Sonderkonzert am Vorabend der 8. Internationalen Schostakowitsch Tage Gohrisch

Gennady Rozhdestvensky Dirigent

    Dmitri Schostakowitsch

    • Symphonie Nr. 1 f-Moll op. 10
    • Symphonie Nr. 15 A-Dur op. 141

    Ab 2017 feiern die Internationalen Schostakowitsch Tage Gohrisch ihre Eröffnung in der Dresdner Semperoper. Damit bietet sich erstmalig die Möglichkeit, das symphonische Schaffen des sowjetischen Komponisten neben seiner Kammermusik hinreichend zu würdigen. Mit Gennady Rozhdestvensky konnte eine russische Dirigentenlegende gewonnen werden, die sich große Verdienste um das Werk des Komponisten erworben hat und mit dessen erster und letzter Symphonie Schostakowitschs tiefgründigen Kosmos umreißt.

    • 22.06.2017
      20:00 Uhr
      Semperoper
      Tickets
      Ticket-Preis:
      31,00 – 57,00 €

    Gennady Rozhdestvensky

    Gennady Rozhdestvensky hat sich auf einzigartige Weise um die Musik seiner russischen Heimat verdient gemacht, nicht zuletzt durch seinen Einsatz für zahlreiche Werke politisch in der Vergangenheit geächteter Komponisten und auch für zeitgenössische Kompositionen. Darüber hinaus brachte er als langjähriger Chefdirigent des Rundfunkorchesters der UdSSR viele Werke zur sowjetischen Erstaufführung.

    Der mittlerweile 83jährige absolvierte seine Ausbildung am Moskauer Konservatorium, wo er in der Klasse von Lev Oborin Klavier studierte und bei seinem Vater Nikolaj Anossow zum Kapellmeister ausgebildet wurde. Im ungewöhnlich jungen Alter von 20 Jahren, noch als Student des Konservatoriums, gab er sein Debüt am Bolschoi-Theater, dessen Chefdirigent er nach einer Assistentenzeit von 1964 bis 1970 war.

    In unzähligen Produktionen und Ur- bzw. russischen Erstaufführungen prägte er den Charakter dieses Ensembles, das bereits seit 1956 in Europa, Asien und Amerika Verbindungen auf künstlerischer Ebene knüpft. Beinahe folgerichtig wurde er 2000 deshalb zu dessen künstlerischen Direktor ernannt.

    Als erster sowjetischer Dirigent übernahm er die Chefdirigentenposition unter anderem beim BBC Symphony Orchestra in London, bei den Wiener Symphonikern und beim Stockholm Royal Philharmonic Orchestra. Seine Diskographie macht ihn mit über 400 Einspielungen und nahezu 800 verschiedenen Werken zu einem der am meisten meist aufgenommenen und vielseitigsten Dirigenten.