

Fritz Busch schätzte sie beide: den Konservativen Hans Pfitzner, dessen Klavierkonzert er 1923 in der Semperoper zur Uraufführung brachte, und den Visionär Ferruccio Busoni, dessen »Doktor Faust« er 1925 an gleicher Stelle posthum uraufführte – und den Pfitzner in seinem Pamphlet »Futuristengefahr« so heftig geschmäht hatte. Christian Thielemann verbindet die Antipoden in diesem Programm mit Johannes Brahms, der seinerseits den einen als konservativ, den anderen als fortschrittlich galt.
Aufzeichnung durch MDR Figaro