2. Symphoniekonzert

Donald Runnicles Dirigent
Thomas Meining Violine
Jörg Faßmann Violine
Karen Cargill Mezzosopran
Michael Schade Tenor

    Arvo Pärt

    • »Tabula rasa«, Konzert für zwei Violinen, Streichorchester und präpariertes Klavier

    Gustav Mahler

    • »Das Lied von der Erde«

    Suche nach dem Verborgenen

    »Ich geh, ich wandre in die Berge. Ich suche Ruhe für mein einsam Herz«, heißt es im letzten Satz aus Mahlers »Lied von der Erde« – ein komponierter Abschied, dem ein Übergang folgt im Sinne einer Verheißung: »ewig blauen licht die Fernen!« In »Tabula rasa« stellt sich Arvo Pärt ebenfalls den Fragen nach einer verborgenen Sinnhaftigkeit: »In schweren Zeiten spüre ich ganz genau, dass alles, was eine Sache umgibt, keine Bedeutung hat. Vieles und Vielseitiges verwirrt mich nur, und ich muss nach dem Einen suchen.«

    • 14.10.2017
      11:00 Uhr
      Semperoper
      Tickets
      Ticket-Preis:
      13.00 – 82.00 €
    • 15.10.2017
      20:00 Uhr
      Semperoper
      Tickets
      Ticket-Preis:
      23.00 – 67.00 €
    • 16.10.2017
      20:00 Uhr
      Semperoper
      Tickets
      Ticket-Preis:
      23.00 – 67.00 €

    Donald Runnicles

    Donald Runnicles ist seit der Saison 2009/2010 Generalmusikdirektor der Deutschen Oper Berlin. Zugleich ist er Chefdirigent des BBC Scottish Symphony Orchestra. Seit 2005 leitet er außerdem das Grand Teton Music Festival und ist Principal Guest Conductor des Atlanta Symphony Orchestra. Sein USA-Debüt geriet zur Sensation, als er 1988 kurzfristig eine »Lulu«-Produktion an der MET in New York übernahm. Zwei Jahre später leitete er den »Ring des Nibelungen« an der San

    Francisco Opera, was zu seiner Berufung zum dortigen Music Director führte. Diese Position bekleidete er in den Jahren 1992 bis 2009, in denen er mehr als 60 Produktionen dirigierte. Donald Runnicles ist regelmäßiger Gast an international führenden Opernhäusern und gilt als einer der bedeutendsten Dirigenten sowohl des symphonischen als auch des Opernrepertoires.

    Thomas Meining

    Stellvertretender 1. Konzertmeister

    Der Geiger und Kammervirtuose Thomas Meining absolvierte die Spezialschule für Musik und studierte anschließend an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber bei Annemarie Dietze. Etliche Meisterkurse bei international renommierten Geigern wie Wolfgang Marschner und Väclav Snitil bereicherten seine Studienzeit.

    Er erhielt Preise bei nationalen und internationalen Jugendwettbewerben. Im Jahr 1985 wurde Thomas Meining mit nur 22 Jahren an die Sächsische Staatskapelle Dresden engagiert. Bereits zwei Jahre später wurde er stellvertretender 1. Konzertmeister des Orchesters.

    Als Konzertmeister des Musica Viva Ensembles Dresden, dem er seit zwanzig Jahren angehört, und als Primarius des Dresdner Streichquartetts widmet sich Thomas Meining der zeitgenössischen Musik und Kammermusik in besonderer Weise. Diese Aktivitäten betreibt er gleichberechtigt neben seinen Aufgaben als Orchestermusiker in der Sächsischen Staatskapelle Dresden. 1999 erhielt er den Fritz-Busch-Preis der Dresdner Semperoper.

    Als Solist trat Thomas Meining mit der Sächsischen Staatskapelle auf, außerdem mehrfach mit dem Orchester der Hamburgischen Staatsoper, der Elblandphilharmonie, dem Dresdner Kammerorchester oder dem Zyprischen Staatsorchester Nicosia. Konzertreisen als Solist und Kammermusiker führten ihn in verschiedene Städte Deutschlands und zu bedeutenden Musikfestivals in Salzburg, Schleswig Holstein, im Rheingau, in Lugano oder Warschau. Außerdem gastierte er erfolgreich in Frankreich, in den Niederlanden, in Belgien, Tschechien, Russland, China sowie auf Zypern, in Japan und in den USA.

    Als 1. Konzertmeister wurde Thomas Meining wiederholt vom Malaysian Philharmonic Orchestra eingeladen. Außerdem gab er Meisterkurse an der Universität Fine Arts and Music in Tokyo.

    Jörg Faßmann

    Stellv. 1. Konzertmeister

    Jörg Faßmann, 1966 in Dessau geboren, erhielt im Alter von fünf Jahren seinen ersten Violinunterricht. Mit neun Jahren debütierte er als Solist mit Orchester. Sein Violinstudium absolvierte er von 1983 bis 1989 an den Hochschulen für Musik in Leipzig in der Meisterklasse von Gustav Schmahl und Klaus Hertel sowie in Dresden bei Reinhard Ulbricht. Außerdem zeichnete er sich als Preisträger internationaler Violinwettbewerbe aus.

    Seit 1987 ist Jörg Faßmann Mitglied der Sächsischen Staatskapelle Dresden, 1989 wurde er hier stellvertretender 1. Konzertmeister. Neben seiner Orchestertätigkeit ist er seit 1995 Mitglied des Dresdner StreichTrio, mit dem er umfangreiche Konzerttätigkeit in Europa und Übersee sowie zahlreiche CD-Produktionen bestritten hat.
     

    Außerdem arbeitet er seit vielen Jahren mit dem Pianisten Gunther Anger zusammen und konzertiert bei zahlreichen Kammermusikfesten sowie regelmäßig in der Semperoper Dresden. Als Solist war er bei verschiedenen deutschen Orchestern zu Gast und trat mit diesen u.a. in Italien und Asien auf.

    Darüber hinaus ist Jörg Faßmann seit 1991 an der Hochschule für Musik in Dresden tätig. Im Jahr 2009 übernahm er zudem eine Masterclass am Conservartorio Real Superior in Granada. Im gleichen Jahr wurde er zu Konzerten und Workshops an der Universität Wisconsin eingeladen.
     

    Karen Cargill

    Die schottische Mezzosopranistin Karen Cargill studierte in Glasgow, Toronto und London und begann ihre internationale Karriere 2002 als Preisträgerin des Kathleen-Ferrier-Preises. 2005 trat sie unter der Leitung Kurt Masurs an der »Last Night of the Proms« in Mendelssohns »Elias« auf. Seitdem verbindet sie mit dem BBC Symphony Orchestra und dem Scottish Symphony Orchestra, dessen »Associated Artist« sie war, eine musikalische Freundschaft. 

    Aus dieser Zusammenarbeit gingen unter anderem die Aufnahmen von Berlioz‘ »Les nuits d’été« und »La mort de Cléopâtre« unter der Leitung von Robin Ticciati hervor, die im Juni 2013 vom Grammophon-Magazin zur »Aufnahme des Monats« gekürt wurden.

    Karen Cargill ist regemäßig Gast in den großen Konzert- und Opernhäusern. Geistliche Programme (u.a. Bachs »Mattäus-Passion« und Dvoraks »Stabat Mater«) gehören dabei ebenso zu ihrem Repertoire wie die symphonischen Werke, die sie unter anderem nach Amsterdam, Boston, Rotterdam, Seoul und Berlin führten. James Levine, Valery Gergiev, Bernard Haitink und Sir Simon Rattle gehören dabei zu ihren musikalischen Partnern.

    Neben ihren weltweiten Engagements im Opernfach pflegt Karen Cargill auch ein umfassendes kammermusikalisches Repertoire mit dem Pianisten Simon Lepper, das sie unter anderem in die Wigmore Hall London, ins Concertgebouw Amsterdam, ins Kennedy Centre Washington und an die Carnegie Hall führte.

    Michael Schade

    Gefeiert als einer der führenden Tenöre unserer Zeit, ist der Deutsch-Kanadier Michael Schade regelmäßig auf den wichtigsten Opern- und Konzertpodien zu erleben. Er ist er gern gesehener Gast bei den Festivals in Verbier, Luzern, Salzburg, Grafenegg und Glyndebourne, gleiches gilt für Häuser wie die Berliner und Hamburgische Staatsoper, die Mailänder Scala, die Metropolitan Opera sowie die Canadian Opera Company. Eine besonders enge Zusammenarbeit verbindet ihn mit der Wiener Staatsoper, wo er in allen Mozart- und Strauss-Partien seines Fachs zu hören war. 

    Michael Schade widmet sich aber auch intensiv der Konzertliteratur und dem Liedgesang und arbeitete dabei mit Orchestern wie den Berliner und Wiener Philharmonikern, dem Royal Concertgebouw Orchestra, sowie den Orchestern von New York Philharmonic, Cleveland, Boston, Toronto und Montreal unter Dirigenten wie Ivor Bolton, Semyon Bychkov, Riccardo Chailly, Valéry Gergiev, Daniel Harding, Nikolaus Harnoncourt, Mariss Jansons, Zubin Mehta, Riccardo Muti, Kent Nagano, Sir Simon Rattle, Christian Thielemann und Franz Welser-Möst zusammen. 
     

    Michael Schade hat eine Vielzahl von CDs vorgelegt, wobei sein breites Repertoire von Bachs Passionen bis hin zu Mahlers »Lied von der Erde« reicht. 

    Er ist Initiator des Young Singers Project der Salzburger Festspiele und künstlerischer Leiter der Stella Maris International Vocal Competition. Im Jahr 2014 übernahm er zudem die künstlerische Leitung der Internationalen Barocktage Stift Melk. 2007 wurde ihm der Titel »Österreichischer Kammersänger« verliehen. Seit 2017 ist Michael Schade »Officer to the Order of Canada (OC)«.