9. Symphoniekonzert

Omer Meir Wellber Dirigent
Rachel Willis-Sørensen Sopran
Stepanka Pucalkova Mezzosopran
Werner Güra Tenor
Gábor Bretz Bass
MDR Rundfunkchor

Johann Sebastian Bach / Maximilian Otto

  • Contrapunctus I aus »Die Kunst der Fuge« BWV 1080

Johann Sebastian Bach/ Péter Tornyai

  • Contrapunctus V aus »Die Kunst der Fuge« BWV 1080

Johann Sebastian Bach / Anton Webern

  • Ricercar a 6 aus »Das musikalische Opfer« BWV 1079

Johann Sebastian Bach / Ella Milch-Sheriff

  • Contrapunctus XIV aus »Die Kunst der Fuge« BWV 1080

Ludwig van Beethoven

  • Messe C-Dur op. 86 für Soli, Chor und Orchester

Bach – Beethoven – Gegenwart

»Von meiner Messe wie überhaupt von mir selbst sage ich nicht gerne etwas, jedoch glaube ich, dass ich den Text behandelt habe, wie er noch wenig behandelt worden,« bekannte Beethoven über seine erste Messvertonung aus dem Jahr 1807. Diesem berückenden Werk stehen Instrumentationen Bach’scher Fugen des 20. und 21. Jahrhunderts voran. Dabei ist jede Bearbeitung nicht nur eine Übersetzung in den Orchesterklang, sondern zugleich Interpretation der Vorlage.

  • 05.04.2020
    19:00 Uhr
    Semperoper
    Tickets
    Ticket-Preis:
    13.00 – 67.00 €
  • 06.04.2020
    20:00 Uhr
    Semperoper
    Tickets
    Ticket-Preis:
    13.00 – 82.00 €

Omer Meir Wellber

Omer Meir Wellber gehört zu den führenden Dirigenten für Opern- und Orchesterrepertoire. Ab Beginn der Saison 2018/19 ist er Erster Gastdirigent der Semperoper Dresden, ab Juli 2019 Chefdirigent des BBC Philharmonic Orchestra und ab Januar 2020 Music Director des Teatro Massimo in Palermo. Er stand am Pult zahlreicher erstklassiger Ensembles weltweit, so etwa beim London Philharmonic Orchestra, dem Gewandhausorchester zu Leipzig,  dem Pittsburgh Symphony Orchestra, dem Swedish Radio Symphony Orchestra, dem Orchestre National de Lyon, dem City of Birmingham Symphony Orchestra, der Staatskapelle Dresden, dem Orchester RAI Torino und dem Tonhalle-Orchester Zürich. Er ist regelmäßiger Gastdirigent der Bayerischen Staatsoper München, von La Fenice Venedig und der Israeli Opera. Ein Gegenpol zu seinen internationalen Auftritten bildet sein Engagement in seiner Heimat Israel für klassische Musik im Allgemeinen und seine integrativen Projekte im Besonderen.

In der Saison 2018/19 debütiert Omer Meir Wellber an der Metropolitan Opera in New York mit Vorstellungen von Bizets Carmen. Wenige Wochen zuvor gibt er mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra sein Debüt beim Lucerne Festival. Erstmalig steht

Omer Meir Wellber in der Hamburger Elbphilharmonie beim NDR Elbphilharmonie-Orchester am Pult und dirigiert Konzerte mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, u.a beim Bachfest Leipzig 2019. Als Erster Gastdirigent der Semperoper Dresden übernimmt er dort im Mai 2019 das Dirigat der Neuinszenierung von Verdis Nabucco. Außerdem dirigiert er die Wiederaufnahme-Vorstellungen von Don Giovanni, Tannhäuser und Der Rosenkavalier sowie ein Symphoniekonzert mit der Staatskapelle Dresden.

Von 2010 bis 2014 war Omer Meir Wellber Music Director am Palau de les Arts Reina Sofia in Valencia. Zwischen 2008 und 2010 assistierte er Daniel Barenboim an der Berliner Staatsoper Unter den Linden sowie an der Mailänder Scala. Er dirigierte mit großem Erfolg bei Publikum und Presse Verdis Aida beim Gastspiel der Scala an der Israeli Opera.

2016 leitete er die Residency des Israel Philharmmonic Orchestra bei den Dresdner Musikfestspielen.

Seit 2009 ist er Musikdirektor der 1991 für die Integration von jüdischen Emigranten in Israel gegründeten Raanana Symphonette.

Rachel Willis-Sørensen

Mit ihrem Gewinn der National Council Auditions an der New Yorker Met (2010) und des Hans Gabor Belvedere Gesangswettbewerbs in Wien (2011) zog Rachel Willis-Sørensen internationale Aufmerksamkeit auf sich, drei Jahre lang gehörte sie dem Ensemble der Semperoper an. In Dresden debütierte sie u.a. als Elettra und als Rachel in den Neuproduktionen von Mozarts »Idomeneo« und Halévys »La juive«, daneben gastierte die junge Sopranistin u.a. als Gräfin (»Figaro«) am Londoner Royal Opera House, als Donna Anna (»Don Giovannni«) an der Houston Grand Opera und in Beethovens Neunter bei Los Angeles Philharmonic.

2014 gewann sie den 1. Preis beim Operalia Gesangswettbewerb. Gastengagements führten sie u. a. an die Deutsche Oper Berlin, die Metropolitan Opera in New York, das Royal Opera House Covent Garden in London, die Wiener Staatsoper und die San Francisco Opera. Zu ihrem Repertoire gehören Partien wie Donna Anna (»Don Giovanni«), Fiordiligi (»Così fan tutte«), Elettra (»Idomeneo«), Marschallin (»Der Rosenkavalier«), Leonora (»Il trovatore«), Elsa (»Lohengrin«) und Eva (»Die Meistersinger von Nürnberg«).

Stepanka Pucalkova

Geboren in Berlin, absolvierte die tschechische Mezzosopranistin Stepanka Pucalkova ihr Gesangstudium an der Universität Mozarteum Salzburg, wo sie bei O. Univ. Prof. KS Elisabeth Wilke studierte. Im Jahr 2012 absolvierte sie ihr Masterstudium im Fach Oper und Musiktheater mit der höchsten Auszeichnung, bei O. Univ Prof. Dr. Josef Wallnig und Univ. Prof. Eike Gramss. Im selben Jahr erhielt sie von der Organisation Stiftung Mozarteum die Lilli-Lehmann-Medaille.

In der Saison 16/17 gab Stepanka Pucalkova ihr Rollendebüt als Siegrune in Richard Wagners »Walküre« bei den 50. Osterfestspielen Salzburg. Musikalisch in der Begleitung der Staatskapelle Dresden und von Christian Thielemann geleitet.

Im Dezember 2016 gewann Stepanka den Preis »Die beste weibliche Stimme« beim »Concours international de Belcanto Vincenzo Bellini« in Marseille, Frankreich.

Im Januar 2019 wird Stepanka zusammen mit Plácido Domingo am Prager Standestheater den Geburtstag vom W.A.Mozart feiern und im Rahmen der Salzburger Mozartwoche in Wolfgang Amadeus Mozarts »Davide penitente« zu hören sein.

Stepanka Pucalkova ist seit der Saison 2018/2019 Ensemblemitglied der Semperoper Dresden.

Zahlreiche Konzertauftritte führen sie u. a. nach Dänemark, China, Japan, Norwegen, Österreich, Deutschland, Italien und Tschechien.

Werner Güra

Der in München geborene Tenor Werner Güra absolvierte sein Studium am Mozarteum in Salzburg. Seine vokale Ausbildung setzte er fort bei Prof. Kurt Widmer in Basel, Prof. Margreet Honig in Amsterdam und Prof. Wessela Zlateva in Wien.

Nach Operngastspielen in Frankfurt und Basel wurde er 1995 Ensemblemitglied der Semperoper in Dresden, wo er mit den großen Rollen seines Stimmfachs vor allem in Opern von Mozart und Rossini zu hören war. Unter der Leitung von Daniel Barenboim sang er außerdem an der Staatsoper Berlin, als Gast wirkte er an Neuproduktionen von »Die Zauberflöte« an der Opéra National de Paris und La Monnaie Brüssel mit.

Als Konzert- und Oratoriumsänger steht er auf den wichtigen Konzertpodien Europas und arbeitete mit Orchestern wie etwa den Berliner Philharmonikern, der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem Gewandhausorchester Leipzig, den Wiener Symphoniker, dem London Philharmonic Orchestra, dem Koninklijk Concertgebouworkest, den deutschen (BR, SWR, HR, NDR) und holländischen Rundfunkorchestern sowie mit dem BBC Symphony Orchestra  unter Dirigenten wie Claudio Abbado, Riccardo Chailly, Sir Colin Davis, Bernard Haitink, Daniel Harding, René

Jacobs, Ton Koopman, Fabio Luisi, Kurt Masur, Yannick Nézet-Séguin, Sir Roger Norrington, Trevor Pinnock, Peter Schreier und Thomas Zehetmair. Darüber hinaus stand Werner Güra regelmäßig mit Nikolaus Harnoncourt auf der Bühne.

Für Harmonia Mundi France wirkte Werner Güra an diversen CD-Aufnahmen mit. Mit dem RIAS Kammerchor unter Leitung von Marcus Creed erschienen so etwa Schubert-Lieder und »Der Rose Pilgerfahrt« von Schumann. Teldec veröffentlichte Beethovens »Fidelio« unter Daniel Barenboim mit Werner Güra als Jacquino. Für Sony/BMG nahm er Haydns »Orlando Paladino« und »Die Jahreszeiten« sowie Bachs »Weihnachtsoratorium« jeweils unter Nikolaus Harnoncourt auf. Im September 2000 erschien bei Harmonia Mundi seine erste Solo-CD mit Schuberts »Die schöne Müllerin«. Für die Aufnahme von Schuberts »Winterreise« erhielt er 2011 den BBC Music Magazine Award in der Kategorie »Vocal«, im Oktober 2012 wurde er mit einem ECHO Klassik für die beste Liedeinspielung des Jahres ausgezeichnet.

Seit 2009 unterrichtet Werner Güra Gesang an der Musikhochschule Zürich.

MDR Rundfunkchor

Wenn große Orchester im In- und Ausland ein Werk mit Chorbeteiligung planen, steht der MDR Rundfunkchor auf der Wunschliste ganz oben, denn er gilt als einer der besten der Welt. Mit seinen 73 Sängerinnen und Sängern ist er zudem der größte Chor einer öffentlich-rechtlichen Medienanstalt. 

Das Repertoire umfasst Chorsymphonik, A-cappella-Werke, Ensemblegesang sowie weltliche und geistliche Musik aus beinahe einem Jahrtausend Musikgeschichte.

Neben den internationalen Auftritten tragen preisgekrönte CD-Einspielungen sowie zahlreiche Ur- und Erstaufführungen zum Renommee des traditionsreichen Chores bei. In der Nachfolge von Howard Arman übernahm mit Beginn der Spielzeit 2015/2016 Risto Joost die künstlerische Leitung des Chores.