3. Symphoniekonzert

Omer Meir Wellber Dirigent
Leonidas Kavakos Violine

Béla Bartók

  • Violinkonzert Nr. 2 Sz. 112

Sergej Prokofjew

  • »Ouvertüre über hebräische Themen« für Klarinette, Streichquartett und Klavier op. 34

Dmitri Schostakowitsch

  • Symphonie Nr. 6 h-Moll op. 54

Heimische Töne am Rande zur Moderne

Bartóks zweites Violinkonzert zählt zu den großen Meisterwerken des zwanzigsten Jahrhunderts. Das 1937/38 geschaffene Opus, dessen Solopart der griechische Geiger Leonidas Kavakos übernehmen wird, verbindet Elemente mitteleuropäischer Volksmusik mit kompositorischer Raffinesse. Omer Meir Wellber, der die Konzerte kurzfristig für den erkrankten Alan Gilbert übernimmt, dirigiert Schostakowitschs sechste Symphonie – laut dem Komponisten »eine Musik nachdenklicher und lyrischer Ordnung«. Der besonders für ihren Finalsatz gefeierten Sechsten stellt Wellber Prokofjews »Ouvertüre über hebräische Themen« für Klarinette, Streichquartett und Klavier voran.

Voraussichtliche Konzertlänge inkl. Pause: 120 min.

 

Alan Gilbert musste seine Mitwirkung am 3. Symphoniekonzerte krankheitsbedingt leider absagen. Wir danken Omer Meir Wellber, dass er die musikalische Leitung der Konzerte kurzfristig übernimmt. Das Programm ändert sich teilweise. Wir bitten um Ihr Verständnis.

  • 20.10.2019
    11:00 Uhr
    Semperoper
  • 21.10.2019
    20:00 Uhr
    Semperoper
  • 22.10.2019
    20:00 Uhr
    Semperoper

Omer Meir Wellber

Omer Meir Wellber gehört zu den führenden Dirigenten für Opern- und Orchesterrepertoire. Seit Beginn der Saison 2018/19 ist er Erster Gastdirigent der Semperoper Dresden, seit Juli 2019 zudem Chefdirigent des BBC Philharmonic Orchestra und ab Januar 2020 Music Director des Teatro Massimo in Palermo. Er stand am Pult zahlreicher erstklassiger Ensembles weltweit, so etwa beim London Philharmonic Orchestra, dem Gewandhausorchester zu Leipzig,  dem Pittsburgh Symphony Orchestra, dem Swedish Radio Symphony Orchestra, dem Orchestre National de Lyon, dem City of Birmingham Symphony Orchestra, der Staatskapelle Dresden, dem Orchester RAI Torino und dem Tonhalle-Orchester Zürich. Er ist regelmäßiger Gastdirigent der Bayerischen Staatsoper München, von La Fenice Venedig und der Israeli Opera. Ein Gegenpol zu seinen internationalen Auftritten bildet sein Engagement in seiner Heimat Israel für klassische Musik im Allgemeinen und seine integrativen Projekte im Besonderen.

Im Oktober 2018 debütierte Omer Meir Wellber an der Metropolitan Opera in New York mit Vorstellungen von Bizets »Carmen«. Wenige Wochen zuvor gab er mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra sein Debüt beim Lucerne Festival. In der Saison 2019/2020 gastiert Omer Meir Wellber u. a. mit dem Netherlands Radio

Philharmonic in Utrecht, Amsterdam und Anwerpen, beim Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Swedish Radio Symphony Orchestra und den Münchner Philharmonikern sowie im Rahmen der Dresdner Musikfestspiele mit dem BBC Philharmonic. Auch in Dresden ist er bestens bekannt: Nach seinem Einstand 2010 mit Strauss’ »Daphne« leitete er u. a. einen Mozart/Da Ponte-Zyklus. In seiner Position als Erster Gastdirigent der Semperoper Dresden übernimmt er hier im November das Dirigat der Neuinszenierung von
Ligetis »Le Grand Macabre«. Außerdem leitet er die Wiederaufnahmen von »Nabucco« und »Eugen Onegin«.

Von 2010 bis 2014 war Omer Meir Wellber Music Director am Palau de les Arts Reina Sofia in Valencia. Zwischen 2008 und 2010 assistierte er Daniel Barenboim an der Berliner Staatsoper Unter den Linden sowie an der Mailänder Scala. Er dirigierte mit großem Erfolg bei Publikum und Presse Verdis »Aida« beim Gastspiel der Scala an der Israeli Opera.

2016 leitete er die Residency des Israel Philharmmonic Orchestra bei den Dresdner Musikfestspielen.

Seit 2009 ist er Musikdirektor der 1991 für die Integration von jüdischen Emigranten in Israel gegründeten Raanana Symphonette.

Leonidas Kavakos

Der griechische Geiger Leonidas Kavakos gewann bereits in jungem Alter bedeutende Wettbewerbe: Erste Preise erhielt er 1985 beim nur alle fünf Jahre stattfindenden Internationalen Jean Sibelius Violinwettbewerb in Helsinki, 1988 beim renommierten Premio Paganini in Genua und im selben Jahr beim Naumburg International Violin Competition in New York. 1991 wurde ihm für die Ersteinspielung der Original-Version von Sibelius‘ Violinkonzert der Gramophone Concert Award verliehen – 2014 wurde er zum »Gramophone Artist of the Year« ernannt.

Seither gastiert Leonidas Kavakos bei den wichtigsten Orchestern weltweit, darunter die Berliner, Wiener und Münchner Philharmoniker, das Orchestre de Paris, die Filarmonica della Scala, das Gewandhausorchester Leipzig, das Royal Concertgebouw Orchestra, das Orchester des Mariinsky-Theaters, das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin sowie die Orchester von Boston, New York und Philadelphia. Im Sommer 2019 war er »artiste étoile« des Lucerne Festivals und trat u. a. gemeinsam mit Yannick Nézet-Séguin, Valery Gergiev, Andrés Orozco-Estrada und Yuja Wang auf.

Als Exklusiv-Küstler bei Sony Classical hat Leonidas Kavakos zuletzt Beethovens

Violinkonzert mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks in der Doppelrolle als Solist und Dirigent eingespielt.

Leonidas Kavakos ist vermehrt auch als Dirigent zu erleben. So stand er in den letzten Jahren etwa am Pult des London Symphony Orchestra, New York Philharmonic, Dallas Symphony, Gürzenich-Orchester Köln, Budapest Festival Orchestra, Wiener Symphoniker, Chamber Orchestra of Europe, Orchestra dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia, Filarmonica Teatro La Fenice und des Danish National Symphony Orchestra.

Als Interpret kammermusikalischer Werke ist er regelmäßig zu Gast auf den Festivals in Verbier, Montreux-Vevey, Tanglewood, Edinburgh und Salzburg. Im Beethoven-Jahr 2020 wird er den vollständigen Beethoven-Sonaten-Zyklus in Shanghai, Guangzhou, Mailand und Rom aufführen und eine Vielzahl von Beethoven-Rezitalen u. a. in Londons Wigmore Hall, Barcelona, Parma und Kopenhagen geben. Zu seinen regelmäßigen Kammermusikpartnern zählen Enrico Pace, Yuja Wang sowie Yo-Yo Ma und Emanuel Ax.

Leonidas Kavakos spielt die »Willemotte«-Stradivari von 1734.