8. Symphoniekonzert

Christian Thielemann Dirigent
Zoltán Mácsai Horn
Jochen Ubbelohde Horn
Julius Rönnebeck Horn
Miklós Takács Horn

Robert Schumann

  • Konzertstück F-Dur für vier Hörner und großes Orchester op. 86

Franz Schubert

  • Symphonie C-Dur D 944 »Große«

»Leben in allen Fasern«

Anlässlich des Schumann-Zyklus spielen Hornisten der Sächsischen Staatskapelle Robert Schumanns Konzertstück für vier Hörner, in dem der Komponist die Möglichkeiten des Ventilhorns virtuos auskostet. Schumann war es auch, der die Symphonie in C-Dur von Franz Schubert in dessen Wiener Nachlass fand und darüber ins Schwärmen geriet: »Hier ist, außer meisterlicher Technik der Komposition, noch Leben in allen Fasern, Kolorit bis in die feinste Abstufung, Bedeutung überall, schärfster Ausdruck des Einzelnen, und über das Ganze endlich eine Romantik ausgegossen, wie man sie schon anders woher bei Schubert kennt.«

Erstmals ist Chefdirigent Christian Thielemann mit einem Werk Franz Schuberts am Pult der Sächsischen Staatskapelle zu erleben.

 

Voraussichtliche Konzertlänge: 100 Minuten inklusive Pause

Eine kostenlose Konzerteinführung findet 45 Minuten vor Beginn im Opernkeller statt.

  • 24.02.2019
    11:00 Uhr
    Semperoper
    Tickets
    Ticket-Preis:
    36.00 – 82.00 €
  • 25.02.2019
    20:00 Uhr
    Semperoper
    Tickets
    Ticket-Preis:
    23.00 – 67.00 €
  • 26.02.2019
    20:00 Uhr
    Semperoper
    Tickets
    Ticket-Preis:
    13.00 – 67.00 €

Christian Thielemann

Chefdirigent

Die Saison 2018 / 2019 ist Christian Thielemanns siebente Spielzeit als Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Über Stationen an der Deutschen Oper Berlin, in Gelsenkirchen, Karlsruhe, Hannover und Düsseldorf kam er 1988 als Generalmusikdirektor nach Nürnberg. 1997 kehrte der gebürtige Berliner in seine Heimatstadt als Generalmusikdirektor der Deutschen Oper Berlin zurück, bevor er das gleiche Amt von 2004 bis 2011 bei den Münchner Philharmonikern innehatte. Neben seiner Dresdner Chefposition ist er seit 2013 Künstlerischer Leiter der Osterfestspiele Salzburg, deren Residenzorchester die Staatskapelle ist.

Intensiv widmete sich Christian Thielemann in den vergangenen Spielzeiten den Komponistenjubilaren Wagner und Strauss. Aber auch Werke von Bach bis hin zu Henze, Rihm und Gubaidulina standen für ihn in Dresden und auf Tournee auf dem Programm. Im Graben der Semperoper leitete er Neuproduktionen von »Manon Lescaut«, »Simon Boccanegra«, »Elektra« und »Der Freischütz« sowie Anfang 2018 zwei zyklische Aufführungen von Wagners »Ring des Nibelungen«. Bei den Osterfestspielen Salzburg dirigierte er »Parsifal«, »Arabella«, das Operndoppel »Cavalleria rusticana / Pagliacci«, »Otello«, »Die Walküre« und »Tosca«.

 

Eine enge Zusammenarbeit verbindet Christian Thielemann mit den Berliner Philharmonikern und den Wiener Philharmonikern, deren Neujahrskonzert er 2019 dirigieren wird. Nach fünf Jahren als musikalischer Berater auf dem »Grünen Hügel« wurde er 2015 zum Musikdirektor der Bayreuther Festspiele ernannt, die er seit seinem Debüt im Sommer 2000 alljährlich durch maßstabsetzende Interpretationen prägt. Darüber hinaus folgte er Einladungen der großen Orchester in Amsterdam, London, New York, Chicago und Philadelphia und gastierte außerdem in Israel, Japan und China.

Christian Thielemanns Diskographie als Exklusivkünstler der UNITEL ist umfangreich. Zu seinen jüngsten Einspielungen mit der Staatskapelle gehören Anton Bruckners Symphonien Nr. 1 sowie 3 bis 9, die Symphonien und Solokonzerte von Johannes Brahms sowie die Opern »Der Freischütz«, »Cavalleria rusticana / Pagliacci«, »Elektra«, »Die Walküre« und »Lohengrin« auf CD bzw. DVD. Neben symphonischen Werken von Beethoven, Liszt, Bruckner, Reger, Pfitzner und Busoni hat er mit der Staatskapelle Dresden auch diverse Silvesterkonzerte für DVD aufgenommen. Mit den Wiener Philharmonikern legte er eine Gesamteinspielung der Symphonien Beethovens vor.

Christian Thielemann ist Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London sowie Ehrendoktor der Hochschule für Musik »Franz Liszt« Weimar und der Katholischen Universität Leuven (Belgien). Im Mai 2015 wurde ihm der Richard-Wagner-Preis der Richard-Wagner-Gesellschaft der Stadt Leipzig verliehen, im Oktober 2016 wurde er mit dem Preis der Stiftung zur Förderung der Semperoper ausgezeichnet.

Zoltán Mácsai

Solo-Hornist

Zoltán Mácsai ist ein ungarischer Hornist. Er studierte erst in Budapest und anschließend an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« in Berlin. Von 2003 bis 2008 spielte er als Solohornist beim Ernõ Dohnányi Symphonieorchester in Budapest

mit. Danach wirkte er beim Mozarteumorchester Salzburg. Seit 2016 ist er als Solohornist an der Sächsischen Staatskapelle Dresden engagiert.

Jochen Ubbelohde

Solohornist

Jochen Ubbelohde erhielt in Karlsruhe seinen ersten Hornunterricht bei Thomas Crome, bevor er an die Frankfurter Musikhochschule wechselte und von Ursula Kepser und Marie-Luise Neunecker unterrichtet wurde. Schon früh nahm er an Kammermusik- und Meisterkursen teil. Er war Stipendiat der Stiftung Villa musica und 1997 Gewinner des Yamaha-Stipendiumwettbewerbs. Sein erstes Engagement erhielt er 1998 als Solohornist der Nürnberger Philharmoniker, bevor er im darauf folgenden Jahr in das Museumsorchester der Oper Frankfurt aufgenommen wurde. Seit August 2000 ist er Solohornist der Sächsischen Staatskapelle Dresden und spielte zudem im Festspielorchester der Bayreuther Festspiele. Mit der Sächsischen Staatskapelle musizierte er bereits mehrfach solistisch zusammen, unter anderem Konzerte von Wolfgang Amadeus Mozart und Franz Strauss sowie das Konzertstück für vier Hörner und Orchester von Robert Schumann. 

Erst im September 2015 interpretierte er unter der Leitung von Gustavo Jimeno in der Semperoper den Solopart von György Ligetis »Hamburgischem Konzert« für Horn und Kammerorchester. Auch in Kammerabenden der Sächsischen Staatskapelle Dresden ist Jochen Ubbelohde regelmäßig zu hören. Hier musizierte er unter anderem die Horntrios von Brahms und Ligeti mit dem Geiger Matthias Wollong und dem Pianisten Paul Rivinius. Gemeinsame Auftritte mit dem Pianisten Lars Vogt bei dessen Kammermusikfestival »Spannungen« sind als CD bei EMI Classics erschienen.

Julius Rönnebeck

2. Hornist

Julius Rönnebeck wurde 1971 in Stuttgart geboren. Er begann noch vor der Einschulung Blockflöte zu spielen und entdeckte bei einem Kinderkonzert des Radiosinfonieorchesters Stuttgart den Klang des Horns für sich. Mit diesem Instrument spielte er in zahlreichen Jugendorchestern (Jugendorchester der Europäischen Union, Gustav Mahler Jugendorchester, Landes- und Bundesjugendorchester). Mit 24 Jahren gelangte er

schließlich als 2. Hornist an die Sächsische Staatskapelle Dresden. 

Neben seiner Orchestertätigkeit ist Julius Rönnebeck Mitglied des Kapellquintetts Dresden sowie Mitinitaiator und Moderator des Formats »Kapelle für Kids«. Letzteres entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Dramaturgen hans-Georg Wegner.