7. Symphoniekonzert

Christian Thielemann Dirigent
Elīna Garanča Mezzosopran
Damen des Sächsischen Staatsopernchores Dresden
Kinderchor der Sächsischen Staatsoper Dresden

Gustav Mahler

  • Symphonie Nr. 3 d-Moll

Dynamik der Materie

Mahler komponiert seine dritte Symphonie 1895/1896 am Attersee im Salzkammergut. Als Bruno Walter ihn dort besucht und auf das Höllengebirge blickt, bemerkt Mahler: »Sie brauchen gar nicht mehr hinzusehen – das habe ich schon alles wegkomponiert.« Dem Komponisten gelingt die Darstellung einer Dynamik, die aus purer Materie herausbricht und sich gestaltenreich auffächert. Mit der dritten Symphonie wagt Christian Thielemann seine Auseinandersetzung mit Mahlers symphonischem Meilenstein.

Voraussichtliche Konzertlänge 100 min., keine Pause

Am 25.2.2018 kostenlose Kinderbetreuung.

Sendetermin: 27. Februar 2018, ab 20.05 Uhr live bei MDR Kultur und MDR Klassik
  • 25.02.2018
    11:00 Uhr
    Semperoper
    Ticket-Preis:
    67.00 €
  • 26.02.2018
    20:00 Uhr
    Semperoper
    Ticket-Preis:
    67.00 – 82.00 €
  • 27.02.2018
    20:00 Uhr
    Semperoper
    Ausverkauft

Christian Thielemann

Chefdirigent

Die Saison 2018 / 2019 ist Christian Thielemanns siebente Spielzeit als Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Über Stationen an der Deutschen Oper Berlin, in Gelsenkirchen, Karlsruhe, Hannover und Düsseldorf kam er 1988 als Generalmusikdirektor nach Nürnberg. 1997 kehrte der gebürtige Berliner in seine Heimatstadt als Generalmusikdirektor der Deutschen Oper Berlin zurück, bevor er das gleiche Amt von 2004 bis 2011 bei den Münchner Philharmonikern innehatte. Neben seiner Dresdner Chefposition ist er seit 2013 Künstlerischer Leiter der Osterfestspiele Salzburg, deren Residenzorchester die Staatskapelle ist.

Intensiv widmete sich Christian Thielemann in den vergangenen Spielzeiten den Komponistenjubilaren Wagner und Strauss. Aber auch Werke von Bach bis hin zu Henze, Rihm und Gubaidulina standen für ihn in Dresden und auf Tournee auf dem Programm. Im Graben der Semperoper leitete er Neuproduktionen von »Manon Lescaut«, »Simon Boccanegra«, »Elektra« und »Der Freischütz« sowie Anfang 2018 zwei zyklische Aufführungen von Wagners »Ring des Nibelungen«. Bei den Osterfestspielen Salzburg dirigierte er »Parsifal«, »Arabella«, das Operndoppel »Cavalleria rusticana / Pagliacci«, »Otello«, »Die Walküre« und »Tosca«.

 

Eine enge Zusammenarbeit verbindet Christian Thielemann mit den Berliner Philharmonikern und den Wiener Philharmonikern, deren Neujahrskonzert er 2019 dirigieren wird. Nach fünf Jahren als musikalischer Berater auf dem »Grünen Hügel« wurde er 2015 zum Musikdirektor der Bayreuther Festspiele ernannt, die er seit seinem Debüt im Sommer 2000 alljährlich durch maßstabsetzende Interpretationen prägt. Darüber hinaus folgte er Einladungen der großen Orchester in Amsterdam, London, New York, Chicago und Philadelphia und gastierte außerdem in Israel, Japan und China.

Christian Thielemanns Diskographie als Exklusivkünstler der UNITEL ist umfangreich. Zu seinen jüngsten Einspielungen mit der Staatskapelle gehören Anton Bruckners Symphonien Nr. 3 bis 9, die Symphonien und Solokonzerte von Johannes Brahms sowie die Opern »Der Freischütz«, »Cavalleria rusticana / Pagliacci«, »Elektra«, »Die Walküre« und »Lohengrin« auf CD bzw. DVD. Neben symphonischen Werken von Beethoven, Liszt, Bruckner, Reger, Pfitzner und Busoni hat er mit der Staatskapelle Dresden auch diverse Silvesterkonzerte für DVD aufgenommen. Mit den Wiener Philharmonikern legte er eine Gesamteinspielung der Symphonien Beethovens vor.

Christian Thielemann ist Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London sowie Ehrendoktor der Hochschule für Musik »Franz Liszt« Weimar und der Katholischen Universität Leuven (Belgien). Im Mai 2015 wurde ihm der Richard-Wagner-Preis der Richard-Wagner-Gesellschaft der Stadt Leipzig verliehen, im Oktober 2016 wurde er mit dem Preis der Stiftung zur Förderung der Semperoper ausgezeichnet.

Elīna Garanča

Elīna Garanča wurde als Tochter einer Musikerfamilie in Riga geboren und studierte an der Lettischen Musikakademie bei ihrer Mutter. Sie gewann 1999 den Mirjam-Helin-Gesangswettbewerb und war 2001 Finalistin im BBC Cardiff Singer of the World-Wettbewerb. Nach Stationen in Meiningen und Frankfurt etablierte sie sich mit Auftritten an renommierten Opern- und Konzerthäusern rasch als eine der international führenden Mezzosopranistinnen.

Seit 2005 ist Elīna Garanča Exklusivkünstlerin der Deutschen Grammophon. Sie erhielt dreimal einen Echo Klassik – 2007 und 2010 als Sängerin des Jahres und 2013 für Romantique; als Sängerin des Jahres wurde sie 2010 auch bei den Midem Classical Awards und von Musical America ausgezeichnet.

Im Mai 2013 verlieh ihr die Wiener Staatsoper den Titel einer Österreichischen Kammersängerin: Seit ihrem Debüt als Lola im Jahr 2003 stand sie an diesem Haus bereits in über 140 Aufführungen in 18 Rollen auf der Bühne.
 
Neben ihren Opernengagements ist sie regelmäßig auf bedeutenden europäischen und amerikanischen Konzertpodien zu erleben; im April 2013 gab sie ihr Liederabend-Debüt an der Carnegie Hall in New York.

Damen des Sächsischen Staatsopernchores Dresden

Der Dresdner Opernchor wurde 1817 von Friedrich August dem Gerechten gegründet. Dies war vor allem ein Verdienst Carl Maria von Webers, der als neu engagierter Hofkapellmeister den Auftrag erhalten hatte, neben der italienischen Oper in Dresden auch ein deutsches »Opern-Departement« aufzubauen. Weber forderte die Einrichtung eines »stehenden Theaterchors«, der den gestiegenen Anforderungen des dafür neu zu schaffenden Opernrepertoires gewachsen sein würde. 

In der Folgezeit entwickelte sich der Chor dank hervorragender Persönlichkeiten wie Johann Miksch, Karl Maria Pembaur, Hans-Dieter Pflüger und Matthias Brauer zu einem Ensemble, das bis heute für klangliche Noblesse, künstlerische Homogenität und kultivierten Pianogesang bei gleichzeitiger Klangdichte steht. Von 2009 bis 2014 war Pablo Assante Chordirektor der Sächsischen Staatsoper Dresden. Seit der Spielzeit 2014/2015 nimmt diese Position Jörn Hinnerk Andresen ein.