Gustav Mahler Jugendorchester II

Vladimir Jurowski Dirigent
Pierre-Laurent Aimard Klavier
Tamara Stefanovich Klavier

    Béla Bartók

    • Konzert für zwei Klaviere, Schlagzeug und Orchester Sz 115

    Dmitri Schostakowitsch

    • Symphonie Nr. 8 c-Moll op. 65

    Aufdämmernde Zukunft

    Bartóks Konzert für zwei Klaviere, Schlagzeug und Orchester geht 1940 aus der Sonate für zwei Klaviere und Schlagzeug hervor, die das Ehepaar Bartók in seinem ersten Konzert in Amerika spielt. Schostakowitsch äußert sich über seine achte Symphonie: »Alles, was dunkel und schändlich ist, wird zugrunde gehen; alles was schön ist, wird triumphieren«. Der Komponist spricht diese Hoffnung 1943 aus – da steht Bartók im amerikanischen Exil kurz vor seinem Durchbruch, zwei Jahre vor seinem Tod.

    Voraussichtliche Konzertlänge inkl. Pause: 115 min.

    • 27.03.2018
      20:00 Uhr
      Semperoper
      Tickets
      Ticket-Preis:
      16.00 €

    Vladimir Jurowski

    Vladimir Jurowski zählt inzwischen zu den regelmäßig wiederkehrenden Gastdirigenten der Sächsischen Staatskapelle. In Moskau als Sohn des Dirigenten Michail Jurowski geboren, absolvierte er seine Ausbildung in seiner Heimatstadt sowie in Dresden und Berlin, wo er an der Komischen Oper seine erste bedeutende Chefposition innehatte. Mit der Berufung zum Music Director des britischen Glyndebourne Festivals 2001 machte er sich auch international einen Namen. 

    2007 übernahm er die Position des Principal Conductor beim London Philharmonic Orchestra, seit Oktober 2011 steht er zudem an der Spitze des Staatlichen Sinfonieorchesters von Russland.

    2017 übernimmt er die Position des Chefdirigenten beim Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin. Anlässlich der Gedenkkonzerte der Staatskapelle brachte er im Februar 2012 das Requiem »Dresden – Ode an den Frieden« der damaligen Capell-Compositrice Lera Auerbach zur Uraufführung. Im März 2016 dirigierte er zwei Konzerte der Staatskapelle im Rahmen der Osterfestspiele Salzburg und gab damit zugleich sein Debüt im Großen Festspielhaus. 

    Pierre-Laurent Aimard

    Pierre-Laurent Aimard genießt weltweit nicht nur allerhöchste Wertschätzung als Schlüsselfigur zeitgenössischer Musik, sondern ebenso als herausragender Interpret des Klavierrepertoires verschiedenster Epochen. Im Jahr 2017 erhielt wurde Aimard mit dem Ernst von Siemens Musikpreis für »ein Leben im Dienste der Musik« gewürdigt.

    Aimard konzertiert auf allen Kontinenten mit den führenden Orchestern unter der Leitung von Dirigenten wie Esa-Pekka Salonen, Peter Eötvös, Sir Simon Rattle und Vladimir Jurowski. Als Artist in Residence trat er an der Carnegie Hall, am Lincoln Center, im Wiener Konzerthaus, in der Berliner Philharmonie, Frankfurts Alter Oper, beim Lucerne Festival, im Mozarteum in Salzburg, in der Cité de la Musique in Paris, beim Tanglewood Festival sowie in London’s Southbank Centre in Erscheinung. Von 2009 bis 2016 war er außerdem Artistic Director des Aldeburgh Festival, dort führter er in seiner letzten Spielzeit Messiaen’s »Catalogue d’oiseaux« (Vogelkatalog) in Konzerten auf, die zur Dämmerungszeit begannen und gegen Mitternacht endeten.

    Geboren m Jahr 1957 in südfranzösischen Lyon, studierte Pierre-Laurent Aimard am Conservatoire Supérieur in Paris bei Yvonne Loriod und in London bei Maria Curcio. Frühe Meilensteine seiner Karriere waren der Erste Preis beim Messiaen-Wettbewerb im Jahre 1973 (im Alter von gerade mal 16 Jahren!) sowie drei Jahre später die Berufung von Pierre Boulez zum Solopianisten des Ensemble Intercontemporain.

    Aimard pflegt bzw. pflegte enge Zusammenarbeit mit Komponisten wie György Kurtág, Karlheinz Stockhausen, Pierre Boulez, Elliott Carter und George Benjamin. 

    Tamara Stefanovich

    Die Pianistin Tamara Stefanovich ist für faszinierende Interpretationen eines breiten Repertoirespektrums bekannt und tritt regelmäßig in den renommiertesten Konzertsälen der Welt auf, darunter die Carnegie Hall in New York, Berliner Philharmonie, Suntory Hall Tokio, Royal Albert und Wigmore Hall in London. Zu den internationalen Festivals, zu denen sie immer wieder eingeladen wird, gehören Lucerne Festival, La Roque d'Anthéron, Ravenna, Salzburger Festspiele und Beethovenfest Bonn. Sie konzertierte mit den Cleveland, Chicago Symphony, London Symphony, London Philharmonic Orchestras, Bamberger Symphonikern, Britten Sinfonia oder der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. 

    Zuletzt war Tamara Stefanovich mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem MDR Sinfonieorchester Leipzig, WDR Sinfonieorchester Köln und dem Chamber Orchestra of Europe zu hören. Ihre ausgedehnte Rezital-Tournee durch die USA anlässlich Pierre Boulez‘ 90. Geburtstag wurde von Kritikern hoch gelobt.
     

    Tamara Stefanovich hat mit bedeutenden Dirigenten wie Vladimir Ashkenazy, Osmo Vänskä und Susanna Mälkki sowie führenden zeitgenössischen Komponisten wie Pierre Boulez, Peter Eötvös und György Kurtág gearbeitet. Sie leitet regelmäßig interdisziplinäre Education-Projekte im Barbican Centre London und der Kölner Philharmonie. In Zusammenarbeit mit dem Klavier-Festival Ruhr hat Tamara Stefanovich ein innovatives pädagogisches Online-Projekt veröffentlicht, in dem sie interaktiv Boulez‘ Notations analysiert: www.explorethescore.org. Tamara ist Mitbegründerin und Kuratorin des Festivals »The Clearing« im Rahmen der Portland International Piano Series.