4. Symphoniekonzert

Robin Ticciati Dirigent
Isabelle Faust Violine
Regula Mühlemann Sopran

    Alban Berg

    • Violinkonzert »Dem Andenken eines Engels«

    Gustav Mahler

    • Symphonie Nr. 4 G-Dur

    Schatten der Erinnerung

    »Kinder müssen wir werden, wenn wir das Beste erreichen wollen«, hat der Maler Philipp Otto Runge einmal gesagt. Bergs Violinkonzert und Mahlers vierte Symphonie weisen in die gleiche Richtung. Berg schreibt sein Werk im »Andenken eines Engels« und bezieht sich auf den Tod von Manon Gropius, Tochter von Alma Mahler. In seiner vierten Symphonie schlägt Mahler bisweilen einen kindlichen Ton an. Ursprünglich ist der vierte Satz als letzter der dritten Symphonie gedacht mit der Überschrift: »Was mir das Kind erzählt.«

    • 05.01.2018
      20:00 Uhr
      Semperoper
      Tickets
      Ticket-Preis:
      45,00 – 67,00 €
    • 06.01.2018
      20:00 Uhr
      Semperoper
      Tickets
      Ticket-Preis:
      45,00 – 82,00 €
    • 07.01.2018
      11:00 Uhr
      Semperoper
      Tickets
      Ticket-Preis:
      45,00 – 82,00 €

    Robin Ticciati

    Ausgebildet als Violinist, Pianist und Percussionist und als Mitglied des National Youth Orchestra of Great Britain, wandte sich Robin Ticciati im Alter von 15 Jahren dem Dirigieren zu. Seine besonderen Förderer waren Sir Colin Davis und Sir Simon Rattle.

    Ticciati ist seit der Spielzeit 2009/10 Chefdirigent des Scottish Chamber Orchestra, mit dem er zahlreiche Tourneen in Europa und Asien unternimmt und regelmäßig Einspielungen symphonischer Programme produziert. Seit Sommer 2014 ist er Musikalischer Leiter des Glyndebourne Festival.

    Robin Ticciati wirkt an renommierten Konzert- und Opernhäusern in Europa und Amerika, unter anderem beim London Symphony Orchestra, dem Royal Concertgebouw Orchestra, dem Gewandhaus-Orchester Leipzig, dem Philadelphia Orchestra und den Los Angeles Philharmonic. Ebenso gastierte er an der an der Mailänder Scala, bei den Salzburger Festspielen, am Royal Opera House Covent Garden und an der New Yorker Metropolitan Opera.

    Isabelle Faust

    Ihr unmittelbarer Zugang zur Musik lässt Isabelle Faust zum Wesentlichen der Werke vordringen. Das Publikum spürt ihre natürliche Musikalität ebenso wie den Drang, die Kenntnis des Repertoires durch ein genaues Studium der Partituren und musikhistorische Recherchen zu vertiefen.

    Als Preisträgerin des Leopold-Mozart-Wettbewerbs in Augsburg und des Paganini-Wettbewerbs in Genua musizierte sie bereits in jungen Jahren mit bedeutenden Orchestern in aller Welt, wie den Berliner Philharmonikern, dem Boston Symphony Orchestra, dem NHK Symphony Orchestra Tokyo, dem Freiburger Barockorchester oder dem Chamber Orchestra of Europe. Seit 2016 ist sie »Artistic Partner« des Mahler Chamber Orchestra.

    Isabelle Faust spielt ein Repertoire, das von Johann Sebastian Bach bis hin zu Werken zeitgenössischer Komponisten wie Ligeti, Lachenmann oder Widmann reicht. So führt sie neben den großen Violinkonzerten Schuberts Oktett auf historischen Instrumenten ebenso wie Kurtágs »Kafka-Fragmente« mit Anna Prohaska auf. Für die nächsten Spielzeiten sind Uraufführungen von Adamek, Stroppa, Strasnoy und Furrer in Vorbereitung.

    Regelmäßig arbeitet sie mit Dirigenten wie John Eliot Gardiner, Philippe Herreweghe, Daniel Harding, Bernard Haitink und Andris Nelsons zusammen. Eine besonders enge Beziehung verband sie in den letzten Jahren mit Claudio Abbado, mit dem sie in mehreren Ländern konzertierte und für harmonia mundi eine mehrfach preisgekrönte CD mit den Violinkonzerten Beethovens und Bergs einspielte. Diese Aufnahme mit dem Orchestra Mozart wurde mit dem Diapason d'or, einem ECHO Klassik, dem Gramophone Award 2012 und dem japanischen Record Academy Award ausgezeichnet.

    Mit ihrem Kammermusikpartner Alexander Melnikov hat sie für harmonia mundi" zahlreiche Alben eingespielt, zuletzt Sonaten für Violine und Klavier von Brahms und Klaviertrios von Schumann. Demnächst erscheinen Mozarts Violinkonzerte mit Il Giardino Armonico unter Giovanni Antonini und Bachs Sonaten für Cembalo und Violine mit Kristian Bezuidenhout.

    Regula Mühlemann

    Regula Mühlemann wurde in Adligenswil bei Luzern geboren und studierte an der Hochschule Luzern bei Barbara Locher. Erste Erfahrungen auf der Opernbühne sammelte sie am Luzerner Theater. Im Sommer 2012 gab sie ihr Debüt als Junge Papagena in der Oper »Das Labyrinth« von Peter von Winter bei den Salzburger Festspielen.

    Regula Mühlemann gastierte bereits an der De Nederlandse Opera als Papagena in Mozarts »Zauberflöte«, als Gretel  am Teatro Regio in Turin, als Serpetta in einer Neuproduktion von Hans Neuenfels in Mozarts »La finta giardiniera« an der Berliner Staatsoper, als Isolier in Rossinis» Le Comte Ory« an der Seite von Cecilia Bartoli am Theater an der Wien sowie als Waldvogel in Wagners »Siegfried« und Papagena an der Opéra national de Paris.

     

    Des Weiteren zeichnet sich Regula Mühlemann auch durch eine rege Konzerttätigkeit aus. So war sie mit vielen Standardwerken der klassischen Konzertliteratur von Barock bis Moderne in Europa und in Südamerika unterwegs, u.a. beim Lucerne Festival, dem Verbier Festival sowie den Osterfestspielen Baden-Baden. Sie arbeitete mit Dirigenten wie Sir Simon Rattle, Daniel Harding, Pablo Heras-Casado, Ivor Bolton, Ingo Metzmacher und Václav Luks zusammen. 

    Mit der Sächsischen Staatskapelle trat Regula Mühlemann erstmals beim letztjährigen ZDF-Adventskonzert in der Dresdner Frauenkirche auf.