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		<title>Staatskapelle Dresden: Latest News</title>
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		<description>Latest news from Staatskapelle Dresden</description>
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			<title>Staatskapelle Dresden: Latest News</title>
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			<description>Latest news from Staatskapelle Dresden</description>
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		<lastBuildDate>Tue, 21 Feb 2012 16:00:00 +0100</lastBuildDate>
		
		
		<item>
			<title>Zusatztermin »Kapelle für Kids«</title>
			<link>http://www.staatskapelle-dresden.de/news/article/zusatztermin-kapelle-fuer-kids/</link>
			<description>Auf Grund der großen Nachfrage findet am 18. März 2012 um 15 Uhr eine zusätzliche Veranstaltung von »Kapelle für Kids« in Semper 2 statt.</description>
			<content:encoded><![CDATA[Unter dem Motto »Bitte Platz nehmen! – Das Violoncello« stellt die Kapell-Cellistin Anke Heyn ihr Instrument, das Violoncello, vor. Die Moderation übernimmt wie immer Julius Rönnebeck, der dabei von der Puppe Alma und Magdalene Schaefer unterstützt wird. Karten zum Preis von 3 € (Erwachsene 5 €) sind in der Schinkelwache am Theaterplatz erhältlich. Tel. 0351-4911 705 oder <link bestellung@semperoper.de>bestellung@semperoper.de</link>
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			<pubDate>Tue, 21 Feb 2012 16:00:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>Lera Auerbach im Interview</title>
			<link>http://www.staatskapelle-dresden.de/news/article/lera-auerbach-im-interview/</link>
			<description>Zwei Tage vor der Uraufführung ihres neuen Requiems »Dresden - Ode an den Frieden« stellte sich die Komponistin den Fragen unseres Konzertdramaturgen Tobias Niederschlag.</description>
			<content:encoded><![CDATA[Frau Auerbach, Sie sind in dieser Saison Capell-Compositrice der Sächsischen Staatskapelle Dresden und waren jetzt mehrfach in Dresden zu Gast. Wie verbunden fühlen Sie sich inzwischen der Stadt und ihren Bewohnern?<br /><br />Wenn ich an einem so großen Werk wie diesem Requiem arbeite, dann tauche ich gern komplett in die damit verbundene Welt ein, umgebe mich mit ihrer Geschichte und ihren Bildern, damit ich selber zu einer Art Instrument werden kann. Die befriedigendste Erfahrung für mich als Komponistin ist der Moment, an dem ich den Eindruck erhalte, dass das Werk sich wie von alleine schreibt und ich es nur von irgendeiner Quelle aus übertrage oder übersetze, an der das Werk bereits existiert. Damit mir das gelingt, muss ich mich in seine Zwischentöne einstimmen. Obgleich ich also physisch bisher noch nicht so oft in Dresden war, ist die Stadt im letzten Jahr täglich in meinen Gedanken gewesen, und ich fühle mich ihr sehr nah.<br /><br />Sie sind eine russisch-amerikanische Komponistin jüdischer Herkunft. Was bedeutete es für Sie persönlich, ein Requiem für den Jahrestag der Zerstörung Dresdens im Zweiten Weltkrieg zu komponieren? <br /><br />Meine Familie stammt ursprünglich aus Österreich. Im 19. Jahrhundert zogen meine Vorfahren in die Ukraine um. Den Zweiten Weltkrieg haben meine Großeltern nur mit großer Not überlebt, sie flohen vor der deutschen Armee nach Sibirien, wo sie auch nach dem Krieg blieben (ich wurde dreißig Jahre später in Tscheljabinsk geboren). Meine Urgroßmutter ging in der Panik der überfüllten Züge während der Evakuierung verloren. Meine Großeltern haben sie nie wiedergefunden. Damals überlebte meine Familie auch nur mit großen Mühen den Terror Stalins. Mein Großvater wurde inhaftiert und in einen Gulag geschickt, mein Großonkel wurde vom KGB erschossen. Als Kind kannte ich kein einziges Wort auf Hebräisch und wusste nichts vom Judentum (ich wurde vielmehr von einem katholischen Kindermädchen aus Polen aufgezogen, das mit der Zeit zu einem festen Familienmitglied wurde). Und dennoch wusste ich nur zu gut, dass ich jüdisch war – dies stand als »Nationalität« in allen offiziellen Papieren. Man konnte den Antisemitismus im alltäglichen Leben spüren – von quasi unschuldigen Witzen anderer Kinder bis hin zu offener Feindseligkeit. Mein Großvater, der den Gulag überlebte, weigerte sich, mir Jiddisch beizubringen. Wenn ich ihn als Kind darum bat, dann sagte er, dass ich meine Portion Leiden auch so abbekommen würde. Der einzige Weg, wie die Menschlichkeit vorangebracht werden kann, liegt in der Erinnerung (durch das Bewahren, Verstehen und Studieren der Geschichte) und im Vergeben; indem man das menschliche Leben respektiert, die Unterschiede jedes Einzelnen akzeptiert, indem man sich bemüht, jede Kultur auf einer emotionalen Ebene zu verstehen, und indem man die Schmerzen und Freuden der anderen nachempfindet. Ich glaube, dass man an erster Stelle ein Bürger der Welt, dieses Planeten »Erde« sein sollte – und erst danach Bürger eines Landes, Mitglied einer religiösen Gemeinschaft, einer politischen Gruppierung etc. Es wurde bereits so viel Blut vergossen »im Namen Gottes« oder für das »Heimatland«, für den Kommunismus, den Nationalismus oder irgendeinen anderen schön verpackten »Ismus«. Keine noch so hehre Idee, wie edel sie auch immer erscheinen mag und in welchem Buch sie aufgeschrieben wurde und von wem; kein Wesen – weder Mensch noch Gottheit – kann die Gewalt und Grausamkeit rechtfertigen, die die Menschen über die Zeiten hinweg immer wieder über sich gebracht haben. Und selbst wenn es Führer, Götter oder Ansichten geben sollte, die solches Blutvergießen rechtfertigen könnten – dann sind sie es nicht wert, dass man ihnen folgt. Wir sind an einem Punkt angekommen, an dem wir uns entweder gegenseitig zerstören können oder Vergebung, Mitgefühl und Güte lernen müssen. Jeder von uns ist ein Denkmal seiner Zeit – das dafür steht, wie man sich an diese Zeit erinnern wird. Jeder von uns wird sterben. Wie wir unsere Energien einsetzen, während wir körperlich in dieser Welt anwesend sind, hängt von jedem Einzelnen selber ab. Und was vielleicht das Wichtigste ist: Wird man für sich selber denken und aktiv seine Entscheidungen treffen, oder wird man einfach Befehle von oben befolgen und den Massen folgen, ohne zu fragen, wohin sie einen führen?<br /><br />Das Requiem wird in den Gedenkkonzerten der Staatskapelle in der Frauenkirche und in der Semperoper uraufgeführt – zwei Orte, die für die Zerstörung und den späteren Wiederaufbau stehen. Hat Sie das beim Komponieren beflügelt? <br /><br />Ja. Dieses Requiem mit dem Untertitel »Dresden – Ode an den Frieden« spiegelt genau diese Dualität wider – Tod und Auferstehung, Trauer und Hoffnung. <br /><br />Was war Ihnen in musikalischer Hinsicht wichtig? <br /><br />Einen einzigartigen Raum zu schaffen, in dem unterschiedliche Religionen und Nationen harmonisch nebeneinander existieren können. Eine Form zu schaffen, mit der man sich der Vergangenheit erinnern und die Toten ehren kann, die sich aber letztlich an die Lebenden und an unsere Gegenwart richtet, und die außerdem von der Zukunft und ihrer Vision von Hoffnung kündet.<br /><br />Mehr als 40 Sprachen sind in diesem Werk gegenwärtig. Und soweit mir bekannt ist, ist dies auch die erste Vertonung von islamischen, buddhistischen und hinduistischen Gebeten in der westlichen Musik. <br /><br />Sie stellen den Aspekt der Hoffnung ins Zentrum Ihres Werkes – glauben Sie noch an ein friedliches Zusammenleben der Menschen auf diesem Planeten? <br /><br />In diesem Requiem »Dresden – Ode an den Frieden« gibt es ein friedliches und harmonisches Nebeneinander von mehr als 40 Nationen (dargestellt durch die im »Kyrie«-Satz verwendeten Sprachen). In den letzten beiden Sätzen sind gleichzeitig Gebete aus den fünf Hauptreligionen – Christentum, Judentum, Islam, Buddhismus und Hinduismus – vertont. Musik existiert auf einer höheren Ebene, und jeder Gedanke muss sich erst auf diesem Niveau formen, bevor er sich physisch manifestieren kann. Wenn es aber möglich ist, diese friedliche Koexistenz verschiedener Nationen und Religionen innerhalb des Mikro-Universums einer einzigen Komposition zu schaffen; und wenn es möglich ist, dass ein paar Tausend Menschen dies während der Aufführungen in Dresden erleben – dann muss es doch auch möglich sein, dies in die physische Existenz zu übertragen, die wir Leben nennen. Ich zumindest habe mich dafür entschieden, daran zu glauben. <br /><br />Die Fragen stellte Tobias Niederschlag<br /><br />Aus dem Englischen übersetzt von Jürgen Hübner<br /><br />]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Thu, 09 Feb 2012 19:43:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>Kammermusik ohne Grenzen</title>
			<link>http://www.staatskapelle-dresden.de/news/article/kammermusik-ohne-grenzen/</link>
			<description>Der 7. Kammerabend der Sächsischen Staatskapelle Dresden bringt neben einem Klaviertrio von Mendelssohn Bartholdy auch selten gehörte Chorwerke von Schubert, Bruckner, Debussy, Villa-Lobos und Dallapiccola.</description>
			<content:encoded><![CDATA[Auch im 7. Kammerabend der Sächsischen Staatskapelle Dresden (2. Februar 2012, 20 Uhr, Semperoper) darf sich das Publikum auf ein Programm freuen, das in seiner Vielfalt den Rahmen eines typischen Kammerkonzerts mit Leichtigkeit sprengen dürfte. Auf einen »klassischen« ersten Teil mit dem d-Moll-Klaviertrio von Felix Mendelssohn Bartholdy folgen eher selten zu hörende Chorwerke, die den Damen und Herren des Sächsischen Staatsopernchors nach 2009 erneut die Gelegenheit bieten, sich kammermusikalisch und teils auch solistisch zu präsentieren. <br /><br />Unter der Leitung von Chordirektor Pablo Assante erklingen in der zweiten Konzerthälfte Werke von Schubert bis Dallapiccola, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten. Zu einem genretypischen Schubert-Männerchor gesellt sich von Anton Bruckner ein Huldigungslied für die österreichische Kaiserin »Sissy«, versehen mit einer ungewöhnlichen Bläserbegleitung. Ein impressionistischer Kurz-Zyklus von Claude Debussy kontrastiert mit rhythmisch akzentuierten Werken von Heitor Villa-Lobos. Und schließlich betrachtet der Komponist Luigi Dallapiccola in zwei satirischen Liedern, wie es unglücklich Verheirateten ergeht. <br /><br />Ein Programm also, welches Abwechslung und Unterhaltung im Wechselspiel von Klaviertrio, A-cappella-Musik und Chören mit nicht alltäglicher Begleitung verspricht. Karten zum Preis von 10 € an der Abendkasse sowie in der Schinkelwache am Theaterplatz: Tel. 0351-4911 705, bestellung@semperoper.de <br /><br />]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 11:41:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
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			<title>Ode an den Frieden: Uraufführung von Lera Auerbachs Requiem »Dresden« </title>
			<link>http://www.staatskapelle-dresden.de/news/article/ode-an-den-frieden-urauffuehrung-von-lera-auerbachs-requiem-dresden/</link>
			<description>Alljährlich musizieren die Sächsische Staatskapelle und der Staatsopernchor am 13. und 14. Februar ein Konzert im Gedenken an die Zerstörung Dresdens im Zweiten Weltkrieg. In diesem Jahr stehen diese Konzerte unter einem besonderen Vorzeichen: Zum ersten Mal seit über 50 Jahren erklingt zu diesem Anlass ein neu komponiertes Requiem, das neben der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit auch das heutige Leid thematisiert und den Gedanken der Hoffnung mit einschließt. 
</description>
			<content:encoded><![CDATA[Mit dem von der Sächsischen Staatskapelle und der Stiftung Frauenkirche Dresden gemeinsam beauftragten Requiem »Dresden« stellt die Capell-Compositrice Lera Auerbach zugleich das umfangreichste Werk im Rahmen ihrer Dresdner Residenz vor. Uraufgeführt wird es am 11. Februar in der Dresdner Frauenkirche – dem Ort, an dem die künstlerische Idee entstand und der die Komponistin zu diesem Werk inspirierte. <br /><br />Lera Auerbach stand in den vergangenen Monaten in besonderer Weise im Fokus der Medien: Im August und September 2011 eröffnete die Komponistin mit der Aufführung ihrer »Dialogues on Stabat Mater« und der Uraufführung ihres neuen Streichquartettes »Songs of Alkonost«, das in der Semperoper und bei den Internationalen Schostakowitsch Tagen Gohrisch zu hören war, ihre Residenz als diesjährige Capell-Compositrice der Sächsischen Staatskapelle. Im November 2011 folgte die Uraufführung ihrer Oper »Gogol« am Theater an der Wien – ein Erfolg, der die Opernwelt aufhorchen ließ und Publikum wie auch zahlreiche Kritiker in Begeisterung versetzte. »Auerbach ist primär eine Melodikerin«, schwärmte Reinhard Brembeck in der Süddeutschen Zeitung. »Wer so fest an die Melodie glaubt, wer nichts anderes im Instrumentalen sucht, der kann auch brillant für Singstimmen schreiben.« <br /><br />In den diesjährigen Konzerten zum Dresdner Gedenktag steht die nächste Uraufführung eines vokalen Auerbach-Werkes an: das Requiem »Dresden«, das wie die Gogol-Oper abendfüllend sein wird und damit den größten Auftrag darstellt, den die Staatskapelle bislang an einen ihrer Capell-Compositeure vergeben hat. Hierfür kooperierte sie mit der Stiftung Frauenkirche Dresden. Gemeinsamer Wunsch der Auftraggeber und der Komponistin war eine Uraufführung im wieder aufgebauten Dresdner Gotteshaus, das für die Überwindung von Trauer und Tod durch Hoffnung und Versöhnung steht. So erklingt das Werk nun erstmals im direkten zeitlichen Vorfeld des Dresdner Gedenktages am 11. Februar und nachfolgend am 13. und 14. Februar auch in der Semperoper.<br /><br />Für die in New York lebende russisch-amerikanische Komponistin ist das Requiem eine Herzensangelegenheit. Bei ihren bisherigen Aufenthalten in Dresden habe sie sich zwangsläufig mit der Historie der Stadt auseinandergesetzt. »Dresden ist durch die schreckliche Zerstörung im Zweiten Weltkrieg zu einem Symbol für unglaubliches Leid geworden, aber es ist heute eine Stadt, die ebenso für den friedlichen Wiederaufbau und für Erneuerung steht.« Deshalb ergänzte Lera Auerbach den Titel des Werkes im Laufe des Kompositionsprozesses durch den Untertitel »Ode to Peace« – »Ode an den Frieden«, womit sie den zentralen Gedanken der Versöhnung und der Hoffnung unterstreicht. Wichtig war ihr außerdem der Bezug zu Schillers Menschheits-Ode »An die Freude«, die zumindest in Teilen am Dresdner Elbufer entstanden ist.<br /><br /><b>Erste Requiem-Uraufführung seit 56 Jahren </b><br />Auerbach stellt mit dem Werk bereits ihre dritte Requiem-Komposition vor. 2007 entstand ihr in Bremen uraufgeführtes »Russian Requiem«, und bereits ein Jahr zuvor schrieb sie mit ihrer zweiten Symphonie ebenfalls ein vokal-symphonisches Werk, dem sie den Untertitel »Requiem for a Poet« gab. Beide Werke sind einer vergleichsweise traditionellen und dennoch individuellen Musiksprache verpflichtet, die den Hörer unmittelbar berührt und überwältigt. Dies dürfte sicher auch für das »Dresden«-Requiem zutreffen.&nbsp; <br /><br />Neben der historischen Auseinandersetzung mit der Dresdner Geschichte ging diesem Werk auch eine umfassende theologische und linguistische Vorbereitung voraus: Für das insgesamt 18-sätzige Libretto griff Lera Auerbach neben dem Text der lateinischen Totenmesse auch auf eine Vielzahl anderer Texte zurück, darunter Psalmen, das »Vater unser« wie auch zentrale Gebete der jüdischen Liturgie, die der jüdisch-stämmigen Komponistin in besonderer Weise vertraut sind. So ist es zum einen der überkonfessionelle Charakter, der das Werk auszeichnet, zum anderen aber auch ein überzeitlicher: Den Jahrhunderte alten Gebetstexten stellt Auerbach Texte aus der Gegenwart gegenüber, etwa das Gebet von Father Judge, dem Kaplan der New Yorker Feuerwehr und ersten dokumentierten Opfer der Terroranschläge vom 11. September, oder ein Gedicht des Dresdner Autors Christian Lehnert, das dieser 2003 für die Glockenweihe der damals im Wiederaufbau begriffenen Frauenkirche schrieb. Das »Kyrie«, die Bitte um Erbarmen, wird in über 20 verschiedenen Sprachen gesungen – Ausdruck des universalen Anspruchs, den die Komponistin mit ihrem Werk verfolgt.<br /><br />Lera Auerbachs »Ode an den Frieden« ist also in vielfacher Hinsicht eine Herausforderung. Auch in den Gedenkkonzerten der Staatskapelle nimmt das Requiem eine Sonderstellung ein: Seit 1956 ist in diesen Konzerten, in denen in der Regel die »klassischen« Totenmessen von Mozart, Brahms, Verdi oder auch Berlioz und Dvořák auf dem Programm stehen, keine Uraufführung mehr erklungen. 1956 dirigierte der damalige Kapellmeister Kurt Striegler ein eigenes Requiem, das er den elf Jahre zuvor in Dresden Umgekommenen widmete. Lera Auerbach schrieb ihr Werk – die aktuellen politischen und ideologischen Konflikte vor Augen – »im Gedenken an die Opfer nationalistischer Bewegungen auf der ganzen Welt«.<br /><br /><b>Musikalische Völkerverständigung </b><br />Dem Gedanken der Völkerverständigung ist auch die Auswahl der Interpreten des Dresdner Requiems verpflichtet, die das Werk in der Frauenkirche und in der Semperoper zur Aufführung bringen. »Wir haben sehr bewusst Künstler aus jenen Ländern ausgewählt, die im Zweiten Weltkrieg unter den Deutschen gelitten haben«, erläutert Jan Nast, Orchesterdirektor der Sächsischen Staatskapelle. So sind an den Konzerten – neben den Mitgliedern der Staatskapelle und den Männern des Staatsopernchors – ein russischer Dirigent (Vladimir Jurowski), ein englischer Bariton (Mark Stone), ein holländischer Countertenor (Maarten Engeltjes) sowie Knabenchöre aus London (St. Paul’s Cathedral Choir) und New York (Saint Thomas Choir of Boys) beteiligt. Damit steht das Werk auch in einer Traditionslinie mit dem »War Requiem« von Benjamin Britten, der 1962 mit einer ähnlichen Wahl der Interpreten die Versöhnung zwischen den im Krieg verfeindeten Völkern unterstrich. Im Unterschied zu Britten sieht die Partitur des Requiems »Dresden« aber ausschließlich männliche Gesangsstimmen vor: »Es sind die Männer und Knaben, die als Soldaten bis heute die kriegerischen Auseinandersetzungen führen. Doch so lange Knaben singen, gibt es Hoffnung, dass die Spirale des Leids irgendwann ein Ende findet«, so die Komponistin.<br /><br />Mit Vladimir Jurowski konnte für die Uraufführung ein Dirigent gewonnen werden, der biographisch eng mit Dresden verbunden ist und als ein profunder Anwalt nicht zuletzt der zeitgenössischen russischen Musik gilt. Der Principal Conductor des London Philharmonic Orchestra, der als Gastdirigent der Sächsischen Staatskapelle bereits seit mehreren Jahren regelmäßig für Höhepunkte des Dresdner Musiklebens sorgt, begann seine Ausbildung an der Dresdner Musikhochschule und ist heute einer der gefragtesten Dirigenten weltweit. Auch für ihn ist die Requiem-Uraufführung in den Dresdner Gedenkkonzerten, die traditionell ohne Beifall stattfinden und in einer Schweigeminute enden, etwas »sehr Bewegendes und Außergewöhnliches«. <br /><br />Bereits am 10. Februar gibt Lera Auerbach in einem Künstlergespräch im Foyer der Semperoper Auskunft über ihr neues Werk und ihre ästhetischen Überzeugungen. Unmittelbar vor der Uraufführung am 11. Februar findet im Hauptraum der Frauenkirche zudem eine Konzerteinführung in Anwesenheit der Komponistin statt. <br /><br />(Textautor: Tobias Niederschlag)<br /><br />]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 14:13:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Drei Klassiker des 20. Jahrhunderts</title>
			<link>http://www.staatskapelle-dresden.de/news/article/drei-klassiker-des-20-jahrhunderts/</link>
			<description>Mit Werken von Olivier Messiaen, Sergej Prokofjew und Igor Strawinsky startet die Sächsische Staatskapelle Dresden in ihrem 5. Symphoniekonzert in das Jahr 2012. Yannick Nézet-Séguin, ab der Spielzeit 2012/2013 Chefdirigent des Philadelphia Orchestra, steht bei den Konzerten vom 14. bis 16. Januar 2012 bereits zum fünften Mal am Pult der Staatskapelle und dürfte sich, wie schon in der Vergangenheit bei Konzerten in der Semperoper und der Frauenkirche, auch dieses Mal die Herzen des Orchesters wie auch des Dresdner Publikums erobern. Bei seinem jetzigen Programm stehen drei Klassiker des 20. Jahrhunderts auf dem Programm.</description>
			<content:encoded><![CDATA[Zum Konzertauftakt dirigiert Nézet-Séguin Olivier Messiaens Symphonische Meditation »Les Offrandes oubliées«. Die Werke Messiaens spielen seit einigen Jahren in den Konzertprogrammen der Sächsischen Staatskapelle eine besondere Rolle, da sie seit Oktober 2008 als Patenorchester des MEETINGPOINT MUSIC MESSIAEN in der deutsch-polnischen Doppelstadt Görlitz-Zgorzelec firmiert. Hier hat Messiaen als Kriegsgefangener im Jahr 1941 sein »Quartett auf das Ende der Zeit« komponiert und zur Uraufführung gebracht (www.messiaen.themusicpoint.net).<br /><br />Als zweites Werk erklingt Prokofjews zweites Violinkonzert in g-Moll op. 63. Den Solopart übernimmt mit Janine Jansen eine der renommiertesten Geigerin ihrer Generation. Jansen debütierte im Juni 2008 in Konzerten der Staatskapelle und spielte damals das Violinkonzert von Benjamin Britten. Nun kehrt sie mit einem weiteren bedeutenden Violinkonzert des 20. Jahrhunderts in die Semperoper zurück.<br /><br />Als Hauptwerk nach der Pause musizieren die Staatskapelle und Yannick Nézet-Séguin mit Igor Strawinskys »Le Sacre du Printemps« ein Schlüsselwerk der Musik des 20. Jahrhunderts, von dem sich auch Messiaen und Prokofjew haben inspirieren lassen.<br /><br />Noch vor den Terminen des 5. Symphoniekonzerts spielt die Staatskapelle das Programm am Samstagvormittag auch im Rahmen eines »Lehrerfestkonzerts« des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus und Sport, zu dem Staatsminister Prof. Dr. Roland Wöller 600 Lehrerinnen und Lehrer aus ganz Sachsen in die Semperoper geladen hat. ]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 18:45:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Späte Liebe eines Grandseigneurs – Seit 10 Jahren bei der Sächsischen Staatskapelle</title>
			<link>http://www.staatskapelle-dresden.de/news/article/spaete-liebe-eines-grandseigneurs-seit-10-jahren-bei-der-saechsischen-staatskapelle/</link>
			<description>»Merci Maitre. Was für ein Abend! Was für Interpreten! [..]Nur wer dabei war, kann es fassen.« So schwärmte der Berliner Tagesspiegel im Januar 2002 über ein Gastkonzert der Sächsischen Staatskapelle Dresden unter der Leitung von Georges Prêtre in der Berliner Philharmonie.</description>
			<content:encoded><![CDATA[Auf dem Programm des Konzertes standen die erste Symphonie von George Bizet und Gustav Mahlers erste Symphonie »Titan«. Wenige Tage zuvor hatte Prêtre mit dem gleichen Programm sein Debüt am Pult der Staatskapelle gegeben – mit drei Konzerten in der Dresdner Semperoper. Diese Zusammenarbeit, die in wenigen Wochen genau zehn Jahre zurückliegt, legte den Grundstein zu einer gewachsenen und inzwischen tiefen Freundschaft zwischen Orchester und dem französischen Dirigenten, deren Früchte seither nicht nur in Dresden, sondern auch in den großen Musikmetropolen Europas zu erleben war, darunter im Wiener Musikverein, der Mailänder Scala und dem Pariser Théâtre des Champs-Elysées.<br /><br />Prêtre, der gerne als »Maestro 100.000 Volt» bezeichnet wird,&nbsp; zählt zu den beliebtesten Gastdirigenten der Sächsischen Staatskapelle. In den gemeinsamen Konzerten hat er vor allem die großen Werke der französischen Symphonik dirigiert. Aber auch mit Kompositionen von Beethoven, Wagner, Strauss und Bartók hat er sein Publikum wie auch die Musikerinnen und Musiker der Staatskapelle immer wieder von neuem begeistert. <br /><br />Für sein Jubiläumskonzert in der Semperoper (18. – 20. Dezember 2011) hat sich Prêtre nun die »Unvollendete« von Schubert sowie erneut die erste Symphonie von Gustav Mahler ausgesucht –&nbsp; und führt damit das Mahler-Jahr zu einem würdigen Abschluss. &nbsp;<br /><br />Bereits am 17. Dezember gibt Georges Prêtre dem Publikum in einem seiner seltenen Gespräche persönlich über sein Leben Auskunft (16 Uhr, Oberes Rundfoyer Semperoper).]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Fri, 16 Dec 2011 15:44:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Andreas Scheibner springt für Florian Boesch ein</title>
			<link>http://www.staatskapelle-dresden.de/news/article/andreas-scheibner-springt-fuer-florian-boesch-ein/</link>
			<description>Florian Boesch musste seine Mitwirkung am heutigen Konzert krankheitsbedingt leider absagen. Wir freuen uns, dass sich Andreas Scheibner kurzfristig bereit erklärt hat, die Bariton-Partie des »Weihnachtsoratoriums« zu übernehmen.</description>
			<content:encoded><![CDATA[Andreas Scheibner ist gebürtiger Dresdner, war Mitglied Kreuzchor und studierte an der hiesigen Musikhochschule Carl Maria von Weber. In der Zeit von 1983 bis 1991 gehörte Andreas Scheibner zum Ensemble der Semperoper, wo er innerhalb von wenigen Jahren zu einem der meistbeschäftigten Solisten aufstieg. Im Jahr 1987 wurde ihm der Ehrentitel »Kammersänger« verliehen. Scheibner ist aber auch auf den internationalen Podien ein gefragter Gast und hat u.a. mit der Staatskapelle Dresden, dem Gewandhausorchester Leipzig, den Münchner Philharmonikern, dem MDR Sinfonieorchester Leipzig sowie dem New York Philharmonic unter der Leitung von Dirigenten wie Sir Colin Davis, Christoph Eschenbach, Giuseppe Sinopoli, Fabio Luisi, Ingo Metzmacher, Peter Schreier, Dennis Russell Davies und Myung-Whun Chung musiziert.<br /><br />]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Fri, 09 Dec 2011 15:36:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Thielemanns »Weihnachtsoratorium« </title>
			<link>http://www.staatskapelle-dresden.de/news/article/thielemanns-weihnachtsoratorium/</link>
			<description>Am 8./9. und 15./16. Dezember 2011 dirigiert Christian Thielemann am Pult der Sächsischen Staatskapelle Dresden in der Dresdner Frauenkirche erstmals das »Weihnachtsoratorium« von Johann Sebastian Bach.</description>
			<content:encoded><![CDATA[Lange stand das »Weihnachtsoratorium« von Johann Sebastian Bach nicht mehr auf den Programmen der Sächsischen Staatskapelle Dresden. 1986 dirigierte Peter Schreier das Werk im Rahmen seiner Gesamteinspielung der großen Sakralwerke Bachs in einer prominent besetzten Schallplattenaufnahme in der Dresdner Lukaskirche. Seitdem tauchte es in seiner Gänze in den Kapellprogrammen nicht mehr auf. Gleichwohl ist das vielleicht bekannteste Werk des Leipziger Thomaskantors auch den Kapellmusikern bestens vertraut. In der Vorweihnachtszeit spielen sie es seit Jahrzehnten regelmäßig in den verschiedensten Formationen – allein in Dresden ist das »Weihnachtsoratorium« in den Wochen vor Weihnachten in rund einem Dutzend verschiedener Interpretationen zu erleben. <br /><br />Besondere Aufmerksamkeit dürfte das Werk in diesem Jahr erhalten, wenn Christian Thielemann es jetzt – zum ersten Mal überhaupt – in zwei Zyklen in der Dresdner Frauenkirche dirigiert. Thielemann erfüllt sich damit, noch vor seinem Antritt als neuer Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle im September 2012, einen lang gehegten Wunschtraum: Schon immer wollte er dieses Werk dirigieren, nun habe er hier in Dresden die idealen Bedingungen dafür gefunden. <br /><br />Thielemann und Bach – diese Kombination dürfte viele überraschen, die den Dirigenten eher als Maßstäbe setzenden Interpreten der Werke Wagners, Bruckners und Richard Strauss‘ kennen und schätzen. Doch Thielemann hat bereits bei seinen letzten Auftritten am Pult der Staatskapelle mehrfach für Überraschungen gesorgt: als er zum Beispiel im Silvesterkonzert 2010 Höhepunkte aus Lehárs »Lustiger Witwe« dirigierte, oder in einem Liszt-Sonderkonzert zu dessen diesjährigem Jubiläum die »Faust-Symphonie« für sich entdeckte. Außerdem mit in Dresden uraufgeführten Raritäten von Wagner, Reger und Pfitzner. Und das »Nocturne symphonique« von Ferruccio Busoni dirigierte Thielemann im 1. Symphoniekonzert der laufenden Saison gleich zweimal hintereinander – zum besseren Kennenlernen. <br /><br />Mit dem barocken Repertoire betritt er allerdings nun auch stilistisches Neuland. Wobei sich der Dirigent, wie er in der von Kläre Warnecke verfassten Thielemann-Biographie bekannte, seit längerem für die Entwicklungen im Bereich der Alten Musik und ihre Protagonisten interessierte. »Ich habe enorm viel gelernt von den Kollegen, die der historischen Aufführungspraxis huldigen«, ist dort zu lesen. »Sie haben mir beigebracht, meine Ohren zu spitzen und auch einmal Dinge zu überdenken, die mir lieb geworden sind.« Harnoncourt und Gardiner schätze er außerordentlich, er verdanke ihnen viel. »Aber auch Reinhard Goebel, den ich unglaublich faszinierend finde, weil ich bei ihm Sachen entdecken konnte, auf die ich selbst gar nicht gekommen wäre. Das gebe ich gerne zu.« <br /><br />Nach dem ZDF-Adventskonzert, in dem Thielemann Ende November bereits&nbsp; Werke von Bach, Telemann, Vivaldi und Johann David Heinichen dirigierte, setzt er sich nun erstmals mit einem sakralen Großwerk aus dieser Epoche auseinander. Schon jetzt hat es ihm auch die barocke Tradition Dresdens und der Staatskapelle angetan, so dass in Zukunft in dieser Hinsicht noch weitere Auseinandersetzungen folgen dürften. Diesen Eindruck bekommt man zumindest, wenn man Thielemann von der barocken Dresdner Hofkapelle schwärmen hört: »Der Ruhm der sächsisch-polnischen Hofkapelle des 18. Jahrhunderts stand dem der heutigen Staatskapelle in nichts nach. Das muss man sich immer vor Augen führen. Wenn man sich die reichhaltigen Bestände und Handschriften in der SLUB ansieht, ist man erstaunt, welche Schätze dort noch schlummern. Das ist musikalisches Weltkulturerbe!«<br /><br />Bei den insgesamt vier Konzerten in der Dresdner Frauenkirche (Kantaten 1 - 3 am 8. und 9. Dezember, Kantaten 4 - 6 am 15. und 16. Dezember, jeweils 20 Uhr) steht Thielemann mit Sibylla Rubens, Christa Mayer, Daniel Behle und Florian Boesch bzw. Hanno Müller-Brachmann ein exquisites Solistenensemble zur Verfügung. Außerdem wirkt der Kammerchor der Frauenkirche in der Einstudierung von Frauenkirchenkantor Matthias Grünert mit, der um Gäste des MDR Rundfunkchors Leipzig verstärkt wird.]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Mon, 05 Dec 2011 17:57:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
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			<title>Beschwingter Jahresausklang mit Christian Thielemann und der Sächsischen Staatskapelle Dresden</title>
			<link>http://www.staatskapelle-dresden.de/news/article/beschwingter-jahresausklang-mit-christian-thielemann-und-der-saechsischen-staatskapelle-dresden-1/</link>
			<description>Angela Denoke, Ana Maria Labin und Piotr Beczala singen Höhepunkte aus Operetten von Franz Lehár
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			<content:encoded><![CDATA[Wie schon im vergangenen Jahr, steht in den Konzerten der Sächsischen Staatskapelle Dresden auch 2011 zum Jahresende ein besonderer Höhepunkt bevor: Am 30. und 31. Dezember dirigiert Christian Thielemann zum zweiten Mal das traditionelle ZDF-Silvesterkonzert in der Semperoper, das mit Höhepunkten aus Operetten von Franz Lehár erneut für einen beschwingten und festlichen Jahresausklang sorgen wird. Bereits im vergangenen Jahr war das Publikum in der Semperoper und an den Fernsehbildschirmen begeistert von Thielemanns mitreißendem Dirigat der »Leichte Muse« – und wo sonst kann man diese Musik heute auf diesem Niveau erleben! <br /><br />Auch für dieses Jahr hat Christian Thielemann ein Programm mit Werken von Franz Lehár ausgewählt, an dem eigentlich Anna Netrebko und Erwin Schrott mitwirken sollten. Leider haben diese beiden Künstler ihre Mitwirkung am Silvesterkonzert aber kurzfristig abgesagt. In der Begründung der für die beiden zuständigen Künstleragentur heißt es, dass sich Anna Netrebko und Erwin Schrott auf die erneute Zusammenarbeit mit Christian Thielemann und der Staatskapelle Dresden sehr gefreut hätten. »In der ihnen zur Verfügung stehenden Zeit ist es ihnen aber leider nicht möglich, dieses Konzert adäquat vorzubereiten und auf dem für sie üblichen Niveau zu präsentieren. Beiden Künstlern tut es außerordentlich leid, das Publikum in Dresden und an den TV-Bildschirmen enttäuschen zu müssen. Sie hoffen, dass dieses wunderbare Projekt zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden kann.« <br /><br />Alle Verantwortlichen auf Seiten des ZDF wie auch der Staatskapelle Dresden und der Semperoper bedauern diese Absage sehr, sind aber auch sehr glücklich darüber, dass es gelungen ist, innerhalb kurzer Zeit zwei wunderbare Sängerinnen zu gewinnen, die das Konzert nun gemeinsam mit dem bereits angekündigten Startenor Piotr Beczala bestreiten werden: Die Sopranistinnen Angela Denoke und Ana Maria Labin stehen für höchste Qualität und haben sich den Termin – durch persönliche Vermittlung von Christian Thielemann – in ihren vollen Terminkalendern kurzfristig einrichten können. <br /><br />Angela Denoke ist eine der führenden deutschen Sopranistinnen und wurde vom Fachmagazin »Opernwelt« bereits mehrfach als »Sängerin des Jahres« ausgezeichnet. Sie gastiert regelmäßig an den bedeutendsten Opernhäusern weltweit, darunter die MET in New York und die Wiener Staatsoper, und ist auch dem Dresdner Publikum als Wagner- und Strauss-Interpretin höchsten Ranges wohl bekannt. Die junge Rumänin Ana Maria Labin steht am Beginn einer großen internationalen Karriere und wurde erst kürzlich als Valencienne in Franz Lehárs »Die lustige Witwe« an der Mailänder Scala gefeiert. <br /><br />Gemeinsam mit Christian Thielemann und der Sächsischen Staatskapelle Dresden werden Angela Denoke, Ana Maria Labin und Piotr Beczala im Silvesterkonzert wie angekündigt Höhepunkte aus Operetten von Franz Lehár singen. Darüber hinaus ist auch – wie im vergangenen Jahr – der Chor der Sächsischen Staatsoper Dresden an diesem Jahresausklang der Extraklasse beteiligt. <br /><br /><br /><span style="font-size:10.5pt; font-family:&quot;Compatil Exquisit LT Pro&quot;,&quot;serif&quot;"></span>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Wed, 30 Nov 2011 18:34:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>4. Kammerabend mit den Violinsonaten von Johannes Brahms</title>
			<link>http://www.staatskapelle-dresden.de/news/article/4-kammerabend-mit-den-violinsonaten-von-johannes-brahms/</link>
			<description>Ähnlich wie bei seinen Symphonien oder Streichquartetten benötigte Johannes Brahms viele Jahre, um zu für ihn vorzeigbaren Ergebnissen in der Gattung der Violinsonate zu gelangen. Drei frühe Versuche wurden von ihm vernichtet, so dass er erst im Jahre 1879 mit der G-Dur-Sonate op. 78 seinen ersten Beitrag zu dieser Gattung der Öffentlichkeit vorstellen konnte</description>
			<content:encoded><![CDATA[Das Zögern hat sich aus heutiger Sicht durchaus gelohnt. Alle drei Sonaten gehören zu den Gipfelwerken der romantischen Kammermusik und sind aus dem Kernrepertoire eines Geigers nicht wegzudenken. Dennoch sind sie im Konzertsaal in zyklischer Aufführung nur selten zu hören. Hier genießt die dritte Sonate in d-Moll op. 108 eine deutlich höhere Popularität als ihre beiden jüngeren Geschwisterwerke. Dies dürfte nicht zuletzt an ihrem geradezu konzertanten Anforderungen liegen, die der Komponist beiden Instrumentalisten in die Partitur hineinschrieb. Kompositorisch stehen die beiden früheren Werke der d-Moll-Sonate jedoch in nichts nach, wenngleich sie sich im Charakter deutlich unterscheiden. <br />&nbsp;<br />Der besonderen Herausforderung, alle drei Sonaten an einem Abend aufzuführen, stellen sich nun im 4. Kammerabend der Sächsischen Staatskapelle am 24. November um 20 Uhr in der Semperoper Kai Vogler (1. Konzertmeister der Staatskapelle) und sein Duopartner Alfredo Perl (Klavier).<br />&nbsp;<br />Beide musizieren seit vielen Jahren regelmäßig zusammen und waren auch schon gemeinsam in der Semperoper zu erleben. Die zyklische Aufführung der Brahms-Sonaten ist in dieser Formation für sie jedoch eine Premiere. <br /><br />]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Wed, 23 Nov 2011 14:36:00 +0100</pubDate>
			
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