Gidon Kremer: »Mein Russland«

  • 18.09.2014 //20:00 Uhr //Semperoper
Gidon Kremer Violine
Olesya Petrova Mezzosopran
Kremerata Baltica

Sofia Gubaidulina

»Reflexionen über B-A-C-H«, Arrangement für Streichorchester von Gidon Kremer

Leonid Desyatnikov

»Russische Jahreszeiten« für Sopran, Violine solo und Streichorchester

Mieczysław Weinberg

Kammersymphonie Nr. 2 op. 147

Alexander Raskatov

»The Seasons digest« für Kammerorchester (nach Pjotr I. Tschaikowskys »Die Jahreszeiten« op. 37b)

Im Hinblick auf das aktuelle Geschehen im Russland-Ukraine-Konflikt hat sich Gidon Kremer dazu entschieden, das Programm für seinen Aufritt mit der Kremerata Baltica zu ändern.

Anstelle von »All about Gidon«, einer Art musikalischer Biografie, hat der aktuelle Capell-Virtuose der Sächsischen Staatskapelle Dresden nun ein Programm zusammengestellt, das den Titel trägt: »Gidon Kremer – Mein Russland«. Dieses Programm erlebt in der Semperoper seine Premiere.

»Die aktuelle politische Situation in Russland und der Ukraine beunruhigt mich sehr. Deshalb war es mir ein besonderes Anliegen, dieses Programm zusammenzustellen, das meine große Verbundenheit mit der russischen Kultur und Musik zum Ausdruck bringt, deren Werte ich im heutigen Russland mehr als gefährdet sehe.« (Gidon Kremer)

Bereits erworbene Karten behalten ihre Gültigkeit, können aber auch infolge der Programmänderung in der Schinkelwache am Theaterplatz zurückgegeben werden.


Gidon Kremer

In den mehr als 35 Jahren seiner Karriere hat sich Gidon Kremer nicht nur als herausragender Geiger einen Namen gemacht, sondern auch als Künstler mit besonders ausgeprägter Individualität, der ausgetretene Pfade meidet und neue Richtungen weist.

Im Alter von vier Jahren begann er Geige zu spielen. 1965 wurde er Meisterschüler von David Oistrach am Moskauer Konservatorium und gewann u.a. den Tschaikowsky-Preis sowie den Paganini-Wettbewerb.

Er wurde mit zahlreichen Ehrungen bedacht, darunter der Ernst von Siemens Musikpreis, das Bundesverdienstkreuz und der UNESCO-Preis. Gidon Kremers Repertoire umfasst neben dem klassischen Werkkanon zahlreiche Kompositionen des 20. und 21. Jahrhunderts. Komponisten wie Alfred Schnittke, Arvo Pärt, Sofia Gubaidulina, Luigi Nono, Gija Kantscheli und Aribert Reimann widmete er besondere Aufmerksamkeit.

Im Jahr 1981 gründete er  das legendäre Kammermusikfest Lockenhaus, 1997 rief er die Kremerata Baltica ins Leben – ein Kammerorchester, das ausnahmslos aus jungen, hochtalentierten baltischen Musikern besteht und mit dem er  regelmäßig auf den bedeutendsten Konzertpodien weltweit auftritt.

Gidon Kremer konzertiert mit den führenden Orchestern und Dirigenten und hat zahlreiche Aufnahmen eingespielt, die Maßstäbe gesetzt haben und vielfach ausgezeichnet wurden. Er spielt auf einer »Nicola Amati« aus dem Jahr 1641.

Mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden musizierte er zuletzt im  Mai 2011 in der Semperoper und auf Tournee sowie – ein Jahr später – anlässlich der Internationalen Schostakowitsch Tage in Gohrisch.

Alle Veranstaltungenmit Gidon Kremer

Olesya Petrova

Alle Veranstaltungenmit Olesya Petrova

Kremerata Baltica

Im Jahr 1997 erlebte das legendäre Kammermusikfest in Lockenhaus eine kleine Revolution: An der Seite vieler renommierten Stars präsentierte der Geiger Gidon Kremer seinem Kennerpublikum ein neues Orchester namens Kremerata Baltica, das noch niemand vorher erlebt hatte. 27 junge Musikerinnen und Musiker aus Lettland, Litauen und Estland eroberten das burgenländische Dorf im Sturm – mit ihrer unbändigen Energie und Spielfreude verpassten sie dem Festival eine aufregende Frischzellenkur. Die Mitglieder der Kremerata Baltica spielen in einer konstanten Besetzung und haben bereits mit vielen bedeutenden Künstlern unserer Tage musiziert: Zu den namhaften Solisten, mit denen die Kremerata Baltica zusammen gearbeitet hat, gehören etwa die Sopranistin Jessye Norman, die Pianisten Mikhail Pletnev, Jewgenij Kissin und Oleg Maisenberg, Geiger wie Thomas Zehetmair und Vadim Repin sowie die Cellisten Boris Pergamenschikow und Yo Yo Ma; bisherige Dirigenten waren unter anderem Sir Simon Rattle, Esa-Pekka Salonen, Christoph Eschenbach, Kent Nagano, Heinz Holliger und Vladimir Ashkenazy. Nach über 15-jähriger Konzerttätigkeit ist die Kremerata Baltica weltweit ein gefeiertes Kammerorchester und hat bereits mehrere erfolgreiche Tourneen durch Japan, Australien, die USA, Südamerika und natürlich Europa hinter sich. Bei den renommierten Festivals in Baden-Baden, Schleswig-Holstein und Verbier ist es ein ebenso gern gesehener Gast wie bei den Salzburger Festspielen oder den Proms-Konzerten der BBC in London.Alle Veranstaltungenmit Kremerata Baltica