Sonderkonzert am Vorabend der Internationalen Schostakowitsch Tage Gohrisch

Yuri Temirkanov Dirigent
Denis Matsuev Klavier
Helmut Fuchs Trompete

    Dmitri Schostakowitsch

    • Festliche Ouvertüre A-Dur op. 96
    • Konzert für Klavier, Trompete und Streichorchester Nr. 1 c-Moll op. 35
    • Symphonie Nr. 5 d-Moll op. 47

    Taumel und Sarkasmus

    Triumphmarsch oder Todesmarsch? »Der Jubel ist unter Drohungen erzwungen … So als schlage man uns mit einem Knüppel und verlange dazu: Jubeln sollt ihr!«, erläutert Schostakowitsch rückblickend das Ende seiner fünften Symphonie – entstanden 1937, als Stalins Terror am heftigsten wütet. Das Wechselspiel von Ideologie und Individuum, von Kollektivierung und Vereinzelung ist in Schostakowitschs Festlicher Ouvertüre ebenso herauszuhören wie in seinem Konzert für Klavier, Trompete und Streichorchester Nr. 1 c-Moll.

    • 21.06.2018
      20:00 Uhr
      Semperoper
      Tickets
      Ticket-Preis:
      36.00 – 82.00 €

    Yuri Temirkanov

    Seit 1988 steht Yuri Temirkanov an der Spitze der St. Petersburger Philharmoniker, mit denen er regelmäßig internationale Gastspielreisen unternimmt und bis dato zahlreiche Aufnahmen realisiert hat.

    Geboren in der kaukasischen Stadt Nal’chik, wurde Yuri Temirkanov im Alter von 13 Jahren in die Leningrader Schule für begabte Kinder aufgenommen, wo er Violine und Viola studierte. Nach seinem Abschluss wechselte er zum Leningrader Konservatorium, wo er sein Bratschenstudium vollendete und später ein Dirigierstudium aufnahm. Nach dem Gewinn des prestigeträchtigen All-Soviet National Conducting Competition im Jahr 1966 wurde Yuri Temirkanov von Kirill Kondrashin zu einer Gastspielreise mit den Moskauer Philharmonikern und dem Geiger David Oistrach durch Europa und die USA eingeladen. 

    1967 debütierte Temirkanov am Pult der Leningrader Philharmoniker und erhielt gleich darauf die Einladung, deren legendären Chefdirigenten Yevgeny Mravinsky zu assistieren. Nur ein Jahr später wurde Temirkanov zum Chefdirigenten des Orchesters berufen. Dieser Position blieb er bis zu seinem Wechsel an das heutige Mariisnky Theater im Jahr 1976 treu.

    In Europa arbeitete Yuri Temirkanov als Gastdirigent u.a. mit den Berliner und Wiener Philharmonikern, der Sächsischen Staatskapelle Dresden, den Londoner Orchestern, dem Concertgebouw Orchestra Amsterdam sowie der Accademia di Santa Cecilia in Rom und dem Orchester der Mailänder Scala zusammen. 

    Nach seinem Debüt beim Royal Philharmonic Orchestra im Jahr 1977, wurde er schon bald zum Ersten Gastdirigenten dieses Orchesters ernannt, im Jahr 1992 wurde er dessen Chefdirigent. Gerne gesehen ist Yuri Temirkanov auch in den USA, wo er regelmäßig am Pult der großen Orchester aus New York, Boston, Philadelphia, Chicago, Cleveland, San Francisco und Los Angeles steht. Von 2000 bis 2006 war der Music Director des Baltimore Orchestra, bis zum Jahr 2009 Erster Gastdirigent des Bolshoi Theaters. 

    Denis Matsuev

    Mit seinem Sieg beim 11. Internationalen Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau trat Denis Matsuev schlagartig ins internationale Rampenlicht und etablierte sich schnell als herausragender Vertreter der großen russischen Pianistentradition. Einladungen zu den bedeutendsten Orchestern weltweit ließen nicht lange auf sich warten, und so stehen in seiner Vita regelmäßig Konzerte mit den Berliner Philharmonikern, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem London Symphony Orchestra sowie den großen Symphonieorchestern der USA und seiner russischen Heimat. Dabei arbeitet Matsuev mit Dirigenten wie Mariss Jansons, Mikhail Pletnev, Yuri Temirkanov, Zubin Mehta, Paavo Järvi, Antonio Pappano, Charles Dutoit und Myung-Whun Chung zusammen.

    In Ergänzung zu seinen solistischen Verpflichtungen leitet Denis Matsuev diverse Festivals und engagiert sich im Bereich der musikalischen Nachwuchsförderung. Er ist Künstlerischer Leiter des Festivals »Crescendo« und gastierte mit diesem u.a. in Moskau, St. Petersburg, Tel Aviv, Paris und New York. Im Jahr 2010 übernahm er die Leitung des Annecy Music Festival, das sich intensiv um den französisch-russischen Kulturaustausch bemüht. Als Präsident der Stiftung »New Names« fördert er talentierte Kinder in seiner russischen Heimat – mehr als 10.000 junge Nachwuchsmusiker haben bislang Unterstützung von Seiten dieser Stiftung erfahren.

    Im Februar 2014 trat Matsuev im Rahmen der Abschlussfeierlichkeiten der Olympischen Spiele in Sotschi auf, noch im gleichen Jahr wurde er von der UNESCO zum Goodwill Ambassador ernannt.

    Helmut Fuchs

    Solotrompeter

    Helmut Fuchs, geboren 1984 in Oberndorf bei Salzburg, erhielt im Alter von sechs Jahren seinen ersten Trompetenunterricht im Musikschulwerk Salzburg bei Martin Mühlfellner. 2001 wechselte er zu Igor Oder, von dem er auch während seiner Zeit bei der Militärmusik in Salzburg (2003 - 2004) unterrichtet wurde.2004 begann er ein Trompetenstudium, zunächst an der Universität Mozarteum Salzburg bei Gottfried Menth. 2005 wechselte er an die Universität für Musik und darstellende Kunst Wien zu Josef Pomberger. Neben seiner Konzertfachausbildung studierte er auch Instrumentalpädagogik Trompete. Beide Studien schloss er 2009 bzw. 2012 mit Auszeichnung ab.

    Bereits seit Beginn seines Studiums, bis in die jüngste Gegenwart hinein, substituiert er in den renommiertesten Orchestern Österreichs (u. a. im Orchester der Wiener Staatsoper, bei den Wiener Philharmonikern, beim Tonkünstler-Orchester Niederösterreich, bei den Wiener Symphonikern, beim Brucknerorchester Linz sowie beim Mozarteumorchester Salzburg).

    Im Jahr 2014 wurde er als Trompeter an der Opéra de Nice verpflichtet, seit dem Jahr 2016 ist Helmut Fuchs Solotrompeter der Sächsischen Staatskapelle Dresden.