12. Symphoniekonzert

Manfred Honeck Dirigent
Frank Peter Zimmermann Violine

Antonín Dvořák

  • Konzertouvertüre »Karneval« op. 92

Bohuslav Martinů

  • Violinkonzert Nr. 2 H. 293

Franz von Suppé

  • Ouvertüre zur Operette »Dichter und Bauer«

Josef Strauß

  • »Die Libelle«, Polka mazur op. 204

Johann Strauß (Sohn)

  • »Furioso Polka«, quasi Galopp op. 260
  • »Frühlingsstimmen«, Walzer op. 410
  • »Auf der Jagd«, Polka schnell op. 373
  • »Im Krapfenwald'l«, Polka française op. 336
  • »Unter Donner und Blitz«, Polka schnell op. 324

Saisonabschluss: Slawisch-Wienerisch

Nach dem Konzert zum 470. Gründungstag der Sächsischen Staatskapelle übernimmt Manfred Honeck für den erkrankten Franz Welser-Möst den Saisonabschluss. Mit Höhepunkten der habsburgischen Unterhaltungsmusik verabschiedet sich die Kapelle in den Sommer. Der erste Konzertteil ist voll slawischer Verve: Capell-Virtuos Frank Peter Zimmermann beschließt seine Residenz nach Bach, Mozart und Mendelssohn Bartholdy mit dem 1943 entstandenen zweiten Violinkonzert des Tschechen Bohuslav Martinů, zuvor erklingt Dvořáks Karneval-Ouvertüre.
 

Voraussichtliche Konzertlänge: 100 Minuten inklusive Pause

Eine kostenlose Konzerteinführung findet 45 Minuten vor Beginn im Opernkeller statt.


Franz Welser-Möst musste seine Mitwirkung im 12. Symphoniekonzert krankheitsbedingt leider absagen. Wir freuen uns sehr, dass Manfred Honeck bei teilweise geändertem Programm die Konzerte kurzfristig übernimmt!

  • 07.07.2019
    11:00 Uhr
    Semperoper
  • 08.07.2019
    20:00 Uhr
    Semperoper
  • 09.07.2019
    20:00 Uhr
    Semperoper

Manfred Honeck

Manfred Honeck ist seit der Saison 2008/2009 Music Director beim Pittsburgh Symphony Orchestra. Seine weithin gefeierten Konzerte und richtungsweisenden Interpretationen gemeinsam mit diesem Orchester erfahren international große Anerkennung. Umjubelte Gastspiele führen regelmäßig in zahlreiche Musikmetropolen sowie zu den großen Musikfestivals, darunter die BBC Proms, Musikfest Berlin, Lucerne Festival, Rheingau Musik Festival, Beethovenfest Bonn, Grafenegg Festival, die Carnegie Hall und das Lincoln Center in New York. Eine enge Beziehung pflegen Manfred Honeck und sein Orchester zum Wiener Musikverein. Nach einer einwöchigen Residenz im Jahr 2012 folgten im Frühjahr 2016 drei weitere Konzerte im Rahmen einer ausgedehnten Europa-Tournee. Im Sommer 2017 führte eine weitere Tournee zu Europas bedeutendsten Musikfestivals.

Manfred Honecks erfolgreiche Tätigkeit in Pittsburgh wird durch zahlreiche Einspielungen umfassend dokumentiert. Sämtliche der SACDs für Reference Recordings, darunter Tondichtungen und Suiten von Richard Strauss, Beethovens Symphonien Nr. 5 und 7 sowie Tschaikowskys 6. Symphonie erhielten eine Vielzahl an hervorragenden Rezensionen. Nach zwei Grammy-Nominierungen für Dvořáks Achte Symphonie und die von Manfred Honeck selbst konzipierte Symphonische Suite aus Jenůfa von Janáček sowie für Bruckners Symphonie Nr. 4 wurde die aktuelle Aufnahme, Schostakowitschs Symphonie Nr. 5, im Januar 2018 mit einem Grammy als "Best Orchestral Performance" ausgezeichnet.

Der gebürtige Österreicher absolvierte seine musikalische Ausbildung an der Hochschule für Musik in Wien. Seine Arbeit als Dirigent wurde durch Erfahrungen geprägt, die er über lange Jahre als Mitglied der Wiener Philharmoniker und des Wiener Staatsopernorchesters sammeln konnte. Seine Dirigentenlaufbahn begann Manfred Honeck als Assistent von Claudio Abbado in Wien sowie als Leiter des Jeunesses Musicales Orchesters Wien. Anschließend wurde er als Erster Kapellmeister an das Opernhaus Zürich verpflichtet und erhielt dort 1993 den Europäischen Dirigentenpreis. Zu weiteren frühen Stationen seiner Karriere zählen Leipzig, wo er von 1996 bis 1999 einer der drei Hauptdirigenten des MDR Sinfonieorchesters Leipzig war und Oslo, wo er nicht nur 1997 für ein Jahr kurzfristig die musikalische Leitung der Norwegischen Nationaloper übernahm, sondern auch für mehrere Jahre als Erster Gastdirigent des Oslo Philharmonic Orchestra verpflichtet wurde. Von 2000 bis 2006 war er Chefdirigent des Swedish Radio Symphony Orchestra Stockholm, von 2008 bis 2011 sowie erneut von 2013 bis 2016 war er Erster Gastdirigent der Tschechischen Philharmonie in Prag.

 

Von 2007 bis 2011 wirkte Manfred Honeck als Generalmusikdirektor der Staatsoper Stuttgart. Dort dirigierte er unter anderem Premieren von Berlioz' Les Troyens, Mozarts Idomeneo, Verdis Aida, Poulencs Dialogues des Carmélites, den Rosenkavalier von R. Strauss, die Fledermausvon Johann Strauß, Wagners Lohengrin und Parsifal sowie zahlreiche Symphoniekonzerte mit dem Staatsorchester Stuttgart. Gastspiele im Bereich der Oper führten ihn an die Semperoper Dresden, an die Komische Oper Berlin, an die Königliche Oper in Kopenhagen, zum White Nights Festival nach St. Petersburg und zu den Salzburger Festspielen. Er ist darüber hinaus seit über zwanzig Jahren Künstlerischer Leiter der Internationalen Wolfegger Konzerte.

Als Gastdirigent stand Manfred Honeck am Pult aller führenden internationalen Klangkörper, darunter das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, die Berliner Philharmoniker, das Gewandhausorchester Leipzig, die Sächsische Staatskapelle Dresden, Royal Concertgebouw Orchestra, London Symphony Orchestra, Orchestre de Paris, Accademia di Santa Cecilia Rom sowie die Wiener Philharmoniker; in den USA leitete er das Los Angeles Philharmonic, New York Philharmonic, The Cleveland Orchestra, Chicago Symphony Orchestra, Boston Symphony Orchestra, Philadelphia Orchestra und San Francisco Symphony. Er ist darüber hinaus gern gesehener Gast beim Verbier Festival. In der Saison 2017/2018 dirigiert er das Neujahrskonzert beim Shanghai Symphony Orchestra, kehrt zum Orchestre de Paris, Chicago Symphony Orchestra, Danish National Symphony, Israel Philharmonic und den Wiener Symphonikern zurück und setzt seine regelmäßige Zusammenarbeit mit New York Philharmonic, den Bamberger Symphonikern und der Accademia di Santa Cecilia fort.

Manfred Honeck wurde von mehreren US-amerikanischen Universitäten zum Ehrendoktor ernannt. Im Auftrag des österreichischen Bundespräsidenten wurde er 2016 mit dem Berufstitel Professor gewürdigt. Die Fachjury der International Classical Music Awards zeichnete ihn 2018 als "Artist of the Year" aus. 

Frank Peter Zimmermann

Frank Peter Zimmermann ist einer der bedeutendsten Geiger unserer Zeit. Geboren 1965 in Duisburg, begann er als Fünfjähriger mit dem Geigenspiel und gab bereits im Alter von zehn Jahren sein erstes Konzert mit Orchester. Nach Studien bei Valery Gradow, Saschko Gawriloff und Herman Krebbers begann 1983 sein kontinuierlicher Aufstieg. Frank Peter Zimmermann gastiert bei allen wichtigen Festivals und musiziert mit allen berühmten Orchestern und Dirigenten rund um den Globus. Mehrfach trat er auch mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden auf.

Sein Repertoire reicht von der Barockzeit bis in die Gegenwart. Allein vier Violinkonzerte hat er in den vergangenen Jahren zur Uraufführung gebracht: 2015 das zweite Violinkonzert von Magnus Lindberg, 2009 »Juggler in Paradise« von Augusta Read, 2007 »The Lost Art of Letter Writing« von Brett Dean und 2003 »en sourdine« von Matthias Pintscher. Neben seinen zahlreichen Orchesterengagements ist

Frank Peter Zimmermann regelmäßig als Kammermusiker auf den bedeutenden Podien der Welt zu hören. Gemeinsam mit dem Bratschisten Antoine Tamestit und dem Cellisten Christian Poltéra gründete er das Trio Zimmermann.

Frank Peter Zimmermann erhielt zahlreiche Preise und Ehrungen, darunter den Premio del Accademia Musicale Chigiana in Siena, den Rheinischen Kulturpreis, den Musikpreis der Stadt Duisburg, den Paul-Hindemith-Preis der Stadt Hanau und das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland.

Frank Peter Zimmermann spielt die Violine 1711 »Lady Inchiquin« von Antonio Stradivari, die ihm von der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, »Kunst im Landesbesitz«, überlassen wird. Zwischenzeitlich trat er mit einer ebenfalls von Stradivari 1727 gebauten Geige, der »Géneral Dupont, Grumiaux«, auf.