9. Symphoniekonzert

Reinhard Goebel Dirigent
Sophie Karthäuser Sopran
Anke Vondung Alt
Lothar Odinius Tenor
Daniel Ochoa Bariton
Martin-Jan Nijhof Bass
Dresdner Kammerchor

    Georg Philipp Telemann

    • »Holder Friede, heil'ger Glaube, dich zu küssen«, Oratorium zum 200. Jahrestag der Augsburgischen Konfession

    Georg Friedrich Händel

    • »Dettinger Te Deum« HWV 283

    Er gilt als einer der Vorkämpfer der historisch informierten Aufführungspraxis: Mit seinen Interpretationen und Entdeckungen setzt Reinhard Goebel seit vielen Jahren Maßstäbe auf dem Gebiet der Musik des 17. und 18. Jahrhunderts. Mit Telemanns Oratorium »Holder Friede, heilger Glaube, dich zu küssen« gedenkt er dem 250. Todestag des Komponisten. Händels »Dettinger Te Deum« stellte 1743 eine Huldigungsmusik an die siegreichen englischen Truppen im Österreichischen Erbfolgekrieg dar.

    • 09.04.2017
      20:00 Uhr
      Semperoper
      Ausverkauft
    • 10.04.2017
      20:00 Uhr
      Semperoper
      Tickets
      Ticket-Preis:
      57,00 €

    Reinhard Goebel

    Seit der Spielzeit 2012/2013 widmet sich Reinhard Goebel in den »Palmsonntagskonzerten« der Sächsischen Staatskapelle einem Repertoire, das Sinnbild ist für die einzigartige Historie des Orchesters. Komponisten wie Zelenka, Fasch, Telemann oder Johann Sebastian Bach haben unzählige Werke für die damalige Hofkapelle geschrieben und auf diesem Wege dem weit über die Grenzen Sachsens hinaus gerühmten Orchester ihre Ehrerbietung erwiesen. 

    Reinhard Goebel, der über 30 Jahre lang als Künstlerischer Leiter des von ihm gegründeten Ensembles Musica Antiqua Köln eine der prägenden Persönlichkeiten der historischen Aufführungspraxis war, holt diese Werke in die Konzerte der Staatskapelle zurück. Für sein bisheriges Wirken, bei Spezialensembles ebenso wie bei großen Symphonieorchestern, wurde Reinhard Goebel mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

    Sophie Karthäuser

    Sopran

    Die belgische Sopranistin Sophie Karthäuser, bekannt als eine der besten Mozart-Interpretinnen ihrer Generation, sang ihre erste Pamina mit René Jacobs an La Monnaie in Brüssel und ihre erste Susanna mit William Christie an der Opéra de Lyon. In den darauf folgenden Jahren war sie in unzähligen weiteren Mozart-Parien zu hören. Doch auch als Liedsängerin ist Sophie Karthäuser den bedeutendsten Musikzentren bestens bekannt und gastiert regelmäßig an Opernhäusern in Antwerpen, Bordeaux, Brüssel, Frankfurt, Paris, Straßburg sowie im Palais des Beaux-Arts Brüssel, in der Philharmonie Berlin, in der Philharmonie Köln, 

    in der Wigmore Hall und in der Carnegie Hall New York. Dabei hat sie mit zahlreichen Ensembles und Orchestern wie The Academy of Ancient Music, Collegium Vocale Gent, Les Arts Florissants, La Petite Bande, Akademie für Alte Musik Berlin, Freiburger Barockorchester, de, Mahler Chamber Orchestra und Gewandhaus Orchester Leipzig unter so namhaften Dirigenten wie Riccardo Chailly, Nikolaus Harnoncourt, Thomas Hengelbrock, Philippe Herreweghe, Marc Minkowski und Kent Nagano konzertiert.

    Anke Vondung

    Anke Vondung erhielt ihre Gesangsausbildung an der Musikhochschule Mannheim und ist Preisträgerin mehrerer internationaler Wettbewerbe, auf denen sie ihr epochenübergreifendes Können präsentierte.

    Für ihre Leistungen wurde sie unter anderem mit einem Stipendium des Bundespräsidenten sowie einem Stipendium des Ravinia Festivals in Chicago bedacht. Ihr erstes Engagement führte sie gleich mit den großen Partien ihres Fachs an das Tiroler Landestheater in Innsbruck.

    Inzwischen gastierte sie unter anderem am Théâtre du Châtelet Paris, bei den Salzburger Festspielen sowie der Salzburger Mozartwoche, beim Glyndebourne Festival, an den Staatsopern in Hamburg, Berlin und München sowie an der New Yorker Metropolitan Opera. Im Rahmen von Konzerten in den USA und Europa arbeitet sie regelmäßig mit großen Orchestern zusammen, darüber hinaus gibt sie Liederabende mit klassischem und zeitgenössischem Repertoire.

    Anke Vondung war von 2003 bis 2006 festes Ensemblemitglied der Semperoper und kehrt seitdem für Opern- und Konzertproduktion gerne ans Haus zurück.

    Lothar Odinius

    Lothar Odinius studierte Gesang an der Berliner Universität der Künste. Er gehört zu den gefragtesten Konzert- und Oratoriensängern und hat sich als Interpret mit einem Repertoire vom Barock bis in die Gegenwart international einen Namen gemacht. Er ist regelmäßiger Gast bei internationalen Festivals und in allen wichtigen Konzertsälen von Berlin, Wien und Mailand bis London und New York. 

    Er war an zahlreichen Rundfunkaufnahmen und vielen CD-Produktionen beteiligt. 2011 erfolgte unter Thomas Hengelbrock sein Debüt bei den Bayreuther Festspielen als Walther von der Vogelweide, den er 2012 auch unter Christian Thielemann sang.

    Daniel Ochoa

    Der Leipziger Daniel Ochoa war Mitglied des Kinder- und Jugendchores im Gewandhaus, später studierte er in Rostock und Leipzig. Er trat am Theater Plauen-Zwickau, an den Bühnen der Stadt Gera und im Europäischen Zentrum der Künste in Hellerau auf, seit der Saison 2012/2013 singt er im Ensemble der Wiener Volksoper.

    Als Konzertsänger gastierte der Bariton, zu dessen Lehrern Thomas Quasthoff, Dietrich Fischer-Dieskau und Matthias Goerne zählen, unter anderem beim Lucerne Festival, dem MDR Musiksommer, dem Leipziger Bachfest, bei den Händel-Festspielen in Halle und bei den Dresdner Tagen der zeitgenössischen Musik.

    Martin-Jan Nijhof

    Der Bass Martin-Jan Nijhof wurde in Ravenstein in den Niederlanden geboren und studierte am Maastrichter Konservatorium bei Barbara Schlick und an der Staatlichen Hochschule für Musik in Freiburg bei Reginaldo Pinheiro.

    Seine ersten Engagements führte ihn nach Passau an das Südostbayerische Städtetheater und das Theater Regensburg sowie an das Theater Magdeburg. Dort hatte er die Gelegenheit Partien wie Wozzeck, Don Pasquale, Dulcamara, Sarastro, Daland, Don Giovanni, Escamillo, Kaspar, die vier Bösewichte in »Hoffmanns Erzählungen«, Il Conte in »Le nozze di Figaro« und Orest in »Elektra« in sein Repertoire aufzunehmen.

    Ab August 2016 wird Martin-Jan Nijhof festes Ensemblemitglied der Semperoper Dresden sein, wo er bereits zuvor als Gast als Bartolo, in »Tosca« als Angelotti und in »Daphne« als 1. Schäfer zu hören.

    Seine Gastiertätigkeit führte ihn unter anderem auch an das Theater Krefeld/Mönchengladbach und an das Staatstheater Mainz.

    Auch das Konzert- und Liedfach liegt ihm am Herzen. Sein Repertoire umfasst u.a. die Bass-Partien in Bachs »Matthäus«- und »Johannespassion« sowie im »Weihnachtsoratorium«, Rossinis »Stabat Mater«, Händels »Messias«, Mozarts Requiem, Mendelssohns »Paulus« und Beethovens neunte Symphonie.

    Dresdner Kammerchor

    Der Dresdner Kammerchor zählt zu den Spitzenchören Deutschlands und ist bekannt für seinen unverwechselbaren Klang von großer Intensität und Klarheit. Seit der Gründung im Jahr 1985 wurde der Chor von seinem Künstlerischen Leiter Hans-Christoph Rademann zu einem professionellen Ensemble geformt, das bei Gastspielen und auf Konzertreisen durch Europa, die USA sowie nach Südafrika, Indien, Argentinien oder China große Erfolge feierte. Eine Vielzahl von Rundfunk- und

    CD-Aufnahmen sowie die Zusammenarbeit mit international bedeutenden Orchestern und namhaften Dirigenten belegen das Renommée des Chores. Für seine Interpretationen des barocken, romantischen und zeitgenössischen Repertoires wurde der Dresdner Kammerchor mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht, u.a. mit dem Förderpreis der Ernst von Siemens Stiftung.