9. Symphoniekonzert
- 24.03.2013 //20:00 Uhr //Semperoper
- 25.03.2013 //20:00 Uhr //Semperoper
- Reinhard Goebel Dirigent
- Claudia Barainsky Sopran
- Anke Vondung Alt
- Virgil Hartinger Tenor
- Daniel Ochoa Bariton
- Tilmann Rönnebeck Publio
- Dresdner Kammerchor
Johann Friedrich Fasch
Lamento für 2 Oboen, 2 Flöten, Klarinette, Streicher und Basso continuo
Johann Sebastian Bach
Trauerode »Laß, Fürstin, laß noch einen Strahl« BWV 198
Jan Dismas Zelenka
Requiem D-Dur ZWV 46
Trauermusiken für das sächsische Herrscherpaar
Zum Tod Augusts des Starken schrieb der Dresdner Kirchen-Compositeur Jan Dismas Zelenka mit dem Requiem D-Dur 1733 eines seiner bedeutendsten Werke. Johann Sebastian Bach hatte schon 1727 für den Tod von Augusts evangelisch gebliebener Ehefrau Christiane Eberhardine seine Trauerode komponiert – Barockspezialist Reinhard Goebel vereint nun beide Werke mit einer vermutlich für Dresden geschriebenen Instrumentalkomposition Johann Friedrich Faschs.
Sendetermin: 26. März 2013, ab 20.05 Uhr auf MDR Figaro; 29. März 2013, ab 20.03 Uhr auf Deutschlandradio Kultur

Wie kaum ein anderer setzt Reinhard Goebel mit seinen Interpretationen immer wieder Maßstäbe auf dem Gebiet der historischen Aufführungspraxis. Goebel stand mehr als 30 Jahre lang an der Spitze des von ihm gegründeten Ensembles Musica Antiqua Köln; für sein Wirken wurde er national und international mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen bedacht. Inzwischen musiziert er auch zunehmend mit großen Symphonieorchestern, darunter das DSO Berlin, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und das Gewandhausorchester Leipzig. Sein besonderes Interesse gilt seit jeher dem barocken Repertoire der Dresdner Hofkapelle – und so kam es 2009 zu einer ersten Begegnung zwischen Goebel und der heutigen Staatskapelle. Diese Zusammenarbeit soll ab 2013 jeweils zu Palmsonntag kontinuierlich fortgesetzt werden.
Claudia Barainsky gilt als eine der vielseitigsten Künstlerinnen ihres Fachs. 2011 erhielt sie für ihre Darstellung der Medea in Aribert Reimanns gleichnamiger Oper den deutschen Theaterpreis »Der Faust«. Ihre Ausbildung absolvierte sie an der Hochschule der Künste in Berlin bei Ingrid Figur, Dietrich Fischer-Dieskau und Aribert Reimann. 1994 debütierte sie mit der Titelpartie in Reimanns »Melusine« an der Semperoper Dresden und legte damit den Grundstein zu einer internationalen Karriere, die sie seitdem auf die Podien der bedeutendsten Opernhäuser und Festivals weltweit geführt hat.
Anke Vondung erhielt ihre Gesangsausbildung an der Musikhochschule Mannheim und ist Preisträgerin mehrerer internationaler Gesangswettbewerbe. Ihr erstes Engagement führte sie an das Tiroler Landestheater in Innsbruck. Inzwischen gastierte sie u.a. am Théâtre du Châtelet Paris, bei den Salzburger Festspielen, der Salzburger Mozartwoche, beim Glyndebourne Festival, an den Staatsopern in Hamburg, Berlin und München sowie an der New Yorker MET. Von 2003 bis 2006 war sie festes Ensemblemitglied der Semperoper und ist dem Haus auch seither eng verbunden.
Virgil Hartinger absolvierte seine musikalische Ausbildung am Mozarteum in seiner Heimatstadt Salzburg. Sein breit gefächertes Konzert- und Opernrepertoire reicht von der Renaissance bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen. Seine Stimme wird von der Kritik als kraftvoll strahlend und dennoch höchst nuanciert beschrieben. Hartinger gastierte u.a. bei den Salzburger Festspielen, den Folles Journées in Nantes und in Lissabon, im Festspielhaus Baden-Baden, der Alten Oper Frankfurt, im Théâtre des Champs-Élysées, im Leipziger Gewandhaus, im Prinzregententheater und Herkulessaal in München sowie in der New Yorker Carnegie Hall.
Daniel Ochoa abolvierte sein Studium bei Anthony Baldwin und Hans-Joachim Beyer. Bei Sängern und Pädagogen wie Dietrich Fischer-Dieskau, Rudolf Piernay, Marianne Fischer-Kupfer, Horst Günter, Reiner Goldberg, Thomas Quasthoff, Matthias Goerne und KS Christa Maria Ziese rundete er seine gesangliche Ausbildung ab. 2003 erhielt Ochoa den 1. Preis beim Leipziger Albert-Lortzing-Wettbewerb und war im folgenden Jahr Stipendiat der Richard-Wagner-Stipendienstiftung. Der Bariton musizierte bereits in so bedeutenden Konzerthäusern wie der Berliner Philharmonie und dem Leipziger Gewandhaus und war darüber hinaus bei Festivals wie dem Lucerne Festival, dem Flandern Festival, den Dresdner Tagen für zeitgenössische Musik, dem MDR Musiksommer und dem Leipziger Bachfest zu Gast. Zu seinen musikalischen Partnern zählten unter anderem das Gewandhausorchester Leipzig, die Dresdner Philharmonie, die Radiophilharmonie des Norddeutschen Rundfunks, die Lautten Compagney Berlin, das Telemann Chamber Orchestra Tokyo sowie der Dresdner Kreuzchor.
Der in Magdeburg geborene Bass begann seine musikalische Ausbildung zunächst mit Kompositionsunterricht und studierte später Gesang bei KS Reiner Goldberg an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. Noch während seines Studiums übernahm er in der Uraufführung »Die Comedian Harmonists« am Theater am Kurfürstendamm die Rolle des Robert Biberti und erhielt dafür u.a. den BZ-Kulturpreis. Zahlreiche Konzerttourneen im In- und Ausland folgten. Als Ensemblemitglied des Staatstheater Cottbus sang Tilmann Rönnebeck ab 2002 wichtige Partien des seriösen Bassfachs, wie u.a. Fasolt (»Das Rheingold«), Sarastro (»Die Zauberflöte«) und Pater Guardiano (»La forza del destino«). 2004 wurde ihm als bester Nachwuchssänger der Max-Grünebaum-Preis verliehen. Es folgte ein Festengagement an die Komische Oper Berlin, wo er u.a. als Figaro (»Le nozze di Figaro«), Rocco (»Fidelio«) und als Don Pasquale zu erleben war. Seit der Saison 2010 / 11 ist Tilmann Rönnebeck festes Ensemblemitglied an der Semperoper Dresden und hier u.a. als Basilio (»Il barbiere di Siviglia«), Ferrando (»Il trovatore«), Sparafucile (»Rigoletto«), Seneca (»L’incoronazione di Poppea«) und Publio (»La clemenza di Tito / Titus«) zu hören.
Chorleiter: Hans-Christoph Rademann


