

Der neue Vertrag umfasst unter anderem Christian Thielemanns erste Gesamtaufnahme aller Brahms-Symphonien. Dieser Zyklus soll im Sommer 2013 abgeschlossen und durch Live-Aufnahmen der beiden Klavierkonzerte von Brahms mit dem Solisten Maurizio Pollini und der Staatskapelle unter der Leitung Thielemanns ergänzt werden. Aufnahmen des Brahms-Violinkonzerts sowie des Konzerts für Violine und Violoncello sind ebenso in Planung. Vorgesehen sind zudem weitere Programme mit Operettenmusik aus der Semperoper – erneut mit internationalen Top-Stars–, Aufnahmen mit Werken von Richard Wagner und Richard Strauss sowie die Adventskonzerte aus der Dresdner Frauenkirche.
Michael Lang, Präsident von Deutsche Grammophon, erklärt: »Diese bemerkenswerte Partnerschaft ermöglicht Deutsche Grammophon, die Arbeit mit einem der international renommiertesten Dirigenten und mit der legendären Staatskapelle Dresden fortzusetzen. Wir freuen uns auf neue faszinierende Aufnahmen in Zusammenarbeit mit unserem langjährigen Produktionspartner UNITEL Classica.«
Die Partnerschaft zwischen der Sächsischen Staatskapelle und Deutsche Grammophon hat eine lange Tradition und reicht bis in die 20er Jahres des vergangenen Jahrhunderts zurück.
Die eindrucksvolle Diskografie des Orchesters bei Deutsche Grammophon enthält Opern und Tondichtungen von Richard Strauss in Aufnahmen aus den 1950er-Jahren unter dem Strauss- Freund Karl Böhm, berühmte Aufnahmen Böhms von Mozart-Opern und Beethovens »Fidelio«, klassische Einspielungen der Violinkonzerte von Tschaikowsky und Brahms mit David Oistrach unter Leitung von Franz Konwitschny, Carlos Kleibers legendäre »Freischütz«- und »Tristan«-Aufführungen, »Ariadne auf Naxos« und Bruckner-Symphonien unter Giuseppe Sinopoli, »Eugen Onegin« und Symphonien von Dvořák unter James Levine, Klavierkonzerte von Beethoven und Schumann mit Hélène Grimaud unter Vladimir Jurowski bzw. Esa-Pekka Salonen sowie Alben mit einigen der populärsten Sänger unserer Zeit: Anna Netrebko, Rolando Villazón, Elīna Garanča und René Pape.
So bestätigt die Vereinbarung zum einen die Partnerschaft mit einer zukunftsweisenden Produktionsfirma für Oper und klassisches Konzert und begründet zum anderen eine neue Zusammenarbeit mit einem der am meisten geschätzten »Hausorchester« der Deutschen Grammophon. (Die erste gemeinsame Aufnahme von Deutsche Grammophon und der Staatskapelle Dresden fällt übrigens in das Jahr 1923, als die Ballettmusik aus Glucks »Orpheus und Eurydike« unter der Leitung von Fritz Busch für Tonträger festgehalten wurde.) Zugleich eröffnet sie eine spannende neue Ära des künftigen Chefdirigenten Christian Thielemann, dessen Veröffentlichungen – darunter Brahms’ Symphonie Nr. 1 und Beethovens »Egmont«-Ouvertüre, Mozarts Requiem, Wagners »Parsifal« und »Tristan und Isolde« oder Bruckners Fünfte Symphonie – international große Anerkennung fanden.