1. Symphoniekonzert

Myung-Whun Chung Dirigent
Yuja Wang Klavier
Laura Aikin Sopran
Programm 1 (31.8 & 1.9.)

Sergej Rachmaninow

  • Klavierkonzert Nr. 3 d-Moll op. 30

Johannes Brahms

  • Symphonie Nr. 2 D-Dur op. 73
Programm 2 (2.9.)

Carl Maria von Weber

  • Ouvertüre zur Oper »Der Freischütz«

Georges Enescu

  • »Sept Chansons de Clément Marot« op. 15 für Singstimme und Kammerensemble

Johannes Brahms

  • Symphonie Nr. 2 D-Dur op. 73

Symphonische Vielfalt

Die neue Spielzeit beginnt mit zwei Programmen. Am 31. August und 1. September dirigiert Myung-Whun Chung Rachmaninows drittes Klavierkonzert, das von der chinesischen Pianistin Yuja Wang gespielt wird. Am 2. September erklingen neben Webers »Freischütz«-Ouvertüre Enescus »Sept Chansons de Clément Marot«, die wenige Tage später im Rahmen des Enescu-Festivals in Bukarest neuerlich aufgeführt werden. Es singt die lettische Sopranistin Kristīne Opolais. Brahms’ zweite Symphonie beschließt beide Programme.

 

Kristine Opolais musste ihre Mitwirkung am Konzertprogramm vom 2. September 2019 aus familiären Gründen leider absagen. Wir freuen uns, dass Laura Aikin die Gesangspartie in Enescus »Sept Chansons« übernimmt. 

  • 31.08.2019
    19:00 Uhr
    Semperoper
  • 01.09.2019
    11:00 Uhr
    Semperoper
    Ticket-Preis:
    36.00 – 82.00 €
  • 02.09.2019
    20:00 Uhr
    Semperoper

Myung-Whun Chung

Erster Gastdirigent

Die Ernennung eines Ersten Gastdirigenten ab der Spielzeit 2012/2013 war ein Novum in der langen Kapell-Historie – und dokumentiert die enge Beziehung zwischen Myung-Whun Chung und der Sächsischen Staatskapelle. Der südkoreanische Maestro stand seit November 2001 vielfach in den Symphoniekonzerten in der Semperoper am Kapell-Pult, er dirigierte im Orchestergraben eine Premierenserie von Verdis »Don Carlo« und ging mit der Kapelle auf Tourneen durch Europa, in die USA und nach Asien.

Überdies musizierte er immer wieder gemeinsam mit Mitgliedern der Staatskapelle auf dem Kammermusikpodium, so auch 2013 bei den Osterfestspielen Salzburg, bei denen er in der Doppelrolle als Dirigent und Pianist zu erleben war. Im Zuge seines hiesigen Mahler-Zyklus dirigierte Chung bislang die erste, zweite, vierte, sechste und neunte Symphonie. In der Spielzeit 2016/2017 folgt die fünfte.

In Seoul geboren, begann Myung-Whun Chung seine Laufbahn als Pianist. Seine dirigentische Karriere startete er als Assistent von Carlo Maria Giulini in Los Angeles. Positionen als Chefdirigent bekleidete er beim Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken, an der Opéra Bastille in Paris und bei der Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom, 15 Jahre stand er als Musikdirektor dem Orchestre Philharmonique de Radio France vor. Zudem ist er Ehrendirigent des Philharmonieorchesters Tokio und Musikdirektor des Seoul Philharmonic Orchestra.

Daneben ist und war er in verschiedenen Ämtern in seiner asiatischen Heimat präsent, u. a. als Künstlerischer Direktor sowohl des Seoul Philharmonic Orchestra als auch des Asia Philharmonic Orchestra, das asiatische Musiker aus den großen Orchestern der Welt für Konzertprojekte zusammenführt. Myung-Whun Chung trat mit allen bedeutenden Klangkörpern auf, viele seiner bei der Deutschen Grammophon erschienenen CDs sind preisgekrönt.

Über seine künstlerischen Aktivitäten hinaus widmet sich Myung- Whun Chung mit großem Engagement humanitären und ökologischen Fragen. Er war Botschafter des Drogenkontrollprogramms der Vereinten Nationen (UNDCP) und wurde 1995 von der UNESCO als »Man of the Year« gewürdigt. 1996 erhielt er den Kumkuan, den höchsten koreanischen Kulturpreis. Er wurde zum ersten Kulturbotschafter seines Landes berufen, die UNICEF ernannte ihn 2008 als ersten Dirigenten zum »Goodwill Ambassador«.

Yuja Wang

Yuja Wang ist eine chinesische Pianistin. Zusammen mit Claudio Abbado und dem Lucerne Festival Orchestra gestaltete sie beim Lucerne Festival 2009 das Eröffnungskonzert mit Prokofjew's Klavierkonzert Nr. 3.

Bereits 2012 spielte sie gemeinsam mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden Rachmaninow's

Klavierkonzert Nr. 3 unter der Leitung von Xian Zhang. Seit 2015 arbeitete sie u. a. mit dem San Francisco Symphony Orchestra, dem Russischen Nationalorchester und den Wiener Philharmonikern zusammen.

Laura Aikin

Die Sopranistin Laura Aikin ist regelmäßiger Gast an den weltweit führenden Opernhäusern, etwa der Wiener Staatsoper, der Mailänder Scala, der Bayerischen Staatsoper München, dem Opernhaus Zürich, der De Nederlandse Opera, der Opéra National de Paris, der Semperoper Dresden, dem Gran Teatro del Liceu Barcelona, der Oper Frankfurt und den großen US-amerikanischen Häusern. Von 1992 bis 1998 war sie Ensemblemitglied der Berliner Staatsoper Unter den Linden. Darüber hinaus trat sie mehrfach bei den Salzburger Festspielen auf, wo sie im Sommer 2012 für ihre Interpretation der Marie in Zimmermanns »Die Soldaten« von Publikum und Presse gleichermaßen gefeiert wurde.

Als Konzertsängerin tritt Laura Aikin weltweit auf mit bedeutenden Orchestern wie den Berliner, Münchner und Wiener Philharmonikern, dem Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks, den Symphonieorchestern in Chicago, Cleveland und Wien, dem BBC Symphony Orchestra, dem WDR, SWR und MDR Sinfonieorchester sowie dem Ensemble Intercontemporain, Les Arts Florissants, Concerto Köln und dem Concentus Musicus. Sie arbeitete mit den führenden Dirigenten wie u. a. Claudio Abbado, Daniel Barenboim, Pierre Boulez, Christoph von Dohnányi, Daniele Gatti, Michael Gielen, Nikolaus Harnoncourt, René Jacobs, Fabio Luisi, Kent Nagano, Zubin Mehta, Riccardo Muti, Giuseppe Sinopoli und Franz Welser-Möst.

Zu den Höhepunkten der vergangenen Jahre zählten ihr gefeiertes Debüt als Giunia (»Lucio Silla«) am Gran Teatro del Liceu in Barcelona, Lucia (»Lucia di Lammermoor«) an der Opéra de

Montpellier, Lulu in Paris und in Lyon, der Scala und bei den Wiener Festwochen, Rossinis Semiramide in Neapel und Marilyn Monroe in De Raaffs Uraufführung von »Waiting for Miss Monroe« an der De Nederlandse Opera. Im Dezember 2015 wurde sie für ihre Interpretation der Emilia Marty in der Neuproduktion von Janáčeks »Vec Makropulos« an der Wiener Staatsoper bejubelt. Ein ebenso großer Erfolg war ihr mit Henzes »Elegie für junge Liebende« am Theater an der Wien beschieden.

Höhepunkte der Saison 2018/2019 waren neben zahlreichen Konzerten unter anderem Madame Herz (»Der Schauspieldirektor«) bei der Mozartwoche Salzburg sowie Helena in Manfred Trojahns »Orest« an der Wiener Staatsoper. In dieser Spielzeit wird Laura Aikin als Rosalinde in Johann Strauss' »Fledermaus« an der Wiener Staatsoper zu hören sein und in der Uraufführung von Stefan Wirths »A Girl with a Pearl Earring« an der Züricher Oper mitwirken.

Zahlreiche CD-Aufnahmen mit Laura Aikin spiegeln ihr breites Repertoire. So wirkte sie an erfolgreichen Produktionen wie Beethovens »Christus am Ölberg« mit Daniel Barenboim und dem Chicago Symphony Orchestra, Schönbergs »Jakobsleiter« mit dem SWR Sinfonieorchester und Respighis »La Campana Sommersa« (Oper Montpellier) mit. Zuletzt erschein eine von der Presse viel gelobte Aufnahme von Johann Strauß‘ »Fledermaus« mit Laura Aikin als Rosalinde – aufgenommen mit der NDR Radiophilharmonie unter der Leitung von Lawrence Foster.