5. Symphoniekonzert

Andrés Orozco-Estrada Dirigent
Rudolf Buchbinder Klavier

Giacomo Puccini

  • »Preludio sinfonico« A-Dur

Wolfgang Amadeus Mozart

  • Klavierkonzert C-Dur KV 467

Hector Berlioz

  • »Symphonie fantastique« op. 14

Fluchten der Erfüllung

»Die schönste Harmonie entsteht durch das Zusammenbringen der Gegensätze«, bemerkt der Vorsokratiker Heraklit. Als Mozart sein C-Dur-Klavierkonzert 1785 komponiert, steht er im Zenit seines Schaffens. Puccini legt mit dem »Preludio sinfonico« sein zweites Orchesterwerk vor, dessen Melodie zehn Jahre später in die Partitur von »Manon Lescaut« als Ausdruck »verzweifelter Leidenschaft« eingeht. Verzweifelte Leidenschaft liegt auch der »Symphonie fantastique« von Berlioz als »idée fixe« zugrunde.

Voraussichtliche Konzertlänge inkl. Pause: 120 min.


Aktueller Hinweis: Rudolf Buchbinder übernimmt kurzfristig für den erkrankten Radu Lupu das unveränderte Programm.

  • 07.02.2018
    20:00 Uhr
    Semperoper
    Ticket-Preis:
    67.00 – 82.00 €
  • 08.02.2018
    20:00 Uhr
    Semperoper
    Ausverkauft

Andrés Orozco-Estrada

Andrés Orozco-Estrada, in Kolumbien geboren und ausgebildet in Wien, zählt zu den gefragtesten Dirigenten seiner Generation. Seit der Spielzeit 2014/15 ist Andrés Orozco-Estrada Chefdirigent des hr-Sinfonieorchesters Frankfurt. Zeitgleich hat er die Position des Music Director beim Houston Symphony übernommen. Außerdem ernannte ihn das London Philharmonic Orchestra im September 2015 zu seinem Ersten Gastdirigenten.

International machte er erstmals 2004 auf sich aufmerksam, als er im Wie­ner Musik-verein beim Tonkünstler-Orchester einsprang - von der Presse als „Wunder von Wien“ gefeiert. Zahlreiche Engagements bei internationalen Orchestern folgten ebenso wie die Ernennung zum Chefdirigenten des Tonkünstler-Orchesters, mit dem er von 2009 bis 2015 sehr erfolgreich zusammenarbeitete. 2009 bis 2013 war er außerdem Chef­dirigent des Baski­schen Nationalorchesters.

Regelmäßige Wiedereinladungen führten zu einer engeren Zusammenarbeit mit Orchestern wie den Wiener Philharmonikern, dem Orchestra dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom und dem Orchestre National de France. Orozco-Estrada gastierte unter anderem bei den Münchner Philharmonikern, dem Gewandhaus-orchester Leipzig, Mahler Chamber Orchestra, London Symphony Orchestra, City of Birmingham Symphony Orchestra, den Sinfonieorchestern des NDR und WDR, den Göteborger Symfonikern, dem Royal Stockholm und dem Oslo Philharmonic. Bedeutende Debüts führten ihn in jüngster Zeit zum Concertgebouw-Orches­ter Amsterdam, zum Pittsburgh Symphony, nach Cleveland und zum Israel Philharmonic Orchestra. Sein Debüt am Pult der Staatskapelle gab Andrés Orozco-Estrada 2016 beim ZDF-Adventskonzert. Ab der Spielzeit 2021/22 wird er der Chefdirigent der Wiener Symphoniker.

Rudolf Buchbinder

Klavier

Rudolf Buchbinder zählt zu den legendären Interpreten unserer Zeit. Seit über 50 Jahren konzertiert er mit den renommiertesten Orchestern und Dirigenten weltweit. Rund um seinen 70. Geburtstag in der Saison 2016/2017 wurde die Künstlerpersönlichkeit Rudolf Buchbinder an so herausragenden Orten wie der Carnegie Hall New York, Suntory Hall Tokio, dem Musikverein Wien und der Berliner Philharmonie gewürdigt. Höhepunkte der Jubiläumssaison waren dabei Konzerte mit den Berliner Philharmonikern unter der Leitung von Christian Thielemann und Konzerttourneen mit den Wiener Philharmonikern und der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Auf Einladung von Mariss Jansons war Rudolf Buchbinder Artist in Residence beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Im Dezember 2016 verliehen die Wiener Philharmoniker Rudolf Buchbinder ihre Ehrenmitgliedschaft. Kurz darauf wurde er auch zum Ehrenmitglied des Israel Philharmonic Orchestra ernannt.

Rudolf Buchbinders Repertoire reicht von Bach bis zu zeitgenössischen Werken, welches er in über 100 Aufnahmen, viele von ihnen preisgekrönt, dokumentierte. Als maßstabsetzend gelten insbesondere seine Interpretationen der Werke Ludwig van Beethovens. Mit seinen zyklischen Aufführungen der 32 Beethoven Sonaten entwickelte er die Interpretationsgeschichte dieser Werke über Jahrzehnte weiter. Dies führte dazu, dass er das Buch »Mein Beethoven: Leben mit dem Meister« schrieb.

Mehr als 50 Mal führte er den Zyklus bis heute auf, darunter in Berlin, Buenos Aires, Dresden, Mailand, Peking, Shanghai, St. Petersburg, Zürich und jeweils bereits viermal in Wien und München. Als erster Pianist spielte er bei den Salzburger Festspielen 2014 sämtliche Beethoven Sonaten innerhalb eines Festspiel-Sommers. Der Salzburger Zyklus wurde live für DVD mitgeschnitten. Im Herbst 2016 erschien ein Live-Mitschnitt der beiden Klavierkonzerte von Johannes Brahms mit den Wiener Philharmonikern und Zubin Mehta auf DVD und CD.

Buchbinders Interpretationen basieren auf akribischer Quellenforschung. Als leidenschaftlicher Sammler historischer Partituren hat er 39 komplette Ausgaben der Klaviersonaten Ludwig van Beethovens in seinem Besitz. Des Weiteren eine umfangreiche Sammlung von Erstdrucken, Originalausgaben und Kopien der eigenhändigen Klavierstimmen und Partitur der Klavierkonzerte von Johannes Brahms.

Seit 2007 ist Rudolf Buchbinder Künstlerischer Leiter des Grafenegg Festivals, das sich unter seiner Leitung innerhalb kurzer Zeit zu einem der bedeutenden Orchesterfestivals in Europa entwickelt hat. Darüber hinaus ist er Träger vieler Auszeichnungen. Zuletzt verlieh man ihm 2017 den Wiener Mozart Preis.