Schostakowitsch Tage 2017: Kammerabend I - Eröffnungskonzert

Raschèr Saxophone Quartet
Viktoria Postnikova Klavier
Helmut Fuchs Trompete
Frederic Belli Posauen
Susanne Branny Violine
Jörg Kettmann Violine
Stephan Pätzold Viola
Andreas Priebst Violoncello
Helmut Branny Kontrabass

    Sofia Gubaidulina

    • »In Erwartung« für Saxophonquartett und sechs Schlagzeuger

    Dmitri Schostakowitsch

    • Klaviersonate Nr. 1 op. 12
    • Konzert für Klavier, Trompete und Streichorchester op. 35, Ausführung für Kammerensemble

    Sofia Gubaidulina

    • »Verwandlung« für Posaune, Saxophonquartett, Violoncello, Kontrabass und Tam-tam
    • 23.06.2017
      19:30 Uhr
      Gohrisch, Konzertscheune
      Tickets
      Ticket price:
      35.00 €

    Jörg Kettmann

    Jörg Kettmann, geboren 1956, erhielt erste musikalische Anregungen durch das Violinspiel des Vaters. Sein erster Violinlehrer war R.W. Paul, ein Mitglied des Gewandhausorchesters Leipzig. 1968 wurde er in die Spezialschule für Musik Dresden und 1973 in die Dresdner Musikhochschule aufgenommen. Er studierte Violine bei Gert Kleindienst und Kammermusik bei Günther Siering.

    1977 bestand er das Probenspiel bei der Dresdner Philharmonie und reiste mit dem Philharmonischen Kammerorchester und dem Dresdner Kreuzchor 1979 erstmals nach Japan. Seit seinem Wechsel zur Staatskapelle Dresden im Jahr 1985 gilt seine Aufmerksamkeit verstärkt der Kammermusik.
     

    Er wirkt in verschiedenen Kammermusikgruppen der Staatskapelle mit, so z.B. bei den Dresdner Barocksolisten, dem Concertino Dresden und der Capella musica Dresden.

    Seit Jahren beschäftigt er sich mit aufführungspraktischen Fragen Alter Musik und spielt Barockvioline und -viola. In jüngster Zeit widmet er sich auch der Viola d’amore. Er ist Gründungsmitglied der Dresdner Kapellsolisten.

    Aus dem Notenfundus der ehemaligen Dresdner Hofkapelle (in der Landesbibliothek Dresden) erschließt er Musik des 18. Jhd. (u.a. Werke von Johann Joachim Quantz, Carl Heinrich Graun und Johann Georg Pisendel) für das Konzertpodium.

    Stephan Pätzold

    Stellv. Solobratscher

    Stephan Pätzold wurde 1962 in Dresden geboren und wuchs im osterzgebirgischen Dorf Reichstädt auf. Seine ersten musikalischen Eindrücke erhielt er im elterlichen Kantorenhaushalt. Neben dem Singen rückte für ihn ab dem siebenten Lebensjahr die Violine in den Vordergrund, was  nach der Ausbildung an der Musikschule Dippoldiswalde im Jahr 1978 zu einem Bratschenstudium an der Musikhochschule Dresden bei seinem späteren Kollegen Winfried Berger führte. Vor dem Engagement bei der Staatskapelle Dresden im Jahre 1989 brachten Substitutendienste in der Oper und fünf Jahre Festanstellung bei der Dresdner Philharmonie erste Erfahrungen in einem Berufsorchester.

    Im Laufe der Jahre stellte sich bei Stephan Pätzold außerhalb des Dienstes zunehmend eine Vorliebe für Musik des 18. Jahrhunderts ein, der er im Dresdner Barockorchester und später auch bei den Dresdner Kapellsolisten nachgehen konnte.

    Solistische und kammermusikalische Auftritte in unterschiedlichen Besetzungen und seit 1999 eine Lehrtätigkeit an der Dresdner Musikhochschule vervollständigen seine musikalischen Aktivitäten. Im gleichen Jahr erhielt er auch nach erneutem Probespiel seine jetzige Stelle als stellvertretender Solobratscher.

    Andreas Priebst

    Erste musikalische Eindrücke sammelte Andreas Priebst im Elternhaus sowie im Dresdner Kreuzchor unter Rudolf Mauersberger. Nach seinem Studium an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in seiner Heimatstadt Dresden erhielt er ein Engagement als Stellvertretender Solocellist der Dresdner Philharmonie. Von 1977 bis 2016 musizierte Andreas Priebst in der Violoncello-Gruppe der Sächsischen Staatskapelle Dresden.

    Darüber hinaus beschäftigte er sich immer intensiv mit der Kammermusik, zunächst als Cellist im Dresdner Streichquartett des philharmonischen Konzertmeisters, später im Dresdner Ulbrich-Quartett und dem Sächsischen Streichquartett der Staatskapelle Dresden, mit denen er in beiden Teilen Deutschlands, in zahlreichen Ländern Europas und sowie Japan gastierte und preisgekrönte Einspielungen für Schallplatte und CD wie auch Produktionen für Hörfunk und Fernsehen aufnahm.

    Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit liegt im Bereich der Alten Musik, wo er neben dem Cello auch auf der Gambe musiziert.

    Seit 1995 ist Priebst zudem Solocellist der Dresdner Kapellsolisten und Cellist des Ensembles Cappelle Musica Dresden. Mit diesen Ensembles ist er regelmäßig zu Gast auf internationalen Festivals in ganz Europa und Fernost.

    Andreas Priebst unterrichtet als Lehrbeauftragter für Kammermusik an der Dresdner Musikhochschule und ist Kunstpreisträger der Landeshauptstadt Dresden.

    Helmut Branny

    Facettenreichtum prägt die künstlerische Arbeit des Dirigenten und Kontrabassisten Helmut Branny – Mitglied der Sächsischen Staatskapelle, Musikalischer Leiter der Dresdner Kapellsolisten und der Cappella Musica Dresden, zudem Forscher und Entdecker. Seit langem beschäftigt er sich mit Fragen des werkgetreuen Umgangs und der Aufführungspraxis Alter Musik, um die sprachlichen und gestischen Elemente des barocken, klassischen und romantischen Musikerbes zu einer lebendigen Klangrede zu führen. Mit den 1994 entstandenen Dresdner Kapellsolisten bringt Helmut Branny als Primus inter pares diese musikalischen Intentionen bei Konzerten im In- und Ausland zu Gehör.

    Helmut Branny ist ein begehrter Kammermusikpartner der Akademie für Alte Musik Berlin, des Freiburger Barockorchesters, der Mitteldeutschen Barocksolisten Leipzig und Les Amis de Philippe Bremen. Zahlreiche Projekte verbinden ihn unter anderem mit dem Cellisten und Festivalintendanten Jan Vogler und dem Dirigenten Peter Schreier.

    Trotz seiner vielfältigen Verpflichtungen im In- und Ausland ist der bei Dresden geborene Künstler besonders intensiv mit seiner Heimat- und Studienstadt verknüpft. Neben seiner Mitgliedschaft in der Sächsischen Staatskapelle hat Helmut Branny an der Musikhochschule Carl Maria von Weber seit 1995 einen Lehrauftrag, seit 2003 eine Professur für Kammermusik inne. Außerdem ist er regelmäßig bei Konzerten in der Frauenkirche sowie ein den Dresdner Musikfestspielen und dem Moritzburg Festival zu erleben. Mit dem Dresdner Kreuzchor pflegen Helmut Branny und die Dresdner Kapellsolisten eine langjährige künstlerische Beziehung.