Osterfestspiele: Sonderkonzert I

Christian Thielemann Dirigent
Anja Harteros Sopran
Christa Mayer Alt
Peter Seiffert Tenor
Georg Zeppenfeld Bass
Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien
Wiener Philharmoniker

    Ludwig van Beethoven

    • Symphonie Nr. 9 d-Moll op. 125
    • 10.04.2017
      17:00 Uhr
      Grosses Festspielhaus
      Tickets
      (externer Ticketanbieter)

    Christian Thielemann

    Chefdirigent

    Die Saison 2016/2017 ist Christian Thielemanns fünfte Spielzeit als Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle. Er begann seine Karriere 1978 als Korrepetitor an der Deutschen Oper Berlin, Engagements in Gelsenkirchen, Karlsruhe und Hannover schlossen sich an. 1985 wurde er Erster Kapellmeister in Düsseldorf, 1988 Generalmusikdirektor in Nürnberg. Später kehrte der gebürtige Berliner in seine Heimatstadt als Generalmusikdirektor der Deutschen Oper Berlin zurück (1997-2004), ehe er das gleiche Amt bei den Münchner Philharmonikern bekleidete (2004-2011). Neben seiner Dresdner Chefposition ist er seit 2013 Künstlerischer Leiter der Osterfestspiele Salzburg, deren Residenzorchester seither die Staatskapelle ist.

    Den Komponistenjubilaren Richard Wagner und Richard Strauss widmete sich Christian Thielemann am Kapellpult in zahlreichen Konzerten in der Semperoper und auf Tournee. Aber auch Werke von Bach bis hin zu Henze und Gubaidulina standen auf seinen Programmen. Dazu leitete er Neuproduktionen von »Manon Lescaut«, »Simon Boccanegra« und »Elektra« in Dresden sowie von »Parsifal«, »Arabella« und »Cavalleria rusticana / Pagliacci« in Salzburg. Für seine Interpretation der »Frau ohne Schatten« bei den Salzburger Festspielen 2011 hatte ihn das Fachmagazin »Opernwelt« zum »Dirigenten des Jahres« gewählt.

    Eine enge Zusammenarbeit verbindet Christian Thielemann mit den Berliner und Wiener Philharmonikern sowie mit den Bayreuther Festspielen, die er seit seinem Debüt im Sommer 2000 alljährlich durch maßstabsetzende Interpretationen prägt; von 2010 an war er musikalischer Berater auf dem »Grünen Hügel«, im Juni 2015 wurde er zum Musikdirektor der Festspiele ernannt. Im Zuge seiner vielfältigen Konzerttätigkeit folgte er Einladungen der großen Orchester in Amsterdam, London, New York, Chicago und Philadelphia, ebenso gastierte er in Israel, Japan und China.

    Christian Thielemanns Diskografie als Exklusivkünstler der UNITEL ist umfangreich. Neben den Silvesterkonzerten der Jahre 2010 bis 2013 hat er mit der Staatskapelle bereits etliche symphonische Werke von Beethoven, Liszt, Bruckner, Reger, Pfitzner und Busoni sowie »Arabella«, »Ariadne auf Naxos« und »Elektra« von Richard Strauss, Webers »Freischütz« und Wagners »Parsifal« für CD und DVD aufgenommen. Zu den jüngeren Veröffentlichungen zählt auch die Gesamtaufnahme der Symphonien von Johannes Brahms. Mit den Wiener Philharmonikern spielte er sämtliche Beethoven-Symphonien ein.

    Christian Thielemann ist Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London sowie Ehrendoktor der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar und der Katholischen Universität Leuven (Belgien). Im Mai 2015 wurde ihm der Richard-Wagner-Preis der Richard-Wagner-Gesellschaft der Stadt Leipzig verliehen, im Oktober 2016 wurde er mit dem Preis der Stiftung zur Förderung der Semperoper ausgezeichnet.

    Anja Harteros

    Anja Harteros zählt heute zu den weltweit gefragtesten Sängerinnen ihres Faches und ist auf allen großen Opern- und Konzertbühnen zu erleben. Schon während ihres Studiums an der Kölner Musikhochschule bei Liselotte Hammes führten erste Engagements sie bereits im jugendlichen Alter von 23 Jahren an die Opernhäuser Gelsenkirchen und Bonn. 

    Nach dem Gewinn des Wettbewerbes »Cardiff Singer of the World 1999« folgte eine internationale Karriere mit Engagements an allen großen internationalen Opernhäusern wie der Metropolitan Opera, der Mailänder Scala, den Staatsopern in München, Wien, Berlin, Hamburg und der Semperoper Dresden. Sie arbeitet mit namhaften Dirigenten wie Zubin Mehta, Riccardo Muti und James Levine zusammen.

    Christa Mayer

    Christa Mayer, geboren in Sulzbach-Rosenberg, studierte Gesang an der Bayerischen Singakademie und an der Musikhochschule München. Seither führten sie Gastspiele u.a. an die Bayerische Staatsoper, die Deutsche Oper Berlin, und die Staatsoper Hamburg. Im Sommer 2008 debütierte sie als Erda und Waltraute unter Christian Thielemann bei den Bayreuther Festspielen. Im

    Wagner-Jahr 2013 war sie neben Bayreuth auch in verschiedenen Ring-Produktionen zu hören, u.a. in der Berliner Philharmonie, an der Hamburgischen Staatsoper sowie beim Lucerne Festival. Seit 2001 ist die Mezzosopranistin Ensemblemitglied der Semperoper Dresden.

    Peter Seiffert

    Peter Seiffert studierte an der Musikhochschule Düsseldorf und erhielt sein erstes Engagement an der Deutschen Oper am Rhein. Als Preisträger des Wettbewerbs des Deutschen Musikrates folgten Engagements in ganz Europa und einige Fernsehauftritte. Sein Engagement an der Deutschen Oper Berlin, wo er als Lohengrin zu hören war, war der Beginn seiner heutigen Weltkarriere. Seither ist er ständiger Gast der Staatsoper München, wo er alle Partien seines Repertoires aufbot. Hier wurde er 1992 zum Bayerischen Kammersänger ernannt. Seine Konzert- und Opernaktivitäten brachten ihn in alle wichtigen Musikzentren der Welt wie Wien, London, Paris, die Mailänder Scala, die Salzburger Festspiele, Barcelona, Madrid, Japan, New York, San Francisco und Los Angeles.

    1996 debütierte er bei den Bayreuther Festspielen als Stolzing (»Die Meistersinger von Nürnberg«), es folgte Lohengrin 2001, 2002, 2003 und 2005. Mit den Partien seines Faches wie Parsifal, Florestan (»Fidelio«), Tannhäuser, Tristan, Otello, Siegmund (»Die Walküre«) und Lohengrin gastierte er an allen wichtigen Opernhäusern der Welt.

    Weitere Engagements des Tenors waren, »Tristan und Isolde« in Wien, »Otello« in Zürich, »Ariadne auf Naxos« in Hamburg, »Fidelio« in Wien, »Die Walküre« an der Deutschen Oper Berlin sowie in »Tannhäuser« an der Staatsoper im Schiller Theater Berlin. 

    Zahlreiche Aufnahmen mit den wichtigsten Dirigenten unserer Zeit und Auszeichnungen wie Echo-Klassik »Sänger des Jahres 1996«, Grand Prix du Disque – Grammy Award für eine »Tannhäuser«-Einspielung unter Daniel Barenboim dokumentieren seine außergewöhnlichen Leistungen. Eine CD mit Liedern und Duetten von Robert und Clara Schumann ist bei Orfeo erschienen. Seine neuesten Aufnahmen umfassen »Der fliegende Holländer« und »Die Walküre«.

    Peter Seiffert gehört heute zu den gefragtesten Tenören und wird von Presse und Publikum enthusiastisch gefeiert.

    Außerdem wurde er im Juni 2013 zum österreichischen Kammersänger von der Wiener Staatsoper ernannt.

    Georg Zeppenfeld

    Bass

    Parallel zum Studium des Konzert- und Operngesangs in Detmold und Köln absolvierte der aus dem westfälischen Attendorn stammende Bassist ein Lehramtsstudium. Nach ersten Festengagements in Münster und Bonn gehört er seit 2001 zur Sächsischen Staatsoper Dresden. Darüber hinaus gastiert er an großen Opernhäusern Europas und der Vereinigten Staaten, sowie an den weltweit wichtigsten Konzertorten. Schwerpunkt seines Schaffens sind die seriösen Basspartien des italienischen und deutschen Fachs.

    Eine Schlüsselrolle ist der Sarastro aus Mozarts »Zauberflöte«, den er 2005 unter Claudio Abbado in Baden-Baden sang und mit dem er an der San Francisco Opera, der New Yorker Met und der Wiener Staatsoper debütierte.

    Als Sarastro war er auch 2012 bei den Salzburger Festspielen zu hören und wird mit dieser Partie 2015 am Royal Opera House Covent Garden in London debütieren.

    Bei den Bayreuther Festspielen trat er erstmals 2010 im »Lohengrin« auf, und übernahm dort ein Jahr später auch eine Partie im »Meistersinger«.

    Mit besonderer Vorliebe widmet sich Georg Zeppenfeld dem Konzert- und Liedgesang. Oratorien von Barock bis Spätromantik gaben ihm bereits Gelegenheit zur Zusammenarbeit mit den renommiertesten Dirigenten weltweit. 

    Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien