Sofia Gubaidulina

Sofia Gubaidulina wirkte bereits 2014 / 2015 als Capell-Compositrice. Die enge Zusammenarbeit gestaltete sich damals als besonders glücklich und führte seitens der Komponistin zu dem Wunsch, neue Werke für die Staatskapelle zu schreiben. Ihr Anliegen greifen wir gerne auf und freuen uns auf eine weitere produktive Partnerschaft mit einer der bedeutendsten und meistgespielten Komponistinnen der Gegenwart, die im Oktober 2016 ihren 85. Geburtstag feiert. Neben ihrem großen, neuen Oratorium »Über Liebe und Hass« wird sie auch ein neues Orchesterwerk vorstellen, das sie für die Staatskapelle und Christian Thielemann geschrieben hat. Geboren in Tschistopol (Tatarische Republik), musste Sofia Gubaidulina bis in die 1980er Jahre auf ihren internationalen Durchbruch warten. Dieser gestaltete sich dann aber rasant. Schon bald erhielt sie Aufträge von namhaften Institutionen wie der BBC, der Library of Congress und der New York Philharmonic. Zahlreiche Auszeichnungen wurden ihr seither zuteil, darunter der Premio Franco Abbiati, der japanische Kaiserpreis Praemium Imperiale, das Große Bundesverdienstkreuz sowie der Europäische Kulturpreis. »Den größten Einfluss auf meine Arbeit hatten Dmitri Schostakowitsch und Anton Webern«, bekennt Sofia Gubaidulina. »Obwohl dieser Einfluss in meiner Musik scheinbar keine Spuren hinterlassen hat, ist es doch so, dass mich diese beiden Komponisten das Wichtigste gelehrt haben: ich selbst zu sein.« Typisch für Sofia Gubaidulinas Oeuvre sind Einflüsse, die über das rein Musikalische hinausgehen. So beschäftigte sie sich in ihren Partituren mit mystischem Gedankengut und christlicher Symbolik, sie vertonte altägyptische und persische Dichter, aber auch Lyrik des 20. Jahrhunderts.

Konzerte mit Werken von Sofia Gubaidulina