7. Symphoniekonzert

Myung-Whun Chung Dirigent
Maija Kovalevska Sopran
Rinat Shaham Mezzosopran
Yosep Kang Tenor
René Pape Bass
Sächsischer Staatsopernchor Dresden

Gioachino Rossini

  • »Stabat mater«

Rossini im Gedenkkonzert

Eine bewegte Geschichte verbirgt sich hinter Rossinis »Stabat mater«, umso triumphaler war die Pariser Uraufführung dieses Werkes, mit dem sich der chöpfer des »Barbiers« weit von seinem Opernstil entfernt hatte. »Das ungeheure erhabene Martyrium ward hier dargestellt«, notierte Heinrich Heine, »neben den Flören der schwärzesten Trauer rauschten die Flügel aller Amoretten der Anmut «. Unter unserem Ersten  Gastdirigenten erklingt das Stück erstmals in den Kapell-Konzerten am Dresdner Gedenktag.

  • 13.02.2015
    20:00 Uhr
    Semperoper
    Tickets
  • 14.02.2015
    20:00 Uhr
    Semperoper
    Tickets

Myung-Whun Chung

Erster Gastdirigent

Mit Myung-Whun Chung trägt seit der Saison 2012/2013 erstmals in der Geschichte der Sächsischen Staatskapelle ein Künstler den Titel eines Ersten Gastdirigenten. Der südkoreanische Maestro stand seit November 2001 vielfach in den Symphoniekonzerten in der Semperoper am Kapell-Pult, er dirigierte im Orchestergraben eine Premierenserie von Verdis »Don Carlo « (2003) und ging mit der Kapelle auf Tourneen durch Europa (2001, 2005, 2008 und 2013), in die USA (2005) und nach Asien (2006).

Über seine Dirigate hinaus musizierte Myung-Whun Chung immer wieder auch auf dem Kammermusikpodium mit Mitgliedern der Staatskapelle, zuletzt bei den Osterfestspielen Salzburg im Jahr 2013, bei denen er in der Doppelrolle als Dirigent und als Kammermusiker zu erleben war. Seinen Dresdner Mahler-Zyklus eröffnete Chung in der Spielzeit 2012/2013 mit Mahlers Erster, in der letzten Saison folgten die Symphonien Nr. 2 und 9.

Geboren in Seoul, begann Myung-Whun Chung seine Laufbahn als Pianist, 1974 gewann er den 2. Preis beim Moskauer Tschaikowsky-Wettbewerb. 1979 wurde er Assistent von Carlo Maria Giulini beim Los Angeles Philharmonic, später bekleidete er Positionen als Chefdirigent beim Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken, an der Pariser Opéra Bastille und bei der Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom. 

Seit 2000 leitet Chung als Musikdirektor das Orchestre Philharmonique de Radio France, daneben ist er in verschiedenen Funktionen im Musikleben seiner asiatischen Heimat präsent, u.a. als Künstlerischer Leiter des Seoul Philharmonic Orchestra sowie des Asia Philharmonic Orchestra, das asiatische Musiker aus den großen Orchestern der Welt für Konzertprojekte zusammenführt.

In seiner Karriere trat Myung-Whun Chung mit allen renommierten Klangkörpern auf, viele seiner bei der Deutschen Grammophon erschienenen CDs sind preisgekrönt. Neben seinen künstlerischen Aktivitäten widmet er sich mit großem Engagement humanitären und ökologischen Fragen. Er war Botschafter des Drogenkontrollprogramms der Vereinten Nationen (UNDCP) und wurde 1995 von der UNESCO als »Man of the Year« gewürdigt. 1996 erhielt er den »Kumkuan«, den höchsten koreanischen Kulturpreis. Myung-Whun Chung wurde zum ersten Kulturbotschafter seines Landes berufen, die UNICEF ernannte ihn 2008 als ersten Dirigenten zum »Goodwill Ambassador«.

Maija Kovalevska

Sopran

Maija Kovalevska absolvierte ihre musikalische Ausbildung an der lettischen Musikakademie Jāzeps Vītols, wo sie bei Anita Garanča studierte. Ihr Bühnendebüt gab sie an der lettischen Nationaloper als Donna Elvira (»Don Giovanni«). Inzwischen ist die junge Sopranistin regelmäßig zu Gast an den international führenden Opernhäusern, darunter die New Yorker Metropolitan Opera, die Opernhäuser von San Francisco und Los Angeles, die Staatsopern in Berlin, München, Hamburg und Wiener, das Pariser Théâtre des Champs-Elysées, 

sowie das Royal Opera House Covent Garden in London. Auch bei den Festivals von Salzburg und Glyndebourne ist sie bereits aufgetreten. Im Jahre 2011 schließlich debütierte sie in »Iolanta« an der Semperoper Dresden. Maija Kovalevska wurde mit Auszeichnungen bedacht, wie zum Beispiel mit dem 1. Preis bei Plácido Domingos Operalia Wettbewerb und beim Riccardo Zandonai-Wettbewerb sowie mit dem Latvian Music Award. 

Rinat Shaham

Mezzosopran

Die israelische Mezzosopranistin Rinat Shaham wird weltweit für ihre Auftritte auf der Opernbühne wie auch auf dem Konzertpodium gleichermaßen gefeiert. Zu ihren musikalischen Partnern zählen dabei u.a. Dirigenten wie Sir Simon Rattle, Daniel Barenboim, Christoph Eschenbach, William Christie und David Robertson. Bislang ist sie in Rollen wie Carmen, Mélisande (»Pelléas et Mélisande«) und Blanche (»Dialogues des Carmélites«), Charlotte (»Werther«) sowie der Titelrolle von »Cendrillon« und 

Dorabella (»Cosí fan tutte«) an Häusern wie den Staatsopern von Wien und Berlin, dem Teatro La Fenice in Venedig, dem Théâtre des Champs-Elysée, dem Palau de les Arts Reina Sofia in Valencia, am Théâtre La Monnaie in Brüssel, der New York City Opera sowie beim Glyndebourne Festival und bei den Osterfestspielen Salzburg aufgetreten. Ihr Debüt am Royal Opera House Covent Garden in London gab sie mit der Partie des Cherubino (»Le Nozze di Figaro«).

Yosep Kang

Tenor

Der koreanische Tenor Yosep Kang studierte Gesang in Seoul, Salzburg und Berlin. Er ist Preisträger internationaler Wettbewerbe, darunter der Gian Battista Viotti Competition in Vercelli (2000), der Belvedere-Gesangswettbewerb Wien (2001) sowie der Internationale Mozart-Wettbewerb in Salzburg (2002). Seit der Spielzeit 2003/2004 gehört Yosep Kang zum Ensemble der Deutschen Oper Berlin, wo er bislang mit zahlreichen Partien von Mozart bis Puccini große Erfolge feierte. Gastauftritte führten in u.a. an die Opernhäuser von Köln und Stuttgart sowie an die Staatsoper Berlin. 

Auf dem Konzertpodium trat Yosep Kang bislang an Häusern wie der Berliner Philharmonie, dem Konzerthaus Berlin, dem Gewandhaus Leipzig, dem Prinzregententheater und Herkulessaal in München, der NHK Hall Tokyo in Erscheinung unter Dirigenten wie Christian Thielemann, Myung-Whun Chung, Helmut Rilling und Enoch zu Guttenberg.

René Pape

Bass

Als eine der herausragenden Sängerpersönlichkeiten der internationalen Musikszene ist René Pape gern gesehener Gast der bedeutenden Opernhäuser, Orchester und Festivals. In Dresden geboren, sang er in der Elbestadt im berühmten Kreuzchor und studierte an der Dresdner Musikhochschule. Seit 1988 ist er festes Ensemblemitglied der Berliner Staatsoper, an der er  die großen Basspartien übernimmt, darunter Méphistophélès (Gounods »Faust«), Philipp II . (»Don Carlo«), Rocco (»Fidelio«), Gurnemanz (»Parsifal«), König Heinrich (»Lohengrin«) und König Marke (»Tristan«). In weiteren Neuinszenierungen verkörperte er an diesem Haus den Figaro, Don Giovanni, Boris Godunow, Gremin (»Eugen Onegin«) und Wotan (»Rheingold« und »Walküre «), 

jeweils unter der musikalischen Leitung von Daniel Barenboim. Einladungen führten René Pape an die New Yorker MET und die Lyric Opera of Chicago, an die Mailänder Scala, die Wiener und die Bayerische Staatsoper, die Semperoper oder auch zu den Bayreuther und Salzburger Festspielen. Neben seinen Opernverpflichtungen widmet sich der Bass einer intensiven Konzerttätigkeit. Er ist mehrfacher Grammy- und ECHO-Klassik-Preisträger, u.a. erhielt er 2009 den ECHO für sein mit der Sächsischen Staatskapelle aufgenommenes Solo-Album »Gods, Kings& Demons«.

Sächsischer Staatsopernchor Dresden

Der Dresdner Opernchor wurde 1817 von Friedrich August dem Gerechten gegründet. Dies war vor allem ein Verdienst Carl Maria von Webers, der als neu engagierter Hofkapellmeister den Auftrag erhalten hatte, neben der italienischen Oper in Dresden auch ein deutsches »Opern-Departement« aufzubauen. Weber forderte die Einrichtung eines »stehenden Theaterchors«, der den gestiegenen Anforderungen des dafür neu zu schaffenden Opernrepertoires gewachsen sein würde. In der Folgezeit

entwickelte sich der Chor dank hervorragender Persönlichkeiten wie Johann Miksch, Karl Maria Pembaur, Hans-Dieter Pflüger und Matthias Brauer zu einem Ensemble, das bis heute für klangliche Noblesse, künstlerische Homogenität und kultivierten Pianogesang bei gleichzeitiger Klangdichte steht. Von 2009 bis 2014 war Pablo Assante Chordirektor der Sächsischen Staatsoper Dresden.