2. Aufführungsabend

Thomas Sanderling Dirigent
Andreas Kißling Flöte
Jobst Schneiderat Cembalo

    Mieczysław Weinberg

    • Flötenkonzert Nr. 2 op. 148, Deutsche Erstaufführung
    • Symphonie Nr. 7 op. 81 für Streichorchester und Cembalo, Deutsche Erstaufführung
    • 30.01.2017
      20:00 Uhr
      Semperoper

    Thomas Sanderling

    Thomas Sanderling wuchs in St. Petersburg auf, wo sein Vater Kurt Sanderling Dirigent der St. Petersburger Philharmonie war. Nach Abschluss der Musikschule des Leningrader Konservatoriums studierte er Dirigieren an der Musikhochschule Hanns Eisler in Berlin. Im Alter von 24 Jahren wurde er Musikalischer Leiter des Opernhauses Halle. Schon während dieser Zeit war er häufig Gast bei führenden Orchestern und Opernhäusern wie der Dresdner Staatskapelle und dem Leipziger Gewandhaus. Für seine Dirigate an der Komischen Oper Berlin erhielt er den Berliner Kritikerpreis.

    Nachdem Schostakowitsch Konzerte Thomas Sanderlings mit dem Russischen Staatsorchester gehört hatte, bat ihn der Komponist, die deutschen Erstaufführungen seiner 13. Symphonie sowie der 14. Symphonie zu dirigieren, an die sich die Welturaufführung des letzten Orchesterwerks von Schostakowitsch, die Michelangelo Suite, anschloss. Der Erfolg dieser CD führte dazu, dass Thomas Sanderling Assistent bei Leonard Bernstein und Herbert von Karajan wurde.

    Thomas Sanderling blickt auf eine umfangreiche internationale Gastspieltätigkeit zurück. Eine besonders enge Zusammenarbeit verbindet ihn mit der St. Petersburger Philharmonie, mit der er regelmäßig konzertiert.

    Außerdem ist er ein geschätzter Operndirigent. Seit 2000 ist Thomas Sanderling Erster Gastdirigent des Novosibirsk Philharmonic Orchestra und seit Januar 2004 hat er diese Position auch beim National Philharmonic Orchestra of Russia inne.

    In Japan erhielt Thomas Sanderling zweimal innerhalb von drei Jahren den Grand Prix of the Osaka critics. 1992 wurde er Musikdirektor der Osaka Symphoniker. Dieses Orchester verlieh ihm den Titel Music Director Laureate auf Lebenszeit.

    Andreas Kißling

    Soloflötist

    Andreas Kißling erhielt seinen ersten Querflötenunterricht im Alter von neun Jahren an der Musikschule in Göppingen. Sein Studium absolvierte er an der Universität der Künste in Berlin bei Roswitha Staege und Karlheinz Zoeller. 2006 erhielt er den Dritten Preis beim Aurèle-Nicolet-Wettbewerb in Peking.

    Schon während des Studiums spielte Andreas Kißling als Soloflötist bei den Stuttgarter Philharmonikern und der Deutschen Radiophilharmonie Saarbrücken und Kaiserslautern und als Stellvertretender Soloflötist an der Staatsoper Stuttgart. Seit Februar 2011 ist er nun Soloflötist der Sächsischen Staatskapelle Dresden.

    Jobst Schneiderat

    Liederabende mit namhaften Sängern ließen den vielseitigen Musiker zu einem gefragten Liedbegleiter werden. Von 2004 bis 2012 war er Studienleiter des Jungen Ensembles der Semperoper, zudem arbeitet er kammermusikalisch – so als Cembalist und Organist – mit Musikern der Sächsischen Staatskapelle Dresden, den Dresdner Kapellsolisten sowie dem Philharmonischen Kammerorchester. Mehrere Konzertreisen führten ihn durch Europa, in die USA und nach Japan.

    Seit seinem Festspiel-Debüt im Jahre 2002 in Salzburg trat er bei verschiedenen Festivals auf, u.a. arbeitet er seit seiner »Ring«-Einstudierung unter Giuseppe Sinopoli 2000 als musikalischer Assistent bei den Bayreuther Festspielen. Seinem Studium in den Fächern Klavier, Korrepetition und Liedbegleitung an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden folgte ein Engagement an das Landestheater Halle, bevor er 1986 Solorepetitor an der Semperoper Dresden wurde.