8. Symphoniekonzert

Omer Meir Wellber Dirigent
Airam Hernández Tenor
Midori Violine
Emily Dorn Sopran
Daniel Johannsen Tenor
Martin-Jan Nijhof Bass
Sächsischer Staatsopernchor Dresden

    Ariel Ramírez

    • »Misa Criolla«

    Leonard Bernstein

    • Serenade nach Platons »Symposion« für Violine, Streichorchester und Schlagzeug

    Franz Schubert

    • Messe G-Dur D 167

    Formen der Beseelung

    »Harmonie ist Zusammenstimmung, Zusammenstimmung aber ist Eintracht«, bemerkt Platon in seinem »Symposion« – ein beseelender Einklang als Entsprechung für eine übergreifende Form der Liebe. In seiner 1953 komponierten Serenade nimmt Bernstein Wendungen über das Schöne aus Platons Gespräch auf. 1964 folgt Ariel Ramírez in der »Misa Criolla« den Grundimpulsen seiner argentinischen Heimat. Und Schubert liefert mit seiner G-Dur-Messe bereits als 18-Jähriger ein persönliches Bekenntnis.

    • 25.03.2018
      20:00 Uhr
      Semperoper
      Tickets
      Ticket-Preis:
      23.00 – 67.00 €
    • 26.03.2018
      20:00 Uhr
      Semperoper
      Tickets
      Ticket-Preis:
      13.00 – 82.00 €

    Omer Meir Wellber

    Omer Meir Wellber wurde 1981 in Be’er Sheva geboren und gilt heute als einer der talentiertesten Dirigenten seiner Generation. Er ist sowohl ständiger Gastdirigent an der Israeli Opera als auch seit 2009 Musikdirektor des Raanana Symphonette Orchestra Israel.

    Von 2010 bis 2014 war er als Nachfolger von Lorin Maazel Music Director des Palau de les Arts Reina Sofia in Valencia. Zwischen 2008 und 2010 assistierte er Daniel Barenboim an der Berliner Staatsoper Unter den Linden sowie an der Mailander Scala. Er dirigierte mit großem Erfolg bei Publikum und Presse »Aida« beim Gastspiel der Scala an der Israel Oper. Danach folgten Bizets »Carmen« an der Staatsoper Berlin, eine mit großem Beifall aufgenommene Neuproduktion von Strauss’ »Daphne« an der Semperoper Dresden, Puccinis »Tosca« an der Berliner Staatsoper und Symphoniekonzerte in Verona und am La Fenice in Venedig.

    Gastdirigate führten ihn bislang ans Pult des Orchestre de Paris, des Israel Philharmonic Orchestra, des Orchesters der RAI Turin, des Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, der NDR Radiophilharmonie Hannover und des hr-Sinfonieorchesters Frankfurt.

    An der Semperoper Dresden leitete er neben »Daphne« bislang auch eine Neuproduktion von »Cosi fan tutte«, Repertoirevorstellungen von »Ariadne auf Naxos« sowie – anlässlich des Richard-Strauss-Jubiläums 2014 – konzertante Aufführungen von dessen »Guntram«. Sein Debüt in den Konzerten der Sächsischen Staatskapelle Dresden gab er erst Mitte September  im 1. Aufführungsabend der noch jungen Saison mit Werken von Joseph Haydn und Antonin Dvořák.

    Airam Hernández

    Auf Grund seines einzigartiges Timbres und seiner außergewöhnlicher Musikalität zählt Airam Hernández zu den vielversprechendsten Tenören seiner Generation. 

    Für das Jahr 2017 stehen seine Debüts als Edgardo (»Lucia de Lammermoor«) an der Oper Lausanne unter der Leitung von Jesús López Cobos, als Belmonte (»Die Entführung aus dem Serail«) in der legendären Inszenierung von Giorgio Strehler am Theater San Carlo in Neapel sowie als Faust in der gleichnamigen Oper von Gounod an der Oper von Teneriffa an.

    Airam Hernández begann seine musikalische Ausbildung im Alter von zwölf Jahren auf dem Horn am Konservatorium von Santa Cruz auf Teneriffa. Seine stimmliche Ausbildung absolvierte er bei Dolors Aldea in Barcelona. 
     

    Inzwischen hat er mit Dirigenten wie Fabio Luisi, Stéphane Denève, Marco Armiliato, Michael Boder, Cornelius Meister, Markus Poschner, Alexander Anissimov, Sebastian Weigle, John Fiore, Ivor Bolton, Carlo Rizzi, James Conlon, Teodor Currentzis und Nello Santi zusammengearbeitet. 

    Airam hat erfolgreich an zahlreichen Gesangswettbewerben teilgenommen. So war er Finalist beim International Singing Competition »Francisco Viñas« in Barcelona und Halbfinalist bei Plácido Domingos Operalia Competition in Los Angeles. Außerdem gewann den Ersten Preis beim Internationalen Gesangswettbewerb in Logroño sowie den Zweiten Preis beim »Josep Mirabent i Magrans«-Wettbewerb in Sitges.
     

    Midori

    Midori ist eine der ganz großen Geigerinnen unserer Tage: eine Denkerin mit gesellschaftlichem Engagement und Psychologiestudium, gerühmt für die atemberaubende, intensive musikalische Zwiesprache mit ihrem Publikum, unermüdlich rund um den Erdball unterwegs zu den großen Orchestern, Kammermusikpodien und ihren sozialen Projekten. Im September 2007 ernannte der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-moon, Midori zur Botschafterin des Friedens. In der Saison 2013/2014 trat Midori erstmals in Island, Indien und Südafrika auf, führte das ihr gewidmete und vom Gewandhaus Leipzig, den BBC Proms und dem Los Angeles Philharmonic in Auftrag gegebene 

    Violinkonzert DoReMi von Peter Eötvös u.a. bei den BBC Proms sowie mit dem New York Philharmonic auf und war im Rahmen von Music Sharing in Myanmar unterwegs. Midori wurde 1971 in Osaka geboren und begann bereits im frühesten Alter, Geige zu spielen, zunächst unter der Anleitung ihrer Mutter. 1982, als Zubin Mehta sie das erste Mal spielen hörte, lud er sie als Überraschungssolistin für das traditionelle Silvesterkonzert des New York Philharmonic ein, bei welchem sie standing ovations erhielt und das den Grundstein für eine großartige Karriere legte.

    Emily Dorn

    Die junge Sopranistin erhielt ihre Ausbildung an der McGill University und am Mannes College. Sie wurde vielfach ausgezeichnet, darunter mit dem 1. Preis der New England Region Metropolitan Opera National Council Auditions und dem 2. Preis der Gerda Lissner and Guilio Gari International Voice Competitions. Im Frühjahr 2013 war sie in einer konzertanten Aufführung von »Roméo et Juliette« an der Lyric Opera Virginia zu erleben sowie als Violetta in »La traviata« in Williamsburg / Virginia. In der Spielzeit 2011 / 12 gab sie ihr Debüt als Gounods Juliette (»Roméo et Juliette«) an der Palm Beach Opera sowie als Violetta (»La traviata«) an der Lyric Opera Virginia. Sie trat in »Rienzi« mit dem Opernorchester New York auf und sang die Partie Echo in »Ariadne auf Naxos« am Tanglewood Music Center unter der Leitung von Christoph von Dohnányi.

    Ihr Repertoire umfasst darüber hinaus Partien wie Alice Ford, Adina, Blanche de la Force sowie die Titelpartie in »Die lustige Witwe«. Mit Beginn der Spielzeit 2012 / 13 wurde Emily Dorn Mitglied des Jungen Ensembles der Semperoper Dresden, seit der Saison 2015 / 16 gehört sie zum festen Ensemble des Hauses. Sie war bereits in zahlreichen Partien zu erleben, darunter Gretel, Adele, Fiordiligi, Violetta, Micaëla, Najade und Musetta. In der Saison 2014 / 15 sang sie Susanna in der Neuproduktion »Le nozze di Figaro«. Die Dresdner Neuinszenierung wurde im Juli 2015 zu den renommierten Opernfestspielen in Savonlinna eingeladen. 2015 / 16 übernimmt Emily Dorn in Dresden u.a. die Partien Susanna, Baronin Freimann in der Neuproduktion »Der Wildschütz«, Regina in der Neuinszenierung »Mathis der Maler«, Bubikopf in »Der Kaiser von Atlantis« und Prinzessin in »Die Prinzessin auf der Erbse«.

    Daniel Johannsen

    Der österreichische Tenor Daniel Johannsen gehört zu den gefragtesten Evangelisten und Bach-Interpreten seiner Generation. Nach der Ausbildung zum Kirchenmusiker studierte er Gesang bei Margit Klaushofer und Robert Holl in Wien; er war Meisterschüler von Dietrich Fischer-Dieskau, Nicolai Gedda sowie Christa Ludwig und ist Preisträger des
    Bach-, Schumann-, Mozart-, Hilde-Zadek- und Wigmore-Hall-Wettbewerbs. 

    Seit seinem Debüt 1998 führen ihn Auftritte als Konzert-, Lied- und Opernsänger mit Werken aller Epochen in die großen Musikzentren Europas, Nordamerikas, Japans und des Nahen Ostens. Dabei musiziert er u.a. unter der Leitung namhafter Dirigenten wie Trevor Pinnock, Sir Neville Marriner, Bertrand de Billy, Jordi Savall und Enoch zu Guttenberg.

    Martin-Jan Nijhof

    Der Bass Martin-Jan Nijhof wurde in Ravenstein in den Niederlanden geboren und studierte am Maastrichter Konservatorium bei Barbara Schlick und an der Staatlichen Hochschule für Musik in Freiburg bei Reginaldo Pinheiro.

    Seine ersten Engagements führte ihn nach Passau an das Südostbayerische Städtetheater und das Theater Regensburg sowie an das Theater Magdeburg. Dort hatte er die Gelegenheit Partien wie Wozzeck, Don Pasquale, Dulcamara, Sarastro, Daland, Don Giovanni, Escamillo, Kaspar, die vier Bösewichte in »Hoffmanns Erzählungen«, Il Conte in »Le nozze di Figaro« und Orest in »Elektra« in sein Repertoire aufzunehmen.

    Ab August 2016 wird Martin-Jan Nijhof festes Ensemblemitglied der Semperoper Dresden sein, wo er bereits zuvor als Gast als Bartolo, in »Tosca« als Angelotti und in »Daphne« als 1. Schäfer zu hören.

    Seine Gastiertätigkeit führte ihn unter anderem auch an das Theater Krefeld/Mönchengladbach und an das Staatstheater Mainz.

    Auch das Konzert- und Liedfach liegt ihm am Herzen. Sein Repertoire umfasst u.a. die Bass-Partien in Bachs »Matthäus«- und »Johannespassion« sowie im »Weihnachtsoratorium«, Rossinis »Stabat Mater«, Händels »Messias«, Mozarts Requiem, Mendelssohns »Paulus« und Beethovens neunte Symphonie.

    Sächsischer Staatsopernchor Dresden

    Der Dresdner Opernchor wurde 1817 von Friedrich August dem Gerechten gegründet. Dies war vor allem ein Verdienst Carl Maria von Webers, der als neu engagierter Hofkapellmeister den Auftrag erhalten hatte, neben der italienischen Oper in Dresden auch ein deutsches »Opern-Departement« aufzubauen. Weber forderte die Einrichtung eines »stehenden Theaterchors«, der den gestiegenen Anforderungen des dafür neu zu schaffenden Opernrepertoires gewachsen sein würde. In der Folgezeit entwickelte sich der Chor dank hervorragender

    Persönlichkeiten wie Johann Miksch, Karl Maria Pembaur, Hans-Dieter Pflüger und Matthias Brauer zu einem Ensemble, das bis heute für klangliche Noblesse, künstlerische Homogenität und kultivierten Pianogesang bei gleichzeitiger Klangdichte steht. Von 2009 bis 2014 war Pablo Assante Chordirektor der Sächsischen Staatsoper Dresden. Seit der Spielzeit 2014/2015 nimmt diese Position Jörn Hinnerk Andresen ein.