7. Kammerabend

Sabine Kittel Flöte
Philipp Zeller Fagott
Klaus Gayer Horn
Federico Kasik Violine
Florian Richter Viola
Anke Heyn Violoncello
Petr Popelka Kontrabass
Paul Rivinius Klavier
Undine Röhner-Stolle Oboe
Fabian Dirr Klarinette

Albert Roussel

  • Divertissement op. 6 für Bläserquintett und Klavier
  • »Joueurs de flûte« op. 27 für Flöte und Klavier

Guillaume Connesson

  • »Techno Parade« für Flöte, Klarinette und Klavier

Francis Poulenc

  • Sextett für Bläserquintett und Klavier

Franz Lachner

  • Nonett F-Dur
  • 25.06.2020
    20:00 Uhr
    Semperoper
    Tickets
    Ticket-Preis:
    10.00 €

Sabine Kittel

Soloflötistin

Im Alter von zehn Jahren erhielt Sabine Kittel ihren ersten Querflötenunterricht an der Musikschule in Erfurt. Von 1985 bis 1991 studierte sie an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden bei Johannes Walter, von 1991 bis 1994 absolvierte sie ein Meisterklassenstudium bei Paul Meisen an der Hochschule für Musik in München. Darüber hinaus ergänzte sie ihre Ausbildung durch Meisterkurse bei Aurèle Nicolet.

Sabine Kittel ist Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe. 1991 gewann sie den 1. Preis beim Carl Maria von Weber-Wettbewerb in München, 1994 den 2. Preis beim Internationalen Musikwettbewerb in Budapest und 1995 ebenfalls einen 2. Preis beim Internationalen ARD-Wettbewerb in München sowie den Brüder-Busch-Preis.

Bevor Sabine Kittel zur Staatskapelle Dresden kam, war sie in der Zeit von 1992 bis 2000 Soloflötistin der Dresdner Philharmonie. Seit August 2000 musiziert sie in gleicher Position bei der Sächsischen Staatskapelle Dresden. 2008 gründete sie das Ensemble Bento, darüber hinaus konzertiert sie als Solistin und Kammermusikerin in verschiedenen Besetzungen in mehreren europäischen Ländern und in Japan.

Philipp Zeller

Solofagottist

Philipp Zeller ist seit 2015 Solofagottist der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Neben seiner Arbeit im Orchester gilt seine zweite Leidenschaft der Kammermusik.

Zusammen mit zwei weiteren Stipendiaten des Deutschen Musikwettbewerbs gründete er 2006 das Trio Elego in der außergewöhnlichen Besetzung Klarinette, Fagott, Klavier, mit dem er seither regelmäßig in deutschen Kammermusikreihen zu hören ist. 2012 veröffentlichte das Trio seine erste CD »Cosmopolitan« mit Werken von Daniel Schnyder und Michail Glinka beim Label Genuin.

In größerer Besetzung gastiert er mit Kammermusikpartnern wie Gidon Kremer, Eduard Brunner, Tatjana Becker-Bende, Ingo Goritzki und Maximilian Hornung bereits seit 2003 bei renommierten Festivals, darunter das Musikfest Schloss Weinzierl, das Oleg Kagan Musikfest, das Telavi International Music Festival, die Kronberg Academy sowie das Molyvos Music Festival. Seit 2010 ist er außerdem regelmäßig mit dem Ensemble Mediterrain bei Festivals in Barcelona, Lissabon und auf Menorca zu hören.

Die musikalische Karriere von Philipp Zeller begann im Jahr 2003, als er den Ersten Preis beim Deutschen Musikwettbewerb errang. Das war bis dato in der 25-jährigen Geschichte des Wettbewerbs noch keinem Fagottisten gelungen. Daraufhin veröffentlichte er eine Solo-CD mit Werken für Fagott und Klavier bei Ars Musici und spielte in den folgenden Jahren Rezitals bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen, dem Festival Mitte Europa und dem Sächsischen Mozartfest.

Es folgten weitere Preise bei renommierten Wettbewerben wie »Pacem in Terris« Bayreuth, Markneukirchen, dem »Prager Frühling« sowie der erste Preis beim Gillet-Fox Wettbewerb der International Double Reed Society.

Als Solist konzertierte er seither unter anderem mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem Beethoven Orchester Bonn, den Dresdner Kapellsolisten, der Dresdner Philharmonie und der Cappella Istropolitana.

2015 schrieb der Komponist Daniel Schnyder ein Fagottkonzert für Philipp Zeller, das er zusammen mit der Dresdner Philharmonie uraufführte.

Philipp Zeller studierte bei Albrecht Holder und Dag Jensen. Bereits während seines Studiums wurde er von der Jenaer Philharmonie als Solofagottist engagiert und wechselte im darauffolgenden Jahr zu den Bochumer Symphonikern. Danach war er in gleicher Position beim Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem Gürzenich Orchester Köln und der Dresdner Philharmonie, wo er bis zu seinem Wechsel zur Sächsischen Staatskapelle Dresden im Jahr 2015 spielte.

Seit 2012 unterrichtet Philipp Zeller als Assistent von Albrecht Holder an der Hochschule für Musik Würzburg.

Klaus Gayer

4. Hornist

Klaus Gayer wurde 1980 in Vaihingen/Enz geboren. Seinen ersten Hornunterricht erhielt er bei Joachim Bänsch in Stuttgart. Sein Musikstudium absolvierte er in München bei Wolfgang Gaag und Wolfgang Wilhelmi.

Erste Orchesterengagements führten in zur Oper Frankfurt und zum Radio-Sinfonieorchester Stuttgart. Seit 2006 ist Klaus Gayer Hornist der Sächsischen Staatskapelle Dresden.

Federico Kasik

Stellv. 1. Konzertmeister

Federico Kasik wurde 1984 in Bad Nauheim geboren und erhielt ab seinem sechsten Lebensjahr Violinunterricht. Seine Ausbildung erhielt er ab 2001 in Lviv (Ukraine) bei Igor Pylatjuk. 2007 schloss er sein Studium mit Auszeichnung ab und wechselte ein Jahr später in die Meisterklasse von Ivan Ženáty an der Dresdner Hochschule für Musik Carl Maria von Weber. Hierfür erhielt er ein Meisterklassen-Stipendium des Sächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst. 

Seit dem Jahr 2000 konzertierte er als Solist in Deutschland, Polen, Österreich, der Ukraine und der Schweiz und musizierte mit zahlreichen Symphonieorchestern. Federico Kasik ist Preisträger des Internationalen Lyssenko-Wettbewerbs 2002 und des Carl-Flesch-Wettbewerbs 2003. Seit 2011 hat Federico Kasik die Position des stellvertretenden 1. Konzertmeisters der Sächsischen Staatskapelle Dresden inne. 2016 beendete er als Solist zusammen mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden die Konzertsaison mit Werken von Constantin Silvestri und Wolfgang Amadeus Mozart.

Florian Richter

Solobratscher

Florian Richter erhielt seinen ersten Violinunterricht an der Hochschule für Musik »Felix Mendelssohn Bartholdy« in Leipzig, wechselte dann aber zur Viola als er das Musikgymnasium »Schloss Belvedere« besuchte. Zwischen 2004 und 2009 studierte er an der Musikhochschule »Franz Liszt« in Weimar. Anschließend wurde er bis 2012 als Solobratschist an der Staatskapelle Weimar angestellt. Die gleiche Stellung hatte er ab 2012 im

Staatsorchester Stuttgart inne bis er mit der Konzertsaison 2017/18 zur Sächsischen Staatskapelle Dresden wechselte.

Florian Richter erhielt mehrfach den 1. Preis bei dem Wettbewerb »Jugend musiziert«. Er spielt eine Mailänder Meisterbratsche aus dem Jahr 1810 und lehrt seit 2017 im Fach Viola an der Hochschule für Musik in Nürnberg.

Anke Heyn

Anke Heyn studierte bei Martin Ostertag in Karlsruhe und Jens Peter Maintz in Berlin. Nach ihrer Tätigkeit als Solocellistin von Ensemble Oriol Berlin/Kammerakademie Potsdam ist sie seit April 2006 festes Mitglied der Sächsischen Staatskapelle Dresden.

Sie erhielt Auszeichnungen/Preise u. a.bei »Jugend musiziert«,dem Tonkünstlerwettbewerb, dem Alice-Samter-Kammermusikwettbewerb Berlin und war Finalistin beim Deutschen Musikwettbewerb in Bonn; außerdem war sie Stipendiatin der Jürgen-Ponto-Stiftung, der »Villa musica« und der Landessammlung für Streichinstrumente Baden-Württemberg.

Sie spielte im Bundesjugendorchester, im

Schleswig-Holstein-Musikfestival-Orchester und im European Union Youth Orchestra. Nach ihrem Praktikum beim SWR-Sinfonieorchester Baden-Baden/Freiburg hatte sie einen Zeitvertrag bei den Münchner Philharmonikern und war häufige Aushilfe beim DSO Berlin, beim Mahler Chamber Orchestra und beim NDR-Elbphilharmonieorchester.

Neben ihrer begeisterten Tätigkeit im Orchester gilt ihre große Liebe seit langem der Kammermusik; als Mitglied des »Ensemble Bento« und des »ensemble épique« ist sie außerdem in verschiedenen anderen Formationen zu hören  und stets auf der Suche nach neuen Klangerlebnissen.

Petr Popelka

Stellv. Solokontrabassist

Petr Popelka wurde 1986 in Prag geboren. Sein Musikstudium begann er am Prager Konservatorium und setzte dieses bei Bozo Paradzik an der Hochschule für Musik in Freiburg fort. Erste wertvolle Orchestererfahrung sammelte er im Gustav Mahler Jugendorchester. Mit neunzehn Jahren wurde er Mitglied des Prager Rundfunk-Sinfonieorchesters (SOČR).

Im Jahr 2009 wurde er in die Orchesterakademie des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks aufgenommen. Seit Januar 2010 musiziert er auf der Position des stellv. Solokontrabassisten in den Reihen der Sächsischen Staatskapelle Dresden. 

Paul Rivinius

Der Pianist Paul Rivinius, Jahrgang 1970, erhielt seinen ersten Klavierunterricht im Alter von fünf Jahren. Seine Lehrer waren zunächst Gustaf Grosch in München, später dann Alexander Sellier, Walter Blankenheim und Nerine Barrett an der Musikhochschule in Saarbrücken. Nach dem Abitur studierte er zusätzlich Horn bei Marie-Luise Neunecker an der Frankfurter Musikhochschule und setzte seine Klavierausbildung bei Raymund Havenith fort. 1994 wurde er in die Meisterklasse von Gerhard Oppitz an der Musikhochschule München aufgenommen, die er 1998 mit Auszeichnung abschloss. Als Kammermusiker profilierte er sich mit dem 1986 gegründeten Clemente Trio, das nach mehreren Auszeichnungen 1998 den renommierten ARD-Musikwettbewerb in München gewann und anschließend als »Rising Star«-Ensemble u.a. in der New Yorker Carnegie Hall in New York und der Wigmore Hall in London auftrat.

Außerdem musiziert Paul Rivinius gemeinsam mit seinen Brüdern Benjamin, Gustav und Siegfried im Rivinius Klavier-Quartett. Zusammen mit Musikern des Deutschen Symphonie Orchesters Berlin bildet er das Akanthus Ensemble, und seit 2004 gehört er dem Mozart Piano Quartet an.

Zahlreiche Rundfunk- und CD- Produktionen dokumentieren seine künstlerische Arbeit. Unter anderem mit den Cellisten Julian Steckel und Johannes Moser.

Paul Rivinius lehrte viele Jahre als Professor für Kammermusik an der Musikhochschule Hanns Eisler in Berlin und lebt heute in München.