8. Symphoniekonzert

Reinhard Goebel Dirigent
Sibylla Rubens Sopran
Anke Vondung Alt
Daniel Johannsen Tenor
Georg Zeppenfeld Bass
Dresdner Kammerchor

Georg Friedrich Händel

  • »Cäcilien-Ode« HWV 76

Johann Sebastian Bach

  • Missa h-Moll BWV 232 I (Urfassung)

Die heilige Musik

Unter Reinhard Goebel treffen im Palmsonntagskonzert zwei Großmeister des Barock aufeinander. Händel huldigte mit seiner »Cäcilien-Ode« der Schutzheiligen der Musik, jede Stimme, jedes Instrument, jede Harmonie rühmt die Macht der Töne und Klänge. Die Gewissheit von der unnennbaren Kraft der Musik war schon wenige Jahre zuvor der Urfassung von Bachs h-Moll-Messe eingeschrieben, die der Thomaskantor am Dresdner Hof einreichte, um das »Praedicat« als »Compositeur bey der Königlichen HofCapelle« zu erlangen.

  • 29.03.2015
    20:00 Uhr
    Semperoper
    Tickets
  • 30.03.2015
    20:00 Uhr
    Semperoper
    Tickets

Sibylla Rubens

Sopran

Sibylla Rubens studierte Konzert- und Operngesang an den Musikhochschulen in Trossingen und Frankfurt am Main. Sie war Mitglied der Meisterklasse für Liedgestaltung bei Irwin Gage und vervollständigte ihre Ausbildung in zahlreichen Meisterkursen, u.a. bei Edith Mathis sowie bei Elsa Cavelti in Basel. 

Als Lied- und Opernsängerin ist sie inzwischen international gefragt und hat mit Dirigenten wie Kent Nagano, Sir Roger Norrington, Herbert Blomstedt, Philippe Herreweghe, Iván Fischer und Riccardo Chailly zusammengearbeitet. Mehrfach sang sie auch bereits unter der Leitung von Christian Thielemann.

Anke Vondung

Alt

Anke Vondung erhielt ihre Gesangsausbildung an der Musikhochschule Mannheim und ist Preisträgerin mehrerer internationaler Gesangswettbewerbe. Ihr erstes Engagement führte sie an das Tiroler Landestheater in Innsbruck. Inzwischen gastierte sie u.a. am Théâtre du Châtelet Paris, 

bei den Salzburger Festspielen, der Salzburger Mozartwoche, beim Glyndebourne Festival, an den Staatsopern in Hamburg, Berlin und München sowie an der New Yorker MET. Von 2003 bis 2006 war sie festes Ensemblemitglied der Semperoper und ist dem Haus auch seither eng verbunden. 

Daniel Johannsen

Tenor

Der österreichische Tenor Daniel Johannsen gehört zu den gefragtesten Evangelisten und Bach-Interpreten seiner Generation. Nach der Ausbildung zum Kirchenmusiker studierte er Gesang bei Margit Klaushofer und Robert Holl in Wien; er war Meisterschüler von Dietrich Fischer-Dieskau, Nicolai Gedda sowie Christa Ludwig und ist Preisträger des
Bach-, Schumann-, Mozart-, Hilde-Zadek- und Wigmore-Hall-Wettbewerbs. 

Seit seinem Debüt 1998 führen ihn Auftritte als Konzert-, Lied- und Opernsänger mit Werken aller Epochen in die großen Musikzentren Europas, Nordamerikas, Japans und des Nahen Ostens. Dabei musiziert er u.a. unter der Leitung namhafter Dirigenten wie Trevor Pinnock, Sir Neville Marriner, Bertrand de Billy, Jordi Savall und Enoch zu Guttenberg.

Reinhard Goebel

Dirigent

Seit der Spielzeit 2012/2013 widmet sich Reinhard Goebel in den »Palmsonntagskonzerten« der Sächsischen Staatskapelle einem Repertoire, das Sinnbild ist für die einzigartige Historie des Orchesters. Komponisten wie Zelenka, Fasch, Telemann oder Johann Sebastian Bach haben unzählige Werke für die damalige Hofkapelle geschrieben und auf diesem Wege dem weit über die Grenzen Sachsens hinaus gerühmten Orchester ihre Ehrerbietung erwiesen. 

Reinhard Goebel, der über 30 Jahre lang als Künstlerischer Leiter des von ihm gegründeten Ensembles Musica Antiqua Köln eine der prägenden Persönlichkeiten der historischen Aufführungspraxis war, holt diese Werke in die Konzerte der Staatskapelle zurück. Für sein bisheriges Wirken, bei Spezialensembles ebenso wie bei großen Symphonieorchestern, wurde Reinhard Goebel mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

Georg Zeppenfeld

Bass

Parallel zum Studium des Konzert- und Operngesangs in Detmold und Köln absolvierte der aus dem westfälischen Attendorn stammende Bassist ein Lehramtsstudium. Nach ersten Festengagements in Münster und Bonn gehört er seit 2001 zur Sächsischen Staatsoper Dresden. Darüber hinaus gastiert er an großen Opernhäusern Europas und der Vereinigten Staaten, sowie an den weltweit wichtigsten Konzertorten. Schwerpunkt seines Schaffens sind die seriösen Basspartien des italienischen und deutschen Fachs.

Eine Schlüsselrolle ist der Sarastro aus Mozarts »Zauberflöte«, den er 2005 unter Claudio Abbado in Baden-Baden sang und mit dem er an der San Francisco Opera, der New Yorker Met und der Wiener Staatsoper debütierte. Als Sarastro war er auch 2012 bei den Salzburger Festspielen zu hören und wird mit dieser Partie 2015 am Royal Opera House Covent Garden in London debütieren.

Bei den Bayreuther Festspielen trat er erstmals 2010 im »Lohengrin« auf, und übernahm dort ein Jahr später auch eine Partie im »Meistersinger«.

Mit besonderer Vorliebe widmet sich Georg Zeppenfeld dem Konzert- und Liedgesang. Oratorien von Barock bis Spätromantik gaben ihm bereits Gelegenheit zur Zusammenarbeit mit den renommiertesten Dirigenten weltweit. 

Dresdner Kammerchor

Chorleiter: Hans-Christoph Rademann

Der Dresdner Kammerchor zählt zu den Spitzenchören Deutschlands und ist bekannt für seinen unverwechselbaren Klang von großer Intensität und Klarheit. Seit der Gründung im Jahr 1985 wurde der Chor von seinem Künstlerischen Leiter Hans-Christoph Rademann zu einem professionellen Ensemble geformt, das bei Gastspielen und auf Konzertreisen durch Europa, die USA sowie nach Südafrika, Indien, Argentinien oder China große Erfolge feierte. Eine

Vielzahl von Rundfunk- und CD-Aufnahmen sowie die Zusammenarbeit mit international bedeutenden Orchestern und namhaften Dirigenten belegen das Renommée des Chores. Für seine Interpretationen des barocken, romantischen und zeitgenössischen Repertoires wurde der Dresdner Kammerchor mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht, u.a. mit dem Förderpreis der Ernst von Siemens Stiftung.