Osterfestspiele Salzburg: Kammerkonzert II

Matthias Wollong Violine
Jörg Faßmann Violine
Sebastian Herberg Viola
Sol Gabetta Violoncello
Norbert Anger Violoncello
Andreas Wylezol Kontrabass
Christian Langer Schlagzeug
Simon Etzold Schlagzeug
Elisaveta Blumina Klavier

    Sofia Gubaidulina

    • »Die Pilger« für Violine, Kontrabass, Klavier und zwei Schlagzeuger, Österreichische Erstaufführung

    Franz Schubert

    • Streichquintett C-Dur D 956
    • 01.04.2018
      15:00 Uhr
      Salzburg, Stiftung Mozarteum
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    Matthias Wollong

    1. Konzertmeister

    Matthias Wollong, 1968 in Berlin geboren, begann im Alter von fünf Jahren Violine zu spielen. Nach einer Ausbildung in der Meisterklasse von Werner Scholz ging er von 1987 bis 1989 in die Schweiz, um bei dem legendären Geiger und Pädagogen Tibor Varga zu studieren. Während dieser Zeit trat er in der Bundesrepublik, in Frankreich und in der Schweiz als Solist auf. Mit dem Sieg des nach seinem Lehrer benannten Violinwettbewerbs beendete er seine dortige Studienzeit. Zahlreiche weitere Preise, z.B. der Hauptpreis beim Violinwettbewerb »Joseph Joachim« in Österreich schlossen sich an.

    Als Solist arbeitet er regelmäßig mit bedeutenden Dirigenten wie Adam Fischer, Rafael Frühbeck de Burgos, Marek Janowski und Sir Colin Davis und Orchestern wie dem ORF-Symphonie-Orchester, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, der Staatskapelle Dresden, den Berliner Symphonikern und der Staatskapelle Weimar zusammen.

    Seit 1999 ist Matthias Wollong 1. Konzertmeister der Sächsischen Staatskapelle, nachdem er von 1991 bis 1999 die gleiche Position beim Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin bekleidete. Während der Sommermonate musiziert er als 1. Konzertmeister im Orchester der Bayreuther Festspiele. Bereits in jungen Jahren war er Mitglied des Gustav Mahler Jugendorchesters.
     

    In den letzten Jahren widmet sich Matthias Wollong verstärkt der Kammermusik. So musiziert er regelmäßig mit Künstlern wie dem Leipziger Streichquartett, Pascal Rogé, Vladimir Stoupel, Michael Sanderling und ist darüber hinaus Mitglied im Trio Ex Aequo sowie im Solistenensemble Berlin.

    Als Dirigent leitete er das Deutsche Kammerorchester, die Thüringen Philharmonie und gastierte beim Cairo Symphony Orchestra.

    Seit 2003 verbindet ihn eine ständige Zusammenarbeit als Dirigent und Solist mit dem European Union Chamber Orchestra, mit dem er in Europa, Fernost und beiden Amerikas Tourneen unternimmt.

    Matthias Wollong hat zahlreiche und viel beachtete CDs eingespielt, wie bspw. das Gesamtwerk für Violine von Othmar Schoeck und Wilhelm Furtwängler (CPO) und die Violinkonzerte von Ernest Bloch und Alfredo Casella mit Vladimir Jurowski für Capriccio. Neu erschienen sind soeben die Klaviertrios von Johannes Brahms bei Genuin. 2008 erhielt er für die Aufnahme von Kammermusik Erich Wolfgang Korngolds einen »ECHO Klassik«.

    Matthias Wollong hat eine Professur an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar, wo er auch lebt. Er spielt auf einer Violine von Andreas Guarneri aus dem Jahre 1676.
     

    Jörg Faßmann

    Stellv. 1. Konzertmeister

    Jörg Faßmann, 1966 in Dessau geboren, erhielt im Alter von fünf Jahren seinen ersten Violinunterricht. Mit neun Jahren debütierte er als Solist mit Orchester. Sein Violinstudium absolvierte er von 1983 bis 1989 an den Hochschulen für Musik in Leipzig in der Meisterklasse von Gustav Schmahl und Klaus Hertel sowie in Dresden bei Reinhard Ulbricht. Außerdem zeichnete er sich als Preisträger internationaler Violinwettbewerbe aus.

    Seit 1987 ist Jörg Faßmann Mitglied der Sächsischen Staatskapelle Dresden, 1989 wurde er hier stellvertretender 1. Konzertmeister. Neben seiner Orchestertätigkeit ist er seit 1995 Mitglied des Dresdner StreichTrio, mit dem er umfangreiche Konzerttätigkeit in Europa und Übersee sowie zahlreiche CD-Produktionen bestritten hat.
     

    Außerdem arbeitet er seit vielen Jahren mit dem Pianisten Gunther Anger zusammen und konzertiert bei zahlreichen Kammermusikfesten sowie regelmäßig in der Semperoper Dresden. Als Solist war er bei verschiedenen deutschen Orchestern zu Gast und trat mit diesen u.a. in Italien und Asien auf.

    Darüber hinaus ist Jörg Faßmann seit 1991 an der Hochschule für Musik in Dresden tätig. Im Jahr 2009 übernahm er zudem eine Masterclass am Conservartorio Real Superior in Granada. Im gleichen Jahr wurde er zu Konzerten und Workshops an der Universität Wisconsin eingeladen.
     

    Sebastian Herberg

    Solobratscher

    Sebastian Herberg wurde 1968 in Potsdam in eine Künstlerfamilie geboren und erhielt seinen ersten Unterricht durch seinen Großvater Wilhelm Herberg, Bratschist im Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin sowie in der Staatskapelle Berlin.

    Sein Studium absolvierte Sebastian Herberg in Weimar bei Thomas Wünsch. Ein Zusatzstudium führte ihn im Anschluss an die Musikhochschule Hanns Eisler nach Berlin in die Klasse von Alfred Lipka. 1989 wurde er Solobratscher des Schleswig-Holstein Festival Orchesters und erhielt wichtige Impulse durch Leonard Bernstein und Sir Georg Solti.1991 folgte sein erstes Engagement als Solobratscher des Berliner Sinfonie-Orchesters, 1994 wurde er Solobratscher der Staatskapelle Dresden. Solistisch konzertierte er unter Dirigenten wie Michael Sanderling, Sakari Oramo und Fabio Luisi; seine Einspielung von Strauss’ »Don Quixote« unter Luisi erschien 2009 bei Sony.
     

    Neben seiner Lehrtätigkeit an der Orchesterakademie der Staatskapelle unterrichtete Sebastian Herberg von 1998 bis 2012 an der Hochschule für Musik in Dresden. In der Zeit von 2010 bis 2012 wirkte er zusammen mit Kollegen der Berliner und der Wiener Philharmoniker als Gastprofessor des Pacific Music Festivals.

    Als Solobratscher der Dresdner Kapellsolisten gastierte er seit 1994 auf so bedeutenden Podien wie der Berliner Philharmonie und der New Opera Hall Tokyo. Er ist Gründungsmitglied des Dresdner StreichTrio, das in dieser Saison sein 20-jähriges Bühnenjubiläum feiert und bislang sieben, von der Fachpresse hervorragend besprochene CD-Einspielungen vorlegte.

    Seit 2016 ist er Professor an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien.

    Sol Gabetta

    Internationales Aufsehen erregte Sol Gabetta im Jahr 2004, als die Gewinnerin des Crédit Suisse Young Artist Award anlässlich des Lucerne Festival ihr Debüt bei den Wiener Philharmonikern unter Valery Gergiev gab. Zuvor hatte die in Argentinien geborene Cellistin bereits im Alter von zehn Jahren ihren ersten Wettbewerb gewonnen, später dann den Natalia-Gutman-Preis sowie Auszeichnungen beim Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau und dem Internationalen Musikwettbewerb der ARD erhalten. 

    Nach ihren erfolgreichen Debüts mit den Berliner Philharmonikern  unter der Leitung von Sir Simon Rattle bei den Osterfestspielen Baden-Baden 2014 und bei Mostly Mozart in New York im August 2015 folgen in der aktuellen Spielzeit Sol Gabettas Debüts beim Los Angeles Philharmonic Orchestra und Houston Symphony. 
     

    Sol Gabetta arbeitet weltweit mit den renommiertesten Orchestern und Dirigenten zusammen, darunter Orchestra dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia, National Symphony Orchestra Washington, Orchestre National de France, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Bamberger Symphoniker, Bolshoi Orchester und Finnish Radio Symphony Orchestra sowie The Philadelphia Orchestra, London Philharmonic und das Philharmonia Orchestra. Eine besonders intensive künstlerische Zusammenarbeit verbindet sie u. a. mit den Dirigenten Giovanni Antonini, Mario Venzago und Krzysztof Urbański. 

    Auch kammermusikalisch tritt Sol Gabetta auf allen Kontinenten in Erscheinung und konzertiert dabei mit Partnern wie Patricia Kopatchinskaja und Bertrand Chamayou in Sälen wie der Londoner Wigmore Hall, dem Palau de la Música in  Barcelona oder dem Pariser Théâtre des Champs-Élysées. Ihrer kammermusikalischen Leidenschaft geht sie besonders intensiv auch im Rahmen ihres eigenen Festivals »Solsberg« nach. 
     

    Norbert Anger

    Konzertmeister

    Norbert Anger zählt zu den führenden Cellisten seiner Generation und trat als Solist bereits mit großen Klangkörpern wie dem Orchestre de Paris, dem Staatlichen Symphonieorchester Moskau, der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem Helsinki Philharmonic Orchestra und dem Beethovenorchester Bonn in Erscheinung. 

    Er war Gast renommierter Konzerthäuser und Bühnen, darunter die Comédie des Champs-Elysées, der Salle Gaveau, der Salle Pleyel, die Philharmonie Moskau und die Semperoper Dresden. Dabei arbeitete er mit Dirigenten wie Christian Thielemann, Vladimir Spivakov, John Storgårds und Andrea Marcon zusammen. 

    Norbert Anger ist Preisträger bedeutender internationaler Wettbewerbe wie des Tschaikowsky Wettbewerbs in Moskau, des Concours Rostropovich in Paris, des Paulo Wettbewerbs in Helsinki und des Deutschen Musikwettbewerbs. 

    Über seine solistische Tätigkeit hinaus widmet er sich intensiv der Kammermusik und musiziert dabei mit Partnern wie Christoph Eschenbach, Hartmut Rohde, Latica Honda-Rosenberg, Wolfgang Emanuel Schmidt und David Geringas. Als Gast internationaler Festivals trat er bislang bei den Osterfestspielen Salzburg, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, den Ludwigsburger Schlossfestspielen und dem Festival Mitte Europa auf.

    Norbert Anger begann seine Ausbildung an der Dresdner Spezialschule für Musik Carl Maria von Weber als Schüler von Christoph Schulze und machte bereits in frühen Jahren als Sieger internationaler Cellowettbewerbe wie Vibrarte in Paris und Domenico Gabrielli in Berlin auf sich aufmerksam. Er vollendete sein Studium in der Klasse von Wolfgang Emanuel Schmidt an der Universität der Künste Berlin und erhielt wichtige Impulse von David Geringas, Heinrich Schiff und Sir Colin Davis.

    Im Jahr 2012 erschien seine Debüt-CD beim deutschen Label Genuin Classics mit Werken von Beethoven, Brahms, Schumann und Debussy und wurde von der Presse hoch gelobt. 

    Seit 2013 bekleidet Norbert Anger die Stelle des Konzertmeisters der Violoncelli der Sächsischen Staatskapelle Dresden, seit 2015 ist er zudem Solocellist des Bayreuther Festspielorchesters.

    Als Preisträger des 21. Wettbewerbs des Deutschen Musikinstrumentenfonds spielte Norbert Anger bis 2015 ein Violoncello von Andrea Guarneri, ex Ludwig Hoelscher, Cremona 1691 und seitdem ein Violoncello von Domenico Montagnana, ex Hekking, Venedig 1721. 

    Norbert Anger spielt exklusiv Saiten von Larsen Strings A/S.

    Andreas Wylezol

    Solokontrabassist

    Andreas Wylezol wurde 1967 in Berlin geboren. In seiner Kindheit erhielt er Unterricht in den Fächern Gesang, Violine, Kontrabass und Klavier.

    Sein Kontrabassstudium absolvierte er von 1984 bis 1990 an der Weimarer Hochschule für Musik Franz Liszt in der Klasse von Horst Dieter Wenkel. Noch während seines Studiums errang er Preise beim Internationalen Instrumentalwettbewerb Markneukirchen sowie beim Giovanni Bottesini-Wettbewerb in Parma.

    Erste Erfahrungen im Orchesterspiel sammelte er von 1988 bis 1989 im Gustav Mahler Jugendorchester unter der Leitung von Claudio Abbado. Seit 1989 ist er Solokontrabassist der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Andreas Wylezol zählt zu den Gründungsmitgliedern des Lucerne Festival Orchestra von Claudio Abbado. Seit 2007 spielt er zudem im Bayreuther Festspielorchester.

    Andreas Wylezol war Dozent an der Musikhochschule Weimar und der Orchesterakademie des Schleswig-Holstein Musik Festivals.

    2005 wurde zum Professor an die Musikhochschule Detmold berufen. Seit 2011 betreut er zudem die Giuseppe-Sinopoli-Akademie der Sächsischen Staatskapelle Dresden.

    Er tritt regelmäßig als Solist auf und musizierte dabei mit Dirigenten wie Giuseppe Sinopoli und Sir Colin Davis. Im Juni 2010 stellte er gemeinsam mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden das ihm gewidmete Kontrabasskonzert »Fury 2« der damaligen Capell-Compositrice Rebecca Saunders in der Semperoper erstmalig der Öffentlichkeit vor.

    Interessante Kammermusikprojekte führten Andreas Wylezol unter anderem mit dem Cleveland Quartet, dem Amati Quartett, dem Petersen-Quartett sowie den Pianisten András Schiff und Bruno Canino zusammen.

    Aufnahmen mit Andreas Wylezol sind erschienen bei den Labels von Capriccio, Berlin Classics, Farao und Deutsche Schallplatten.



    Christian Langer

    Stellv. Solopauker / Schlagzeuger

    Christian Langer, 1969 in Borna bei Leipzig geboren, begann mit zwölf Jahren Schlagzeugunterricht zu nehmen. Er setzte seine Ausbildung an der Spezialschule für Musik in Halle fort und studierte von 1987 bis 1991 an der Musikhochschule Felix Mendelssohn Bartholdy in Leipzig bei Karl Mehlig.

    Seine erste Anstellung als Schlagzeuger erhielt er 1990 am Städtischen Theater Chemnitz. Ab 1991 konzertierte er als Solopauker bei der Robert-Schumann-Philharmonie in Chemnitz. Seit 1999 ist Christian Langer als stellvertretender Solopauker der Staatskapelle Dresden angestellt.

    Neben seiner Orchestertätigkeit verfolgt Christian Langer verschiedenste kammermusikalische Projekte. Als Mitbegründer der »perkussiven Spielvereinigung« widmet er sich zunehmend auch der Improvisation und bezieht dabei verstärkt außermusikalische Aspekte (Licht- und Raumdesign, Tanz etc.) mit ein.

    Darüber hinaus ist Christian Langer als Dozent an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden tätig.

    Simon Etzold

    Soloschlagzeuger

    Simon Etzold, 1988 in Hannover geboren, erhielt mit 13 Jahren seinen ersten Schlagzeugunterricht in Garbsen bei Andrea Schneider. Nach seinem Abitur studierte er 2008-2014 künstlerische Ausbildung mit dem Hauptfach Schlagzeug/Pauke an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover bei Prof. Andreas Boettger, Guido Marggrander und Erich Trog. In der Spielzeit 2012/13 war er Akademist für Schlagzeug/Pauke im Staatsorchester Kassel. 

    Neben seiner Orchestertätigkeit spielte Simon Etzold in verschiedenen Kammermusik-Ensembles als Stipendiat von Yehudi Menuhin LiveMusicNow-Hannover und im Rahmen der »Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler« (BAKJK). Mit der Sächsische Staatskapelle Dresden musizierte er erstmals 2014 als Mitglied der Giuseppe-Sinopoli-Akademie, seit 2015 ist er deren festes Mitglied auf der Position des Soloschlagzeugers.