11. Symphoniekonzert

Vladimir Jurowski Dirigent
Gidon Kremer Violine
Igor Levit Klavier
Sächsischer Staatsopernchor Dresden

Sofia Gubaidulina

  • Violinkonzert Nr. 1 »Offertorium«

Sergej Tanejew

  • »Johannes Damascenus«, Kantate op. 1

Alexander Skrjabin

  • »Promethée. Le poème du feu« op. 60

Spirituelle Botschaften

Kaum jemandem dürfte der Solopart von Sofia Gubaidulinas »Offertorium« so vertraut sein wie Gidon Kremer, der das Werk einst uraufführte und der Komponistin zum Durchbruch verhalf. Nicht wie in ihrem Falle auf Bach, sondern auf den Heiligen Johannes von Damaskus bezog sich Sergej Tanejew in seinem Opus 1. Religion und Philosophie, Musik und Farbvorstellungen fließen in Alexander Skrjabins »Poème du feu« ineinander, mit dem der musikalische Revolutionär an den Mythos des Prometheus anknüpfte.

Sendetermin: 30. Juni 2015, ab 20.05 Uhr live bei MDR Figaro
  • 28.06.2015
    11:00 Uhr
    Semperoper
    Tickets
  • 29.06.2015
    20:00 Uhr
    Semperoper
    Tickets
  • 30.06.2015
    20:00 Uhr
    Semperoper
    Tickets

Vladimir Jurowski

Dirigent

Vladimir Jurowski zählt inzwischen zu den regelmäßig wiederkehrenden Gastdirigenten der Sächsischen Staatskapelle. In Moskau als Sohn des Dirigenten Michail Jurowski geboren, absolvierte er seine Ausbildung in seiner Heimatstadt sowie in Dresden und Berlin, wo er an der Komischen Oper seine erste bedeutende Chefposition innehatte. Mit der Berufung zum Music Director des britischen Glyndebourne Festivals 2001 machte er sich auch international einen Namen. 

2007 übernahm er die Position des Principal Conductor beim London Philharmonic Orchestra, seit Oktober 2011 steht er zudem an der Spitze des Staatlichen Sinfonieorchesters von Russland. Anlässlich der Gedenkkonzerte der Staatskapelle brachte er im Februar 2012 das Requiem »Dresden – Ode an den Frieden« der damaligen Capell-Compositrice Lera Auerbach zur Uraufführung. Nun kehrt er u.a. mit dem 1. Violinkonzert der aktuellen Capell Compositrice Sofia Gubaidulina zur Staatskapelle zurück.

Gidon Kremer

Violine

In den mehr als 35 Jahren seiner Karriere hat sich Gidon Kremer nicht nur als herausragender Geiger einen Namen gemacht, sondern auch als Künstler mit besonders ausgeprägter Individualität, der ausgetretene Pfade meidet und neue Richtungen weist.

Im Alter von vier Jahren begann er Geige zu spielen. 1965 wurde er Meisterschüler von David Oistrach am Moskauer Konservatorium und gewann u.a. den Tschaikowsky-Preis sowie den Paganini-Wettbewerb.

Er wurde mit zahlreichen Ehrungen bedacht, darunter der Ernst von Siemens Musikpreis, das Bundesverdienstkreuz und der UNESCO-Preis. Gidon Kremers Repertoire umfasst neben dem klassischen Werkkanon zahlreiche Kompositionen des 20. und 21. Jahrhunderts. Komponisten wie Alfred Schnittke, Arvo Pärt, Sofia Gubaidulina, Luigi Nono, Gija Kantscheli und Aribert Reimann widmete er besondere Aufmerksamkeit.

Im Jahr 1981 gründete er  das legendäre Kammermusikfest Lockenhaus, 1997 rief er die Kremerata Baltica ins Leben – ein Kammerorchester, das ausnahmslos aus jungen, hochtalentierten baltischen Musikern besteht und mit dem er  regelmäßig auf den bedeutendsten Konzertpodien weltweit auftritt.

Gidon Kremer konzertiert mit den führenden Orchestern und Dirigenten und hat zahlreiche Aufnahmen eingespielt, die Maßstäbe gesetzt haben und vielfach ausgezeichnet wurden. Er spielt auf einer »Nicola Amati« aus dem Jahr 1641.

Mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden musizierte er zuletzt im  Mai 2011 in der Semperoper und auf Tournee sowie – ein Jahr später – anlässlich der Internationalen Schostakowitsch Tage in Gohrisch.

Igor Levit

Klavier

Igor Levit beendete sein Studium an der Hochschule Hannover, wo er die höchste Punktzahl in der Geschichte des Instituts erreichte. Zu seinen Lehrern gehören Karl-Heinz Kämmerling, Matti Raekallio, Bernd Goetzke, Lajos Rovatkay und Hans Leygraf. Seit 2003 wird Igor Levit von der Studienstiftung des Deutschen Volkes sowie der Deutschen Stiftung Musikleben unterstützt. Regelmäßige Auftritte führen ihn zum Kissinger Sommer, wo ihm 2009 der »Luitpold Preis« für junge Künstler verliehen wurde. 

Zu seinen Kammermusikpartnern gehören u.a. Lisa Batiashvili, Gautier und Renaud Capuçon, Mischa Maisky und Maxim Vengerov. Er ist Preisträger mehrerer internationaler Wettbewerbe wie dem International Arthur Rubinstein Wettbewerb, dem International Maria Callas Grand Prix und der International Hamamtsu Piano Academy Competition.

Sächsischer Staatsopernchor Dresden

Der Dresdner Opernchor wurde 1817 von Friedrich August dem Gerechten gegründet. Dies war vor allem ein Verdienst Carl Maria von Webers, der als neu engagierter Hofkapellmeister den Auftrag erhalten hatte, neben der italienischen Oper in Dresden auch ein deutsches »Opern-Departement« aufzubauen. Weber forderte die Einrichtung eines »stehenden Theaterchors«, der den gestiegenen Anforderungen des dafür neu zu schaffenden Opernrepertoires gewachsen sein würde. In der Folgezeit

entwickelte sich der Chor dank hervorragender Persönlichkeiten wie Johann Miksch, Karl Maria Pembaur, Hans-Dieter Pflüger und Matthias Brauer zu einem Ensemble, das bis heute für klangliche Noblesse, künstlerische Homogenität und kultivierten Pianogesang bei gleichzeitiger Klangdichte steht. Von 2009 bis 2014 war Pablo Assante Chordirektor der Sächsischen Staatsoper Dresden.