8. Symphoniekonzert

Christian Thielemann Dirigent
Stephen Gould Waldemar
Camilla Nylund Tove
Christa Mayer Waldtaube
Kwangchul Youn Bauer
Wolfgang Ablinger-Sperrhacke Klaus-Narr
Franz Grundheber Sprecher
Sächsischer Staatsopernchor Dresden
MDR Rundfunkchor

Arnold Schönberg

  • »Gurre-Lieder« für Soli, Chor und Orchester

»Seht die Sonne!«

Zwischen 1900 und 1911 arbeitete Arnold Schönberg an seinen spätromantischen »Gurre-Liedern« und bezeichnete diese später als »Schlüssel zu meiner ganzen Entwicklung.« Die Wurzeln der Geschichte um König Waldemar und seiner geliebten Tove, die letztlich von der eifersüchtigen Königin ermordet wird, lassen sich bis ins Mittelalter zurückverfolgen. Schönberg griff auf Jens Peter Jacobsens Fassung der dänischen Sage zurück und formte aus ihr ein musikalisches Monumentalwerk, das bravourös ungeahnte Register der Stimm- und Instrumentalbehandlung zieht.

  • 08.03.2020
    11:00 Uhr
    Semperoper
    Ausverkauft
  • 09.03.2020
    20:00 Uhr
    Semperoper
    Ausverkauft
  • 10.03.2020
    20:00 Uhr
    Semperoper
    Ausverkauft

Christian Thielemann

Chefdirigent

Seit der Saison 2012/13 ist Christian Thielemann Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Über Stationen an der Deutschen Oper Berlin, in Gelsenkirchen, Karlsruhe, Hannover und Düsseldorf kam er 1988 als Generalmusikdirektor nach Nürnberg. 1997 kehrte der gebürtige Berliner in seine Heimatstadt als Generalmusikdirektor der Deutschen Oper Berlin zurück, bevor er das gleiche Amt von 2004 bis 2011 bei den Münchner Philharmonikern innehatte. Neben seiner Dresdner Chefposition ist er seit 2013 Künstlerischer Leiter der Osterfestspiele Salzburg, deren Residenzorchester die Staatskapelle ist.

Intensiv widmete sich Christian Thielemann in den vergangenen Spielzeiten den Komponistenjubilaren Wagner und Strauss. Aber auch Werke von Bach bis hin zu Henze, Rihm und Gubaidulina standen für ihn in Dresden und auf Tournee auf dem Programm. Im Graben der Semperoper leitete er zuletzt Neuproduktionen von »Der Freischütz« und »Ariadne auf Naxos«. Bei den Osterfestspielen Salzburg dirigierte unter anderem »Die Walküre« und »Tosca«.

Eine enge Zusammenarbeit verbindet Christian Thielemann mit den Berliner Philharmonikern und den Wiener Philharmonikern, deren Neujahrskonzert er 2019 dirigierte. Nach fünf Jahren als musikalischer Berater auf dem »Grünen Hügel« wurde er 2015 zum Musikdirektor der Bayreuther

Festspiele ernannt, die er seit seinem Debüt im Sommer 2000 alljährlich durch maßstabsetzende Interpretationen prägt. Darüber hinaus folgte er Einladungen der großen Orchester in Europa, den Vereinigten Staaten, Israel und Asien.
Christian Thielemanns Diskographie als Exklusivkünstler der UNITEL ist umfangreich. Zu seinen jüngsten Einspielungen mit der Staatskapelle gehören die Symphonien von Johannes Brahms und Anton Bruckner sowie zahlreiche Opern.

Christian Thielemann ist Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London sowie Ehrendoktor der Hochschule für Musik »Franz Liszt« Weimar und der Katholischen Universität Leuven (Belgien). Im Mai 2015 wurde ihm der Richard-Wagner-Preis der Richard-Wagner-Gesellschaft der Stadt Leipzig verliehen, im Oktober 2016 wurde er mit dem Preis der Stiftung zur Förderung der Semperoper ausgezeichnet. Christian Thielemann ist Schirmherr der Richard-Wagner-Stätten zu Graupa und hat die Schirmherrschaft für den 49. Internationalen Jugendwettbewerb »jugend creativ« der Volksbanken und Raiffeisenbanken übernommen. 2019 wurde ihm die Ehrenmitgliedschaft der Gustav Mahler Vereinigung Hamburg verliehen. Für seine Einspielungen wurde er mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt.

Stephen Gould

Stephen Gould zählt zu den herausragenden Heldentenören unserer Zeit. Geboren in Virginia,  studierte er am New England Conservatory of Music in Boston und war danach Mitglied des Nachwuchsprogramms der Lyric Opera of Chicago.  Gould sang neben ersten Opernrollen auch im Musical »Das Phantom der Oper«, bevor er sich in als Heldentenor durchsetzen konnte. Sein Debüt in diesem Fach gab er als Florestan in Beethovens Oper »Fidelio«.

In der jüngsten Vergangenheit sang er »Ariadne auf Naxos in Wien«, »Tristan und Isolde« in Tokyo und Dresden sowie konzertant in Birmingham, Paris und Berlin, »Parsifal« in Wien, Dresden und Graz, »Der fliegende Holländer« in Turin, Madrid, New York, München und Palermo, »Siegfried« und »Götterdämmerung« in Wien, Berlin und Bayreuth. Stephen Gould arbeitet mit Dirigenten wie Daniel Barenboim, Ivor Bolton, Pierre Boulez, Myung-Whun-Chung, Adam Fischer, Daniele Gatti, Valery Gergiev, Hartmut Haenchen, Marek Janowski, Philippe Jordan, Fabio Luisi, Zubin Mehta, Ingo Metzmacher, Kent Nagano, Andris Nelsons, Christian Thielemann, Franz Welser-Möst  und David Zinman.

Camilla Nylund

Camilla Nylund zählt heute zu den weltweit führenden lyrisch-dramatischen Sopranen. Zentrum ihres Wirkens stellen die Rollen der Werke Wagners und Strauss‘ dar. Die finnische Sopranistin singt regelmäßig auf den wichtigen Konzertpodien mit den führenden Orchestern und Dirigenten und ist Gast an den großen Opernhäusern der Welt.

Nach verschiedenen Ensemblemitgliedschaften, unter anderem an der Semperoper Dresden, brachte die Saison 2004/2005 den internationalen Durchbruch für Camilla Nylund mit zahlreichen Rollendebüts an der Bayerischen Staatsoper in München, in Köln und am Opernhaus Zürich. Besonders die Salome (Richard Strauss) wurde in diesem Jahr zu einer Paraderolle für Camilla Nylund. 

Bei den Bayreuther Festspielen debütierte sie 2011 als Elisabeth im »Tannhäuser«. Außerdem gastierte sie unter anderem am Festspielhaus Baden-Baden, am Opernhaus Zürich, bei den Salzburger Festspielen, dem Royal Opera House Covent Garden und im Rahmen einer Japan-Tournee der Osterfestspiele Salzburg unter der Leitung von Sir Simon Rattle.

Camilla Nylund ist regelmäßiger Gast bei führenden Orchestern Europas und Nordamerikas unter der Leitung der renommiertesten Dirigenten. Dieses vielfältige Schaffen ist auf mehr als 30 CD- und DVD-Produktionen weltweit führender Labels dokumentiert.

Christa Mayer

Christa Mayer, geboren in Sulzbach-Rosenberg, studierte Gesang an der Bayerischen Singakademie und an der Musikhochschule München. Seither führten sie Gastspiele u.a. an die Bayerische Staatsoper, die Deutsche Oper Berlin, und die Staatsoper Hamburg. Im Sommer 2008 debütierte sie als Erda und Waltraute unter Christian Thielemann bei den Bayreuther Festspielen. Im

Wagner-Jahr 2013 war sie neben Bayreuth auch in verschiedenen Ring-Produktionen zu hören, u.a. in der Berliner Philharmonie, an der Hamburgischen Staatsoper sowie beim Lucerne Festival. Seit 2001 ist die Mezzosopranistin Ensemblemitglied der Semperoper Dresden.

Kwangchul Youn

Der koreanische Sänger war von 1993 bis 2004 Mitglied der Berliner Staatsoper, wo er viele Rollen seines breit gefächerten Repertoires erarbeitete. 2018 wurde ihm hier der Titel „Kammersänger“ verliehen.

Zu den Verpflichtungen der Saison 2018/19 zählen Trovatore (Ferrando) an der Bayerischen Staatsoper München, Lohengrin (König Heinrich), Simone Boccanegra an der Wiener Staatsoper, Zauberflöte (Sarastro) und Meistersinger (Pogner) an der Berliner Staatsoper sowie Parsifal (Gurnemanz) an der Staatsoper Hamburg. Unter der Leitung von Kirill Petrenko wird er in Mahlers Symphonie Nr.8 in Bregenz singen.

In den letzten Jahren war der gefragte Bassist an allen renommierten Opernhäusern in Europa und Übersee zu hören, u.a. an der Wiener Staatsoper (Faust, Zauberflöte, Parsifal, Don Carlo, Tristan, Tannhäuser), Berliner Staatsoper (Simon Boccanegra, Lohengrin, Rheingold, Eugen Onegin, Tannhäuser), am Teatro alla Scala (Rheingold, Don Giovanni, Il Trovatore, Fidelio), an der Metropolitan Opera (Lucia di Lammermoor, Les Troyens, Maria Stuarda, Don Giovanni, Guillaume Tell), Bayerischen Staatsoper München (Parsifal, Der fliegende Holländer, Tristan und Isolde, Il Trovatore), Semperoper Dresden (Simon Boccanegra, Lohengrin), dem Royal Opera House Covent Garden in London (Lohengrin, Lucia di Lammermoor), dem Gran Teatre del Liceu in Barcelona (Tristan und Isolde), der Opéra National de Paris (La Forza del Destino, Luisa Miller,

Aida, Rigoletto), Oper Frankfurt (Don Carlos), Lyric Opera Chicago (Parsifal) und am Teatro Regio in Turin (Tannhäuser, Parsifal). Außerdem gastierte er bei den Bayreuther Festspielen (Tristan, Parsifal, Die Walküre, Der fliegende Holländer), den Salzburger Festspielen, den Osterfestspielen Salzburg, den Dresdner Musikfestspielen, Ludwigsburger Schlossfestspiele, American Ravina Festival, Klangbogen Wien und dem Beethovenfest Bonn.

Neben seiner Operntätigkeit tritt Kwangchul Youn kontinuierlich als Konzertsänger mit großen Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, Wiener Symphonikern, dem Rundfunk Symphonie Orchester Berlin, der Accademia Santa Cecilia in Rom, VARA Radio Amsterdam, Gulbenkian Foundation Lissabon, dem Orquestra Simfònica de Barcelona, Monte Carlo Orchestre Philharmonie, dem Orchester der Mailänder Scala, Rundfunk Sinfonieorchester Köln, dem NHK Symphony Orchestra Tokyo, dem Hong Kong Philharmonic Orchestra, RAI Turin und bei den BBC Proms auf.

Er ist Mitwirkender auf CD-Produktionen wie Die Meistersinger von Nürnberg der Bayreuther Festspiele unter Daniel Barenboim (Teldec), bei Croesus unter Rene Jacobs (harmonia mundi), in Fidelio (Teldec) und Le nozze di Figaro, Cosi fan tutte, Don Giovanni und Tiefland unter Bertrand de Billy (Arte Nova), sowie bei Daphne mit dem WDR Sinfonieorchester Köln unter Semyon Bychkov (Decca; Grammy-Nominierung als beste Opernproduktion bei den Grammy Awards 2006).

Sächsischer Staatsopernchor Dresden

Der Dresdner Opernchor wurde 1817 von Friedrich August dem Gerechten gegründet. Dies war vor allem ein Verdienst Carl Maria von Webers, der als neu engagierter Hofkapellmeister den Auftrag erhalten hatte, neben der italienischen Oper in Dresden auch ein deutsches »Opern-Departement« aufzubauen. Weber forderte die Einrichtung eines »stehenden Theaterchors«, der den gestiegenen Anforderungen des dafür neu zu schaffenden Opernrepertoires gewachsen sein würde. In der Folgezeit entwickelte sich der Chor dank hervorragender Persönlichkeiten wie Johann Miksch, Karl Maria Pembaur, Hans-Dieter Pflüger und Matthias Brauer zu einem Ensemble, das

bis heute für klangliche Noblesse, künstlerische Homogenität und kultivierten Pianogesang bei gleichzeitiger Klangdichte steht. Von 2009 bis 2014 war Pablo Assante Chordirektor der Sächsischen Staatsoper Dresden. Mit der Spielzeit 2014/2015 nimmt diese Position Jörn Hinnerk Andresen ein. Seit dem Jahr 2013 ist der Chor gemeinsam mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden jährlich auch bei Osterfestspiele in Salzburg zu hören.  Am 8. Oktober 2017 feierte der Sächsische Staatsopernchor Dresden sein 200-jähriges Bestehen.

MDR Rundfunkchor

Wenn große Orchester im In- und Ausland ein Werk mit Chorbeteiligung planen, steht der MDR Rundfunkchor auf der Wunschliste ganz oben, denn er gilt als einer der besten der Welt. Mit seinen 73 Sängerinnen und Sängern ist er zudem der größte Chor einer öffentlich-rechtlichen Medienanstalt. 

Das Repertoire umfasst Chorsymphonik, A-cappella-Werke, Ensemblegesang sowie weltliche und geistliche Musik aus beinahe einem Jahrtausend Musikgeschichte.

Neben den internationalen Auftritten tragen preisgekrönte CD-Einspielungen sowie zahlreiche Ur- und Erstaufführungen zum Renommee des traditionsreichen Chores bei. In der Nachfolge von Howard Arman übernahm mit Beginn der Spielzeit 2015/2016 Risto Joost die künstlerische Leitung des Chores.