11. Symphoniekonzert

Paavo Järvi Dirigent
Gidon Kremer Violine

    Arvo Pärt

    • »Swansong« für Orchester

    Mieczysław Weinberg

    • Violinkonzert g-Moll op. 67

    Jean Sibelius

    • »Lemminkäinen«-Suite op. 22

    Zuflucht und Drang

    Die Sehnsucht nach einer überkonfessionellen Geborgenheit strömt aus Pärts »Swansong«. Ein transzendentes Verlangen fließt gleichermaßen aus Weinbergs g-Moll-Violinkonzert von 1959. Schostakowitsch zeigt sich voll des Lobes: »Es ist ein fabelhaftes Werk. Und ich wähle meine Worte mit Bedacht.« Der Schwan, der schon im Titel von Pärts Stück eine symbolhafte Rolle spielt, taucht in der »Lemminkäinen«-Suite von Sibelius wieder auf – als Teil einer Legende, deren Held in der Liebe zügellos ist.

    • 09.06.2018
      20:00 Uhr
      Semperoper
      Tickets
      Ticket-Preis:
      23.00 – 67.00 €
    • 10.06.2018
      11:00 Uhr
      Semperoper
      Tickets
      Ticket-Preis:
      13.00 – 82.00 €
    • 11.06.2018
      20:00 Uhr
      Semperoper
      Tickets
      Ticket-Preis:
      13.00 – 82.00 €

    Paavo Järvi

    Mit der Aufnahme aller Beethoven-Symphonien gemeinsam mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen setzte Paavo Järvi ein weithin beachtetes musikalisches Ausrufezeichen und erntete dafür beim Publikum und in der Fachpresse allerhöchstes Lob. Seit 2004 ist er diesem Orchester als Künstlerischer Leiter verbunden. Geboren in Estland, absolvierte Paavo Järvi seine dirigentische Ausbildung in seiner Heimatstadt Tallinn, in Philadelphia sowie in Los Angeles und wurde u.a von Leonard Bernstein unterrichtet. Seine erste Chefposition trat er 2001 beim Cincinnati Symphony Orchestra an, von 2006 bis 2014 war er Chefdirigent des hr-Sinfonieorchesters Frankfurt, von 2010 bis 2016 stand er an der Spitze des Orchestre des Paris.

    Seit Beginn der Spielzeit 2015/2016 ist Paavo Järvi Chefdirigent des NHK Symphony Orchestra in Tokyo. In Ergänzung dazu gastiert er regelmäßig bei den bedeutendsten Symphonieorchestern weltweit, so auch bei der Sächsischen Staatskapelle, an deren Pult er letztmalig im Jahr 2014 zu erleben war. Nun kehrt er mit Werken von Arvo Pärt, Mieczysław Weinberg und Jean Sibelius ans Kapellpult zurück.

    Gidon Kremer

    In den mehr als 35 Jahren seiner Karriere hat sich Gidon Kremer nicht nur als herausragender Geiger einen Namen gemacht, sondern auch als Künstler mit besonders ausgeprägter Individualität, der ausgetretene Pfade meidet und neue Richtungen weist.

    Im Alter von vier Jahren begann er Geige zu spielen. 1965 wurde er Meisterschüler von David Oistrach am Moskauer Konservatorium und gewann u.a. den Tschaikowsky-Preis sowie den Paganini-Wettbewerb.

    Er wurde mit zahlreichen Ehrungen bedacht, darunter der Ernst von Siemens Musikpreis, das Bundesverdienstkreuz und der UNESCO-Preis. Gidon Kremers Repertoire umfasst neben dem klassischen Werkkanon zahlreiche Kompositionen des 20. und 21. Jahrhunderts. Komponisten wie Alfred Schnittke, Arvo Pärt, Sofia Gubaidulina, Luigi Nono, Gija Kantscheli und Aribert Reimann widmete er besondere Aufmerksamkeit.

    Im Jahr 1981 gründete er  das legendäre Kammermusikfest Lockenhaus, 1997 rief er die Kremerata Baltica ins Leben – ein Kammerorchester, das ausnahmslos aus jungen, hochtalentierten baltischen Musikern besteht und mit dem er  regelmäßig auf den bedeutendsten Konzertpodien weltweit auftritt.

    Gidon Kremer konzertiert mit den führenden Orchestern und Dirigenten und hat zahlreiche Aufnahmen eingespielt, die Maßstäbe gesetzt haben und vielfach ausgezeichnet wurden. Er spielt auf einer »Nicola Amati« aus dem Jahr 1641.

    Mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden musizierte er zuletzt im  Jahr 2014 in der Semperoper und auf Tournee sowie bei den Internationalen Schostakowitsch Tagen in Gohrisch.