4. Symphoniekonzert

David Robertson Dirigent
Elena Zhidkova Judith
Matthias Goerne Herzog Blaubart

Aribert Reimann

  • Neun Stücke für Orchester

Béla Bartók

  • »Herzog Blaubarts Burg«, Oper in einem Akt (konzertant)

Sieben Türen, neun Miniaturen

Mit dreißig Jahren komponierte Bartók seine einzige Oper, die auf dem Märchen vom frauenmordenden Blaubart beruht. Die musikalisch äußerst dichte Komposition dieses Beziehungsdramas entlang sieben geheimnisvoller, verschlossener Türen kommt mit Elena Zhidkova und Matthias Goerne konzertant zur Aufführung. Die neun Orchesterminiaturen von Capell-Compositeur Aribert Reimann sind aphoristische Auseinandersetzungen mit der Lyrik Paul Celans, die hier in eine rein musikalische Welt aufgelöst wird.

Voraussichtliche Konzertlänge inkl. Pause: 110 min.

  • 10.11.2019
    11:00 Uhr
    Semperoper
    Ticket-Preis:
    23.00 – 82.00 €
  • 11.11.2019
    20:00 Uhr
    Semperoper
    Ticket-Preis:
    13.00 – 82.00 €
  • 12.11.2019
    20:00 Uhr
    Semperoper
    Tickets
    Ticket-Preis:
    23.00 – 82.00 €

David Robertson

Der amerikanische Dirigent ist seit 2014 und noch bis zum Ende dieser Spielzeit Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Sydney Symphony Orchestra. Bis 2018 wirkte er zudem als Music Director des St. Louis Symphony Orchestra und stand zuvor dem Orchestre National de Lyon und – als früherer Schüler von Pierre Boulez – dem Ensemble Intercontemporain vor. Darüber hinaus war er Erster Gastdirigent des BBC Symphony Orchestra.

Zahlreiche Projekte realisierte er in weltweit renommierten Opernhäusern wie der Metropolitan Opera, der Mailänder Scala, der Bayerischen Staatsoper, dem Théâtre du Châtelet oder der San Francisco Opera. Er war häufiger Gast bei führenden Orchestern in den USA, so beim New York Philharmonic und Los Angeles Philharmonic Orchestra, Boston Symphony Orchestra, Chicago Symphony Orchestra, beim Philadelphia Orchestra und Cleveland Orchestra. Einladungen führten ihn auch zu den Berliner Philharmonikern, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Royal Concertgebouw, BBC Symphony und Hong Kong Philharmonic Orchestra.

Zu Beginn der aktuellen Saison dirigierte David Robertson die Neuproduktion von Gershwins »Porgy and Bess« an der Metropolitan Opera in New York, kehrt zur Czech Philharmonic,

zum Netherlands Radio Philharmonic Orchestra und Japan Philharmonic zurück. Außerdem setzt er seine intensive Zusammenarbeit mit dem Komponisten John Adams fort und übernimmt die musikalische Leitung dessen Oper »El Niño« beim Houston Symphony.

David Robertson engagiert sich aktiv für die Förderung junger Musiker. Er arbeitete mit Studenten bei den Festivals in Aspen, Tanglewood und Luzern sowie am Pariser Konservatorium, der Juilliard School New York und im National Youth Orchestra der Carnegie Hall. Im Jahre 2000 ehrte ihn die US-amerikanische Zeitschrift Musical America als »Conductor of the Year«, 2010 wurde er Fellow of the American Academy of Arts, seit 2011 trägt er den Titel »Chevalier de l’Ordre des Arts et des Lettres« Frankreichs.

Robertson wurde in Santa Monica (Kalifornien) geboren und erhielt seine musikalische Ausbildung an der Royal Academy of Music in London. Hier studierte er zunächst Horn und Komposition, bevor er zum Studiengang Dirigieren wechselte. Am Pult der Sächsischen Staatskapelle Dresden war er erstmals 2007 im 7. Symphoniekonzert mit Werken von Bartók und Elgar zu erleben.

Elena Zhidkova

Die Mezzosopranistin Elena Zhidkova wurde in St. Petersburg geboren. Ihr erstes Festengagement erhielt sie an der Deutschen Oper Berlin. Seither gastierte sie bei renommierten Opernhäusern weltweit, etwa in Hamburg, Frankfurt, Leipzig, Stuttgart, Köln, Madrid, Montpellier, Amsterdam, Mailand, Wien, Tokio sowie bei den Salzburger Festspielen. 2001 gab sie ihr Debüt bei den Bayreuther Festspielen. Claudio Abbado lud sie für die konzertante Aufführung von »Parsifal«, für Schumanns »Faustszenen« sowie für sein Abschiedskonzert an die Berliner Philharmonie ein. Mit Nikolaus Harnoncourt war sie in Händels »Jephta« dort erneut zu erleben. 

Am Teatro Real Madrid debütierte sie als Waltraute (»Götterdämmerung«) und als Brangäne in »Tristan und Isolde«. Als vielgefragter Gast trat sie am New National Theatre Tokio unter anderem in »Der Rosenkavalier«, »Der Ring des Nibelungen« und »Tristan und Isolde« auf. Die Fricka (»Ring des Nibelungen«) interpretierte sie auch an der Deutschen Oper Berlin und in der Genfer Neuproduktion der Tetralogie. Als »Tannhäuser«-Venus war sie auch in der Dresdner Semperoper zu erleben. Im Frühjahr 2019 sang sie erstmals die Kundry an der Wiener

Staatsoper. Im Sommer 2019 trat sie erneut erfolgreich bei den Bayreuther Festspielen auf. Kurz vor der Festspielpremiere der Neuproduktion von »Tannhäuser« übernahm sie die Partie der Venus und bekam dafür von der internationalen Presse hohe Anerkennung.

Einen großen Erfolg feierte Elena Zhidkova als Judith in »Herzog Blaubarts Burg« an der Mailänder Scala. Mit derselben Partie gastierte sie an der Barbican Hall London mit dem London Symphony Orchestra unter der Leitung von Valéry Gergiev sowie unter der Leitung von Seiji Ozawa beim Saito Kinen Festival. Für ihre Interpretation der Judith in »Herzog Blaubarts Burg« am Mariinski-Theater erhielt sie den russischen Theaterpreis »Goldene Maske« in Moskau.

In der Saison 2019/2020 gastiert Elena Zhidkova als Eboli in Verdis »Don Carlo« an der Wiener Staatsoper, am Teatro Colón de A Coruña und am Bolschoi-Theater in Moskau. Außerdem ist sie als Rusalka in Dvořáks gleichnamiger Oper ebenfalls in Wien und Amsterdam sowie als Brangäne in Tokio zu erleben. Als Solistin gastiert sie mit Verdis Requiem in Bamberg und Zagreb.

Matthias Goerne

Matthias Goerne, gebürtiger Weimarer, studierte bei Prof. Hans-Joachim Beyer in Leipzig sowie bei Elisabeth Schwarzkopf und Dietrich Fischer-Dieskau. An den großen Opernbühnen der Welt zu Gast, ist er regelmäßig an der Wiener Staatsoper, Bayerische Staatsoper, Royal Opera House Covent Garden in London, Opéra National de Paris, Teatro Real in Madrid, Opernhaus Zürich, Metropolitan Opera in New York und an der Mailänder Scala zu erleben. Das Spektrum seiner sorgfältig ausgewählten Opernrollen reicht von Pizarro in »Fidelio«, Wolfram in »Tannhäuser«, Amfortas in »Parsifal«, Marke, Kurwenal in »Tristan und Isolde«, Wotan und Wanderer in »Der Ring des Nibelungen«, Orest in »Elektra« und Jochanaan in »Salome« bis zu den Titelpartien in Béla Bartóks »Herzog Blaubarts Burg«, Paul Hindemiths »Mathis der Maler« und Alban Bergs »Wozzeck«.

2017 wurde Matthias Goerne mit dem »ECHO Klassik« als »Sänger des Jahres« ausgezeichnet.

In der Saison 2018/19 war er als »Artist in Residence« zu zehn Konzerten mit dem New York Philharmonic Orchestra eingeladen und wirkte in der Saison zuvor als Residenzkünstler in der Hamburger Elbphilharmonie. Er ist Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London und seit 2019 auch Botschafter

des Kunstfests Weimar.

Zu den Höhepunkten dieser Saison zählen Konzerte mit den Wiener Philharmonikern, dem Gewandhausorchester Leipzig, mit Pittsburgh Symphony, dem Orchestre National de France und den Sankt Petersburger Philharmonikern. Liederabende mit den Pianisten Leif Ove Andsnes, Seong-Jin Cho, Jan Lisiecki und Víkingur Oláfsson führen ihn unter anderem nach München, Hamburg, Leipzig, Wien, Mailand, Paris, London, New York und Seoul.

Goernes künstlerische Tätigkeit ist in zahlreichen Aufnahmen dokumentiert, die teils mehrfach preisgekrönt wurden, so u. a. mit dem Grammy Award, dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik, einem ICMA Award 2014, dem Diapason d’or, dem Gramophone und BBC Music Magazine Award. Zuletzt erschienen Aufnahmen von Wagners »Ring des Nibelungen« mit Jaap van Zweden, Schubert-Lieder mit dem Quatuor Ébène, Mahler-Lieder mit BBC Symphony, Bach-Kantaten mit dem Freiburger Barockorchester und zwei Solo-Alben mit Liedern von Brahms und Schumann sowie eine große Schubert-Edition von 12 CDs bei harmonia mundi mit berühmten Partnern wie Christoph Eschenbach und Leif Ove Andsnes am Klavier.