Sonderkonzert zum 470. Geburtstag der Sächsischen Staatskapelle Dresden

Manfred Honeck Dirigent
Bernarda Fink Mezzosopran

Antonín Dvořák

  • »Rusalka«-Fantasie, Suite aus der Oper zusammengestellt von Manfred Honeck, orchestriert von Tomáš Ille
  • »Biblische Lieder« op. 99

Johannes Brahms

  • Symphonie Nr. 3 F-Dur op. 90

470 Jahre für Oper & Konzert

Ihren 470. Geburtstag feiert die Sächsische Staatskapelle mit Manfred Honeck, einem regelmäßigen Gast am Pult des Orchesters. Das Programm trägt dem Kapellprofil als Opern- und Symphonieorchester Rechnung: Manfred Honecks Fantasie zu Antonín Dvořáks »Rusalka« erklingt vor den »Biblischen Liedern« des tschechischen Komponisten. Den Abschluss bildet die 3. Symphonie von Johannes Brahms, der 1886 die Staatskapelle dirigierte und Ehrenmitglied des orchestereigenen Tonkünstler-Vereins war.

  • 22.09.2018
    20:00 Uhr
    Kulturpalast Dresden
    Tickets
    Ticket-Preis:
    15.00 – 55.00 €

Manfred Honeck

Manfred Honeck ist seit der Saison 2008/2009 Music Director beim Pittsburgh Symphony Orchestra. Seine weithin gefeierten Konzerte und richtungsweisenden Interpretationen gemeinsam mit diesem Orchester erfahren international große Anerkennung. Umjubelte Gastspiele führen regelmäßig in zahlreiche Musikmetropolen sowie zu den großen Musikfestivals, darunter die BBC Proms, Musikfest Berlin, Lucerne Festival, Rheingau Musik Festival, Beethovenfest Bonn, Grafenegg Festival, die Carnegie Hall und das Lincoln Center in New York. Eine enge Beziehung pflegen Manfred Honeck und sein Orchester zum Wiener Musikverein. Nach einer einwöchigen Residenz im Jahr 2012 folgten im Frühjahr 2016 drei weitere Konzerte im Rahmen einer ausgedehnten Europa-Tournee. Im Sommer 2017 führte eine weitere Tournee zu Europas bedeutendsten Musikfestivals.

Manfred Honecks erfolgreiche Tätigkeit in Pittsburgh wird durch zahlreiche Einspielungen umfassend dokumentiert. Sämtliche der SACDs für Reference Recordings, darunter Tondichtungen und Suiten von Richard Strauss, Beethovens Symphonien Nr. 5 und 7 sowie Tschaikowskys 6. Symphonie erhielten eine Vielzahl an hervorragenden Rezensionen. Nach zwei Grammy-Nominierungen für Dvořáks Achte Symphonie und die von Manfred Honeck selbst konzipierte Symphonische Suite aus Jenůfa von Janáček sowie für Bruckners Symphonie Nr. 4 wurde die aktuelle Aufnahme, Schostakowitschs Symphonie Nr. 5, im Januar 2018 mit einem Grammy als "Best Orchestral Performance" ausgezeichnet.

Der gebürtige Österreicher absolvierte seine musikalische Ausbildung an der Hochschule für Musik in Wien. Seine Arbeit als Dirigent wurde durch Erfahrungen geprägt, die er über lange Jahre als Mitglied der Wiener Philharmoniker und des Wiener Staatsopernorchesters sammeln konnte. Seine Dirigentenlaufbahn begann Manfred Honeck als Assistent von Claudio Abbado in Wien sowie als Leiter des Jeunesses Musicales Orchesters Wien. Anschließend wurde er als Erster Kapellmeister an das Opernhaus Zürich verpflichtet und erhielt dort 1993 den Europäischen Dirigentenpreis. Zu weiteren frühen Stationen seiner Karriere zählen Leipzig, wo er von 1996 bis 1999 einer der drei Hauptdirigenten des MDR Sinfonieorchesters Leipzig war und Oslo, wo er nicht nur 1997 für ein Jahr kurzfristig die musikalische Leitung der Norwegischen Nationaloper übernahm, sondern auch für mehrere Jahre als Erster Gastdirigent des Oslo Philharmonic Orchestra verpflichtet wurde. Von 2000 bis 2006 war er Chefdirigent des Swedish Radio Symphony Orchestra Stockholm, von 2008 bis 2011 sowie erneut von 2013 bis 2016 war er Erster Gastdirigent der Tschechischen Philharmonie in Prag.

 

Von 2007 bis 2011 wirkte Manfred Honeck als Generalmusikdirektor der Staatsoper Stuttgart. Dort dirigierte er unter anderem Premieren von Berlioz' Les Troyens, Mozarts Idomeneo, Verdis Aida, Poulencs Dialogues des Carmélites, den Rosenkavalier von R. Strauss, die Fledermausvon Johann Strauß, Wagners Lohengrin und Parsifal sowie zahlreiche Symphoniekonzerte mit dem Staatsorchester Stuttgart. Gastspiele im Bereich der Oper führten ihn an die Semperoper Dresden, an die Komische Oper Berlin, an die Königliche Oper in Kopenhagen, zum White Nights Festival nach St. Petersburg und zu den Salzburger Festspielen. Er ist darüber hinaus seit über zwanzig Jahren Künstlerischer Leiter der Internationalen Wolfegger Konzerte.

Als Gastdirigent stand Manfred Honeck am Pult aller führenden internationalen Klangkörper, darunter das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, die Berliner Philharmoniker, das Gewandhausorchester Leipzig, die Sächsische Staatskapelle Dresden, Royal Concertgebouw Orchestra, London Symphony Orchestra, Orchestre de Paris, Accademia di Santa Cecilia Rom sowie die Wiener Philharmoniker; in den USA leitete er das Los Angeles Philharmonic, New York Philharmonic, The Cleveland Orchestra, Chicago Symphony Orchestra, Boston Symphony Orchestra, Philadelphia Orchestra und San Francisco Symphony. Er ist darüber hinaus gern gesehener Gast beim Verbier Festival. In der Saison 2017/2018 dirigiert er das Neujahrskonzert beim Shanghai Symphony Orchestra, kehrt zum Orchestre de Paris, Chicago Symphony Orchestra, Danish National Symphony, Israel Philharmonic und den Wiener Symphonikern zurück und setzt seine regelmäßige Zusammenarbeit mit New York Philharmonic, den Bamberger Symphonikern und der Accademia di Santa Cecilia fort.

Manfred Honeck wurde von mehreren US-amerikanischen Universitäten zum Ehrendoktor ernannt. Im Auftrag des österreichischen Bundespräsidenten wurde er 2016 mit dem Berufstitel Professor gewürdigt. Die Fachjury der International Classical Music Awards zeichnete ihn 2018 als "Artist of the Year" aus. 

Bernarda Fink

Als Kind slowenischer Eltern in Buenos Aires geboren, erhielt Bernarda Fink ihre Gesangs- und Musikausbildung am Instituto Superior de Arte del Teatro Colón, an dem sie auch seit dem Beginn ihrer Karriere regelmäßig auftrat.

Heute wird sie von den bedeutendsten Orchestern wie den Wiener und Berliner Philharmonikern, dem Royal Concertgebouw Orchestra, den Staatskapellen Berlin und Dresden, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Cleveland Orchestra, dem Chicago Symphony Orchestra sowie von führenden Barockorchestern eingeladen und singt unter so namhaften Dirigenten wie Daniel Barenboim, Herbert Blomstedt, Semyon Bychkov, Riccardo Chailly, Sir John Eliot Gardiner, Valery Gergiev, Bernard Haitink, Philippe Herreweghe, René Jacobs, Mariss Jansons, Riccardo Muti, Sir Roger Norrington, Trevor Pinnock, Sir Simon Rattle, Franz Welser-Möst u.a.

Mit ihrem breiten Repertoire vom Barock bis ins 20. Jahrhundert zählt sie zu den gefragtesten Konzert- und Liedsängerinnen. Eine enge Zusammenarbeit verband sie mit Nikolaus Harnoncourt, die durch zahlreiche Fernsehaufzeichnungen und Plattenaufnahmen dokumentiert ist.

Erfolge auf der Opernbühne feierte sie als Cecilio/LUCIO SILLA unter Nikolaus Harnoncourt am Theater an der Wien, als Idamante/IDOMENEO in einer Produktion von Luc Bondy und Jesús Lopez Cobos im Teatro Real in Madrid und als Irene/THEODORA unter Ivor Bolton bei den Salzburger Festspielen. In konzertanten Aufführungen unter René Jacobs war sie als Sesto/LA CLEMENZA DI TITO und Idamante zu erleben, die daraus entstandenen CD-Aufnahmen wurden vielfach ausgezeichnet. Im Juni 2017 gab Bernarda Fink in Debussys PELLEAS ET MELISANDE ihr Debüt an der Wiener Staatsoper.

Als Liedsängerin ist Bernarda Fink den bedeutendsten Musikzentren bestens bekannt und darf auf Spielplänen wie des Wiener Musikvereins und Konzerthauses sowie der Schubertiade Schwarzenberg, der Berliner Philharmonie, dem Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel, dem Concertgebouw in Amsterdam, der Pariser Cité de la Musique dem Edinburgh Festival, der New Yorker Carnegie Hall und Alice Tully Hall nicht fehlen.

Höhepunkte der jüngsten Vergangenheit waren neben zahlreichen Liederabenden Debussys PELLEAS ET MÉLISANDE mit den Berliner Philharmonikern in einer halbszenischen Produktion unter Sir Simon Rattle und Peter Sellars, Mahlers III. Symphonie mit dem Mahler Chamber Orchestra unter Daniel Harding und Dvořáks Biblische Lieder mit dem Ensemble Prisma beim Attergauer Kultursommer, beim Carinthischen Sommer und in der Wigmore Hall, sowie Mahlers LIED VON DER ERDE mit Jiří Bělohlávek in Prag und mit Douglas Boyd in Paris, die

ALTRHAPSODIE von Brahms mit dem Mozarteum Orchester und Ivor Bolton in Salzburg.

Konzertprojekte der Saison 2017/2018 beinhalten unter anderem Mahlers II. Symphonie mit dem Boston Symphony Orchestra unter Andris Nelsons beim Tanglewood Festival, Pergolesis STABAT MATER in Rom, Mahlers II. Symphonie mit Mariss Jansons in Kopenhagen, sowie mit Jakub Hrůša in Bamberg, und eine Südamerika Tournee mit der Camerata Salzburg.

Dem Nachwuchs widmet sich Bernarda Fink mit Meisterkursen z.B. im Rahmen der Wiener Meisterkurse, bei der Austrian Arts Session in Ossiach, beim YSP in Salzburg, bei der Akademie des Festivals in Aix-en-Provence oder am Schubert-Institut in Baden bei Wien, beim Aldeburgh Festival, der Carinthischen Musikakademie Ossiach und bei der Fondation in Royaumont. Als Jury-Mitglied war sie beim Internationalen Lied-Wettbewerb der Wigmore Hall, beim Bach Wettbewerb in Leipzig, beim BBC Cardiff Singers of the World sowie beim Wettbewerb DAS LIED in Berlin aktiv.

Das umfangreiche Bühnen- und Konzertrepertoire der Künstlerin ist durch eine Diskografie dokumentiert, die bereits die 50er Marke erreicht hat und sich von Monteverdi und Rameau bis hin zu Schubert und Bruckner erstreckt. Viele ihrer Platten wurden mit namhaften Preisen wie dem Diapason d’Or oder Grammy ausgezeichnet. Bernarda Fink verbindet eine enge Zusammenarbeit mit Harmonia Mundi. Die daraus hervorgegangenen Aufnahmen beinhalten u.a. Bach-Kantaten mit dem Freiburger Barockorchester, ein Solo-Album mit Liedern von Robert Schumann, Pergolesis STABAT MATER mit der Akademie für Alte Musik Berlin und Einspielungen mit Liedern slowenischer bzw. argentinischer Komponisten gemeinsam mit Marcos Fink (Grammy Nominierung), ein Dvořák Album (gemeinsam mit Genia Kühmeier) und ein Soloalbum mit spanischen Liedern mit Anthony Spiri am Klavier. Zuletzt erschien ein Album mit Liedern von Gustav Mahler, welche gemeinsam mit Anthony Spiri am Klavier, dem Gustav-Mahler Ensemble und dem Tonkünstlerorchester Niederösterreich unter der Leitung von Andrés Orozco-Estrada eingespielt wurde.

Im Februar 2006 wurde die Künstlerin durch den österreichischen Bundeskanzler mit dem Österreichischen Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst ausgezeichnet. Im Februar 2013 erhielt Bernarda Fink zusammen mit Marcos Fink für ihre gemeinsame Aufnahme Slovenija! und die damit verbundenen Konzerte den Preis der Prešeren-Stiftung, die höchste kulturelle Auszeichnung, die Slowenien zu vergeben hat. Im September 2014 wurde an Bernarda Fink der Titel Österreichische Kammersängerin verliehen.