10. Symphoniekonzert

Christian Thielemann Dirigent
Denis Matsuev Klavier

Carl Maria von Weber

  • Ouvertüre zu »Oberon«

Franz Liszt

  • Klavierkonzert Nr. 2 A-Dur

Johannes Brahms

  • Symphonie Nr. 4 e-Moll op. 98

Schöpferische Gipfel

»Die Kirschen werden hier nicht süß«, spielt Brahms gegenüber Freunden auf den herben Charakter seiner vierten Symphonie an – was kaum darüber hinwegtäuscht, dass es sich hier um einen der wichtigsten und ausgefeiltesten Beiträge innerhalb der Gattung handelt. Das beharrliche, immerhin dreißigjährige Schürfen am Material lässt in Liszts zweitem Klavierkonzert die Intuition zur Konzentration gerinnen, so wie auch der geheimnisvolle Hornruf zu Beginn von Webers 1825 entstandener »Oberon«-Ouvertüre.

Voraussichtliche Konzertlänge inkl. Pause: 105 min.

Am 19.5.2018 kostenlose Kinderbetreuung.

  • 18.05.2018
    20:00 Uhr
    Semperoper
    Ticket-Preis:
    67.00 €
  • 19.05.2018
    11:00 Uhr
    Semperoper
    Ausverkauft
  • 20.05.2018
    20:00 Uhr
    Semperoper
    Ausverkauft

Christian Thielemann

Chefdirigent

Die Saison 2018 / 2019 ist Christian Thielemanns siebente Spielzeit als Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Über Stationen an der Deutschen Oper Berlin, in Gelsenkirchen, Karlsruhe, Hannover und Düsseldorf kam er 1988 als Generalmusikdirektor nach Nürnberg. 1997 kehrte der gebürtige Berliner in seine Heimatstadt als Generalmusikdirektor der Deutschen Oper Berlin zurück, bevor er das gleiche Amt von 2004 bis 2011 bei den Münchner Philharmonikern innehatte. Neben seiner Dresdner Chefposition ist er seit 2013 Künstlerischer Leiter der Osterfestspiele Salzburg, deren Residenzorchester die Staatskapelle ist.

Intensiv widmete sich Christian Thielemann in den vergangenen Spielzeiten den Komponistenjubilaren Wagner und Strauss. Aber auch Werke von Bach bis hin zu Henze, Rihm und Gubaidulina standen für ihn in Dresden und auf Tournee auf dem Programm. Im Graben der Semperoper leitete er Neuproduktionen von »Manon Lescaut«, »Simon Boccanegra«, »Elektra« und »Der Freischütz« sowie Anfang 2018 zwei zyklische Aufführungen von Wagners »Ring des Nibelungen«. Bei den Osterfestspielen Salzburg dirigierte er »Parsifal«, »Arabella«, das Operndoppel »Cavalleria rusticana / Pagliacci«, »Otello«, »Die Walküre« und »Tosca«.

 

Eine enge Zusammenarbeit verbindet Christian Thielemann mit den Berliner und Wiener Philharmonikern sowie mit den Bayreuther Festspielen, die er seit seinem Debüt im Sommer 2000 alljährlich durch maßstabsetzende Interpretationen prägt. Von 2010 an war er musikalischer Berater auf dem »Grünen Hügel«, im Jahr 2015 wurde er zum Musikdirektor der Festspiele ernannt. Im Zuge seiner vielfältigen Konzerttätigkeit folgte er Einladungen der großen Orchester in Amsterdam, London, New York, Chicago und Philadelphia und gastierte außerdem in Israel, Japan und China.

Christian Thielemanns Diskographie als Exklusivkünstler der UNITEL ist umfangreich. Zu seinen jüngsten Einspielungen mit der Staatskapelle gehören zahlreiche Symphonien von Anton Bruckner, die Symphonien und Solokonzerte von Johannes Brahms sowie die Opern »Der Freischütz«, »Cavalleria rusticana / Pagliacci«, »Elektra«, »Die Walküre« und »Lohengrin« auf CD bzw. DVD.

Neben den Silvesterkonzerten der Jahre 2010 bis 2013 hat er mit der Staatskapelle auch symphonische Werke von Beethoven, Liszt, Bruckner, Reger, Pfitzner und Busoni aufgenommen. Mit den Wiener Philharmonikern legte er eine Gesamteinspielung der Symphonien Beethovens vor. Christian Thielemann ist Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London sowie Ehrendoktor der Hochschule für Musik »Franz Liszt« Weimar und der Katholischen Universität Leuven (Belgien). Im Mai 2015 wurde ihm der Richard-Wagner-Preis der Richard-Wagner-Gesellschaft der Stadt Leipzig verliehen, im Oktober 2016 wurde er mit dem Preis der Stiftung zur Förderung der Semperoper ausgezeichnet.

Denis Matsuev

Mit seinem Sieg beim 11. Internationalen Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau trat Denis Matsuev schlagartig ins internationale Rampenlicht und etablierte sich schnell als herausragender Vertreter der großen russischen Pianistentradition. Einladungen zu den bedeutendsten Orchestern weltweit ließen nicht lange auf sich warten, und so stehen in seiner Vita regelmäßig Konzerte mit den Berliner Philharmonikern, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem London Symphony Orchestra sowie den großen Symphonieorchestern der USA und seiner russischen Heimat. Dabei arbeitet Matsuev mit Dirigenten wie Mariss Jansons, Mikhail Pletnev, Yuri Temirkanov, Zubin Mehta, Paavo Järvi, Antonio Pappano, Charles Dutoit und Myung-Whun Chung zusammen.

 

In Ergänzung zu seinen solistischen Verpflichtungen leitet Denis Matsuev diverse Festivals und engagiert sich im Bereich der musikalischen Nachwuchsförderung. Er ist Künstlerischer Leiter des Festivals »Crescendo« und gastierte mit diesem u.a. in Moskau, St. Petersburg, Tel Aviv, Paris und New York. Im Jahr 2010 übernahm er die Leitung des Annecy Music Festival, das sich intensiv um den französisch-russischen Kulturaustausch bemüht. Als Präsident der Stiftung »New Names« fördert er talentierte Kinder in seiner russischen Heimat – mehr als 10.000 junge Nachwuchsmusiker haben bislang Unterstützung von Seiten dieser Stiftung erfahren.

Im Februar 2014 trat Matsuev im Rahmen der Abschlussfeierlichkeiten der Olympischen Spiele in Sotschi auf, noch im gleichen Jahr wurde er von der UNESCO zum Goodwill Ambassador ernannt.

Ab 2016 leitete Denis Matsuev Konzerte mit dem Orchester des Teatro alla Scala, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Kammerorchester Wien-Berlin, dem London Symphony Orchestra, den Wiener und Münchner Philharmonikern, dem Israel Philharmonic Orchestra, dem Konzerthausorchester Berlin und den St. Petersburger Philharmonikern.