

Auf dem Programm des Konzertes standen die erste Symphonie von George Bizet und Gustav Mahlers erste Symphonie »Titan«. Wenige Tage zuvor hatte Prêtre mit dem gleichen Programm sein Debüt am Pult der Staatskapelle gegeben – mit drei Konzerten in der Dresdner Semperoper. Diese Zusammenarbeit, die in wenigen Wochen genau zehn Jahre zurückliegt, legte den Grundstein zu einer gewachsenen und inzwischen tiefen Freundschaft zwischen Orchester und dem französischen Dirigenten, deren Früchte seither nicht nur in Dresden, sondern auch in den großen Musikmetropolen Europas zu erleben war, darunter im Wiener Musikverein, der Mailänder Scala und dem Pariser Théâtre des Champs-Elysées.
Prêtre, der gerne als »Maestro 100.000 Volt» bezeichnet wird, zählt zu den beliebtesten Gastdirigenten der Sächsischen Staatskapelle. In den gemeinsamen Konzerten hat er vor allem die großen Werke der französischen Symphonik dirigiert. Aber auch mit Kompositionen von Beethoven, Wagner, Strauss und Bartók hat er sein Publikum wie auch die Musikerinnen und Musiker der Staatskapelle immer wieder von neuem begeistert.
Für sein Jubiläumskonzert in der Semperoper (18. – 20. Dezember 2011) hat sich Prêtre nun die »Unvollendete« von Schubert sowie erneut die erste Symphonie von Gustav Mahler ausgesucht – und führt damit das Mahler-Jahr zu einem würdigen Abschluss.
Bereits am 17. Dezember gibt Georges Prêtre dem Publikum in einem seiner seltenen Gespräche persönlich über sein Leben Auskunft (16 Uhr, Oberes Rundfoyer Semperoper).