Adventskonzert des ZDF

Christian Thielemann Dirigent
Diana Damrau Sopran
Tuuli Takala Sopran
Benjamin Appl Bariton
Helmut Fuchs Trompete
Sächsischer Staatsopernchor Dresden

Festliche Einstimmung

Mittlerweile zählt es zu einer liebgewonnenen Tradition: Anfang Dezember stimmt die Staatskapelle Dresden ihr Publikum in der Frauenkirche und an den Bildschirmen ein auf die festliche Zeit des Advent. Der Ort steht für einen ausgeprägten Bürgersinn ebenso wie für Verständigung und Versöhnung. Das Programm sorgt für eine ausgewogene Stimmung der Besinnung, Einkehr und Hoffnung mit Momenten der Schönheit und Erbauung. Am Pult: Chefdirigent Christian Thielemann. Auf dem Programm stehen Werke von Johann Sebastian Bach, Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart, Felix Mendelssohn Bartholdy und Carl Maria von Weber.

Kartenvorverkauf über den Ticketservice der Stiftung Frauenkirche Dresden
Georg-Treu-Platz 3 | 1. OG
01067 Dresden
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Eine Veranstaltung der Stiftung Frauenkirche Dresden in Kooperation mit dem ZDF und der Commerzbank

Voraussichtliche Konzertlänge: 60 min.

Sendetermin: 3. Dezember 2017, ab 18 Uhr im ZDF
  • 02.12.2017
    18:00 Uhr
    Frauenkirche

Christian Thielemann

Chefdirigent

Die Saison 2017/2018 ist Christian Thielemanns sechste Spielzeit als Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle. Er begann seine Karriere 1978 als Korrepetitor an der Deutschen Oper Berlin, Engagements in Gelsenkirchen, Karlsruhe und Hannover schlossen sich an. 1985 wurde er Erster Kapellmeister in Düsseldorf, 1988 Generalmusikdirektor in Nürnberg. Später kehrte der gebürtige Berliner in seine Heimatstadt als Generalmusikdirektor der Deutschen Oper Berlin zurück (1997-2004), ehe er das gleiche Amt bei den Münchner Philharmonikern bekleidete (2004-2011). Neben seiner Dresdner Chefposition ist er seit 2013 Künstlerischer Leiter der Osterfestspiele Salzburg, deren Residenzorchester seither die Staatskapelle ist.

Den Komponistenjubilaren Richard Wagner und Richard Strauss widmete sich Christian Thielemann am Kapellpult in zahlreichen Konzerten in der Semperoper und auf Tournee. Aber auch Werke von Bach bis hin zu Henze und Gubaidulina standen auf seinen Programmen. Dazu leitete er Neuproduktionen von »Manon Lescaut«, »Simon Boccanegra« und »Elektra« in Dresden sowie von »Parsifal«, »Arabella« und »Cavalleria rusticana / Pagliacci« in Salzburg. Für seine Interpretation der »Frau ohne Schatten« bei den Salzburger Festspielen 2011 hatte ihn das Fachmagazin »Opernwelt« zum »Dirigenten des Jahres« gewählt.

Eine enge Zusammenarbeit verbindet Christian Thielemann mit den Berliner und Wiener Philharmonikern sowie mit den Bayreuther Festspielen, die er seit seinem Debüt im Sommer 2000 alljährlich durch maßstabsetzende Interpretationen prägt; von 2010 an war er musikalischer Berater auf dem »Grünen Hügel«, im Juni 2015 wurde er zum Musikdirektor der Festspiele ernannt. Im Zuge seiner vielfältigen Konzerttätigkeit folgte er Einladungen der großen Orchester in Amsterdam, London, New York, Chicago und Philadelphia, ebenso gastierte er in Israel, Japan und China.

Christian Thielemanns Diskografie als Exklusivkünstler der UNITEL ist umfangreich. Neben den Silvesterkonzerten der Jahre 2010 bis 2013 hat er mit der Staatskapelle bereits etliche symphonische Werke von Beethoven, Liszt, Bruckner, Reger, Pfitzner und Busoni sowie »Arabella«, »Ariadne auf Naxos« und »Elektra« von Richard Strauss, Webers »Freischütz« und Wagners »Parsifal« für CD und DVD aufgenommen. Zu den jüngeren Veröffentlichungen zählt auch die Gesamtaufnahme der Symphonien von Johannes Brahms. Mit den Wiener Philharmonikern spielte er sämtliche Beethoven-Symphonien ein.

Christian Thielemann ist Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London sowie Ehrendoktor der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar und der Katholischen Universität Leuven (Belgien). Im Mai 2015 wurde ihm der Richard-Wagner-Preis der Richard-Wagner-Gesellschaft der Stadt Leipzig verliehen, im Oktober 2016 wurde er mit dem Preis der Stiftung zur Förderung der Semperoper ausgezeichnet.

Diana Damrau

Seit ihrem frühen Bühnendebüt ist die Sopranistin Diana Damrau nunmehr schon 20 Jahre ständiger Gast auf den Bühnen der international führenden Opern- und Konzerthäuser sowie Festivals. Ihr umfangreiches Repertoire liegt im Lyrischen und Koloraturfach und beinhaltet die Titelrollen in »Lucia di Lammermoor«, »Manon Lescaut« und »La traviata« sowie die Königin der Nacht in »Die Zauberflöte«. 

Als Kammersängerin der Bayerischen Staatsoper (2007) und Trägerin des bayerischen Maximilian Ordens für Kunst und Wissenschaft (2010) hat Diana Damrau eine starke Bindung zur Bayerischen Staatsoper in München. An der New Yorker MET hat sie alle ihre wichtigen Rollen gesungen. Mehrfach war sie in live HD cinema broadcasts weltweit zu erleben und hatte sieben große Rollendebüts seit ihrem Hausdebüt als Zerbinetta im Jahr 2005. 

Diana Damrau wirkte bisher zwei Mal bei der Eröffnung der Saison von La Scala di Milano mit; im Jahre 2004 bei der Wiedereröffnung der renovierten Scala in der Titelrolle von Salieris »Europa Riconosciuta« und 2013 als Violetta in der Neuproduktion »La traviata« zur 200-Jahr-Feier im Angedenken Verdis. 

Die Sopranistin ist immer wieder mit zeitgenössischem Repertoire auf der Opernbühne zu erleben. Speziell für sie komponiert wurden die Titelrolle in Iain Bells Adaption von »Hogarth’s A Harlot’s Progress« (Theater an der Wien 2013) und die beiden Rollen der Drunken Woman und Gym Instructress in Lorin Maazels »1984« (Royal Opera House 2005).

Darüber hinaus zählt Diana Damrau auch zu den renommiertesten Liedinterpretinnen unserer Zeit. Sie tritt regelmäßig in Sälen wie der Wigmore Hall, Carnegie Hall, Berliner Philharmonie und bei den Salzburger Festspielen auf. Enge künstlerische Partnerschaften verbinden sie mit den Pianisten Helmut Deutsch und Craig Rutenberg. Sie hat mit dem Harfenisten Xavier de Maistre das Duo mit Harfe wieder aufleben lassen und etabliert. 

Tuuli Takala

Tuuli Takala wurde in Finnland geboren und studierte an der Sibelius-Akademie in Helsinki und an der Fachhochschule Helsinki Metropolia. Die Sopranistin ist Preisträgerin mehrerer Wettbewerbe und errang u.a. den 1. Preis beim Timo Mustakallio Gesangswettbewerb sowie beim Kangasniemi Gesangswettbewerb in Finnland. Darüber hinaus war sie Finalistin und Preisträgerin des Arnold Schönberg Center Spezialpreises beim 8. Internationalen Hilde Zadek Gesangswettbewerb in Wien und Finalistin und Sonderpreisträgerin beim Hans Gabor Belvedere Gesangswettbewerb in Amsterdam im Jahr 2015.

Tuuli Takala gab 2013 ihr Operndebüt als Königin der Nacht (»Die Zauberflöte«) an der Finnischen Nationaloper in Helsinki. Seitdem führte sie diese Rolle u.a. an die Semperoper Dresden, Deutsche Oper Berlin, Komische Oper Berlin, nach Essen, Klagenfurt und zu den Opernfestspielen Savonlinna in Finnland. 
 

Andere wichtige Partien waren Susanna (»Le nozze di Figaro«) an der Finnischen Nationaloper in Helsinki, Zerlina (»Don Giovanni«) bei den Opernfestspielen in Savonlinna, Gilda (»Rigoletto«) in Dresden und Savonlinna sowie aktuell Olympia (»Les Contes d’Hoffmann«), Waldvogel (»Siegfried«) und Blonde (»Die Entführung aus dem Serail«) an der Semperoper Dresden. Von 2015 bis 2017 war Tuuli Takala hier Mitglied im Jungen Ensemble; seit 2017/18 ist sie festes Ensemblemitglied der Semperoper.

Tuuli Takala ist auch als Liedinterpretin und im Konzertbereich aktiv. So sang sie bspw. Bachs »Weihnachtsoratorium«, die »Johannes-Passion« und die Messe in h-Moll, Händels »Messias«, Mozarts Requiem oder Brahms‘ »Ein deutsches Requiem« u.a. in London, Wien und Tokyo.
 

Benjamin Appl

Die Auftritte des jungen Baritons Benjamin Appl bei Liederabenden, Konzerten und in der Oper werden von Publikum und Kritik gefeiert gleichermaßen gefeiert. In der Saison 2015/2016 sang Benjamin Appl in der Reihe ECHO Rising Stars Liederabende in Europas wichtigsten Konzertsälen wie dem Concertgebouw Amsterdam, dem Wiener Konzerthaus, der Philharmonie Paris und dem Barbican Centre London. 

Neben einem erfolgreichen Betriebswirtschaftsstudium schloss Benjamin Appl seine Gesangsstudien an der Hochschule für Musik und Theater München sowie der Guildhall School of Music & Drama in London mit Auszeichnung ab. Wesentlich beeinflusst wurde er von der Legende des Lied-Gesangs, Dietrich Fischer-Dieskau, dessen letzter Schüler er war.

Zu Benjamin Appls jüngeren Opernengagements zählen Conte in Mozarts »Le Nozze di Figaro«, die Titelrolle in Brittens »Owen Wingrave«, Aeneas in Purcells »Dido and Aeneas«, Schaunard in Puccinis »La Bohème« und Baron Tusenbach in Eötvös »Tri Sestri«. Dabei arbeitete er u.a. mit Dirigenten wie Marin Alsop, Alessandro de Marchi, Paul McCreesh, Roger Norrington, Christoph Poppen, Jordi Savall und Ulf Schirmer zusammen.
 

Als Konzertsolist ist der junge Bariton unter anderem mit der Akademie für Alte Musik Berlin, dem Orchestra of the Age of Enlightenment, dem Bach Collegium Stuttgart und den Orchestern der BBC aufgetreten. 

Seit Abschluss seines Studiums ist Benjamin Appl regelmäßig in bedeutenden Konzerthäusern wie der Carnegie Hall, der Wigmore Hall und bei der Schubertiade in Schwarzenberg und Hohenems in Liederabenden zu erleben. Darüber hinaus erhält der deutsche Bariton Einladungen zu vielen internationalen Musikfestivals, wie dem Heidelberger Frühling, Rheingau Musikfestival, SHMF, Klavierfestival Ruhr, Ravinia Festival Chicago, Oxford Lieder Festival und ist dabei in Begleitung namhafter Pianisten wie Graham Johnson, Malcolm Martineau, Helmut Deutsch und Martin Stadtfeld zu hören. 
 

Helmut Fuchs

Solotrompeter

Helmut Fuchs, geboren 1984 in Oberndorf bei Salzburg, erhielt im Alter von sechs Jahren seinen ersten Trompetenunterricht im Musikschulwerk Salzburg bei Martin Mühlfellner. 2001 wechselte er zu Igor Oder, von dem er auch während seiner Zeit bei der Militärmusik in Salzburg (2003 - 2004) unterrichtet wurde.2004 begann er ein Trompetenstudium, zunächst an der Universität Mozarteum Salzburg bei Gottfried Menth. 2005 wechselte er an die Universität für Musik und darstellende Kunst Wien zu Josef Pomberger. Neben seiner Konzertfachausbildung studierte er auch Instrumentalpädagogik Trompete. Beide Studien schloss er 2009 bzw. 2012 mit Auszeichnung ab.

Bereits seit Beginn seines Studiums, bis in die jüngste Gegenwart hinein, substituiert er in den renommiertesten Orchestern Österreichs (u. a. im Orchester der Wiener Staatsoper, bei den Wiener Philharmonikern, beim Tonkünstler-Orchester Niederösterreich, bei den Wiener Symphonikern, beim Brucknerorchester Linz sowie beim Mozarteumorchester Salzburg).

Im Jahr 2014 wurde er als Trompeter an der Opéra de Nice verpflichtet, seit dem Jahr 2016 ist Helmut Fuchs Solotrompeter der Sächsischen Staatskapelle Dresden.

Sächsischer Staatsopernchor Dresden

Der Dresdner Opernchor wurde 1817 von Friedrich August dem Gerechten gegründet. Dies war vor allem ein Verdienst Carl Maria von Webers, der als neu engagierter Hofkapellmeister den Auftrag erhalten hatte, neben der italienischen Oper in Dresden auch ein deutsches »Opern-Departement« aufzubauen. Weber forderte die Einrichtung eines »stehenden Theaterchors«, der den gestiegenen Anforderungen des dafür neu zu schaffenden Opernrepertoires gewachsen sein würde. In der Folgezeit entwickelte sich der Chor dank hervorragender

Persönlichkeiten wie Johann Miksch, Karl Maria Pembaur, Hans-Dieter Pflüger und Matthias Brauer zu einem Ensemble, das bis heute für klangliche Noblesse, künstlerische Homogenität und kultivierten Pianogesang bei gleichzeitiger Klangdichte steht. Von 2009 bis 2014 war Pablo Assante Chordirektor der Sächsischen Staatsoper Dresden. Seit der Spielzeit 2014/2015 nimmt diese Position Jörn Hinnerk Andresen ein.