

Mit zwei gefeierten Konzerten beim Lucerne Festival setzten Christian Thielemann und die Sächsische Staatskapelle Dresden an den vergangenen beiden Abenden ein musikalisches Ausrufezeichen. Die beiden Konzerte waren von Presse wie Publikum mit großer Spannung erwartet worden, da Thielemann und die Staatskapelle sich erstmals gemeinsam bei diesem bedeutenden Festival präsentierten. Auf dem Programm standen die achte Symphonie von Anton Bruckner sowie das »Nocturne symphonique« von Ferruccio Busoni, das Klavierkonzert von Hans Pfitzner und die erste Symphonie von Johannes Brahms. Die Werke von Busoni und Pfitzner erklangen erstmals in der Geschichte des Festivals, welche bis in das Jahr 1938 zurückreicht. Unter den Besuchern des zweiten Konzerts war auch der Dirigent und Komponist Pierre Boulez.
Der letzte Auftritt der Staatskapelle in Luzern fällt in das Jahr 2009, Thielemann war hier gar 2002 letztmalig zu Gast. Bereits nach dem ersten Konzert erfolgte von Seiten des Festival-Managements die Einladung, zukünftig jährlich im Rahmen des Lucerne Festival aufzutreten.
Die erste gemeinsame Gastspielreise von Christian Thielemann und der Staatskapelle führt morgen noch in die Berliner Philharmonie zum musikfest berlin. Zum Tourneeauftakt am 6. September hatte die Staatskapelle in der Essener Philharmonie musiziert, am Tag darauf folgte ein Konzert im Wiener Musikverein, über das Die Presse (Wien) schrieb: »Ein Konzert fürs Leben.«