthusiastisch gefeiert.

    Außerdem wurde er im Juni 2013 zum österreichischen Kammersänger von der Wiener Staatsoper ernannt.

    Georg Zeppenfeld

    Parallel zum Studium des Konzert- und Operngesangs in Detmold und Köln absolvierte der aus dem westfälischen Attendorn stammende Bassist ein Lehramtsstudium. Nach ersten Festengagements in Münster und Bonn gehört er seit 2001 zur Sächsischen Staatsoper Dresden. Darüber hinaus gastiert er an großen Opernhäusern Europas und der Vereinigten Staaten, sowie an den weltweit wichtigsten Konzertorten. Schwerpunkt seines Schaffens sind die seriösen Basspartien des italienischen und deutschen Fachs.

    Eine Schlüsselrolle ist der Sarastro aus Mozarts »Zauberflöte«, den er 2005 unter Claudio Abbado in Baden-Baden sang und mit dem er an der San Francisco Opera, der New Yorker Met und der Wiener Staatsoper debütierte. 

    Als Sarastro war er auch 2012 bei den Salzburger Festspielen zu hören und wird mit dieser Partie 2015 am Royal Opera House Covent Garden in London debütieren.

    Bei den Bayreuther Festspielen trat er erstmals 2010 im »Lohengrin« auf, und übernahm dort ein Jahr später auch eine Partie im »Meistersinger«.

    Mit besonderer Vorliebe widmet sich Georg Zeppenfeld dem Konzert- und Liedgesang. Oratorien von Barock bis Spätromantik gaben ihm bereits Gelegenheit zur Zusammenarbeit mit den renommiertesten Dirigenten weltweit. 

    Anja Harteros

    Intensive Bühnenpräsenz, perfekte Stimmführung und musikalische Sensibilität zeichnen Anja Harteros’ Kunst aus. Das vielseitige Repertoire der weltweit geschätzten Sopranistin umfasst Rollen von Händel, Mozart und Weber sowie vor allem von Verdi, Puccini, Wagner und Strauss. Ihre internationale Karriere begann 1999 mit dem Gewinn des Cardiff Singer of the World-Wettbewerbs. Binnen kürzester Zeit reüssierte die Künstlerin an den renommiertesten Bühnen: an der Metropolitan Opera New York, der Mailänder Scala, dem Royal Opera House Covent Garden in London, der Wiener Staatsoper, den Salzburger Festspielen, der Opera Bastille Paris, dem Opernhaus Zürich, den Königlichen Opernhäusern in Amsterdam und Oslo, der Japanischen Nationaloper Tokio sowie an den Staatsopern in München, Berlin, Hamburg und Dresden.

    Im Konzert ist sie insbesondere mit den »Vier letzten Liedern« von Strauss zu hören, zuletzt in Kombination mit der Rarität »Malven« in Zusammenarbeit mit Christian Thielemann sowie mit dem Requiem von Verdi. 

    Auch Liederabende sind fester Bestandteil ihrer Tätigkeit, ihre CD »Von ewiger Liebe« mit Wolfram Rieger wurde mit dem Orphée d’Or ausgezeichnet.

    Nach dem Münchner Festspielpreis 2005 erhielt Anja Harteros 2007 den Titel der Bayerischen Kammersängerin als bis dato jüngste Trägerin überhaupt. 2009 war sie »Sängerin des Jahres« der Zeitschrift Opernwelt, 2010 erhielt sie den ersten Kölner Opernpreis, 2013 überreichte ihr die Bayerische Staatskanzlei die Europamedaille. 2015 wurde sie vom International Opera Awards zur Sängerin des Jahres gekürt. Ihre Diskographie umfasst unter anderem die Grammy-nominierte »Traviata« unter Zubin Mehta, »La Forza del destino« und »Lohengrin« aus München sowie »Aida« aus Rom unter Sir Antonio Pappano.

    Anja Kampe

    Anja Kampe hatte ihren internationalen Durchbruch 2003 als gefeierte Sieglinde an der Seite Plácido Domingos an der Washington National Opera. Als Sieglinde war die deutsche Sopranistin seitdem u. a. an der Los Angeles Opera, San Francisco Opera, den Bayreuther Festspielen, der Bayerischen Staatsoper, der Staatsoper im Schiller Theater Berlin, den Wagner-Tagen in Budapest, den Proms in London, dem Théâtre des Champs-Élysées in Paris und am Gran Teatre del Liceu in Barcelona zu Gast. Berühmt ist Anja Kampe außerdem für ihre feinsinnigen Interpretationen der Senta, die sie u. a. an der Bayerischen Staatsoper, am Théâtre Royal de la Monnaie, am Neuen Nationaltheater Tokio, an der Deutschen Oper am Rhein, der Staatsoper Hamburg, im Royal Opera House Covent Garden, am Teatro Real Madrid sowie in Wien, Zürich und Mailand gesungen hat.

    2006 debütierte sie beim Glyndebourne Festival und gastierte außerdem in Zürich, Los Angeles, am Teatro alla Scala, an der Wiener Staatsoper und an der Bayerischen Staatsoper. Mit ihrem Repertoire zu dem außerdem u. a. Ariadne, Lisa, Donna Elvira, Elisabeth, Irene, Giorgetta, Carlotta, Jenůfa, Elsa von Brabant und Odabella zählen, ist Anja Kampe auf den großen Opernbühnen der Welt zu Gast.

    Anja Kampe hat u. a. mit folgenden Dirigenten gearbeitet: Claudio Abbado, Alain Altinoglu, Daniel Barenboim, Daniele Gatti, Valery Gergiev, Daniel Harding, Vladimir Jurowski, Fabio Luisi, Zubin Mehta, Riccardo Muti, Andris Nelsons, Kirill Petrenko, Donald Runnicles, Christian Thielemann und Franz Welser-Möst.

    Christa Mayer

    Christa Mayer, geboren in Sulzbach-Rosenberg, studierte Gesang an der Bayerischen Singakademie und an der Musikhochschule München. Seither führten sie Gastspiele u.a. an die Bayerische Staatsoper, die Deutsche Oper Berlin, und die Staatsoper Hamburg. Im Sommer 2008 debütierte sie als Erda und Waltraute unter Christian Thielemann bei den Bayreuther Festspielen. Im

    Wagner-Jahr 2013 war sie neben Bayreuth auch in verschiedenen Ring-Produktionen zu hören, u.a. in der Berliner Philharmonie, an der Hamburgischen Staatsoper sowie beim Lucerne Festival. Seit 2001 ist die Mezzosopranistin Ensemblemitglied der Semperoper Dresden.