1. Symphoniekonzert

Christian Thielemann Dirigent
Gidon Kremer Violine

Sofia Gubaidulina

  • Violinkonzert Nr. 2 »In tempus praesens«

Anton Bruckner

  • Symphonie Nr. 9 d-Moll

Musik des Augenblicks

Mit ihrem zweiten Violinkonzert »In tempus praesens« erwies Sofia Gubaidulina, in dieser Spielzeit Capell-Compositrice der Sächsischen Staatskapelle, ihrer göttlichen Namensgenossin die Reverenz: der heiligen Sophia, Personifikation der Weisheit, aber auch der schöpferischen Kraft und damit des Ursprungs der Kunst. Ebenfalls von tiefer religiöser Überzeugung getragen ist das Schaffen Anton Bruckners, mit dessen unvollendeter Neunter Christian Thielemann seinen Bruckner-Zyklus fortsetzt.

Sendetermin: 1. September 2014 ab 20.05 Uhr live bei MDR Figaro, MDR Klassik sowie allen Kulturradiosendern der ARD
  • 31.08.2014
    11:00 Uhr
    Semperoper
  • 01.09.2014
    20:00 Uhr
    Semperoper
  • 02.09.2014
    20:00 Uhr
    Semperoper

Christian Thielemann

Chefdirigent

Die Saison 2015/2016 ist Christian Thielemanns vierte Spielzeit als Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle. Er begann seine Karriere 1978 als Korrepetitor an der Deutschen Oper Berlin, Engagements in Gelsenkirchen, Karlsruhe und Hannover schlossen sich an. 1985 wurde er Erster Kapellmeister in Düsseldorf, 1988 Generalmusikdirektor in Nürnberg. Später kehrte der gebürtige Berliner in seine Heimatstadt als Generalmusikdirektor der Deutschen Oper Berlin zurück (1997-2004), ehe er das gleiche Amt bei den Münchner Philharmonikern bekleidete (2004-2011). Neben seiner Dresdner Chefposition ist er seit 2013 Künstlerischer Leiter der Osterfestspiele Salzburg, deren Residenzorchester seither die Staatskapelle ist.

Den Komponistenjubilaren der vergangenen beiden Jahre – Richard Wagner und Richard Strauss – widmete sich Christian Thielemann am Kapell-Pult in zahlreichen Konzerten in der Semperoper und auf Tournee, dazu leitete er Neuproduktionen der »Elektra« in Dresden sowie von »Parsifal« und »Arabella« in Salzburg. Im November 2014 dirigierte er bei den Strauss-Tagen der Semperoper die neue »Arabella« und »Capriccio«, einen Monat später übernahm er die Leitung im »Rosenkavalier«. Für seine Interpretation der »Frau ohne Schatten« bei den Salzburger Festspielen 2011 hatte ihn das Fachmagazin »Opernwelt« zum »Dirigenten des Jahres« gewählt.

Eine enge Zusammenarbeit verbindet Christian Thielemann mit den Berliner und Wiener Philharmonikern sowie mit den Bayreuther Festspielen, die er seit seinem Debüt im Sommer 2000 (»Die Meistersinger von Nürnberg«) alljährlich durch maßstabsetzende Interpretationen prägt; seit 2010 ist er auch musikalischer Berater auf dem »Grünen Hügel«, um Juni 2015 wurde er zum Musikdirektor der Festspiele ernannt. Im Zuge seiner vielfältigen Konzerttätigkeit folgte er Einladungen u.a. der großen Orchester in Amsterdam, London, New York, Chicago und Philadelphia, ebenso gastierte er in Israel, Japan und China.

Christian Thielemanns Diskografie als Exklusivkünstler der UNITEL ist  umfangreich. Neben den Silvesterkonzerten der Jahre 2010 bis 2013 hat er mit der Staatskapelle bereits etliche symphonische Werke von Beethoven, Liszt, Bruckner, Reger, Pfitzner und Busoni sowie »Arabella«, »Ariadne auf Naxos« und »Elektra« von Richard Strauss und Wagners »Parsifal« für CD und DVD aufgenommen. Zu den jüngsten Veröffentlichungen zählt die Gesamtaufnahme der Symphonien von Johannes Brahms. Mit den Wiener Philharmonikern spielte er sämtliche Beethoven-Symphonien ein.

Christian Thielemann ist Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London sowie Ehrendoktor der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar und der Katholischen Universität Leuven (Belgien). Im Mai 2015 wurde ihm der Richard-Wagner-Preis der Richard-Wagner-Gesellschaft der Stadt Leipzig verliehen.

Gidon Kremer

Violine

In den mehr als 35 Jahren seiner Karriere hat sich Gidon Kremer nicht nur als herausragender Geiger einen Namen gemacht, sondern auch als Künstler mit besonders ausgeprägter Individualität, der ausgetretene Pfade meidet und neue Richtungen weist.

Im Alter von vier Jahren begann er Geige zu spielen. 1965 wurde er Meisterschüler von David Oistrach am Moskauer Konservatorium und gewann u.a. den Tschaikowsky-Preis sowie den Paganini-Wettbewerb.

Er wurde mit zahlreichen Ehrungen bedacht, darunter der Ernst von Siemens Musikpreis, das Bundesverdienstkreuz und der UNESCO-Preis. Gidon Kremers Repertoire umfasst neben dem klassischen Werkkanon zahlreiche Kompositionen des 20. und 21. Jahrhunderts. Komponisten wie Alfred Schnittke, Arvo Pärt, Sofia Gubaidulina, Luigi Nono, Gija Kantscheli und Aribert Reimann widmete er besondere Aufmerksamkeit.

Im Jahr 1981 gründete er  das legendäre Kammermusikfest Lockenhaus, 1997 rief er die Kremerata Baltica ins Leben – ein Kammerorchester, das ausnahmslos aus jungen, hochtalentierten baltischen Musikern besteht und mit dem er  regelmäßig auf den bedeutendsten Konzertpodien weltweit auftritt.

Gidon Kremer konzertiert mit den führenden Orchestern und Dirigenten und hat zahlreiche Aufnahmen eingespielt, die Maßstäbe gesetzt haben und vielfach ausgezeichnet wurden. Er spielt auf einer »Nicola Amati« aus dem Jahr 1641.

Mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden musizierte er zuletzt im  Mai 2011 in der Semperoper und auf Tournee sowie – ein Jahr später – anlässlich der Internationalen Schostakowitsch Tage in Gohrisch.