

Gleich zwei Ehrungen werden dem zukünftigen Chefdirigenten der Sächsischen Staatskapelle in diesem Monat zu teil. Am Freitag, den 14. Oktober, nimmt die Londoner Royal Academy of Music Christian Thielemann in die überaus prominente Schar ihrer Ehrenmitglieder auf. Die Royal Academy wurde 1822 gegründet und zählt seitdem zu den weltweit renommiertesten Ausbildungsinstituten für angehende Musiker und Komponisten. Zu ihren Ehrenmitgliedern gehören u.a. Claudio Abbado, Pierre Boulez, Nikolaus Harnoncourt und Bernard Haitink. Im Rahmen des Festaktes dirigiert Thielemann am Pult des Academy Concert Orchestra die symphonische Dichtung »Don Juan« von Richard Strauss.
Exakt eine Woche später, am 21. Oktober, verleiht die Weimarer Hochschule für Musik Franz Liszt Christian Thielemann die Ehrendoktorwürde. Damit werden, so der Hochschulsenat in seiner Begründung, Thielemanns »außergewöhnliche Leistungen und besondere Verdienste um die Musik des 19. Jahrhunderts« gewürdigt. Am Tag darauf, dem 200. Geburtstag von Franz Liszt, dirigiert Thielemann in der Weimarhalle ein Konzert zu Ehren des Jubilars und steht dabei am Pult eines Projektorchesters, welches sich aus Mitgliedern der Weimarer Staatskapelle, Professoren und Dozenten der Weimarer Musikhochschule sowie deren Studierenden zusammensetzt. Auf dem Programm stehen Liszts »Totentanz«, sein zweites Klavierkonzert (jeweils mit dem Solisten Konstantin Scherbakov), die Symphonische Dichtung »Les Préludes« sowie Wagners »Tannhäuser«-Ouvertüre. Das Konzert wird noch am gleichen Abend auf arte zeitversetzt übertragen.