Osterfestspiele Salzburg: »Don Carlo«

Christian Thielemann Musikalische Leitung
Ildar Abdrazakov Filippo II.
Anja Harteros Elisabetta di Valois
Yusif Eyvazov Don Carlo
Jongmin Park Eboli
Jekaterina Sementschuk Fratre / Carlo V.
Tuuli Takala Stimme vom Himmel
Sächsischer Staatsopernchor Dresden
Bachchor Salzburg
Sächsische Staatskapelle Dresden

Giuseppe Verdi

  • »Don Carlo«

Giuseppe Verdi »Don Carlo«

Vieraktige italienische Fassung mit einem Prolog für Orchester von Manfred Trojahn (Uraufführung)
Eine Koproduktion der Osterfestspiele Salzburg mit der Semperoper Dresden
Die komplette Besetzung wird in den Publikationen der Osterfestspiele bekannt gegeben.

  • 04.04.2020
    17:00 Uhr
    Salzburg, Großes Festspielhaus
  • 13.04.2020
    17:00 Uhr
    Salzburg, Großes Festspielhaus

Christian Thielemann

Chefdirigent

Seit der Saison 2012/13 ist Christian Thielemann Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Über Stationen an der Deutschen Oper Berlin, in Gelsenkirchen, Karlsruhe, Hannover und Düsseldorf kam er 1988 als Generalmusikdirektor nach Nürnberg. 1997 kehrte der gebürtige Berliner in seine Heimatstadt als Generalmusikdirektor der Deutschen Oper Berlin zurück, bevor er das gleiche Amt von 2004 bis 2011 bei den Münchner Philharmonikern innehatte. Neben seiner Dresdner Chefposition ist er seit 2013 Künstlerischer Leiter der Osterfestspiele Salzburg, deren Residenzorchester die Staatskapelle ist.

Intensiv widmete sich Christian Thielemann in den vergangenen Spielzeiten den Komponistenjubilaren Wagner und Strauss. Aber auch Werke von Bach bis hin zu Henze, Rihm und Gubaidulina standen für ihn in Dresden und auf Tournee auf dem Programm. Im Graben der Semperoper leitete er zuletzt Neuproduktionen von »Der Freischütz« und »Ariadne auf Naxos«. Bei den Osterfestspielen Salzburg dirigierte unter anderem »Die Walküre« und »Tosca«.

Eine enge Zusammenarbeit verbindet Christian Thielemann mit den Berliner Philharmonikern und den Wiener Philharmonikern, deren Neujahrskonzert er 2019 dirigierte. Nach fünf Jahren als musikalischer Berater auf dem »Grünen Hügel« wurde er 2015 zum Musikdirektor der Bayreuther

Festspiele ernannt, die er seit seinem Debüt im Sommer 2000 alljährlich durch maßstabsetzende Interpretationen prägt. Darüber hinaus folgte er Einladungen der großen Orchester in Europa, den Vereinigten Staaten, Israel und Asien.
Christian Thielemanns Diskographie als Exklusivkünstler der UNITEL ist umfangreich. Zu seinen jüngsten Einspielungen mit der Staatskapelle gehören die Symphonien von Johannes Brahms und Anton Bruckner sowie zahlreiche Opern.

Christian Thielemann ist Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London sowie Ehrendoktor der Hochschule für Musik »Franz Liszt« Weimar und der Katholischen Universität Leuven (Belgien). Im Mai 2015 wurde ihm der Richard-Wagner-Preis der Richard-Wagner-Gesellschaft der Stadt Leipzig verliehen, im Oktober 2016 wurde er mit dem Preis der Stiftung zur Förderung der Semperoper ausgezeichnet. Christian Thielemann ist Schirmherr der Richard-Wagner-Stätten zu Graupa und hat die Schirmherrschaft für den 49. Internationalen Jugendwettbewerb »jugend creativ« der Volksbanken und Raiffeisenbanken übernommen. 2019 wurde ihm die Ehrenmitgliedschaft der Gustav Mahler Vereinigung Hamburg verliehen. Für seine Einspielungen wurde er mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt.

Ildar Abdrazakov

Der aus Russland stammende Bassist Ildar Abdrazakov gehört zu den gefragtesten Sängern seines Fachs, seitdem er 2001 im Alter von 25 Jahren sein Debüt an der Scala in Mailand gab. Er ist regelmäßig Gast an den großen Häusern der Welt, unter anderem an der MET sowie den Staatsopern in Wien und München.

Als herausragender Sänger und Schauspieler tritt Ildar Abdrazakov regelmäßig in den Paraderollen des Opernfachs auf (u.a. als Figaro, Don Giovanni und Oroveso), ist aber auch gefragter Konzertsänger.

Mit den führenden Orchestern weltweit unter Dirigenten wie Riccardo Muti, Valery Gergiev, James Levine und Riccardo Chailly führte der bereits Werke wie Berlioz‘ »Missa solemnis« und Verdis »Messa da Requiem« auf. Für eine Einspielung des Verdi-Requiems unter der Leitung Riccardo Mutis wurde er mit einem Grammy ausgezeichnet.

Mit eben jener Partie debütiert Ildar Abdrazakovs nun auch bei der Sächsischen Staatskapelle unter der Leitung von Christian Thielemann während der Osterfestspiele Salzburg 2015.

Anja Harteros

Anja Harteros zählt heute zu den weltweit gefragtesten Sängerinnen ihres Faches und ist auf allen großen Opern- und Konzertbühnen zu erleben. Schon während ihres Studiums an der Kölner Musikhochschule bei Liselotte Hammes führten erste Engagements sie bereits im jugendlichen Alter von 23 Jahren an die Opernhäuser Gelsenkirchen und Bonn. 

Nach dem Gewinn des Wettbewerbes »Cardiff Singer of the World 1999« folgte eine internationale Karriere mit Engagements an allen großen internationalen Opernhäusern wie der Metropolitan Opera, der Mailänder Scala, den Staatsopern in München, Wien, Berlin, Hamburg und der Semperoper Dresden. Sie arbeitet mit namhaften Dirigenten wie Zubin Mehta, Riccardo Muti und James Levine zusammen.

Tuuli Takala

Tuuli Takala wurde in Finnland geboren und studierte an der Sibelius-Akademie in Helsinki und an der Fachhochschule Helsinki Metropolia. Die Sopranistin ist Preisträgerin mehrerer Wettbewerbe und errang u.a. den 1. Preis beim Timo Mustakallio Gesangswettbewerb sowie beim Kangasniemi Gesangswettbewerb in Finnland. Darüber hinaus war sie Finalistin und Preisträgerin des Arnold Schönberg Center Spezialpreises beim 8. Internationalen Hilde Zadek Gesangswettbewerb in Wien und Finalistin und Sonderpreisträgerin beim Hans Gabor Belvedere Gesangswettbewerb in Amsterdam im Jahr 2015.

Tuuli Takala gab 2013 ihr Operndebüt als Königin der Nacht (»Die Zauberflöte«) an der Finnischen Nationaloper in Helsinki. Seitdem führte sie diese Rolle u.a. an die Semperoper Dresden, Deutsche Oper Berlin, Komische Oper Berlin, nach Essen, Klagenfurt und zu den Opernfestspielen Savonlinna in Finnland. 
 

Andere wichtige Partien waren Susanna (»Le nozze di Figaro«) an der Finnischen Nationaloper in Helsinki, Zerlina (»Don Giovanni«) bei den Opernfestspielen in Savonlinna, Gilda (»Rigoletto«) in Dresden und Savonlinna sowie aktuell Olympia (»Les Contes d’Hoffmann«), Waldvogel (»Siegfried«) und Blonde (»Die Entführung aus dem Serail«) an der Semperoper Dresden. Von 2015 bis 2017 war Tuuli Takala hier Mitglied im Jungen Ensemble; seit 2017/18 ist sie festes Ensemblemitglied der Semperoper.

Tuuli Takala ist auch als Liedinterpretin und im Konzertbereich aktiv. So sang sie bspw. Bachs »Weihnachtsoratorium«, die »Johannes-Passion« und die Messe in h-Moll, Händels »Messias«, Mozarts Requiem oder Brahms‘ »Ein deutsches Requiem« u.a. in London, Wien und Tokyo.
 

Sächsischer Staatsopernchor Dresden

Der Dresdner Opernchor wurde 1817 von Friedrich August dem Gerechten gegründet. Dies war vor allem ein Verdienst Carl Maria von Webers, der als neu engagierter Hofkapellmeister den Auftrag erhalten hatte, neben der italienischen Oper in Dresden auch ein deutsches »Opern-Departement« aufzubauen. Weber forderte die Einrichtung eines »stehenden Theaterchors«, der den gestiegenen Anforderungen des dafür neu zu schaffenden Opernrepertoires gewachsen sein würde. In der Folgezeit entwickelte sich der Chor dank hervorragender Persönlichkeiten wie Johann Miksch, Karl Maria Pembaur, Hans-Dieter Pflüger und Matthias Brauer zu einem Ensemble, das

bis heute für klangliche Noblesse, künstlerische Homogenität und kultivierten Pianogesang bei gleichzeitiger Klangdichte steht. Von 2009 bis 2014 war Pablo Assante Chordirektor der Sächsischen Staatsoper Dresden. Mit der Spielzeit 2014/2015 nimmt diese Position Jörn Hinnerk Andresen ein. Seit dem Jahr 2013 ist der Chor gemeinsam mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden jährlich auch bei Osterfestspiele in Salzburg zu hören.  Am 8. Oktober 2017 feierte der Sächsische Staatsopernchor Dresden sein 200-jähriges Bestehen.