7. Symphoniekonzert in der Frauenkirche

Christoph Eschenbach Dirigent
Venera Gimadieva Sopran
Elisabeth Kulman Mezzosopran
Pavol Breslik Tenor
René Pape Bass
Sächsischer Staatsopernchor Dresden
Chor des Bayerischen Rundfunks

Antonín Dvořák

  • »Stabat mater« für Soli, Chor und Orchester op. 58

Klänge der Überwindung

Im Bild der verzweifelten Mutter zeigt sich die grenzenlose Trauer um den dahingeschiedenen Sohn. Das mittelalterliche Gedicht »Stabat mater dolorosa« beschreibt die schmerzerfüllt stehende Mutter am Kreuz. Das Unfassbare ist geschehen. Die Entstehung von Dvořáks »Stabat mater« wird gleichermaßen von Schicksalsschlägen im Leben des tschechischen Komponisten begleitet. Zwischen 1875 und 1877 sterben drei seiner Kinder. Im Kummer um den Verlust findet sein »Stabat mater« zu einem trostreichen Ausdruck.

  • 15.02.2019
    20:00 Uhr
    Frauenkirche
    Tickets
    Ticket-Preis:
    17.00 – 52.00 €

Christoph Eschenbach

Dirigent

Christoph Eschenbach zählt zu den wenigen Künstlern weltweit, denen es gelungen ist, sich als Pianist und als Dirigent auf internationalem Parkett zu behaupten. Dies stellt er in der aktuellen Spielzeit einmal mehr unter Beweis, wenn er als Dirigent, aber auch auf dem Kammermusikpodium am Klavier in Dresden und bei den Osterfestspielen in Salzburg zu erleben ist. Nach Chefpositionen u.a. beim NDR Sinfonieorchester, dem Orchestre de Paris und dem Philadelphia Orchestra prägt Eschenbach seit Herbst 2010 als Music Director des

National Symphony Orchestra und des John F. Kennedy Center in Washington ganz maßgeblich das nordamerikanische Musikleben. Daneben widmet er sich intensiv dem musikalischen Nachwuchs. So ist er bis heute Principal Conductor der Orchesterakademie des Schleswig-Holstein Musik Festivals und hat die Laufbahn von Musikern wie Lang Lang und David Aaron Carpenter entscheidend gefördert.

Venera Gimadieva

Die junge, aufstrebende Sopranistin Venera Gimadieva stammt aus Russland, studierte am Kazan Music College und am St. Petersburg State Conservatory und wurde später Mitglied des Mikhailovsky Theatre in Sankt Petersburg, wo sie Rollen wie Lucia (»Lucia di Lammermoor«), Gilda (»Rigoletto«), Lucia (»The Rape of Lucretia«), Serafina (»Il campanello di note«) und Genovieffa (»Suor Angelica«) übernahm. Die Sopranistin gewann zahlreiche internationale Gesangswettbewerbe und erhielt zuletzt 2014 für ihre Interpretation der Amina (»La sonnambula«) am Bolschoi-Theater in Moskau die »Goldene Maske« als beste Sängerin in der Kategorie Oper. Seit 2009 Teil des Young Artists Opera Program, wurde Venera Gimadieva 2011 Solistin am Bolschoi-Theater und sang dort u.a. Marfa (»Die Zarenbraut«), Xenia (»Boris Godunow«), Amina (»La sonnambula«), Violetta Valéry (»La traviata«), Schneeflöckchen (»Schneeflöckchen« von Nikolai Rimski-Korsakow), Königin von Schemacha (»Der goldene Hahn«) und Serpina (»La serva padrona«). Zu Venera Gimadievas Engagements gehören u.a. Violetta Valéry (»La traviata«) am Teatro La Fenice in Venedig, beim Glyndebourne Festival, am Opéra-Théâtre de Limoges, an

der Opéra de Reims, an der Ungarischen Staatsoper in Budapest, bei den Savonlinna-Opernfestspielen und an der Opéra National de Paris, Gilda (»Rigoletto«) an der Ungarischen Staatsoper in Budapest, ein Auftritt bei den BBC Proms mit dem John Wilson Orchestra, ihr Rollendebüt als Juliette (»Roméo et Juliette«) in Lima sowie Gilda (»Rigoletto«) und Marfa (»Die Zarenbraut«) am Bolschoi-Theater in Moskau. Kürzlich gab die Künstlerin als Violetta Valéry ihr USA-Debüt mit dem Los Angeles Philharmonic Orchestra und debütierte mit dieser Partie erfolgreich am Londoner Royal Opera House Covent Garden. Weitere Engagements der Saison 2015/16 beinhalteten Giulietta (»I Capuleti e i Montecchi«) an der Deutschen Oper Berlin sowie Elvira (»I puritani«) am Teatro Real in Madrid. In der Spielzeit 2015/16 debütierte Venera Gimadieva als Violetta Valéry (»La traviata«) an der Semperoper Dresden und ist auch 2017/18 mit dieser Partie in Dresden zu erleben. In der Neuproduktion »Lucia di Lammermoor« interpretiert sie in der Inszenierung von Dietrich W. Hilfsdorf die Titelrolle.

Elisabeth Kulman

Elisabeth Kulman gilt als eine der führenden Mezzosopranistinnen und Altistinnen ihrer Generation. Sie überzeugt Publikum und Kritik gleichermaßen durch ihr kostbares, farbintensives Timbre sowie ihre charismatische Bühnenpersönlichkeit und musikalische Vielseitigkeit.

Zu ihren wichtigsten Partien, die die Österreicherin auf den internationalen Opernbühnen verkörpert, zählen unter anderen Carmen, Fricka (»Walküre«), Waltraute (»Götterdämmerung«), und Brangäne (»Tristan und Isolde«). Besondere Aufmerksamkeit erregte sie auch als Gora in der Welturaufführung von Aribert Reimanns »Medea« an der Wiener Staatsoper.

Als international hoch geschätzte Solistin arbeitet sie regelmäßig auch konzertant mit Orchestern wie den Wiener Philharmonikern, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Cleveland Orchestra, der Staatskapelle Dresden und Dirigenten wie Nikolaus Harnoncourt, Zubin Mehta, Christian Thielemann, Marek Janowski und Franz Welser-Möst zusammen. Außerdem widmet sich Elisabeth Kulman mit besonderer Hingabe dem Liedgesang.

Pavol Breslik

Die steile Karriere des Tenors Pavol Breslik begann im Jahr 2005, als er bei der Kritikerumfrage der Zeitschrift »Opernwelt« zum »Nachwuchssänger des Jahres« gekürt wurde. Von 2003 bis 2006 gehörte Breslik dem Ensemble der Berliner Staatsoper Unter den Linden an, wo er u. a. mit zahlreichen Mozart-Partien zu hören war. Mit diesen gastierte er dann auch am Teatro Verdi in Triest, am Piccolo Teatro in Mailand, am Théâtre de la Monnaie in Brüssel, beim Glyndebourne Festival, bei den Wiener Festwochen und beim Festival von Aix-en-Provence.

Als Jaquino in »Fidelio« trat er im Pariser Théâtre du Châtelet auf. Inzwischen debütierte er auch bei den Salzburger Festspielen, an der New Yorker MET, am Royal Opera House Covent Garden in London sowie an der Bayerischen Staatsoper.

Auch auf den Konzertpodien ist Pavol Breslik ein gern gesehener Gast und musizierte hier mit Orchestern wie dem London Philharmonic Orchestra, dem London Symphony Orchestra dem Orchestre National de France sowie dem Los Angeles Philharmonic unter Dirigenten wie Kurt Masur, Sir Colin Davis, Riccardo Muti oder Gustavo Dudamel.

René Pape

Bass

Als eine der herausragenden Sängerpersönlichkeiten der internationalen Musikszene ist René Pape gern gesehener Gast der bedeutenden Opernhäuser, Orchester und Festivals. In Dresden geboren, sang er in der Elbestadt im berühmten Kreuzchor und studierte an der Dresdner Musikhochschule. Seit 1988 ist er festes Ensemblemitglied der Berliner Staatsoper, an der er  die großen Basspartien übernimmt, darunter Méphistophélès (Gounods »Faust«), Philipp II . (»Don Carlo«), Rocco (»Fidelio«), Gurnemanz (»Parsifal«), König Heinrich (»Lohengrin«) und König Marke (»Tristan«). In weiteren Neuinszenierungen verkörperte er an diesem Haus den Figaro, Don Giovanni, Boris Godunow, Gremin (»Eugen Onegin«) und Wotan (»Rheingold« und »Walküre «), 

jeweils unter der musikalischen Leitung von Daniel Barenboim. Einladungen führten René Pape an die New Yorker MET und die Lyric Opera of Chicago, an die Mailänder Scala, die Wiener und die Bayerische Staatsoper, die Semperoper oder auch zu den Bayreuther und Salzburger Festspielen. Neben seinen Opernverpflichtungen widmet sich der Bass einer intensiven Konzerttätigkeit. Er ist mehrfacher Grammy- und ECHO-Klassik-Preisträger, u.a. erhielt er 2009 den ECHO für sein mit der Sächsischen Staatskapelle aufgenommenes Solo-Album »Gods, Kings& Demons«.

Sächsischer Staatsopernchor Dresden

Der Dresdner Opernchor wurde 1817 von Friedrich August dem Gerechten gegründet. Dies war vor allem ein Verdienst Carl Maria von Webers, der als neu engagierter Hofkapellmeister den Auftrag erhalten hatte, neben der italienischen Oper in Dresden auch ein deutsches »Opern-Departement« aufzubauen. Weber forderte die Einrichtung eines »stehenden Theaterchors«, der den gestiegenen Anforderungen des dafür neu zu schaffenden Opernrepertoires gewachsen sein würde. In der Folgezeit entwickelte sich der Chor dank hervorragender

Persönlichkeiten wie Johann Miksch, Karl Maria Pembaur, Hans-Dieter Pflüger und Matthias Brauer zu einem Ensemble, das bis heute für klangliche Noblesse, künstlerische Homogenität und kultivierten Pianogesang bei gleichzeitiger Klangdichte steht. Von 2009 bis 2014 war Pablo Assante Chordirektor der Sächsischen Staatsoper Dresden. Seit der Spielzeit 2014/2015 nimmt diese Position Jörn Hinnerk Andresen ein. 

Chor des Bayerischen Rundfunks

Künstlerischer Leiter: Peter Dijkstra


Der Chor des Bayerischen Rundfunks wurde 1946 gegründet und ist der älteste der drei Klangkörper des Senders. Künstlerisch entscheidend geprägt wird er traditionell sowohl durch seinen Chorleiter als auch durch den jeweiligen Chefdirigenten des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks. Zu den Künstlerpersönlichkeiten, die als Chefdirigenten des Symphonieorchesters fest mit der Geschichte des BR-Chores verbunden sind, zählen Eugen Jochum, Rafael Kubelik,

Sir Colin Davis, Lorin Maazel und Mariss Jansons. Künstlerischer Leiter des Chores ist seit 2005 der Niederländer Peter
Dijkstra. Aufgrund der klanglichen Homogenität des Chores und seiner stilistischen Vielseitigkeit, die alle Gebiete des Chorgesangs von der mittelalterlichen Motette bis zu zeitgenössischen Werken, vom Oratorium bis zur Oper umfasst, genießt das Ensemble höchstes Ansehen in aller Welt.