Osterfestspiele: Konzert für Salzburg

Christian Thielemann Dirigent
Lorenzo Viotti Dirigent
Daniil Trifonov Klavier

    Ludwig van Beethoven

    • Ouvertüre zu »Egmont« f-Moll op. 84

    Wolfgang Amadeus Mozart

    • Klavierkonzert C-Dur KV 467

    Ernest Chausson

    • Symphonie B-Dur op. 20

    Maurice Ravel

    • »Boléro«
    • 13.04.2017
      19:00 Uhr
      Grosses Festspielhaus
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    Christian Thielemann

    Chefdirigent

    Die Saison 2016/2017 ist Christian Thielemanns fünfte Spielzeit als Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle. Er begann seine Karriere 1978 als Korrepetitor an der Deutschen Oper Berlin, Engagements in Gelsenkirchen, Karlsruhe und Hannover schlossen sich an. 1985 wurde er Erster Kapellmeister in Düsseldorf, 1988 Generalmusikdirektor in Nürnberg. Später kehrte der gebürtige Berliner in seine Heimatstadt als Generalmusikdirektor der Deutschen Oper Berlin zurück (1997-2004), ehe er das gleiche Amt bei den Münchner Philharmonikern bekleidete (2004-2011). Neben seiner Dresdner Chefposition ist er seit 2013 Künstlerischer Leiter der Osterfestspiele Salzburg, deren Residenzorchester seither die Staatskapelle ist.

    Den Komponistenjubilaren Richard Wagner und Richard Strauss widmete sich Christian Thielemann am Kapellpult in zahlreichen Konzerten in der Semperoper und auf Tournee. Aber auch Werke von Bach bis hin zu Henze und Gubaidulina standen auf seinen Programmen. Dazu leitete er Neuproduktionen von »Manon Lescaut«, »Simon Boccanegra« und »Elektra« in Dresden sowie von »Parsifal«, »Arabella« und »Cavalleria rusticana / Pagliacci« in Salzburg. Für seine Interpretation der »Frau ohne Schatten« bei den Salzburger Festspielen 2011 hatte ihn das Fachmagazin »Opernwelt« zum »Dirigenten des Jahres« gewählt.

    Eine enge Zusammenarbeit verbindet Christian Thielemann mit den Berliner und Wiener Philharmonikern sowie mit den Bayreuther Festspielen, die er seit seinem Debüt im Sommer 2000 alljährlich durch maßstabsetzende Interpretationen prägt; von 2010 an war er musikalischer Berater auf dem »Grünen Hügel«, im Juni 2015 wurde er zum Musikdirektor der Festspiele ernannt. Im Zuge seiner vielfältigen Konzerttätigkeit folgte er Einladungen der großen Orchester in Amsterdam, London, New York, Chicago und Philadelphia, ebenso gastierte er in Israel, Japan und China.

    Christian Thielemanns Diskografie als Exklusivkünstler der UNITEL ist umfangreich. Neben den Silvesterkonzerten der Jahre 2010 bis 2013 hat er mit der Staatskapelle bereits etliche symphonische Werke von Beethoven, Liszt, Bruckner, Reger, Pfitzner und Busoni sowie »Arabella«, »Ariadne auf Naxos« und »Elektra« von Richard Strauss, Webers »Freischütz« und Wagners »Parsifal« für CD und DVD aufgenommen. Zu den jüngeren Veröffentlichungen zählt auch die Gesamtaufnahme der Symphonien von Johannes Brahms. Mit den Wiener Philharmonikern spielte er sämtliche Beethoven-Symphonien ein.

    Christian Thielemann ist Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London sowie Ehrendoktor der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar und der Katholischen Universität Leuven (Belgien). Im Mai 2015 wurde ihm der Richard-Wagner-Preis der Richard-Wagner-Gesellschaft der Stadt Leipzig verliehen, im Oktober 2016 wurde er mit dem Preis der Stiftung zur Förderung der Semperoper ausgezeichnet.

    Lorenzo Viotti

    Schon mit 25 Jahren war Lorenzo Viotti Gewinner des Nestlé und Salzburg Festival Young Conductors Award 2015, des 11. internationalen Dirigentenwettbewerbs des Orchestra de Cadaqués sowie 1. Preisträger des Dirigierwettbewerbs der mitteldeutschen Musikhochschulen beim MDR Sinfonieorchester.

    Zu den bedeutenden internationalen Orchestern, die der junge Schweizer Dirigent bereits dirigiert hat, zählen das BBC Philharmonic Orchestra, das Royal Liverpool Philharmonic, das Orchestre National de France, das Rotterdam Philharmonic, die Bamberger Symphoniker, das Gewandhausorchester Leipzig sowie die Orchester von Tokyo und Osaka. 

    2016 feierte Lorenzo Viotti als Einspringer gleich drei überaus erfolgreiche Debüts: Beim Royal Concertgebouw Orchestra übernahm er Konzerte für Franz Welser-Möst, bei den Wiener Symphonikern für Myung-Whun Chung, und schließlich er beim Verbier Festival für Marc Minkowski ein. Im August 2016 gab er darüber hinaus seinen gefeierten Einstand bei den Salzburger Festspielen am Pult des Radio Symphonie Orchesters Wien.

    Erstmals am Pult der Sächsischen Staatskapelle Dresden stand Lorenzo Viotti im Oktober 2016 mit Werken von Beethoven und Chausson. Eine Rückkehr ist schon für die Osterfestspiele Salzburg 2017 geplant. 

    Daniil Trifonov

    Geboren 1991 in Nischni Nowgorod, ist Daniil Trifonov einer der leuchtendsten Namen der jungen Pianistengeneration. Der Ruf, den er seinen herausragenden Darbietungen, seinem musikalischen Einfühlungsvermögen und seiner Ausdruckskraft verdankt, übersteigt schon jetzt bei weitem das Aufsehen, das er mit seinen Erfolgen beim Internationalen Chopin-Wettbewerb in Warschau, dem Rubinstein-Wettbewerb in Tel Aviv sowie dem Moskauer Tschaikowsky-Wettbewerb errang.

    Höhepunkte der letzten Spielzeiten waren seine Debüts bei den Wiener Philharmonikern, dem London Symphony Orchestra, beim Israel Philharmonic sowie den Orchestern von Los Angeles, Philadelphia und New York. Auch mit der Staatskapelle Dresden hat er bereits in München und Mailand erfolgreich konzertiert. Darüber hinaus widmet sich Trifonov intensiv der Kammermusik und arbeitet mit Kollegen wie Leonidas Kavakos, Renaud und Gautier Capuçon sowie Gidon Kremer zusammen.

    Seine musikalische Ausbildung begann Daniil Trifonov im Alter von fünf Jahren. Er besuchte u.a. das legendäre Moskauer Gnessin-Institut und studierte von 2006 bis 2009 auch Komposition. Seitdem schreibt er Klavier-, Kammer- und Orchesterwerke. Seit 2009 studiert er am Cleveland Institute of Music in der Klasse von Sergei Babayan.

    Daniil Trifonov ist Exklusivkünstler der Deutschen Grammophon. Seine erste Aufnahme für das Label wurde unter dem Titel »The Carnegie Recital« veröffentlicht und für einen »Grammy« nominiert. Im Rahmen seiner Residenz bei der Sächsischen Staatskapelle wird er mit Klavierkonzerten von Mozart und Ravel, einem Klavierrezital sowie als Kammermusiker bei den Osterfestspielen Salzburg zu erleben sein.