Konzert in der Frauenkirche

Andres Mustonen Dirigent
Sophie Karthäuser Sopran
Marie-Claude Chappuis Mezzosopran
Steve Davislim Tenor
Lothar Odinius Tenor
Georg Zeppenfeld Bass
MDR Rundfunkchor

Franz Schubert

  • Messe in Es-Dur D 950

Sofia Gubaidulina

  • Neues Werk für Chor und Orchester Auftrag der Sächsischen Staatskapelle Dresden, Uraufführung

Die Capell-Compositrice

Sie sei auf dem »falschen Weg«, befand eine russische Kommission 1959 über Sofia Gubaidulina, niemand anderes als Dmitri Schostakowitsch aber empfahl seinerzeit der aufstrebenden Komponistin, genau diesen »falschen Weg« weiterzugehen. Es war ein richtiger Rat zur richtigen Zeit, heute ist die Künstlerin längst eine der bedeutendsten Komponistinnen der Musikgeschichte. Mit der Uraufführung eines Auftragswerkes ist die Capell-Compositrice auch in der Frauenkirche präsent.

  • 18.04.2015
    20:00 Uhr
    Frauenkirche Dresden
    Tickets

Sophie Karthäuser

Sopran

Die belgische Sopranistin Sophie Karthäuser, bekannt als eine der besten Mozart-Interpretinnen ihrer Generation, sang ihre erste Pamina mit René Jacobs an La Monnaie in Brüssel und ihre erste Susanna mit William Christie an der Opéra de Lyon. In den darauf folgenden Jahren war sie in unzähligen weiteren Mozart-Parien zu hören. Doch auch als Liedsängerin ist Sophie Karthäuser den bedeutendsten Musikzentren bestens bekannt und gastiert regelmäßig an Opernhäusern in Antwerpen, Bordeaux, Brüssel, Frankfurt, Paris, Straßburg sowie im Palais des Beaux-Arts Brüssel, in der Philharmonie Berlin, in der Philharmonie Köln, 

in der Wigmore Hall und in der Carnegie Hall New York. Dabei hat sie mit zahlreichen Ensembles und Orchestern wie The Academy of Ancient Music, Collegium Vocale Gent, Les Arts Florissants, La Petite Bande, Akademie für Alte Musik Berlin, Freiburger Barockorchester, de, Mahler Chamber Orchestra und Gewandhaus Orchester Leipzig unter so namhaften Dirigenten wie Riccardo Chailly, Nikolaus Harnoncourt, Thomas Hengelbrock, Philippe Herreweghe, Marc Minkowski und Kent Nagano konzertiert.

Marie-Claude Chappuis

Mezzosopran

Die in Fribourg (Schweiz) geborene Mezzosopranistin Marie-Claude Chappuis hat in ihrer Heimatstadt und am Mozarteum Salzburg studiert. Von 1999 bis 2003 war Marie-Claude Chappuis Ensemblemitglied des Landestheaters in Innsbruck in der Intendanz von Brigitte Fassbaender, wo sie sich mit Partien von Händel, Mozart, Massenet, Bizet und Humperdinck einen Namen machte. 

Mittlerweile singt sie regelmäßig auf den renommiertesten Bühnen Europas, wie etwa an der  Staatsoper Berlin, dem Grand Théâtre de Genève und dem Opernhaus Zürich sowie beim Festival d’Aix-en-Provence und den Salzburger Festspielen. Hierbei arbeitet sie mit so namhaften Dirigenten wie Giovanni Antonini, Riccardo Chailly, Charles Dutoit, Sir Colin Davis, Sir John Eliot Gardiner, Nikolaus Harnoncourt, René Jacobs, Riccardo Muti und Sir Roger Norrington zusammen.

Andres Mustonen

Dirigent

Andres Mustonen graduierte im Fach Violine an der Tallinn Music High School im Jahr 1972 sowie – fünf Jahre später – am Staatskonservatorium in Tallinn. Im Anschluss daran studierte er Alte Musik in Österreich und den Niederlanden. Als Spezialist auf dem Gebiet der historischen Aufführungspraxis hat er Meisterkurse gegeben in seiner estnischen Heimat und den angrenzenden Nachbarländern. Als Dirigent hat er mit allen großen russischen Symphonieorchestern zusammengearbeitet. Zahlreiche Werke von Krzysztof Penderecki, Gija Kantscheli,

Tōru Takemitsu, Sofia Gubaidulina, Vladimir Martõnov und Valentin Silvestrov hat er in Estland zur Erstaufführung gebracht. Im Jahr 1972 gründete er das Consort Hortus Musicus, ein Ensemble für Alte Musik, mit dem er seitdem bei den Festivals von Utrecht und Malmö, dem Mozart-Fest in Chemnitz, dem Lufthansa Baroque Festival in London, dem Lockenhaus Festival in Österreich sowie beim Kuhmo Chamber Music Festival aufgetreten ist. 

Steve Davislim

Tenor

Der australische Tenor begann seine Ausbildung als Hornist und studierte Gesang am Victorian College of the Arts in Melbourne. Weitere Studien führten ihn zu Gösta Winbergh und Neil Shicoff sowie zu Irwin Gage nach Zürich, wo er von 1994 bis 2000 am dortigen Opernhaus Ensemblemitglied war. Daneben trat er u.a. an den Opernhäusern von Berlin, Wien, London und Paris sowie

bei den Salzburger Festspielen auf. In der Titelpartie des Titus gab er 2012 sein Rollendebüt an der Semperoper. Im Konzertbereich arbeitete Steve Davislim bislang mit Dirigenten wie Pierre Boulez, Sir Colin Davis, Bernard Haitink und Christian Thielemann zusammen.

Lothar Odinius

Tenor

Lothar Odinius studierte Gesang an der Berliner Universität der Künste. Er gehört zu den gefragtesten Konzert- und Oratoriensängern und hat sich als Interpret mit einem Repertoire vom Barock bis in die Gegenwart international einen Namen gemacht. Er ist regelmäßiger Gast bei internationalen Festivals und in allen wichtigen Konzertsälen von Berlin, Wien und Mailand

bis London und New York. Er war an zahllosen Rundfunkaufnahmen und vielen CD-Produktionen beteiligt. 2011 erfolgte unter Thomas Hengelbrock sein Debüt bei den Bayreuther Festspielen als Walther von der Vogelweide, den er 2012 auch unter Christian Thielemann sang.

Georg Zeppenfeld

Bass

Parallel zum Studium des Konzert- und Operngesangs in Detmold und Köln absolvierte der aus dem westfälischen Attendorn stammende Bassist ein Lehramtsstudium. Nach ersten Festengagements in Münster und Bonn gehört er seit 2001 zur Sächsischen Staatsoper Dresden. Darüber hinaus gastiert er an großen Opernhäusern Europas und der Vereinigten Staaten, sowie an den weltweit wichtigsten Konzertorten. Schwerpunkt seines Schaffens sind die seriösen Basspartien des italienischen und deutschen Fachs.

Eine Schlüsselrolle ist der Sarastro aus Mozarts »Zauberflöte«, den er 2005 unter Claudio Abbado in Baden-Baden sang und mit dem er an der San Francisco Opera, der New Yorker Met und der Wiener Staatsoper debütierte. Als Sarastro war er auch 2012 bei den Salzburger Festspielen zu hören und wird mit dieser Partie 2015 am Royal Opera House Covent Garden in London debütieren.

Bei den Bayreuther Festspielen trat er erstmals 2010 im »Lohengrin« auf, und übernahm dort ein Jahr später auch eine Partie im »Meistersinger«.

Mit besonderer Vorliebe widmet sich Georg Zeppenfeld dem Konzert- und Liedgesang. Oratorien von Barock bis Spätromantik gaben ihm bereits Gelegenheit zur Zusammenarbeit mit den renommiertesten Dirigenten weltweit. 

MDR Rundfunkchor

Der MDR Rundfunkchor hat seit vielen Jahren seinen festen Platz in der Reihe europäischer Spitzenchöre. Er ist der größte und traditionsreichste Chor des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und gilt unter Experten als einer der besten. Weltliche und geistliche Musik, Ensemblegesang und Chorsymphonik gehören gleichermaßen zu seinem Repertoire, das beinahe ein Jahrtausend Musikgeschichte umspannt. Die künstlerische Leitung des Chores lag von 1998 bis 2013 in den Händen von Howard Arman.

In der Reihe seiner Vorgänger finden sich berühmte Namen wie Herbert Kegel, Wolf-Dieter Hauschild, Jörg-Peter Weigle und Gert Frischmuth. Nahezu 200 Schallplatten und CDs hat das Ensemble in seiner über 60-jährigen Geschichte aufgenommen. Seit Jahrzehnten arbeitet die Sächsische Staatskapelle Dresden in Konzerten und Aufnahmen eng mit dem MDR Rundfunkchor zusammen.