Osterfestspiele: Kammeroper

Peter Tilling Dirigent
Sarah Maria Sun Elsa
Shan Huang Tenor
Rupert Grössinger Bariton
Alexander Voronov Bass
oenm · österreichisches ensemble für neue musik

    Salvatore Sciarrino

    • »Lohengrin«, Azione invisibile per solista, stromenti e voci
    • 09.04.2017
      15:00 Uhr
      Grosse Universitätsaula
      Tickets
      (externer Ticketanbieter)
    • 12.04.2017
      22:00 Uhr
      Grosse Universitätsaula
      Tickets
      (externer Ticketanbieter)
    • 16.04.2017
      15:00 Uhr
      Grosse Universitätsaula
      Tickets
      (externer Ticketanbieter)

    Peter Tilling

    Der Dirigent Peter Tilling erregte internationales Aufsehen durch sein erfolgreiches Dirigat von Wagners »Tannhäuser« bei den Bayreuther Festspielen 2011, wo er für Thomas Hengelbrock einsprang. Am Opernhaus Zürich dirigierte er »Die Frau ohne Schatten« (2010 und 2014), am Teatro Real Madrid »La clemenza di Tito«, an der Opéra National de Montpellier Monterverdis »Lʼincoronazione di Poppea«, an der Staatsoper Stuttgart »Die Fledermaus«, an der Nationale Opera Amsterdam »Dionysos« von Wolfgang Rihm und am Theater an der Wien »The Rakeʼs Progress«. Bei der Münchner Biennale 2014 und am Theater Freiburg leitete Peter Tilling die Uraufführung von Hèctor Parras Oper »Das geopferte Leben« mit dem ensemble recherche und dem Freiburger Barockorchester. Für die Musica Viva des Bayerischen Rundfunks leitete er 2013 bei der ersten Gesamtaufführung von Karlheinz Stockhausens »Samstag aus Licht« den »Samstags-Gruß« und war Co-Dirigent für »Luzifers Abschied«. Schwerpunkte seiner Arbeit sind neben dem klassisch-romantischen Opern-Repertoire die Neue Musik sowie die intensive Auseinandersetzung mit historischer Aufführungspraxis.

    Als Assistent arbeitete er mit Thomas Hengelbrock, Franz Welser-Möst, Nikolaus Harnoncourt, Sylvain Cambreling, Thomas Adès, Péter Eötvös und Ingo Metzmacher. In den vergangenen Spielzeiten leitete er Konzerte mit dem Philharmonia Orchestra London, dem Gulbenkian Orchestra Lissabon, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, der Jungen Deutschen Philharmonie, dem Orquestra Metropolitana Lissabon, den Münchner Symphonikern sowie mehrere Projekte mit seinem eigenen ensemble risonanze erranti, einem Ensemble für Neue Musik in München.

    Konzertengagements führten ihn außerdem zum Cairo Symphony Orchestra, zum Sinfonieorchester Wuppertal, zu den Göteborger Symphonikern, zur Jenaer Philharmonie, zur Gruppe für Neue Musik Berlin sowie mehrfach zum Festival Palermo Classica. Peter Tilling war stellvertretender Generalmusikdirektor am Staatstheater Nürnberg, wo er u.a. die Premieren von »Turandot«, »Le nozze di Figaro«, »Judas Maccabaeus« sowie »And the Trains Kept Coming« (Uraufführung von Lior Navok) leitete. Außerdem dirigierte er dort »Arabella«, »Tosca«, »Tristan und Isolde«, »Der fliegende Holländer«, »König Roger«, »Nabucco«, »Un ballo in maschera», »Die Zauberflöte« und »Die Entführung aus dem Serail«. Er ist Initiator und Leiter des ensemble risonanze erranti. Mit diesem musizierte er Uraufführungen von Wolfgang Rihm, Jens Joneleit, Johannes Motschmann sowie Ernst Krenek und spielte mehrere Werke für den Bayerischen Rundfunk ein. Peter Tilling studierte Dirigieren bei Péter Eötvös (Karlsruhe) und Christoph Prick (Hamburg), Klavier bei Paul Dan und Siegbert Panzer (Mannheim) sowie Violoncello bei Martin Ostertag (Karlsruhe). An der Semperoper Dresden leitet er in der Spielzeit 2016/17 Salvatore Sciarrinos »Lohengrin«, eine Koproduktion mit den Osterfestspielen Salzburg.

    Sarah Maria Sun

    Sarah Maria Sun konzertierte mit Dirigenten wie Sir Simon Rattle, Kent Nagano, Thomas Hengelbrock, Susanna Mälkki, Orchestern wie dem Leipziger Gewandhausorchester oder den Berliner Philharmonikern, dem NDR-, SWR- und WDR-Orchester, und Ensembles wie dem Ensemble Modern, Ensemble Intercontemporain, der musikFabrik Köln, Les Percussions de Strasbourg, Ensemble Recherche, Sinfonietta Leipzig, Ensemble 2e2m und Ascolta, den Streichquartetten Arditti, Minguet, Aron und Diotima. Sie war zu Gast an der Staatsoper Berlin und den Opernhäusern in Düsseldorf, Dresden, Basel, Leipzig, Frankfurt, Mannheim und Stuttgart und der Opéra Bastille Paris.

    Ihr Repertoire beinhaltet neben Liedern und Oratorien zur Zeit etwa 600 Kompositionen des 20. und 21. Jahrhunderts. Der NDR widmete ihr 2012 ein Portraitkonzert. Sie tritt als Solistin in Häusern und Festivals auf wie Muziekgebow Amsterdam, Zürcher Tonhalle, Auditorio National Madrid, Musashino Civic Hall Tokyo, Konzerthaus Berlin, Berliner und Kölner Philharmonie, der Biennale Paris, Venedig und München, dem Arnold Schönberg Center Wien, den Festspielen in Salzburg, Suntory Hall Tokyo, Witten, Donaueschingen, Herrenhausen u.v.a.

    Sarah Maria Sun gibt regelmäßig Meisterkurse für Vokalmusik des 20. und 21. Jahrhunderts, u.a. an den Universitäten und Hochschulen von Harvard, Chicago, Stockholm, Zürich, Rostock, Moskau, Dresden, Hannover oder Berlin.

    Im Jahr 2016 singt sie bei Musica Viva München Uraufführungen von Isabel Mundry und Nikolaus Brass. Beim Heidelberger Frühling gestaltet sie mit dem Schlagzeuger Johannes Fischer einen Abend mit neun Uraufführungen von Stipendiaten des Festivals sowie Heinz Holliger, Marta Gentilucci, Matthias Kaul und Johannes Fischer. Beim Neuen Werk in Hamburg singt sie mit dem Quatuor Diotima sowie ein neues szenisches Solo-Stück für Sopran von Dieter Schnebel. Im Herbst gastiert sie an der Semperoper Dresden. Sie wird Meisterkurse an der Hanns Eisler Hochschule Berlin und an der Musikhochschule Oslo geben.