Die Giuseppe-Sinopoli-Akademie der Staatskapelle Dresden

Seit jeher spielte die Heranbildung des musikalischen Nachwuchses für die Sächsische Staatskapelle eine besondere Rolle: Bereits in der Gründungsurkunde von 1548 heißt es, es solle »allezeit, einer vnder den grossen personen der vor den anderen, sunderlich gelehrt, vnnd geschigkt, sein werde vor einen praeceptor der knaben gebraucht werden «. Im 19. Jahrhundert gründete ein Kapellmusiker das Dresdner Konservatorium, und 1923 rief Generalmusikdirektor Fritz Busch die »Orchesterschule der Sächsischen Staatskapelle« ins Leben. Auf Initiative des Chefdirigenten Giuseppe Sinopoli griff die Staatskapelle diese Tradition im Jahr 1993 mit der Gründung einer Orchesterakademie wieder auf. Ziel der »Orchesterakademie der Sächsischen Staatskapelle Dresden e.V.«, die 2008 mit Unterstützung der Gläsernen Manufaktur von Volkswagen auf eine neue Basis gestellt wurde, war es, junge, hochbegabte Musiker nach bestandenem Probespiel in einer praxisorientierten Ausbildung nach und nach an den Orchesterdienst heranzuführen. Inzwischen haben zahlreiche Absolventen der Orchesterakademie ihren Weg in die Sächsische Staatskapelle sowie in andere internationale Spitzenorchester gefunden.

In Erinnerung an Sinopoli und seinen unermüdlichen Einsatz für den musikalischen Nachwuchs wurde die »Orchesterakademie der Sächsischen Staatskapelle Dresden« am 21. April 2011 in einem Benefizkonzert anlässlich des zehnten Todestages von Sinopoli in »Giuseppe-Sinopoli-Akademie der Staatskapelle Dresden« umbenannt. Der Erlös des Konzertes, das unter der Leitung von Christian Thielemann in der Dresdner Lukaskirche stattfand, kam der Akademie zugute. Damit wurde ein wichtiges Zeichen für den Fortbestand der Einrichtung gesetzt, die es auch zukünftig jungen Musikern ermöglicht, in einer zweijährigen Ausbildungszeit von erfahrenen Kapellmusikern unterrichtet und – im Idealfall – auf ein Engagement in der Staatskapelle vorbereitet zu werden. Nur durch diese generationenübergreifende Weitergabe der einzigartigen Spiel- und Klangkultur der Staatskapelle kann diese auch für die Zukunft bewahrt werden.

Die »Giuseppe-Sinopoli-Akademie der Staatskapelle Dresden« wird ausschließlich aus privaten Spendengeldern getragen und ist auf Ihre Unterstützung angewiesen!

 

 

Aktuelle Stipendiaten

Ekatarina Zubkova, Bratsche
Sangwah Kim, Violoncello
Johannes Raab, Violoncello
Vieri-Marco Giovenzana, Kontrabass
Michael Patzelt, Kontrabass
Dóra Varga, Flöte
Elisabeth Grümmer, Oboe
Lisa Liszta, Klarinette
Mia Aselmeyer, Horn
Christian Wenzel, Trompete
Matthias Lampl, Posaune
Lukas Dresssel, Tuba