1. Kammerabend

Christina Bock Mezzosopran
Robert Oberaigner Klarinette
Zoltán Mácsai Horn
Tibor Gyenge Violine
Michael Horwath Viola
Norbert Anger Violoncello
Michael Schöch Klavier

Johannes Brahms

  • Horntrio Es-Dur op. 40
  • Zwei Gesänge für eine Altstimme, Viola und Klavier op. 91
  • Klarinettentrio a-Moll op. 114

Voraussichtliche Konzertlänge: 100 Minuten inklusive Pause

  • 27.09.2018
    20:00 Uhr
    Semperoper
    Ausverkauft

Christina Bock

Die in Thüringen geborene Mezzosopranistin Christina Bock führten Studien an die Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn-Bartholdy Leipzig und die Hochschule für Musik Karlsruhe. Seit 2013 wird sie von Prof. Charlotte Lehmann in Hannover betreut. Sie ist Stipendiatin des Richard Wagner Verbandes Leipzig und Preisträgerin des Arnold Schönberg Centers Wien.

Nach einem Festengagement am Badischen Staatstheater Karlsruhe ist sie nun seit der Saison 2014/15 Ensemblemitglied der Semperoper Dresden. Dort war sie u.a. als Nicklausse/Muse in der Neuproduktion »Les Contes d’Hoffmann«, als Jordan Baker in der Europäischen Erstaufführung »The Great Gatsby« und als Preziosilla in der Premiere von »La Forza del Destino« zu erleben. Im Juni und Juli 2017 stand Christina Bock als Lisa in »Die Passagierin« auf der Bühne der Semperoper. Darüber hinaus ist sie in allen lyrischen Partien ihres Fachs zu hören, u. a. als Zweite Dame in »Die Zauberflöte«, als Cherubino in »Le Nozze di Figaro« und als Prinz Orlofsky in »Die Fledermaus«. 

Neben der Tätigkeit auf der Bühne steht das kammermusikalische Schaffen im künstlerischen Fokus der jungen Sängerin: Seit 2013 arbeitet sie mit dem Raschèr Saxophone Quartett zusammen und gründete 2017 das »ensemble épique«. Außerdem ist sie regelmäßiger Gast bei den Kammerabenden der Sächsischen Staatskapelle Dresden und dem Kammermusik Festival »Klassik Krumbach«. 

 

 

Zahlreiche Gastspiele führten sie u. a. an das Theater Freiburg, wo die Künstlerin mit großem Erfolg in der Titelpartie von »Die Csárdásfürstin« zu erleben war; nach Salzburg, wo sie bei den Osterfestspielen 2017 die Waltraute in »Die Walküre« unter der Leitung von Christian Thielemann sang. Bei den Bregenzer Festspiele 2018 debütierte sie als Bernardo in der deutschsprachigen Erstaufführung von»Beatrice Cenci«.

Ebenfalls 2018 gab sie ihr Debüt am Royal Opera House in Covent Garden London als Page in »Salome« und kehrt im Herbst 2018 als Wellgunde in »Götterdämmerung« und »Rheingold« zurück. In der Saison 2018/19 gibt sie an der Semperoper das erste Mal den Hänsel in »Hänsel und Gretel« und den Octavian in »Der Rosenkavalier«.

Robert Oberaigner

Soloklarinettist

Der Klarinettist Robert Oberaigner wurde in Hall in Tirol, Österreich geboren und studierte am Tiroler und an der Wiener Musikhochschule. Sein Studium schloss er bei Sabine Meyer an der Musikhochschule Lübeck ab.

Neben mehrfachen 1. Preisen bei Nachwuchswettbewerben ist er Preisträger der »Musica Juventutis«-Stiftung der Wiener Konzerthausgesellschaft und debütierte schon mit 19 Jahren als Solist im Wiener Konzerthaus. Bereits mit 17 Jahren wirkte er als Substitut bei Konzerten der Wiener Philharmoniker und dem Wiener Staatsopernorchester mit.

Solistische und kammermusikalische Auftritte führten ihn u.a. in den Wiener Musikverein, den Concertgebouw Amsterdam, das Mozarteum Salzburg und die Kölner Philharmonie mit Musikern wie Leonidas Kavakos, Nils Mönkemeyer, Christian Gerhaher u.a. Außerdem trat er bei Festivals wie den BBC Proms, dem Lucerne Festival, den Salzburger Festspielen oder bei »Mostly Mozart« New York auf.

Robert Oberaigner widmet sich intensiv dem Spiel historischer Klarinetten-Instrumente, die er in Ensembles wie »Les Musicien du Louvre«, der »Capella Coloniensis« oder dem Dresdner Festspielorchester selbst spielt und in Meisterkursen weltweit unterrichtet.

Er ist gefragter Gast bei Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Bayerischen Staatsorchester München oder beim »Super World Orchestra« in Japan und wirkt seit vielen Jahren bei Konzerten der Camerata Salzburg mit.

Seit Februar 2014 ist er Solo-Klarinettist der Staatskapelle Dresden.

2016 erschien seine Debüt-CD mit Werken für Klarinette und Klavier des Komponisten Max Reger. Ein anderes Projekt von Robert Oberaigner, welches 2018 auf CD erschienen ist, sind die Sonaten für Klarinette und Klavier von Johannes Brahms.

Zoltán Mácsai

Zoltán Mácsai ist ein ungarischer Hornist. Er studierte erst in Budapest und anschließend an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« in Berlin. Von 2003 bis 2008 spielte er als Solohornist beim Ernõ Dohnányi Symphonieorchester in Budapest

mit. Danach wirkte er beim Mozarteumorchester Salzburg. Seit 2016 ist er als Solohornist an der Sächsischen Staatskapelle Dresden engagiert.

Tibor Gyenge

Stellv. 1. Konzertmeister

Tibor Gyenge wurde 1989 in Sibiu (Hermannstadt) Rumänien in eine ungarisch-rumänische Musikerfamilie geboren und erhielt den ersten Violinunterricht von seinem Vater.  

Anschließend besuchte Tibor Gyenge die Béla Bartók Musikschule und das Musikgymnasium in Szombathely, bevor er zur Kunstuniversität Graz wechselte, um bei Prof. Silvia Marcovici zu studieren.  2012 schloss er das Bachelorstudium an der Kunstuniversität Graz mit Auszeichnung ab. 2014 bis 2016 absolvierte Tibor Gyenge bei Prof. Daniel Gaede an der Hochschule für Musik Nürnberg sein Masterstudium. Während diesen Jahren hatte er auch dort einen Lehrauftrag inne.

Zahlreiche Meisterkurse bei Musikern wie Zakhar Bron, Leonidas Kavakos, Daniel Stabrawa, György Pauk, Itzhak Rashkovsky, Krzysztof Wegrzyn, Ulf Hoelscher und Kristóf Baráti bereicherten seine Studienzeit.

 

Ebenso waren kammermusikalische Impulse von Bedeutung, unter anderem der Kontakt mit Mitgliedern der Fauré, Manderling, Lindsay und Carmina Quartette, wie auch die Zusammenarbeit mit Künstlern wie Rudolf Leopold, István Várdai, Claudio Martinez-Mehner, Christian Euler, Ivan Monighetti und Soloinstrumentalisten der Wiener und Berliner Philharmoniker.

Als Solist trat Tibor Gyenge bereits mit dem Ungarischen Kammerorchester, der Camerata Pro Musica, der Bad Reichenhaller Philharmonie, dem Savaria Symphony Orchestra und der Staatlichen Philharmonie Satu-Mare „Dinu Lipatti“ auf.

Nach einem Jahresvertrag beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks war er als 1. koord. Konzertmeister an der Staatsphilharmonie in Nürnberg engagiert.

Seit 2016 ist Tibor Gyenge Stellvertretender 1. Konzertmeister der 1. Violinen der Sächsischen Staatskapelle Dresden.

Michael Horwath

Vorspieler

Michael Horwath, geboren 1974, erhielt zunächst Violinunterricht in seiner Heimatstadt Berlin, bevor er sich dem Bratschenstudium an der dortigen Hochschule für Musik »Hanns Eisler« bei Felix Schwartz widmete. 1998 setzte er sein Studium bei Erich Krüger in Weimar fort, wo er auch ein Aufbaustudium anschloss.
Seit August 2000 ist Michael Horwath Mitglied der Sächsischen Staatskapelle Dresden, ab 2004 in der Position des Vorspielers der Bratschen.

Er nahm an zahlreichen internationalen Meisterkursen bei Kim Kashkashian, Jürgen Kussmaul, Thomas Riebl und Norbert Brainin teil.

Mit besonderer Hingabe widmet er sich der Kammermusik und ist regelmäßiger Gast internationaler Kammermusikfestivals, wie dem Festival Concerts aux Iles du Bic in Kanada.

Michael Horwath ist Mitglied des Dresdner Streichquintetts und des ensemble frauenkirche. Er konzertierte als Solist und Kammermusiker in der Semperoper Dresden, im Gewandhaus zu Leipzig, bei den Schwetzinger Festspielen und in der Kölner Philharmonie.

Norbert Anger

Konzertmeister

Norbert Anger zählt zu den führenden Cellisten seiner Generation und trat als Solist bereits mit großen Klangkörpern wie dem Orchestre de Paris, dem Staatlichen Symphonieorchester Moskau, der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem Helsinki Philharmonic Orchestra und dem Beethovenorchester Bonn in Erscheinung. 

Er war Gast renommierter Konzerthäuser und Bühnen, darunter die Comédie des Champs-Elysées, der Salle Gaveau, der Salle Pleyel, die Philharmonie Moskau und die Semperoper Dresden. Dabei arbeitete er mit Dirigenten wie Christian Thielemann, Vladimir Spivakov, John Storgårds und Andrea Marcon zusammen. 

Norbert Anger ist Preisträger bedeutender internationaler Wettbewerbe wie des Tschaikowsky Wettbewerbs in Moskau, des Concours Rostropovich in Paris, des Paulo Wettbewerbs in Helsinki und des Deutschen Musikwettbewerbs. 

Über seine solistische Tätigkeit hinaus widmet er sich intensiv der Kammermusik und musiziert dabei mit Partnern wie Christoph Eschenbach, Hartmut Rohde, Latica Honda-Rosenberg, Wolfgang Emanuel Schmidt und David Geringas. Als Gast internationaler Festivals trat er bislang bei den Osterfestspielen Salzburg, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, den Ludwigsburger Schlossfestspielen und dem Festival Mitte Europa auf.

Norbert Anger begann seine Ausbildung an der Dresdner Spezialschule für Musik Carl Maria von Weber als Schüler von Christoph Schulze und machte bereits in frühen Jahren als Sieger internationaler Cellowettbewerbe wie Vibrarte in Paris und Domenico Gabrielli in Berlin auf sich aufmerksam. Er vollendete sein Studium in der Klasse von Wolfgang Emanuel Schmidt an der Universität der Künste Berlin und erhielt wichtige Impulse von David Geringas, Heinrich Schiff und Sir Colin Davis.

Im Jahr 2012 erschien seine Debüt-CD beim deutschen Label Genuin Classics mit Werken von Beethoven, Brahms, Schumann und Debussy und wurde von der Presse hoch gelobt. 

Seit 2013 bekleidet Norbert Anger die Stelle des Konzertmeisters der Violoncelli der Sächsischen Staatskapelle Dresden, seit 2015 ist er zudem Solocellist des Bayreuther Festspielorchesters.

Als Preisträger des 21. Wettbewerbs des Deutschen Musikinstrumentenfonds spielte Norbert Anger bis 2015 ein Violoncello von Andrea Guarneri, ex Ludwig Hoelscher, Cremona 1691 und seitdem ein Violoncello von Domenico Montagnana, ex Hekking, Venedig 1721. 

Norbert Anger spielt exklusiv Saiten von Larsen Strings A/S.

Michael Schöch

Michael Schöch beherrscht sowohl das Klavier- als auch Orgelspiel. Neben dem allgemein bekannten Konzertrepertoire versucht er viele in Vergessenheit geratene Werke in seine Konzerte einzubeziehen. Besonders intensiv setzt er sich mit dem Lied auseinander und führt immer wieder die Liederzyklen von Komponisten wie Schubert, Schumann, Strauss, Wolf etc. auf.

Bisher spielte er u. a. mit der

Berliner Philharmonie, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und dem Stuttgarter Kammerorchester zusammen. Bei dem Internationalen Musikwettbewerb der ARD 2011 wurde ihm der 1. Preis verliehen. Seit 2015 leitet Michael Schöch die Orgelklasse am Tiroler Landeskonservatorium in Innsbruck.