Peter Eötvös

Als Komponist, Dirigent und Lehrer ist Peter Eötvös einer der prägenden Musiker unserer Zeit, dessen Werke weltweit von den bedeutendsten Klangkörpern und Festivals aufgeführt werden. Neben seinen Opern »Senza Sangue«, »Der goldene Drache« oder »Tri Sestri« legte er in jüngster Zeit mit dem Orchesterwerk »Multiversum«, seinem »Halleluja – Oratorium balbulum« oder dem Schlagzeugkonzert »Speaking Drums« wichtige Kompositionen vor. Nach seiner Ausbildung in Budapest und Köln war Peter Eötvös Mitglied des Stockhausen Ensembles, arbeitete im Elektronischen Studio des WDR und leitete von 1978 bis 1991 das Ensemble intercontemporain in Paris. 1991 gründete er das Internationale Eötvös Institut für junge Dirigenten und Komponisten in Budapest.

»Dresden war die erste deutsche Stadt, die ich in meinem Leben kennengelernt habe. Ich war ein Jahr alt, als meine Familie am 13. Februar 1945 nachmittags aus Ungarn in Dresden ankam. Die Stadt wurde in der Nacht bombardiert, aber wir haben glücklicherweise überlebt. Mit der historischen Vergangenheit der Staatskapelle kam ich durch meinen Kölner Professor, Wolfgang von der Nahmer, in Kontakt, der Assistent von Fritz Busch war und mir dessen Leben und künstlerisches Credo vermittelte. Wiederholt sprachen wir über die erbärmliche Vertreibung von Busch durch die Nazis. Ich bin sehr gerührt und fühle mich geehrt, von der Staatskapelle als Capell-Compositeur und Dirigent eingeladen worden zu sein und freue mich auf die Begegnung mit den Musikerinnen und Musikern sowie mit dem Dresdner Publikum!«