2. Aufführungsabend

Christoph Gedschold Dirigent
Simon Etzold Schlagzeug

Peter Eötvös

  • »Speaking Drums«, Vier Gedichte für Schlagzeug solo und Orchester

Joseph Haydn

  • Symphonie Nr. 90 C-Dur Hob. I:90

Richard Strauss

  • »Der Bürger als Edelmann« op. 60, Suite

Von Molière bis Nonsense-Poesie

Das virtuose Schlagzeug-Konzert »Speaking Drums« von Capell-Compositeur Peter Eötvös feiert weltweit Erfolge. Orchestermitglied Simon Etzold wird in diesem Werk nicht nur als Schlagzeuger aktiv, sondern darf auch seine Stimme theatralisch zum Einsatz bringen. Denn Eötvös lässt mittels Nonsense-Poesie von Sándor Weöres den Solisten mit dem Instrumentarium in Kontakt treten, wie es die indischen Trommler zu tun pflegen. Nach Joseph Haydns 90. Symphonie wird Christoph Gedschold Richard Strauss‘ Suite »Der Bürger als Edelmann« zur Aufführung bringen. Die neoklassizistische Partitur wurde ursprünglich als Schauspielmusik in Verbindung mit der Oper »Ariadne auf Naxos« komponiert.

Voraussichtliche Konzertlänge: 100 Minuten inklusive Pause

  • 15.03.2019
    20:00 Uhr
    Semperoper

Christoph Gedschold

Christoph Gedschold ist seit 2015 Kapellmeister der Oper Leipzig und hat sich ebenso erfolgreich an der Semperoper Dresden und der Hamburgischen Staatsoper etabliert. In Dresden dirigierte er „Freischütz“, „Don Giovanni“ und in der Saison 2016/17 die Neuproduktion „Die Passagierin“ von Weinberg. In Hamburg leitete er „Katja Kabanova“ und „La Bohème“.
An der Oper Leipzig leitete er u.a. mit grossem Erfolg die Premiere „Der Freischütz“ sowie u.a. „La Bohème“, „La Traviata“, „Tosca“, „Rigoletto“, „Zauberflöte“ und „West Side Story“. Ein Gastspiel mit Weinbergs „Die Passagierin“ dirigierte er bei den Wiener Festwochen 2016, eine Einladung der sehr erfolgreichen Produktion der Oper Frankfurt 2015.

Gedschold gab sein Debüt beim Orchestre Symphonique de Montréal mit der 11. Symphonie von Schostakovitsch, wurde sofort wieder eingeladen, und dirigierte die 7. Mahler mit der Robert-Schumann-Philharmonie in Chemnitz.

2017/18 dirigierte er an der Oper Leipzig die Premieren „Rusalka“ und „Bajazzo/Herzog Blaubart“. In Hamburg „Simon Boccanegra“ und „Eugen Onegin“, in Dresden „Zauberflöte“ und „Freischütz“.

In der Saison 2018/19 folgen u.a. sein Konzertdebut bei der Staatskapelle Dresden, Konzerte mit dem MDR-Sinfonieorchester, „Ariadne auf Naxos“ in Frankfurt, eine „Rusalka“-Neuproduktion in Köln, die „Verkaufte Braut“-Neuproduktion an der Oper Leipzig sowie „Manon Lescaut“ in Hamburg und „Zauberflöte“ in Dresden.

Er wurde Magdeburg geboren, studierte Klavier und Dirigieren in Leipzig und bei Prof. Christof Prick in Hamburg. Noch während seines Studiums ging er 2001 als Korrepetitor an das Internationale Opernstudio in Zürich. 2002 folgte ein Engagement als Korrepetitor und Kapellmeister an das Theater

Luzern. Während dieser Zeit arbeitete er beim Lucerne Festival mit Claudio Abbado, Mariss Jansons sowie Pierre Boulez. Außerdem war Christoph Gedschold 2003 und 2005 Mitglied des Lucerne Festival Orchester. Im Sommer 2005 assistierte er Ulf Schirmer bei den Bregenzer Festspielen. 2005 wurde Christoph Gedschold als Korrepetitor, Kapellmeister und Assistent des Chefdirigenten Christof Prick an das Staatstheater Nürnberg engagiert, 2007 dann zum 2. Kapellmeister ernannt.

2009-15 war er 1. Kapellmeister am Staatstheater Karlsruhe und leitete u.a. mit großem Erfolg bei Publikum und Presse die Premieren „Die griechische Passion“ von Martinu, „Euryanthe“ von Weber, „La Gioconda“ von Ponchielli, der Abenteueroper „Robin Hood“ von Schwemmer, das Ballett „Siegfried“, die deutsche Erstaufführung von Weinbergs Oper „Die Passsagierin“, „Iphigenie en Tauride“ von Gluck sowie den Doppelabend „Le Rossignol“/“L´enfant et les sortiléges“. Er dirigierte die Gastspiele des Staatstheaters Karlsruhe in Daegu/Süd-Korea mit „Der Freischütz“, „Der fliegende Holländer“ und „Tannhäuser“. 2012 leitete er „La Gioconda“ am Teatro Politeama in Lecce, 2013-15 am Theater Basel „Tosca“, „Eugen Onegin“, „Les Contes d'Hoffmann“ und „Cosi fan tutte“ und 2014/15 „La Bohème“ an der Oper Leipzig.

Er dirigierte u.a. das Gewandhausorchester Leipzig, Staatskapelle Dresden, Philharmonische Staatsorchester Hamburg, Badische Staatskapelle Karlsruhe, Museumsorchester Frankfurt, Staatsphilharmonie Nürnberg, Hamburger Symphoniker, Sinfonieorchester Basel, Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, New Japan Philharmonic und das Orchestre philharmonique de Montréal.

Simon Etzold

Simon Etzold, 1988 in Hannover geboren, erhielt mit 13 Jahren seinen ersten Schlagzeugunterricht in Garbsen bei Andrea Schneider. Nach seinem Abitur studierte er 2008-2014 künstlerische Ausbildung mit dem Hauptfach Schlagzeug/Pauke an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover bei Prof. Andreas Boettger, Guido Marggrander und Erich Trog. In der Spielzeit 2012/13 war er Akademist für Schlagzeug/Pauke im Staatsorchester Kassel. 

 

 

Neben seiner Orchestertätigkeit spielte Simon Etzold in verschiedenen Kammermusik-Ensembles als Stipendiat von Yehudi Menuhin LiveMusicNow-Hannover und im Rahmen der »Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler« (BAKJK). Mit der Sächsische Staatskapelle Dresden musizierte er erstmals 2014 als Mitglied der Giuseppe-Sinopoli-Akademie, seit 2015 ist er deren festes Mitglied auf der Position des Soloschlagzeugers.