Silvesterkonzert der Staatskapelle Dresden

Franz Welser-Möst Dirigent
Jonas Kaufmann Eisenstein
Elisabeth Kulman Prinz Orlofsky
Andreas Schager Alfred
Rachel Willis-Sørensen Rosalinde
Tuuli Takala Adele
Tahnee Niboro Ida
Sebastian Wartig Falke
Michael Kraus Frank
Beomjin Kim Dr. Blind
Sky du Mont Moderator
Christine Schütze Moderatorin
Sächsischer Staatsopernchor Dresden

Johann Strauß (Sohn)

  • »Die Fledermaus«

»Champagner hat’s verschuldet …«

Mit dem österreichischen Dirigenten Franz Welser-Möst und internationalen Gesangsgrößen – darunter Jonas Kaufmann mit seinem Rollendebüt als Eisenstein – verabschiedet die Staatskapelle das Jahr 2018. Johann Strauß’ »Die Fledermaus« steht im Mittelpunkt des Abends und ist als Paradestück der Wiener Operette mit dem großen Fest beim Prinzen Orlovsky im zweiten Akt ein Garant für Schwung und Champagnerseligkeit zum Jahresausklang.

Konzertdauer: ca. 90 Minuten, keine Pause

Sendetermin: 30. Dezember 2018, ab 22 Uhr im ZDF
  • 29.12.2018
    19:00 Uhr
    Semperoper
    Tickets
    Ticket-Preis:
    150.00 – 250.00 €
  • 30.12.2018
    18:00 Uhr
    Semperoper
    Tickets
    Ticket-Preis:
    150.00 – 250.00 €

Franz Welser-Möst

Franz Welser-Möst zählt zu den bedeutendsten Dirigenten unserer Zeit. Sein Vertrag mit dem Cleveland Orchestra, dem er seit 2002 als Musikdirektor vorsteht, wurde im Herbst 2014 bis in das Jahr 2022 verlängert. Von 2010 bis 2014 war Franz Welser-Möst Generalmusikdirektor der Wiener Staatsoper, wo er sich neben der Pflege des deutschen, italienischen und slawischen Repertoires mit Opern des 20. Jahrhunderts auseinandersetzte. Franz Welser-Möst ist regelmäßig am Teatro alla Scala und bei den Salzburger Festspielen zu Gast. Nach triumphalen Erfolgen mit »Rusalka«, dem »Rosenkavalier« und »Fidelio« leitet er in Salzburg 2016 die Neuproduktion von Richard Strauss’ »Die Liebe der Danae«, 2017 Aribert Reimanns »Lear« und 2018 die höchst erfolgreiche »Salome«-Produktion, welche Festivalgeschichte schrieb.

 

Als Gastdirigent hat Welser-Möst eine besonders enge und produktive Beziehung zu den Wiener Philharmonikern entwickelt. Er stand zweimal am Pult des Neujahrskonzertes und dirigiert das Orchester regelmäßig in Abonnementkonzerten im Wiener Musikverein, bei Gastspielen in Luzern, bei den BBC Proms, bei Tourneen in den USA, Skandinavien, Japan und 2018 erstmals auch in China. Diese besondere Beziehung wurde im Frühjahr 2014 mit der Überreichung des Ehrenrings der Wiener Philharmoniker gewürdigt. 

2018/19 wird er neben der Staatskapelle Dresden auch das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks sowie die Tschechische Philharmonie leiten.

Franz Welser-Möst ist Träger zahlreicher Auszeichnungen und hat CD- und DVD-Aufnahmen vorgelegt, die mehrfach internationale Preise erhielten.

Jonas Kaufmann

Kaufmann stammt aus München. Dort absolvierte er sein Gesangsstudium, außerdem besuchte er Meisterkurse bei Hans Hotter, James King und Josef Metternich. Während seiner ersten Bühnenjahre am Staatstheater Saarbrücken setzte er seine Ausbildung bei Michael Rhodes in Trier fort. Nach Engagements in Stuttgart, Frankfurt, Hamburg und Mailand ging er 2001 an die Oper in Zürich. Von dort aus begann seine internationale Karriere, mit Auftritten bei den Salzburger Festspielen, an der Lyric Opera Chicago, der Pariser Oper, der Covent Garden Opera in London, der Mailänder Scala, der Deutschen Oper und der Staatsoper in Berlin, der Wiener Staatsoper und der Metropolitan Opera New York.

2010 gab der Tenor sein Debüt bei den Bayreuther Festspielen, als Lohengrin in der Aufsehen erregenden Inszenierung von Hans Neuenfels. Kaufmann ist im italienischen und französischen Repertoire international genauso gefragt wie im deutschen. Er hat Massenets Werther in Paris und Wien, Cavaradossi in Puccinis »Tosca« in London, an der Metropolitan Opera New York und der Scala gesungen. Im Wagner-Jahr 2013 war er gemeinsam mit der Sächsischen Staatskapelle und Christian Thielemann in einem Sonderkonzert zum 200. Geburtstag des Komponisten-Jubilars zu erleben. 2018 wird er im traditionellen Silvesterkonzert der Staatskapelle Dresden sein Rollendebüt als Eisenstein in Strauß' »Fledermaus« geben.

Elisabeth Kulman

Elisabeth Kulman zählt zu den gefragtesten Sängerinnen und Künstlerpersönlichkeiten der internationalen Musikwelt. Sie überzeugt Publikum und Kritik durch ihr kostbares, farbintensives Timbre sowie ihre charismatische Bühnenpräsenz und musikalische Vielseitigkeit.

Ihre Ausbildung erhielt sie an der Wiener Musikuniversität bei Helena Lazarska, debütierte 2001 als Pamina an der Volksoper Wien und feierte erste Erfolge als Sopranistin. Seit 2005 singt Elisabeth Kulman das große Mezzosopran- und Altfach, in dem sie rasch zum Publikumsliebling avancierte. Ihr Opernrepertoire, das sie unter anderem im Ensemble der Wiener Staatsoper erarbeitete, umfasst Werke von Gluck über Wagner und Verdi bis Weill. In Orchesterkonzerten reicht ihr Spektrum u. a. von den Bach-Passionen über Beethovens Missa solemnis, Wagners Wesendonck-Liedern, Dvořáks Stabat mater und Mahlers Orchesterlieder bis zu Schnittkes Faust-Kantate.

Seit 2010 ist Elisabeth Kulman freischaffend tätig und begehrte Solistin in den großen Musikmetropolen Wien, Paris, London, München, Berlin, Tokio, Moskau, Madrid u. v. m. Sie singt regelmäßig mit führenden Orchestern und Dirigenten wie Zubin Mehta, Kirill Petrenko, Christian Thielemann, Philippe Jordan, Herbert Blomstedt, Mariss Jansons, Kent Nagano und Marek Janowski. Eine besonders enge Zusammenarbeit verband sie mit Nikolaus Harnoncourt.

Seit 2015 konzentriert Elisabeth Kulman ihre künstlerische Tätigkeit auf Liederabende (gemeinsam mit ihrem langjährigen Klavierpartner Eduard Kutrowatz), Konzerte und konzertante Oper. Ihre besondere Liebe gilt unkonventionellen Projekten: »Mussorgsky Dis-Covered« mit internationalem Jazzquartett, Mahler-Lieder und »Wer wagt mich zu höhnen?« mit dem Ensemble Amarcord Wien sowie »Hungaro Tune« mit Symphonieorchester und Jazzsolisten. 

Andreas Schager

Der österreichische Heldentenor Andreas Schager studierte an der Universität für Musik in Wien und wird seit 2012 von Heidrun Franz Vetter in Berlin betreut. Zunächst war er im lyrischen Mozart- und Operettenfach zu Hause, bis er 2011 zu den Heldenpartien Wagners und Strauss‘ wechselte.

Auf sein vielbeachtetes Debüt im Sommer 2009 bei den Tiroler Festspielen Erl als David in »Die Meistersinger von Nürnberg« folgten schon bald die Partien des Florestan/»Fidelio«, Max/»Der Freischütz«, Rienzi/»Rienzi«, Tristan/»Tristan und Isolde« sowie Siegfried an kleineren und mittleren Theatern, bevor ihm mit dem Siegfried in der »Götterdämmerung« an der Mailänder Scala, an der Staatsoper Unter den Linden Berlin und bei den BBC Proms 2013 in Londen unter Daniel Barenboim der internationale Durchbruch gelang.
Seitdem arbeitet Andreas Schager regelmäßig an den großen Häusern und Festivals weltweit, wie der Metropolitan Opera, Opéra de Bastille, Wiener Staatsoper, Bayerischen Staatsoper München, Staatsoper Unter den Linden Berlin, Deutschen Oper Berlin, Staatsoper Hamburg, der Scala, dem Teatro Real Madrid, den Opernhäusern in Frankfurt, Leipzig und Wiesbaden sowie den Bayreuther Festspielen und mit Dirigenten wie Philippe Jordan, Daniel Barenboim, Christian Thielemann, Valery Gergiev, Simone Young, Daniele Gatti, Franz Welser-Möst und Riccardo Chailly.
 

Zu den letzten herausragenden Aufgaben gehören »Fidelio«, »Parsifal«, »Siegfried« und »Götterdämmerung« an der Staatsoper Unter den Linden Berlin unter Daniel Barenboim, Siegfried/Götterdämmerung an der Dresdner Semperoper unter Christian Thielemann, Tannhäuser an der Deutschen Oper Berlin, an der Wiener Staatsoper Apollo/»Daphne« unter Simone Young und Max/»Der Freischütz« unter Tomáš Netopil sowie die Titelpartie in Parsifal bei den Bayreuther Festspielen 2017 und 2018, an der Hamburgischen Staatsoper und an der Opéra Bastille.

Neben seinen Opernerfolgen ist Andreas Schager auch im Konzertbereich tätig. Highlights der letzten Jahre sind Auftritte mit dem Cleveland Orchestra unter Franz Welser-Möst in Cleveland und der Carnegie Hall, Gurrelieder in der Philharmonie de Paris und Beethovens neunte Symphonie im Wiener Konzerthaus mit den Wiener Philharmonikern jeweils unter Philippe Jordan, Mahlers achte Symphonie unter Riccardo Chailly in Luzern sowie Beethovens neunte Symphonie mit Marek Janowski und dem Rundfunk-Sinfonieorchester im Berliner Konzerthaus.
 

Rachel Willis-Sørensen

Mit ihrem Gewinn der National Council Auditions an der New Yorker Met (2010) und des Hans Gabor Belvedere Gesangswettbewerbs in Wien (2011) zog Rachel Willis-Sørensen internationale Aufmerksamkeit auf sich, drei Jahre lang gehörte sie dem Ensemble der Semperoper an. In Dresden debütierte sie u.a. als Elettra und als Rachel in den Neuproduktionen von Mozarts »Idomeneo« und Halévys »La juive«, daneben gastierte die junge Sopranistin u.a. als Gräfin (»Figaro«) am Londoner Royal Opera House, als Donna Anna (»Don Giovannni«) an der Houston Grand Opera und in Beethovens Neunter bei Los Angeles Philharmonic.

2014 gewann sie den 1. Preis beim Operalia Gesangswettbewerb. Gastengagements führten sie u. a. an die Deutsche Oper Berlin, die Metropolitan Opera in New York, das Royal Opera House Covent Garden in London, die Wiener Staatsoper und die San Francisco Opera. Zu ihrem Repertoire gehören Partien wie Donna Anna (»Don Giovanni«), Fiordiligi (»Così fan tutte«), Elettra (»Idomeneo«), Marschallin (»Der Rosenkavalier«), Leonora (»Il trovatore«), Elsa (»Lohengrin«) und Eva (»Die Meistersinger von Nürnberg«).

Tuuli Takala

Tuuli Takala wurde in Finnland geboren und studierte an der Sibelius-Akademie in Helsinki und an der Fachhochschule Helsinki Metropolia. Die Sopranistin ist Preisträgerin mehrerer Wettbewerbe und errang u.a. den 1. Preis beim Timo Mustakallio Gesangswettbewerb sowie beim Kangasniemi Gesangswettbewerb in Finnland. Darüber hinaus war sie Finalistin und Preisträgerin des Arnold Schönberg Center Spezialpreises beim 8. Internationalen Hilde Zadek Gesangswettbewerb in Wien und Finalistin und Sonderpreisträgerin beim Hans Gabor Belvedere Gesangswettbewerb in Amsterdam im Jahr 2015.

Tuuli Takala gab 2013 ihr Operndebüt als Königin der Nacht (»Die Zauberflöte«) an der Finnischen Nationaloper in Helsinki. Seitdem führte sie diese Rolle u.a. an die Semperoper Dresden, Deutsche Oper Berlin, Komische Oper Berlin, nach Essen, Klagenfurt und zu den Opernfestspielen Savonlinna in Finnland. 
 

Andere wichtige Partien waren Susanna (»Le nozze di Figaro«) an der Finnischen Nationaloper in Helsinki, Zerlina (»Don Giovanni«) bei den Opernfestspielen in Savonlinna, Gilda (»Rigoletto«) in Dresden und Savonlinna sowie aktuell Olympia (»Les Contes d’Hoffmann«), Waldvogel (»Siegfried«) und Blonde (»Die Entführung aus dem Serail«) an der Semperoper Dresden. Von 2015 bis 2017 war Tuuli Takala hier Mitglied im Jungen Ensemble; seit 2017/18 ist sie festes Ensemblemitglied der Semperoper.

Tuuli Takala ist auch als Liedinterpretin und im Konzertbereich aktiv. So sang sie bspw. Bachs »Weihnachtsoratorium«, die »Johannes-Passion« und die Messe in h-Moll, Händels »Messias«, Mozarts Requiem oder Brahms‘ »Ein deutsches Requiem« u.a. in London, Wien und Tokyo.
 

Sächsischer Staatsopernchor Dresden

Der Dresdner Opernchor wurde 1817 von Friedrich August dem Gerechten gegründet. Dies war vor allem ein Verdienst Carl Maria von Webers, der als neu engagierter Hofkapellmeister den Auftrag erhalten hatte, neben der italienischen Oper in Dresden auch ein deutsches »Opern-Departement« aufzubauen. Weber forderte die Einrichtung eines »stehenden Theaterchors«, der den gestiegenen Anforderungen des dafür neu zu schaffenden Opernrepertoires gewachsen sein würde. In der Folgezeit entwickelte sich der Chor dank hervorragender Persönlichkeiten wie Johann Miksch, Karl Maria Pembaur, Hans-Dieter Pflüger und Matthias Brauer zu einem Ensemble, das

bis heute für klangliche Noblesse, künstlerische Homogenität und kultivierten Pianogesang bei gleichzeitiger Klangdichte steht. Von 2009 bis 2014 war Pablo Assante Chordirektor der Sächsischen Staatsoper Dresden. Mit der Spielzeit 2014/2015 nimmt diese Position Jörn Hinnerk Andresen ein. Seit dem Jahr 2013 ist der Chor gemeinsam mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden jährlich auch bei Osterfestspiele in Salzburg zu hören.  Am 8. Oktober 2017 feierte der Sächsische Staatsopernchor Dresden sein 200-jähriges Bestehen.